Was sagen andere über dich, wenn du nicht im Raum bist? Bzw. was möchtest du, das andere über dich sagen?

„Wenn ich jetzt überlege, was für eine Relevanz mein Netzwerk in meinem gesamten Business hat, dann ist mein Netzwerk die Nummer 1. Warum? Nur wenn Leute mich kennen, sie wissen, was ich tue und wofür ich stehe, können sie auch das Richtige über mich sagen.“, sagt Christina Richter, Personal Branding-Expertin.

Christina in mein Gast in der 29. Podcastfolge, einem ca. 45-minütigen Küchenplausch, der in einer Vielzahl an Tipps für deine Personal Brand und LinkedIn endet. Je stärker wir uns als Person oder als Personenmarke präsentieren, desto stärker werden wir mit einem Thema in Verbindung gebracht. Personal Branding ist deshalb ein Tool, was dir als Person hilft sichtbar zu werden, zu den Themen, zu denen du sichtbar werden möchtest.

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Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Zusammen mit Christina spreche in dieser Podcast-Episode darüber warum sich vor allem Frauen hinter ihrer Marke verstecken und welche Einstiegsfrage dir beim Netzwerken unglaublich hilfreich sein kann. Außerdem geht es darum, was du brauchst, um dich als Personal Brand zu etablieren und wie hilfreich aktives Netzwerken via LinkedIn sein kann.

[5:10] – Interessanterweise höre ich das tatsächlich mehr von Frauen, als von Männern. Das hat verschiedene Gründe, die ich so heraushöre oder in den letzten Jahren immer wieder erlebt habe. Einerseits ist es tatsächlich Unsicherheit oder Schüchternheit: “Wer will denn da draußen überhaupt hören, was ich zu sagen habe? Oder interessiert das überhaupt jemanden oder bin ich überhaupt gut genug?” Da fällt dann auch immer wieder dieser Begriff Imposter Syndrom. Einer anderer Grund ist auch, dass viele Frauen das Gefühl haben, dass es eher eine Art Selbstdarstellung – Self Promotion – ist und damit wollen sie eigentlich nichts zu tun haben. Und ein 3. Grund, das sehe ich z.B. ganz oft bei Wissenschaftlerinnen oder Frauen in Führungspositionen, ist die Aussage, dass ja schließlich die Arbeit für sich spricht, warum sollte man sich also in den Vordergrund stellen?

[6:36] – Stell dir mal vor, wie wir handeln oder agieren: Wir hören von irgendeinem Produkt oder irgendeiner Brand. Wir schauen erstmal, was ist das für ein Produkt, was ist das für eine Brand. Und gerade wenn es um StartUps oder Services geht, die Selbstständige anbieten, dann schauen wir sofort, wer die Köpfe dahinter sind, wer sind die Gesichter. Und das müssen wir uns immer vor Augen halten, gerade als Selbstständige:r oder Unternehmer:in. Du bist eigentlich die Kernanlaufstelle für diejenigen, die sich dein Produkt anschauen. Sie schauen sofort: Wer sind die Gründer:innen dahinter? Wer sind die Macher:innen, wer hat das ins Leben gerufen?

[8:04] – Das ist eine Sache, die total wichtig ist, wenn es darum geht, wie du von außen wahrgenommen werden möchtest. Das heißt, du musst für dich ein Thema definieren, um zu sagen. “OK, das ist das, von dem ich möchte, dass das andere über mich sagen oder so möchte ich eben auch von anderen wahrgenommen werden.”

[11:09] – Grundsätzlich würde ich immer raten: Hinsetzen, ein Blatt Papier nehmen und einen Stift – und wirklich aufschreiben, was die Themen sind, die mich im Alltag beschäftigen und im Anschluss ein bisschen selektieren. Also wofür brenne ich ganz besonders oder was ist mein tatsächliches Passion-Thema. Was sind meine Werte? Wofür möchte ich draußen gesehen werden?

[15:09] – Ich bin wirklich ganz gezielt in Netzwerke reingegangen, hab deren Veranstaltungen mitgemacht, habe selbst auch Veranstaltungen angeboten. Ich glaube, das ist ganz wichtig am Anfang, dass man nicht sofort mit einem Verkaufsgespräch anfängt. Ich habe wirklich erstmal geguckt, wie ich helfen kann, was ich anbieten kann. Ich habe hier mal einen Tipp gegeben, da mal einen Rat. Und was ich parallel gemacht habe, war ganz gezielt LinkedIn zu nutzen.

[16:18] – Immer, wenn das Thema aufkommt – Wie soll ich das denn mit LinkedIn machen? Wie viel Zeit soll ich denn da investieren? – dann stellt euch einfach vor, LinkedIn ist eine 24 Stunden Veranstaltung, eine Business Konferenz, wo ihr hingeht, wo ihr euch Inhalte anhört. In dem Fall sind es dann Posts oder Artikel, die ihr lesen könnt und keine Vorträge, die ihr auf der Bühne hört. Und ihr macht klassisches Networking. Ihr unterhaltet euch mit Leuten, ihr connected euch mit neuen Menschen, ihr führt Diskussionen, indem ihr Kommentare schreibt oder euch an Konversationen beteiligt. Wenn man sich das ein bisschen verinnerlicht, dann ist das mit LinkedIn auch plötzlich gar nicht mehr so schwierig und man kommt schneller in Kontakt mit anderen.

Tanja Lenke she-preneur Personal Branding LinkedIn

[21:03] – Mittlerweile mache ich es tatsächlich auch ein bisschen anders. Also wenn ich beispielsweise auf einer Konferenz bin und dann in den Pausen mit jemandem netzwerke, dann frage ich auch mal, “Welchen Vortrag haben Sie sich denn gerade angehört?” oder “Was war denn so Ihr Key-Learning oder Key-Take-Away aus dem Vortrag?”. Aber gerade in der Anfangsphase, wenn man so gar keine Ahnung hat, wie man das Gespräch anfangen soll, “Was bringt dich denn heute her?”. Ich habe noch nie erlebt, dass da jemand nicht darauf eingegangen ist und dann fängt man an zu plaudern.

[23:12] – Ich fange eigentlich jeden meiner Workshops mit einem Zitat von Jeff Bezos an: “Deine Personal Brand ist das, was andere Leute über dich sagen, wenn du nicht im Raum bist.” Wir haben alle eine Personal Brand. Also jeder, der in irgendeiner Weise online mal etwas gemacht hat oder vielleicht einen Vortrag gehalten oder ein Zitat in irgendeiner Zeitung abgegeben hat, was dann online auffindbar ist oder Social Media Profile hat oder eine Webseite. Wenn ich dich google, dann finde ich etwas über dich. Und das ist mein erster Eindruck, den ich von dir kriege. Das heißt, ob du es willst oder nicht, ich habe schon irgendwie ein Bild von dir. Du hast eigentlich schon einen gewissen Teil einer Personal Brand und wichtig ist dann, dass man das selber in die Hand nimmt und steuert, was draußen über einen gesagt wird.

[26:05] – Personal Branding ist ein Tool, was mir als Person hilft sichtbar zu werden, zu den Themen, zu denen ich sichtbar werden möchte. Der erste Schritt ist immer sich wirklich darüber klarzuwerden, was mein Thema ist! Entweder ein Kernthema oder zwei Kernthemen. Wer jetzt wirklich 5 / 6 Themen hat, dem würde ich immer raten, es auf 1 / 2 Kernthemen herunterzubrechen. Guck dir an, was kannst du dazu erzählen. Was sind z.B. Tipps oder How-Tos, Empfehlungen, Erfahrungen, die du dazu teilen kannst. Was passiert in deiner Branche, was kannst du vielleicht an Mehrwert bieten? Und das dann im Prinzip über ganz klassisches Storytelling nach draußen tragen. Das zweite ist, wen ich damit eigentlich erreichen möchte. Also wer ist meine Zielgruppe? Es ist ganz wichtig beim Personal Branding den Fokus einmal auf mich zu legen, also “Wer bin ich?”, “Wofür stehe ich?”, “Was sind meine Themen, was sind meine Skills, wo kann ich aus meinem Erfahrungsschatz schöpfen und Tipps weitergeben?”. Und dann “Wer ist meine Zielgruppe, wen will ich eigentlich ansprechen?”. Und das dritte ist, wie ich dann die Brücke schlage. Personal Branding ist dann sozusagen das Kommunikationstool, um aus meinem Erfahrungsschatz, aus meinen Kenntnissen, aus meinem Branchenwissen Themen über Posts an meine Zielgruppe zu transportieren, damit sie was lernen, damit sie einen Mehrwert davon haben. Und dieses Thema “Mehrwert” ist beim Personal Branding unfassbar wichtig. Denn sonst werde ich am Ende auch nicht als Expertin wahrgenommen, wenn ich einfach nur wischiwaschi wiedergebe, was irgendwer anders erzählt oder was vielleicht in den Medien diskutiert wird. Ohne meine Meinung dazuzugeben, verläuft sich das tatsächlich im Sand.

[34:40] – Ich würde immer dazu raten, wer sich dazu entscheidet beispielsweise LinkedIn für sich und seine Themen zu nutzen, um sich als Expertin zu positionieren, der sollte jeden Tag zumindest mal 30 Minuten auf der Plattform verbringen. Das heißt nicht, dass ich jeden Tag 30 Minuten lang damit verbringen sollte, etwas zu teilen, sondern der Austausch ist ganz wichtig. LinkedIn ist eine Social-Plattform, ein Social-Netzwerk, wo es primär darum geht, in Konversationen einzusteigen. Ich schaue mir an, was gerade für Themen über mein Feed laufen, wo ich vielleicht noch etwas beitragen und kommentieren kann. Dann sollte ich natürlich auch selber Inhalte teilen. Der einfachste Weg ist im Prinzip über Curated Content, also wenn ich z.B. einen interessanten Artikel gefunden habe, dass ich den dann mit meinem Netzwerk teile – aber bitte nie ohne eine personalisierte Nachricht. Also man sollte immer selber kurz etwas dazu schreiben, warum man diesen Artikel teilt. Warum er spannend ist, was vielleicht dieser eine Satz in diesem Artikel ist, an dem ich hängengeblieben bin. Weil am Ende sehen wir immer nur die obersten zwei Zeilen und die müssen mich greifen, die müssen mich packen. Ganz wichtig ist das taggen von Personen, Unternehmen oder Medien und das Nutzen von Hashtags, denn ohne kannst du keine Reichweite aufbauen, nicht weiter wachsen. Dann geht es darum die eigene Expertise zu zeigen. Was richtig gut läuft sind “How-To-Posts”, wo ich 2-3 Bullet Points zu einer Frage beantworte … Was auch gut funktioniert sind kurze Videos … Ich glaube ganz wichtig ist, dass ich immer einen Mehrwert bieten muss und eine Abwechslung reinbringen sollte.

Mit diesen Tipps kannst du hoffentlich jetzt gleich loslegen und an deiner Personal Brand arbeiten. Die Grundlage für deine Personal Branding Strategie habe ich dir hier noch einmal ganz kurz zusammengefasst:

  1. Was ist dein Fundament? Was macht dich aus, wer bist du, was sind deine Werte?
  2. Wen willst du ansprechen? Wer ist deine Zielgruppe?
  3. Wie kannst du die Brücke zwischen dir und deiner Zielgruppe schlagen? Wie bietest du Mehrwert und Wissen an?

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Durcharbeiten dieser Episode. Teile deine Ergebnisse auch gerne in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du diese Episode mit deinen Business-Freundinnen teilst und / oder mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt. Christina findest du auf LinkedIn übrigens unter Christina Richter – verbinde dich dort mit ihr und profitiere von ihrem unglaublich hilfreichen Wissen.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.

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