Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Elisa.

von | Jul 31, 2016 | Erfahrungsberichte, Gründung, Gründungszuschuss | 0 Kommentare

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Elisa Ochmann. Vielen Dank liebe Elisa, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

Elisa Ochmann, Beraterin & Bloggerin. Im Januar 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Hallo, mein Name ist Elisa Ochmann. Ich bin 25 Jahre und lebe im schönen Sauerland genauer gesagt in Lüdenscheid. Seit Januar 2016 bin ich selbstständig. Ich arbeite aber bereits seit 2013 nebenberuflich selbstständig. Ich habe meine nebenberufliche Selbstständigkeit in eine Vollzeit-Selbstständigkeit ausgebaut und bin damit sehr zufrieden.

Der Wunsch selbstständig zu sein schlummerte irgendwie schon immer in mir. Ich weiß noch, wie fasziniert ich als kleines Kind von Karla Kolumna war, denn sie raste auf ihrem Roller durch die Gegend und führte spannende Interviews. Später zu meiner Schulzeit fühlte ich mich in den festen Strukturen des Gymnasiums auch eher unwohl und stellte immer mehr fest, dass ich viel effektiver lernen und arbeiten kann, wenn ich dies nach meinem eigenen Rhythmus mache. Daher war ich auch eher selten anwesend und trotzdem fluppte es. Innerhalb meiner Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien beschäftigte ich mich dann etwas näher mit dem Thema Selbstständigkeit, da es in der Werbebranche total viele Freelancer gibt und es üblich ist, sich selbstständig zu machen.

Schon während meiner Ausbildung habe ich meinen Blog ElisaZunder  ins Leben gerufen.  Ich brauchte eine Plattform auf der ich mich kreativ ausleben konnte. Meine Leidenschaft fürs Schreiben trieb mich hier an und ich eignete mir viele weitere Skills von Social Media Marketing, Werbetext sowie Wissen im strategischem Marketing an. Nachdem dann auch einige Unternehmen auf mich aufmerksam wurden, um mit mir zu kooperieren, war mir klar:

Das ist es!

So stellte ich nach und nach fest, dass ich hierauf aufbauen konnte. Mein Blogazine ist eine Plattform für Helden und Heldinnen, Großstadtmiezen und Kleinstadtamazonen. Es gibt so viel schönes auf der Welt und ich helfe dieses zu entdecken, gespickt mit persönlichen Geschichten und ein bisschen Glitzer oben drauf. Seit 2012 bin ich also schon in der Kommunikation 2.0 zu Hause. Mittlerweile teile ich hier auch meine persönlichen Erfahrungen zur Selbstständigkeit.

Meine Ausbildung habe ich in zwei komplett unterschiedlichen Unternehmen absolviert. Das erste Jahr meiner Ausbildung habe ich bei einem Telekom-Partner in der Marketingabteilung verbracht. Leider war ich hier sehr unzufrieden, da es kaum kreativen Spielraum für mich gab, denn alles wurde nur nach dem bestehenden Corporate Design erstellt. Ich fand’s ziemlich langweilig und der Lerneffekt war auch nicht allzu groß. Im zweiten Lehrjahr habe ich innerhalb meiner Ausbildung – auf eigenen Wunsch – das Unternehmen gewechselt, um noch mehr Einblicke in andere Branchen zu bekommen. Vom Marketing ging es dann zur Produktion, da ich meine Ausbildung in einer Druckerei mit dazu gehörigem Kunstbuchverlag weitergeführt habe. Dort habe ich meine Ausbildung auch erfolgreich abgeschlossen.

Nach meiner Ausbildung blieb ich für meinen Lebenslauf noch einige Monate in meinem Ausbildungsbetrieb. Zu dem Zeitpunkt war die Idee von meiner Selbstständigkeit schon so gefestigt, dass ich meine Stelle auf Teilzeit reduzieren wollte, um an meinem eigenen Traum zu arbeiten. Leider war dies nicht möglich, daher kündigte ich, suchte mir einen Teilzeitjob im Einzelhandel und baute nebenbei mein Blogazine und die Agentur auf.

Den Schritt meinen Job zu kündigen und in einer völlig andren Branche zu arbeiten, um meinen Traum zu verwirklichen haben recht wenige Leute verstanden. Ich musste mich ständig erklären und auch während dieser Jobs bin ich teilweise echt durch die Hölle gegangen. Man glaubt gar nicht mit was für Sachen man im Einzelhandel so tagtäglich konfrontiert wird.

Da ich zu diesem Zeitpunkt nur noch in Teilzeit arbeitete, konnte ich viel Zeit in mein Blogazine stecken, es weiter voranbringen und hatte Zeit für neue Ideen. Hier kam mir die Idee zur Gründung meiner eigenen Kommunikationsagentur mit der ich diverse Dienstleistungen der Kommunikation 2.0 abdecke. Aber nicht nur das, auch im Offlinebereich biete ich meine Leistungen an. Ob Beratung oder Aufbau und Steuerung des gesamten öffentlichen Auftritts – gemeinsam finde ich die optimale Lösung für meine Kunden. Ziel ist es, eine kompetente und unverkennbare Präsenz zu schaffen, Unternehmensauftritte zu optimieren oder auszubauen. Wir kommunizieren mit der Zielgruppe – ob über die Kanäle der Kunden oder den ElisaZunder Blog… oder beides.

 

Dann ging ich den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit

Im Oktober 2015 entschied ich mich dann endgültig den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit zu gehen und meinen Traum endlich zu leben. Denn die Doppelbelastung von zwei Jobs war auf Dauer nicht mehr tragbar. Nach einigen Gesprächen mit meinem Arbeitgeber kündigte er mich bzw. verlängerte meinen Vertrag nicht, sodass ich mich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden konnte. Mein Arbeitsverhältnis lief damals noch bis Dezember 2015, doch aufgrund von zahlreichen Überstunden musste ich schon ab Oktober nicht mehr erscheinen und konnte mich voll und ganz auf mein Vorhaben konzentrieren.

Der erste Schritt war die Arbeitslosmeldung bei der Agentur für Arbeit. Bei diesem Anruf erklärte ich der Dame am anderen Ende der Leitung bereits, dass ich gründen möchte und mich über den Gründungszuschuss informieren will. Circa 14 Tage später hatte ich meinen ersten Termin beim Arbeitsamt und einer Ansprechpartnerin, die mich über den Zuschuss informieren wollte. Die Frau war sehr nett und aufgeschlossen, was wohl daran lag, dass sie auch noch recht jung war und meine Idee direkt verstehen konnte. Jedoch stellte sich raus, dass sie nicht meine Sachbearbeiterin war, da sie für eine andere Branchen tätig ist. Trotzdem wurden schon all meine Eckdaten (Lebenslauf, Wunsch der Gründung, schwere Vermittelbarkeit etc.) aufgenommen. Danach wurde ich von ihr mit der „Hausaufgabe“ heim geschickt innerhalb von zwei Wochen einen vorläufigen Businessplan zu erstellen, diesen einzureichen und danach einen schon vereinbarten Termin mit meiner zuständigen Sachbearbeiterin wahrzunehmen. Gesagt, getan. Weil ich keine Zeit verlieren wollte und direkt ein paar Tage nach der Arbeitslosigkeit (also im Januar 2016) mit meinem Business starten wollte, habe ich meinen Businessplan nicht nur vorläufig, sondern schon final erstellt. Zum Glück hatte ich in meinem Gespräch ein Muster erhalten an dem ich mich orientieren konnte, dann noch ein bisschen gegoogelt und los ging es.

Den Finanzteil klammerte ich erstmal komplett aus, denn mit Zahlen hatte ich es noch nie und daher auch etwas Respekt vor diesem Teil des Businessplans. Meine Geschäftsidee, die Marktlücke und auch meine Zukunftsprognose konnte ich recht fix zusammenstellen. So wurde meine Idee auch endlich zu einem festen Gerüst. Für den Finanzteil holte ich mir dann letztendlich meinen Steuerberater mit ins Boot, der mich wirklich großartig unterstützt hat und mir auch die Angst genommen hat. Nachdem ich alles zusammen hatte, reichte ich wie besprochen 14 Tage später meinen Businessplan bei meiner neuen Ansprechpartnerin ein, damit sie diesen vor unserem persönlichen Termin schon einmal prüfen konnte. Zwei Tage später stand dann der Termin an. Zuerst war meine Ansprechpartnerin etwas schockiert über mein junges Alter, aber anscheinend genauso von meiner „Hausaufgabe“ beeindruckt und überzeugt. Wir sind dann noch einmal ein paar Sachen im Businessplan durchgegangen, sie händigte mir noch weitere Unterlagen aus, unter anderem auch die Tragfähigkeitsbestätigung, die von einer anderen anerkannten Stelle, unterschrieben und bestätigt werden musste. Dann machte ich mich recht schnell an die kleinen Korrekturen meines Businessplans und schickte diesen meiner Ansprechpartnerin per E-Mail zu. Hierauf bekam ich einige Stunden später die Bestätigung das nun alles stimmig sei und ich meinen Businessplan dann noch von einer anderen Behörde bestätigen lassen soll, damit alle Unterlagen vollständig sind. Daraufhin mailte ich meinen Steuerberater an, der eh schon mit an Bord war, um meinen Businessplan zu prüfen. Dieser wurde auch von ihm recht zügig bestätigt. Nachdem ich auch diese Unterlagen eingereicht hatte, hieß es nur noch abwarten. Eine mündliche Bestätigung meiner Ansprechpartnerin von der Agentur für Arbeit kam recht schnell auf die restlichen Unterlagen wartete ich noch bis Anfang Januar. Im Januar war ich dann sage und schreibe einen Tag arbeitslos und startete dann direkt mit dem Gründungszuschuss in mein Business – genau wie ich es geplant hatte.

Ich denke, dass meine Ansprechpartnerinnen bei der Agentur für Arbeit so nett und hilfreich waren, da ich auch schon feste Zahlen vorweisen konnte und ich meine Selbstständigkeit über mehrere Jahre nebenberuflich aufgebaut habe. Außerdem war ich innerhalb von Lüdenscheid sehr schwer vermittelbar und biete mit der Gründung meines Unternehmens auch einen Mehrwert für die Stadt. Denn viele junge Menschen verlassen die Stadt, da es kaum Berufe in der Kreativbranche gibt.

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.


Bleib am Ball, gib nicht auf und glaub an Dich selbst!

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!

Deine Elisa

 

Die nächste Gründungsgeschichte lest ihr in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

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Willkommen!

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Mein Name ist Tanja. Ich bin seit März 2013 selbstständig. Auf she-preneur zeige ich Dir, wie auch Du Dir eine erfolgreiche Selbstständigkeit aufbauen kannst. Sei dabei und lass dich inspirieren!

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An meinem Businessplan bin ich fast verzweifelt. Ich sah den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Tanja hat mich wieder auf die Spur gebracht und das Geschäftsmodell gemeinsam mit mir herausgearbeitet. Jetzt ziehe ich sie regelmässig zu Rate, wenn es um die Vermarktungsmöglichkeiten meiner Dienstleistung geht.

Nadia Faraj

Inhaberin, Agentur für nachhaltige Geschäfts- und Privatreisen

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