Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Katja Kunz.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Katja Kunz. Vielen Dank liebe Katja, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Voraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Katja Kunz, Coach & Trainerin. Im Juli 2014 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

  

Hallo, mein Name ist Katja Kunz, ich bin 41 Jahre und komme aus dem schönen München.

Ich habe über 15 Jahre in einer Werbeagentur gearbeitet, davon die letzten knapp sechs Jahre als Führungskraft. Was mich dort immer gestört hat, war die Art wie Führung verstanden wurde. Es ging nur um Zahlen, Daten, Fakten – der „Faktor Mensch“ wurde oft nicht berücksichtigt. Es ging nicht darum, den Mitarbeiter nach seinen Stärken einzusetzen, sondern dass der Job getan werden musste – egal wie.

Aus diesem Grund habe ich damals eine systemische Coaching-Ausbildung gemacht. Ich wollte die Mitarbeiterführung anders gestalten. Leider bin ich dann allerdings innerhalb „eines großen Verwaltungsapparats“ an meine Grenzen gestoßen. Nachdem ich weitere Ausbildungen in den Bereichen NLP und Gewaltfreier Kommunikation gemacht habe, wurde mir klar: Ich kann mein Leben nur so gestalten, wie ich es will, wenn ich mich selbstständig mache.

 

Und dann entschied ich mich für die Selbstständigkeit

Im Laufe meiner Ausbildungen wurde mir immer klarer was ich kann und vor allem was ich anderen bieten kann. Darüber hinaus wurde mir bewusst, wie groß bereits mein Netzwerk ist, auf dem ich gut aufbauen kann.

All das Gute, was ich die letzten Jahre gelernt und für mich erfahren habe, wollte ich gerne an andere weitergeben. Dafür stehe ich, und dafür brenne ich!

Meine Idee: Ich wollte NLP-Ausbildungen anbieten, Führungs-, Teamentwicklungs- und Kommunikationstrainings geben und als Business- und Personal-Coach arbeiten.

Die größte Hürde war das Thema „Sicherheit“, wie wahrscheinlich bei vielen, die diesen Schritt gemacht haben. Raus aus einer gut bezahlten Stelle mit sicherem Einkommen, rein in die (vermeintliche) Unsicherheit der Selbstständigkeit.

Der erste Schritt ging deswegen auch erstmal in die Teilselbstständigkeit. Ich arbeitete erst vier, dann drei Tage als Festangestellte bei einem kleinen Verlagsbüro, das mir auch gleich meinen ersten Business-Coaching-Klienten brachte. Während dieser zwei Jahre baute ich mir mein Business auf. Ich startete mit der Logo-Entwicklung, der Website und dann auch mit der Kundenakquise. Parallel habe ich noch mein Fachwissen vertieft, was mir zusätzliches Selbstvertrauen gab. In der Zeit habe ich schon bemerkt: „Ok, das geht!“ Ich hatte von Anfang an einen befristeten Vertrag und habe mich dann nach zwei Jahren komplett selbstständig gemacht habe.

Mein Grund für den Schritt in die Selbstständigkeit war in erster Linie der Prioritätenwechsel meiner Werte: Statt „Sicherheit“ wurde mir „Authentizität“ wichtiger, und ist auch heute noch einer meiner wichtigsten Werte.

Ich meldete mich bei meiner Agentur für Arbeit. Bei meinem ersten Gespräch zum Ende meines Teilzeit-Jobs und meiner zukünftigen beruflichen Ausrichtung hatte ich schon angedeutet, dass ich mit dem Gedanken spiele mich selbstständig zu machen. Die Betreuerin war unglaublich freundlich und hat mich gleich mit allen Infos versorgt.

Dann hatte ich leider einen Wechsel in der Betreuung. Die zweite Dame war dann anfangs noch, sagen wir mal, reserviert freundlich. Sie hat mich mit dem Nötigsten zum Thema „Existenzgründung“ versorgt, allerdings auch nur auf Anfrage wie „Ich habe gehört, es gibt bei Ihnen ja noch die Möglichkeit xy.“ – „Ja, ich schicke Ihnen was zu.“ Erschwert hat das ganze auch die Kommunikation mit der Agentur. Direkt anrufen kann man die Betreuerin nicht, man muss in seinem geschützten Arbeitsagentur-Bereich eine Mail schicken und bekommt dann eine Antwort oder einen Rückruf. Das erschwerte den Ablauf natürlich erheblich, weil ich es selbst nicht in der Hand hatte, dass und vor allem auch, wie schnell etwas voran geht. Aber an sich lief es bis dahin ganz gut.

Meine Vermittelbarkeit war für die Agentur nicht so einfach, da ich einen speziellen Bereich in der Werbung abgedeckt hatte, die Mediaplanung. Dort gibt es nicht so viele Jobs, zumal ich auch angegeben hatte, dass ich gerne wieder wie in meinem letzten Job Teilzeit arbeiten möchte. Ich hatte somit innerhalb von fünf Monaten genau einen Jobvorschlag, bei dem ich mich auch „brav“ beworben habe. Nach über fünf Monaten hatte ich dann wieder ein Gespräch mit der Agentur und bekam dann auch sofort den Antrag für den Gründungszuschuss ausgehändigt.

Der Businessplan war damals meine größte Herausforderung. Ich habe mich lange davor „gedrückt“. Dann habe ich mir Unterstützung von „GUIDE“ geholt, einem Frauennetzwerk, das Frauen bei der Existenzgründung unterstützt. Dort habe ich neben Tipps auch Vorlagen für die Erstellung eines Finanzplans bekommen und parallel dazu auch viele Infos gegoogelt.

Vor der Abgabe des Businessplans hatte ich noch einen Beratungstermin mit einem Herrn, der über die Agentur für Arbeit eingesteuert wurde. Das geschah im Rahmen des Existenzgründerprogramms, das die Agentur anbietet. Er hat mir noch ein paar Tipps gegeben, und ich konnte ihn auch danach noch „löchern“ bevor ich dann den Plan letztendlich an die Agentur abgegeben habe.

Fazit: Der erste Schritt war der schwerste. Einmal angefangen und mit Unterstützung von professioneller Seite, gepaart mit meinem Marketingwissen (also, wie stelle ich mich und meine Gründeridee ideal dar) ging es dann doch ganz gut.

 

Die Zusage für den Gründungszuschuss bekam ich ca. 3-4 Wochen nach der Beantragung.

 

Problematischer war dann das Prozedere der Verlängerung des Existenzgründungszuschusses nach sechs Monaten. Leider gibt es in dem Zusammenhang wenig bis kaum Informationen und Tipps im Internet oder über die Agentur, was hier genau gefordert wird bzw. was man bei dem finanziellen Plan beachten sollte.

Ich habe also den Antrag auf Verlängerung nach bestem Wissen und Gewissen gestellt. Meine Betreuerin hat ihn im ersten Step abgelehnt. Als ich sie dann – nach o.g. Prozedere – endlich am Telefon hatte und sie gefragt habe, welche Kriterien denn wichtig sind und ob sie mir einen Tipp geben könnte, meinte sie einfach nur „Nein“. Ich sollte das doch bitte selbst herausfinden, auf was es ankommt.

Meine zweite Version wurde dann von einer anderen Stelle bewertet – warum auch immer. Der Herr war wiederum sehr freundlich und gab mir viele Infos, die mir weitergeholfen haben. Er war auch sehr entgegenkommend, was die Abgabe anging. Ich durfte ihm meine korrigierte Version per Mail schicken (wow), was bei meiner Betreuerin nicht möglich war, bei ihr ging das nur per Brief (willkommen im Jahre 2014).

Zusammenfassend: Aus meiner Sicht ist es vom Betreuer und dessen/deren Launen abhängig, wie gut oder schlecht ich unterstützt wurde.

 

Heute, nach gut zwei Jahren Selbstständigkeit habe ich für mich meine Bereiche klarer:

Meine Unternehmen haben zwei Ausrichtungen:

kunz & gut. Coaching & Training. steht für die persönliche Weiterentwicklung mit

  • Ausbildungen im Bereich „Coaching“ und „NLP“ in Kooperation mit zwei renommierten Instituten
  • außergewöhnlichen Seminaren wie „Wirkung der Stimme“, „Ziele setzen und umsetzen“, „Selbstmarketing für Frauen“ und „Mentaltraining“
  • Coachings für Privatpersonen, die eine Veränderung in ihrem Leben wollen

kunz & KAOS – Wir inspirieren Unternehmen. ist eine Kooperation mit einer lieben Kollegin und steht für ein Trainernetzwerk aus neun Trainern mit dem Schwerpunkt „Die neue Arbeitswelt“. Das Besondere daran: Wir sind alles nicht nur Trainer, sondern auch Coaches und/oder Mediatoren – und vor allem Experten auf unterschiedlichen Gebieten, wie z.B. „virtuelles Arbeiten“, „Generationenmix-Teams“, „Führung und Selbstmarketing für Frauen“ oder „interkulturelles Arbeiten“. Wir beraten Unternehmen, die sich nachhaltig verändern wollen und fit für die Zukunft werden möchten. In dem Zuge bieten wir zum einen Coachings und Trainings für Führungskräfte, Teams und Mitarbeiter an und zum anderen für Führungskräfte Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Coaching, Mediation, Moderation und Change Management. Unsere Trainings und Weiterbildungen können sowohl inhouse als auch als offene Seminare gebucht werden.

Meine größten Herausforderungen in der Selbstständigkeit waren und sind noch immer:

  • Geduld zu haben, wenn ich viel Zeit und Kraft in etwas investiert habe – von der Aussaat bis zur Ernte vergeht eben einfach eine gewisse Zeit
  • tägliche Motivation in den Phasen, in denen es nicht so gut läuft
  • dranbleiben, durchhalten und offen auch für eine Neuausrichtung/Veränderung der Positionierung sein
  • Nach außen gehen, sich zeigen, auch wenn heute vielleicht nicht der „ideale Tag“ ist und ich heute keine Lust habe auf das Netzwerk-Treffen o.ä.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.

Wer den Gründungszuschuss beantragen will, dem empfehle ich nach Infos zu „googeln“ und parallel Existenzgründungsnetzwerke oder Berater zu kontaktieren, die mit dem Gründungszuschuss vertraut sind. Außerdem ist es nützlich sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, sich auszutauschen und sich gegenseitig zu unterstützen. Das gilt auch für die Selbstständigkeit selbst. Netzwerken ist das A und O, sei es persönlich oder virtuell – ich bekomme meine Aufträge fast ausschließlich über mein Netzwerk.

Dabei ist wichtig, Klarheit zuhaben: Wofür stehe ich, wofür bin ich Experte und worin kann mir keiner das Wasser reichen.

Und dann noch vielleicht mit das Wichtigste: Durchhalten! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – und leider auch keine Kunden. Auch die persönliche Weiterentwicklung/Veränderung ist wichtig. Anfangs hatte ich noch eine ganz andere Vorstellung davon wie mein Business aussehen wird. Erst seit einem Jahr nimmt es die Form an, wie es sich für mich gut und „richtig“ anfühlt.

Und noch etwas ganz Persönliches: Ich habe auch immer wieder Phasen, wo es nicht gut läuft. Wenn ich mir dann immer wieder vor Augen halte, wofür ich es mache, also meinen ganz persönlichen „höheren Sinn“ für die Selbstständigkeit, dann bekomme ich immer wieder die Kraft weiterzumachen.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Liebe Grüße,

Katja

 

Die nächste Gründungsgeschichte liest Du in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!
Alles Liebe,

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Foto © Dorothee Elfring

 

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Elisa Ochmann.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Elisa Ochmann. Vielen Dank liebe Elisa, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

Elisa Ochmann, Beraterin & Bloggerin. Im Januar 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Hallo, mein Name ist Elisa Ochmann. Ich bin 25 Jahre und lebe im schönen Sauerland genauer gesagt in Lüdenscheid. Seit Januar 2016 bin ich selbstständig. Ich arbeite aber bereits seit 2013 nebenberuflich selbstständig. Ich habe meine nebenberufliche Selbstständigkeit in eine Vollzeit-Selbstständigkeit ausgebaut und bin damit sehr zufrieden.

Der Wunsch selbstständig zu sein schlummerte irgendwie schon immer in mir. Ich weiß noch, wie fasziniert ich als kleines Kind von Karla Kolumna war, denn sie raste auf ihrem Roller durch die Gegend und führte spannende Interviews. Später zu meiner Schulzeit fühlte ich mich in den festen Strukturen des Gymnasiums auch eher unwohl und stellte immer mehr fest, dass ich viel effektiver lernen und arbeiten kann, wenn ich dies nach meinem eigenen Rhythmus mache. Daher war ich auch eher selten anwesend und trotzdem fluppte es. Innerhalb meiner Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien beschäftigte ich mich dann etwas näher mit dem Thema Selbstständigkeit, da es in der Werbebranche total viele Freelancer gibt und es üblich ist, sich selbstständig zu machen.

Schon während meiner Ausbildung habe ich meinen Blog ElisaZunder  ins Leben gerufen.  Ich brauchte eine Plattform auf der ich mich kreativ ausleben konnte. Meine Leidenschaft fürs Schreiben trieb mich hier an und ich eignete mir viele weitere Skills von Social Media Marketing, Werbetext sowie Wissen im strategischem Marketing an. Nachdem dann auch einige Unternehmen auf mich aufmerksam wurden, um mit mir zu kooperieren, war mir klar:

Das ist es!

So stellte ich nach und nach fest, dass ich hierauf aufbauen konnte. Mein Blogazine ist eine Plattform für Helden und Heldinnen, Großstadtmiezen und Kleinstadtamazonen. Es gibt so viel schönes auf der Welt und ich helfe dieses zu entdecken, gespickt mit persönlichen Geschichten und ein bisschen Glitzer oben drauf. Seit 2012 bin ich also schon in der Kommunikation 2.0 zu Hause. Mittlerweile teile ich hier auch meine persönlichen Erfahrungen zur Selbstständigkeit.

Meine Ausbildung habe ich in zwei komplett unterschiedlichen Unternehmen absolviert. Das erste Jahr meiner Ausbildung habe ich bei einem Telekom-Partner in der Marketingabteilung verbracht. Leider war ich hier sehr unzufrieden, da es kaum kreativen Spielraum für mich gab, denn alles wurde nur nach dem bestehenden Corporate Design erstellt. Ich fand’s ziemlich langweilig und der Lerneffekt war auch nicht allzu groß. Im zweiten Lehrjahr habe ich innerhalb meiner Ausbildung – auf eigenen Wunsch – das Unternehmen gewechselt, um noch mehr Einblicke in andere Branchen zu bekommen. Vom Marketing ging es dann zur Produktion, da ich meine Ausbildung in einer Druckerei mit dazu gehörigem Kunstbuchverlag weitergeführt habe. Dort habe ich meine Ausbildung auch erfolgreich abgeschlossen.

Nach meiner Ausbildung blieb ich für meinen Lebenslauf noch einige Monate in meinem Ausbildungsbetrieb. Zu dem Zeitpunkt war die Idee von meiner Selbstständigkeit schon so gefestigt, dass ich meine Stelle auf Teilzeit reduzieren wollte, um an meinem eigenen Traum zu arbeiten. Leider war dies nicht möglich, daher kündigte ich, suchte mir einen Teilzeitjob im Einzelhandel und baute nebenbei mein Blogazine und die Agentur auf.

Den Schritt meinen Job zu kündigen und in einer völlig andren Branche zu arbeiten, um meinen Traum zu verwirklichen haben recht wenige Leute verstanden. Ich musste mich ständig erklären und auch während dieser Jobs bin ich teilweise echt durch die Hölle gegangen. Man glaubt gar nicht mit was für Sachen man im Einzelhandel so tagtäglich konfrontiert wird.

Da ich zu diesem Zeitpunkt nur noch in Teilzeit arbeitete, konnte ich viel Zeit in mein Blogazine stecken, es weiter voranbringen und hatte Zeit für neue Ideen. Hier kam mir die Idee zur Gründung meiner eigenen Kommunikationsagentur mit der ich diverse Dienstleistungen der Kommunikation 2.0 abdecke. Aber nicht nur das, auch im Offlinebereich biete ich meine Leistungen an. Ob Beratung oder Aufbau und Steuerung des gesamten öffentlichen Auftritts – gemeinsam finde ich die optimale Lösung für meine Kunden. Ziel ist es, eine kompetente und unverkennbare Präsenz zu schaffen, Unternehmensauftritte zu optimieren oder auszubauen. Wir kommunizieren mit der Zielgruppe – ob über die Kanäle der Kunden oder den ElisaZunder Blog… oder beides.

 

Dann ging ich den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit

Im Oktober 2015 entschied ich mich dann endgültig den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit zu gehen und meinen Traum endlich zu leben. Denn die Doppelbelastung von zwei Jobs war auf Dauer nicht mehr tragbar. Nach einigen Gesprächen mit meinem Arbeitgeber kündigte er mich bzw. verlängerte meinen Vertrag nicht, sodass ich mich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden konnte. Mein Arbeitsverhältnis lief damals noch bis Dezember 2015, doch aufgrund von zahlreichen Überstunden musste ich schon ab Oktober nicht mehr erscheinen und konnte mich voll und ganz auf mein Vorhaben konzentrieren.

Der erste Schritt war die Arbeitslosmeldung bei der Agentur für Arbeit. Bei diesem Anruf erklärte ich der Dame am anderen Ende der Leitung bereits, dass ich gründen möchte und mich über den Gründungszuschuss informieren will. Circa 14 Tage später hatte ich meinen ersten Termin beim Arbeitsamt und einer Ansprechpartnerin, die mich über den Zuschuss informieren wollte. Die Frau war sehr nett und aufgeschlossen, was wohl daran lag, dass sie auch noch recht jung war und meine Idee direkt verstehen konnte. Jedoch stellte sich raus, dass sie nicht meine Sachbearbeiterin war, da sie für eine andere Branchen tätig ist. Trotzdem wurden schon all meine Eckdaten (Lebenslauf, Wunsch der Gründung, schwere Vermittelbarkeit etc.) aufgenommen. Danach wurde ich von ihr mit der „Hausaufgabe“ heim geschickt innerhalb von zwei Wochen einen vorläufigen Businessplan zu erstellen, diesen einzureichen und danach einen schon vereinbarten Termin mit meiner zuständigen Sachbearbeiterin wahrzunehmen. Gesagt, getan. Weil ich keine Zeit verlieren wollte und direkt ein paar Tage nach der Arbeitslosigkeit (also im Januar 2016) mit meinem Business starten wollte, habe ich meinen Businessplan nicht nur vorläufig, sondern schon final erstellt. Zum Glück hatte ich in meinem Gespräch ein Muster erhalten an dem ich mich orientieren konnte, dann noch ein bisschen gegoogelt und los ging es.

Den Finanzteil klammerte ich erstmal komplett aus, denn mit Zahlen hatte ich es noch nie und daher auch etwas Respekt vor diesem Teil des Businessplans. Meine Geschäftsidee, die Marktlücke und auch meine Zukunftsprognose konnte ich recht fix zusammenstellen. So wurde meine Idee auch endlich zu einem festen Gerüst. Für den Finanzteil holte ich mir dann letztendlich meinen Steuerberater mit ins Boot, der mich wirklich großartig unterstützt hat und mir auch die Angst genommen hat. Nachdem ich alles zusammen hatte, reichte ich wie besprochen 14 Tage später meinen Businessplan bei meiner neuen Ansprechpartnerin ein, damit sie diesen vor unserem persönlichen Termin schon einmal prüfen konnte. Zwei Tage später stand dann der Termin an. Zuerst war meine Ansprechpartnerin etwas schockiert über mein junges Alter, aber anscheinend genauso von meiner „Hausaufgabe“ beeindruckt und überzeugt. Wir sind dann noch einmal ein paar Sachen im Businessplan durchgegangen, sie händigte mir noch weitere Unterlagen aus, unter anderem auch die Tragfähigkeitsbestätigung, die von einer anderen anerkannten Stelle, unterschrieben und bestätigt werden musste. Dann machte ich mich recht schnell an die kleinen Korrekturen meines Businessplans und schickte diesen meiner Ansprechpartnerin per E-Mail zu. Hierauf bekam ich einige Stunden später die Bestätigung das nun alles stimmig sei und ich meinen Businessplan dann noch von einer anderen Behörde bestätigen lassen soll, damit alle Unterlagen vollständig sind. Daraufhin mailte ich meinen Steuerberater an, der eh schon mit an Bord war, um meinen Businessplan zu prüfen. Dieser wurde auch von ihm recht zügig bestätigt. Nachdem ich auch diese Unterlagen eingereicht hatte, hieß es nur noch abwarten. Eine mündliche Bestätigung meiner Ansprechpartnerin von der Agentur für Arbeit kam recht schnell auf die restlichen Unterlagen wartete ich noch bis Anfang Januar. Im Januar war ich dann sage und schreibe einen Tag arbeitslos und startete dann direkt mit dem Gründungszuschuss in mein Business – genau wie ich es geplant hatte.

Ich denke, dass meine Ansprechpartnerinnen bei der Agentur für Arbeit so nett und hilfreich waren, da ich auch schon feste Zahlen vorweisen konnte und ich meine Selbstständigkeit über mehrere Jahre nebenberuflich aufgebaut habe. Außerdem war ich innerhalb von Lüdenscheid sehr schwer vermittelbar und biete mit der Gründung meines Unternehmens auch einen Mehrwert für die Stadt. Denn viele junge Menschen verlassen die Stadt, da es kaum Berufe in der Kreativbranche gibt.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.


Bleib am Ball, gib nicht auf und glaub an Dich selbst!

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!

Deine Elisa

 

Die nächste Gründungsgeschichte lest ihr in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

Deine Tanja

 

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Tina Stavemann.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht zum Gründungszuschuss von Tina Stavemann. Vielen Dank liebe Tina, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Tina Stavemann, Beraterin und Bloggerin. Im April 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Hallo, ich bin Tina und ich habe mich im April 2016 mit dem Gründungszuschuss selbständig gemacht. Ich bin also noch ganz frisch dabei und habe es bislang keine Minute bereut, diesen Schritt gegangen zu sein!

Schon seit vielen Jahren träume ich davon, selbständig zu arbeiten. Ich liebe es für mein Tun selbst verantwortlich zu sein und eigene Ideen umsetzen zu können.  Ich hatte das große Glück diese Seite in all meinen Festanstellungen auch leben zu können. Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Zusätzlich fehlte mir in den letzten Jahren zunehmend, die Sinnhaftigkeit in meinem Tun. Ich hatte so viele Ideen, die ich gerne umsetzen wollte. Ich sehnte mich danach, auf dieser Welt einen Fußabdruck zu hinterlassen, etwas zu bewegen. Ich habe heute das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Pfad bin. Das fühlt sich unglaublich gut an!

Doch der Weg dorthin war lang und glich einer Achterbahnfahrt.

Ich hatte im Februar 2015 meinen Blog Aquamondo an den Start gebracht, den ich nebenberuflich zu einem Business ausbauen wollte. Die Arbeitszeit in meinem Job hatte ich schon ca. ein Jahr vorher reduziert. Meine neu gewonnene Zeit nutzte ich, mir einige Träume, wie z.B. das Wellenreiten, zu erfüllen und mir darüber klar zu werden, wie mein Leben weitergehen sollte. Dann verlor ich im Sommer 2015, als eine von vielen im Unternehmen, meinen Job und die Achterbahn startete so richtig durch. Ich wusste nicht, ob ich mich über diesen Wink des Schicksals freuen sollte oder mich aus Panik direkt in die nächste Festanstellung stürze. Ich entschied mich erst einmal dafür, mich wieder auf feste Stellen zu bewerben. Parallel unterstützte mich meine Beraterin beim Arbeitsamt, noch einige Weiterbildungen zu absolvieren, um mein Profil weiter auszubauen.

Meine leise vorgetragene Idee, dass ich mir aber auch vorstellen könnte, mich selbständig zu machen, wurde mit den Worten „Ich bin nicht dazu da, ihre Träume zu erfüllen“ vom Tisch gefegt. Das saß!

Ich gab mich mit den Weiterbildungen zufrieden, für die ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Denn ich hatte viel Glück und erwischte dank meiner Beraterin eine qualitativ sehr hochwertige Weiterbildung, die heute zum Teil eines meiner Standbeine begründet.

Ich schrieb knapp 90 Bewerbungen. Aber der Markt in Berlin ist hart und mein Profil zu generalistisch. Ich war unglaublich frustriert und wollte mir teilweise nur noch die Decke über den Kopf ziehen.

 

Und so langsam rückte die Selbstständigkeit immer weiter in den Fokus.

Aber der Gedanke an die Selbständigkeit ließ mich nicht los. Im Januar meldete ich mich beim Lotsendienst in Potsdam für ein Gründerseminar an und erhielt nach erfolgreichem Abschluss die Zusage für ein gefördertes Gründer-Coaching. Ich kann nur empfehlen, sich zu informieren, ob ein solches Programm für die Vorgründungsphase in der eigenen Region auch angeboten wird.

Denn ab da nahm meine Idee weiter Fahrt auf und meine Bedenken schmolzen ganz langsam dahin.

Mein Business steht nun auf zwei Standbeinen: Zum einen biete ich meine Erfahrungen aus der Festanstellung als Dienstleistungen an: Ich erstelle Marktanalysen, berate Unternehmen bei der Positionierung und coache und berate Existenzgründer bei der Ausarbeitung ihres Geschäftsmodells. Weitere Informationen zu mir und meinen Leistungen findest du auf www.tinastavemann.de Hier kann ich meine Leidenschaft für strategisches Denken voll ausleben. Außerdem liebe ich es Märkte zu analysieren, denn man lernt dabei unglaublich viel. Und ich war schon immer ein sehr neugieriger Mensch.

Mein zweites Standbein befindet sich noch im Aufbau und ging Ende Juni an den Start. Aquamondo ist ein Online-Magazin für Aquafitness- und Schwimm-Fans fernab des Wettkampfsports. Es ist das Produkt meiner lebenslangen Leidenschaft und die Weiterentwicklung meines Blogs.

Meine Vision ist, die Grundlage für die Sportausübung „Höher, schneller, weiter, schlanker“ zu durchbrechen. Ich wünsche mir mehr Menschen, die (Wasser-)Sport treiben, um sich selbst zu gefallen und wohl zu fühlen statt darauf hinzusporteln, gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen. Ich möchte mehr Vielfalt und Akzeptanz in der (Wasser-)Sportwelt etablieren. Denn ich glaube daran, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist und Respekt verdient – ob dick, dünn, groß, klein, jung, alt, mit oder ohne körperliche Einschränkungen. Deshalb verzichte ich im Magazin auf jegliche Art von Körperbewertung. Der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund.

Durch diese zwei Standbeine war der Businessplan für den Gründungszuschuss dann auch entsprechend umfangreich. Ich habe die Ausarbeitung aber als sehr spannend erlebt, denn die Struktur zwang mich, alle Aspekte meiner Geschäftsmodelle zu durchdenken. Das hat mir gerade in punkto Aquamondo unglaublich geholfen, meine vielen Ideen in eine Form zu gießen und auf Machbarkeit zu überprüfen. Da ich ein Faible für Exceltabellen habe, hat es mir auch Spaß gemacht, die Zahlen auszuarbeiten. Meine einzige Problematik lag darin, dass mein Geschäftsmodell für Aquamondo nicht vergleichbar ist. Es gründet auf mehreren Branchen, die alle eigenen Regeln folgen. Ich werde erst in den nächsten Monaten prüfen können, ob mein Modell aufgeht. Solange trägt mich meine Tätigkeit als Business Development- und Marketing-Expertin.

Dennoch war es eine große Hilfe, dass mein Gründercoach mich durch den kompletten Beantragungsprozess für den Gründungs-zuschuss geschleust hat. So gingen einige Schritte einfach deutlich schneller und unkomplizierter voran. Zum Beispiel professionalisierte er den Finanzteil mit einem speziellen Programm und band Steuerhochrechnungen mit ein.

Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass meine Beraterin 1:1 der Anweisung gefolgt war, die die Agentur für Arbeit ihren Mitarbeitern auferlegt. Ich hatte nämlich einen Bericht gefunden, in dem die Veränderungen seit der Reform beschrieben wurden. Dadurch wurden einige Hintergründe zum ersten Mal deutlich für mich.

Und auch, wenn ihre erste Aussage mich geschockt hatte, war sie im weiteren Prozess-verlauf sehr fair und freundlich. Sie ermutigte und bestärkte mich sogar, den Zuschuss zu beantragen. Ausschlaggebend dafür war u.a., dass ich schon während der Arbeitslosigkeit kleinere, freie Aufträge realisierte und mich für den Umsetzungszeitraum jeweils vom Arbeitslosengeld abmeldete. Außerdem führte ich eine Liste mit all meinen Bewerbungen und legte diese dem Antrag für den Gründungszuschuss bei. Meine Beraterin hatte mir dieses Vorgehen empfohlen, weil ihr klar war, dass andere Prüfer meinen Antrag lesen, die meine Bemühungen in einer Festanstellung Fuß zu fassen, nicht einschätzen können. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade diese genaue Dokumentation mein Vorhaben unterstützt hat.

Letztlich hat es dann 2 Wochen gedauert, bis ich den positiven Bescheid in Händen hielt. Diese Zeit war eine große Herausforderung für mich, weil ich ein ziemlich ungeduldiger Mensch bin und ich mich wie im Blindflug fühlte.

Aber der Aufwand hat sich gelohnt, denn danach konnte ich endlich voll durchstarten. Heute genieße ich jeden Tag in dieser neuen Arbeitssituation. Ich habe für mich eine ganz neue Motivation entdeckt. Ich arbeite wieder mit Begeisterung und vor allem selbstbestimmt. Das heißt, dass ich oft schon um 6 Uhr morgens starte, weil ich früh am Tag am produktivsten bin. Dafür mache ich aber auch gegen 16/17 Uhr Feierabend. Diese freie Zeiteinteilung ist ein großes Geschenk für mich.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.

Folgende Tipps habe ich für alle Frauen, die auch mit der Selbständigkeit liebäugeln:

  1. Geh deinen Weg! Er wird dich Kraft kosten und an deine Grenzen bringen. Aber die Höhenflüge gehören dir – und zwar nur dir, weil du sie mit eigener Kraft geschaffen hast.
  2. Höre auf deinen Bauch Er hat seine eigene Logik und ein viel tieferes Verständnis von dir als dein Kopf. Traue ihm!
  3. Vergleiche Dich nicht mit anderen Diesen Weg muss jede allein gehen – in ihrem Tempo, mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Nach den anderen zu schielen bringt nichts.
  4. Bleib´beweglich Sicherlich ist ein Businessplan hilfreich und ratsam, aber er wird nur in Teilen ein Projektplan sein. Alles ist in Bewegung, nichts bleibt starr. Treibe mit den Wellen statt dagegen anzukämpfen. Dann ist so viel Spannendes möglich!
  5. Immer freundlich bleiben Versuche im Prozess bis zur Beantragung des Gründungszuschusses freundlich zu bleiben. Die Berater sind auch nur Menschen und haben ihre Anweisungen, deren Nichteinhaltung sie den Job kosten kann. Für mehr Hintergrundwissen, lies diesen Bericht nochmals durch.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg und ganz viel Spaß in deiner neuen Lebensphase!

Liebe Grüße

Tina

 

Wieder mal eine große Portion Motivation und Inspiration für Dich. Durchhalten lohnt sich 🙂 Den nächsten Erfahrungsbericht liest Du in 2 Wochen 🙂

Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

Deine Tanja

 

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war´s bei Friederike von dem Bussche.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Friederike. Friederike hat den Gründungszuschuss gleich zweimal erfolgreich beantragt. Auch das ist möglich! Vielen Dank liebe Friederike, für deinen Erfahrungsbericht.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht. Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Friederike von dem Bussche, Solopreneurin. Im März 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Moin, ich bin Friederike von dem Bussche, 37 Jahre alt und ich habe mich im März 2016 das zweite Mal selbständig gemacht. Als Patin des Pixelsyndikats biete ich kreativen Selbständigen stressfreies Webdesign in Form von Anleitungen und Coachings an, damit sie ihre Businesswebsite erfolgreich selbst erstellen können.

Im Prinzip habe ich mich zweimal aus dem gleichem Grund selbständig gemacht. Das erste Mal nach nur einem Jahr als angestellte Webdesignerin direkt nach dem Studium. Alle in meinem Umfeld hatten mir damals gesagt, man müsse nach dem Abschluss erstmal in einem ordentlich Angestellten-Job arbeiten. Um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und Kundenbeziehungen zu knüpfen. Mit ein bisschen Glück und einem Faxgerät könne man sich dann nach einigen Jahren erfolgreich selbständig machen. Und überhaupt, so ein Angestelltenvertrag mit den inkludierten Sicherheiten des festen Gehalts und der Krankenversicherung ist doch zauberhaft.

Dabei hatte ich eigentlich schon während des Studiums als Selbständige gearbeitet und mir mit Webseiten ein Teil des Unterhalts finanziert. Jedenfalls war der Job in der kleinen jungen Webagentur kein bisschen hipp und hat mir nur schöne Stress-Magen-Probleme gezaubert. Schleichender Gehirntot durch Unterforderung stand da auf dem Programmzettel.

Per glücklichen Zufall bot mir mein damaliger Arbeitgeber nach einem Jahr aufgrund geringer Auftragslage eine Halbtagsstelle oder alternativ die Kündigung an. Nach guter kurzer Überlegung und Sondierung meiner Möglichkeiten nahm ich die Kündigung an. Denn ich wußte, dass ich die Bedingungen für einen Gründungszuschuss-Antrag erfüllen konnte und machte mich entgegen den Rat von Freunden und Familien bereit zum Sprung in die Freiheit. Mit ordentlich Schiss im Bauch, aber der Hoffnung im Herzen, dass das Angestelltenleben noch nicht das Ende der Job-Fahnenstange war. Das war Ende 2009.

Ich legte einen guten Start hin, dank bewilligtem Gründungszuschuss und zahlreicher Kurse zu Steuer, Preise, Verträge und AGB bei der H.E.I.. Den Gründerzuschuss damals zu beantragen war, soweit ich mich erinnere, nicht schwer und er wurde mir ohne viel Fehlerlesen bewilligt. Nach knapp fünf Jahren erfolgreicher Selbständigkeit als Webdesignerin merkte ich jedoch, dass auch das Leben und die Arbeit als klassische Freelancerin nicht den Grad an Freiheit bietet, den ich mir wünschte. Diesmal bestimmte das Tempo und die Anforderung meiner Kunden mein Leben. Nur leider hatte ich an dem Punkt keine Idee, was ich sonst so machen sollte.

Mein damaliger Hauptauftraggeber bot mir dann in dieser Zeit einen Vollzeit-Job als Visual Designerin an, den ich nach langem Überlegen annahm. Die Atmosphäre in meinem Job war super angenehm, aber auch hier fühlte ich mich dann sehr schnell unterfordert und eingeengt.

Bereut habe ich den Job trotzdem nicht: die Anstellung bot mir auch die Möglichkeit mich auszuprobieren und ich fing an meine Freizeit fleißig dazu zu nutzen, mich beruflich zu orientieren. Ich besuchte das Superhelden-Training, die Digitale Nomaden Exhibition in Berlin, belebte mein Netzwerk bei den Digital Media Women wieder und absolvierte ein Intensivtraining zum Thema Smart Business Concepts. Ich wußte jetzt, ich wollte eine erneute Selbständigkeit wagen, auch wieder im Bereich Webdesign, aber diesmal als Solopreneurin mit anderen Produkten und Dienstleistungen.

Trotz dieser superguten Vorbereitung auf einen erneuten Sprung in die Selbständigkeit hatte ich wieder ordentlich Bammel, dass dieser Schritt zumindest wirtschaftlich eine ordentlich blöde Idee war. Natürlich haben viele in meinem Umfeld freizügig ihre eigene Angst und Bedenken bezüglich der Unsicherheiten als Unternehmerin mit mir geteilt, was nicht so richtig geholfen hat.

Aber manchmal hat man eben keine Wahl. Ich habe mich getraut und seit März 2016 bin ich wieder als Patin des Pixelsyndikats unterwegs. Und glücklich.

Wie man schnell einen Business Plan und ein Finanzmärchen schreibt.

Ich persönlich bin mittlerweile kein großer Fan mehr von Businessplänen. Es gibt wesentlich praktischere Tools, um sich eine tragfähige und überschaubare Leitlinie für sein Unternehmen zu erschaffen, vor allem als Solopreneurin. Eine Business-Model-Canvas zum Beispiel. Ich selbst mag es zackig und liebe konkrete, handfeste Pläne. Daher arbeite ich mit der Produkttreppe und der Zwischen-Lager-Strategie, die ich im Smart Business Concept Intensivtraining kennengelernt habe.

Aber ich verstehe auch, dass für den Antrag auf Gründungszuschuss irgendwie einheitlich gewährleistet werden muss, dass die zugrunde liegenden Weltherrschaftspläne einigermassen Sinn machen. Ich habe das Schreiben des zweiten Businessplans daher als gute Übung genommen, meine Ideen und Inhalte aus meinen Coachings nochmals straffer durchzuformulieren und zu überprüfen. Durch die vielen Trainings ging der Businessplan richtig schnell von der Hand.

Der Finanzplan hingegen war eine einzige Fantasieübung, bei der es einfach nur darauf ankam nicht zu tief und nicht zu hoch zu stapeln. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt eine praxisbezogenere Hilfestellung gewünscht. Also zum Beispiel welche Einnahmen realistisch sind, anstatt sich eine Zahl auszudenken, die man sich erhofft.

 

Gut gecoached ist halb gegründet.

Ich habe mir sowohl beim ersten als auch beim zweiten Mal Unterstützung bei einem Businesscoach gesucht. Das erste Mal, offensichtlicher Weise, aufgrund mangelnder unternehmerischer Erfahrungen. Ich habe mich hier bei der Lawaetz-Stiftung sehr gut aufgehoben gefühlt.

Leider ist es mitunter schwierig dort einen zeitnahen Termin zu bekommen, wenn es aufgrund der Fristen, die eingehalten werden müssen, mal etwas schneller gehen muss. Das war bei meinem zweiten Antrag der Fall. Zum Glück bin ich hier bei Frederic Breiler von der .garage gelandet, der den unglaublichen Dienst eines 48h Stunden Checks für den Businessplan anbietet! Frederic Breiler ist zackig schnell aber auch streng beim Prüfen. Großartig! Mir war es einfach auch beim zweiten Antrag wichtig, nochmal guten wirtschaftlichen Input für meine Gründung zu bekommen.

Zusätzlich hatte mich meine Bearbeiterin bei der Agentur für Arbeit darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen zu Businessplan und Finanzteil von Steuerberatern aufgrund der fachlichen Qualifikationen nicht ganz so gern gesehen waren und ich wollte keine unnötigen Risiken einer Ablehnung eingehen.

 

Die langsamen aber freundlichen Mühlen der Agentur für Arbeit.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich im ersten Moment gar nicht vorhatte den Gründungszuschuss ein zweites Mal zu beantragen. Ich dachte einfach ich hätte keinen Anspruch mehr einen zu beantragen. Das wäre ein riesiger Fehler gewesen! Nach einer kurzen Beratung inkl. Tritt in den Hintern durch das Netzwerk der Digital Media Woman habe ich schließlich doch den Antrag bei der Agentur für Arbeit in Hamburg angefordert.

Meine Bearbeiterin war sehr freundlich und offen für mein Thema. Schon beim ersten Gespräch war klar, dass ich sehr sichere Chancen auf den Gründungszuschuss hatte, da es Sinn macht oder üblich ist in meinem Berufsbereich als Selbständige unterwegs zu sein. Und dadurch, dass die erste Gründung schon mehr als zwei Jahre zurück lag, durfte ich einen neuen Antrag einreichen. Durch meine Kündigung und eine verspätete Meldung der bevorstehenden Arbeitslosigkeit bei der Agentur drohte jedoch der Traum vom Gründungszuschuss gleich wieder zu zerplatzen! Die Kündigung und die Spätmeldung bedeuteten jeweils Sperrzeiten bezüglich meines Arbeitslosengeldes. Statt der nötigen 150 Tage Anspruch blieben da erstmal nur sage und schreibe 149 Tage übrig. Was für ein Krimi.

Da half es alles nichts und ich musste per Attest die Hosen runterlassen. Gemeinsam mit meinem Arzt habe ich die gesundheitlichen Gründe, die mich unter anderem zu meiner Kündigung veranlassten, dokumentiert. Und tatsächlich wurde mir dadurch die Sperrzeit bezüglich der eigenen Kündigung erlassen. Es sah also richtig gut aus mit der Bewilligung.

Aber was musste ich erstmal noch bangen! Ich hatte zwar alle nötigen Informationen jeweils fristgerecht eingereicht beim Amt, aber durch die Tatsache, dass Papierdokumente erstmal zentral eingescannt werden, bevor sie an die entsprechenden Bearbeiter gehen, lief das ein oder andere Mal eine Deadline aus. Worauf ich eine Reihe von Ablehnungsbriefen bekam. Aber mit viel Geduld und freundlicher Kommunikation seitens meiner Bearbeiterin, der Telefonzentrale der Agentur und mir, konnte ich am Ende doch noch den ersehnten positiven Bescheid in Händen halten.

Ich bin verdammt froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe und den Gründungszuschuss ein zweites Mal beantragt habe. Dadurch habe ich heute in Ruhe Zeit meine Kurse und Produkte aufzubauen und zu testen.

 

Deine persönliche Web-Herrschaft.

Obwohl ich mich nun das zweite Mal im gleichen Bereich und unter gleichem Namen selbständig gemacht habe ist doch irgendwie alles anders. In meinem nun fast 10-jährigem Dasein als Webdesignerin hatte ich festgestellt, dass die eigentliche Schwierigkeit bei der Erstellung einer Webseite nicht darin liegt, den grafischen Geschmack des Kunden zu treffen. Das Hauptproblem liegt eher auf Seiten der Auftraggeber richtig gute Bilder und Texte fürs Netz in einem überschaubaren Zeitrahmen zu liefern. Als Existenzgründer oder Unternehmer bei laufendem Geschäft hat man eben immer etwas anderes zu tun. Leider haben sich dadurch viele Webprojekte bis ins Unendliche gedehnt. Dieser Art von Abhängigkeit wollte ich entkommen.

Zusätzlich habe ich auch immer gerne mein Wissen rund um das Thema Existenzgründung, Selbstmanagement und Digitale Medien geteilt und bin ein großes Fan davon, andere zu befähigen, selbst ihre Träume zu realisieren. An diese Themen wollte ich in Zukunft stärker anknüpfen.

Heute helfe ich kreativen Existenzgründern dabei, wie sie selbst richtig gute Inhalte für ihre Webseite erstellen und mit stressfreien Mitteln eigenständig ein schickes Webprofil erstellen können. In ihrer eigenen Zeit und ohne Programmierkenntnisse. Ich gebe Tipps für den Start in die spannende Welt der Selbständigkeit und unterstütze dabei, die Möglichkeiten der Digitalen Medien richtig zu nutzen.

Dies mache ich durch eigene neue Produkte wie einen von mir konzipierten Online-Kurs, eigenen eBooks und einem selbst erstellten Seminarsystem. An diesen Angeboten arbeite ich derzeit fleißig im Hintergrund, aber zum Auftakt meiner neuen Selbständigkeit gibt es bei mir erstmal das Express-Starter-Paket. Mit minimalsten Aufwand erstelle ich mit meinen Kunden eine erste kleine einfache Webseite mit riesigem Potential zum Selbstausbau. Denn manchmal ist alles was man braucht ein bisschen Hilfe beim Anfangen.

Durch die neuen schlanken Strukturen des Pixelsyndikats 2.0 habe ich nun sogar auch mehr Zeit für meine Leidenschaft zu sketchnoten und zu illustrieren. Hier bin ich in Zukunft als die Patin privat verstärkt unterwegs, um spannende Inhalte zu visualisieren und andere Mut zu machen.

 

Jetzt mal Butter bei die Fische.

Als Fazit soweit für mich und andere Existenzgründer würde ich sagen: viele schöne Ideen haben ist schön und gut, aber besser und wichtiger ist einfach mal zu machen. Das ist manchmal echt nicht einfach, aber dieser Faktor ist ziemlich entscheidend für ein erfolgreiches Business oder die persönliche Weltherrschaft. Wichtiger als die perfekte Visitenkarte oder die nächste zertifizierte Ausbildung ist es die Sache anzugehen und die Ideen auch umzusetzen. Auch wenn es am Anfang mal etwas holprig losgeht.

Zu Gründen bedeutet außerdem viel viel Arbeit, aber auch viel viel Spass – hat man einmal die Freiheiten als Selbständige geschnuppert, will man nie wieder zurück ins Hamsterrad. Trotz der Anstrengungen, obwohl man eine Zeit lang mit wenig Geld auskommen muss und auf keinen Fall aufgeben darf.

Und ja, auch wenns unangenehm ist, Scheitern gehört halt einfach mit dazu. Aber dieses Scheitern kommt immer auch mit vielen wundervollen Learnings, hoffentlich auch einer gehörigen Portion Spass irgendwo auf dem Weg und wertvollen Verknüpfungen in Sachen Netzwerk oder Wissen.

Von daher nicht gleich aufgeben, wenn mal was nicht nach Plan geklappt hat. Auf alle Fälle versuchen den Gründungszuschuss zu beantragen oder nachfragen, was man sonst vielleicht für Ansprüche auf Unterstützung hat. Packen wir es an.

Wer sich Unterstützung bei seinen Web-Herrschaftsplänen von Friederike wünscht sucht am Besten das Pixelsyndikat unter www.pixelsyndikat.de auf. Wer wissen will was die Patin nach Feierabend so treibt kann mal auf www.diepatinprivat.de reingucken.

Viele Grüße und viel Erfolg!

Friederike

 

Die nächste Gründungsgeschichte liest Du in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Bis dahin alles Liebe,

Deine Tanja

 

 

Foto © Marlin Oeing

 

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Warum du in einen professionellen Porträt Fotografen für deine Businessporträts investieren solltest

Es gibt ein paar Dinge, an denen wir als Selbstständige nicht sparen sollten. Dazu gehört ein professioneller Porträt Fotograf der umwerfende Businessporträts von dir erstellt. Als Selbstständige repräsentierst du dein Unternehmen nach außen. In vielen Fällen bist du mit deinem Unternehmen identisch. Deine Kunden kommen zu dir, weil sie dich als Person sympathisch finden. Ein professioneller Außenauftritt ist das A und O.

Wusstest du schon, dass Kaufentscheidungen zum größten Teil emotional getroffen werden? Emotionen steuern Kaufentscheidungen viel mehr als der Verstand.

Ein Beispiel:

Stell dir doch einmal selbst die Frage, für welchen Anbieter du dich entscheiden würdest, wenn die Dienstleistung und der Preis identisch wären.

Du würdest von demjenigen kaufen, der dir menschlich am sympathischsten ist. Habe ich recht?

Ja?

Dann hast du dir gerade selbst die Frage beantwortet, warum es so wichtig ist, einen professionellen Porträt Fotografen für die eigenen Businessporträts zu engagieren.

Denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

 

Wie finde ich einen professionellen Porträt Fotografen?

Ein professioneller Porträt Fotograf ist nicht gleich der richtige Porträt Fotograf für dich.

Nicht jedes Fotostudio um die Ecke macht tolle Businessporträts. Da kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Vor ein paar Jahren war ich in einem Fotostudio und hatte sogar noch eine Stylistin dazu gebucht. Ich war mich sicher, die Fotos könnten nur gut werden. Voller Freude bin ich zum Fototermin spaziert. Ich wurde nett empfangen. Dann wurde mir gezeigt, wo ich mich umziehen könne und wo ich geschminkt und gestylt werden würde. Los ging es dann auch gleich mit dem Styling. Eine junge Dame hat mich geschminkt und mir die Haare frisiert. Obwohl ich ihr gesagt hatte, wie ich es gern hätte, hat sie es nicht umgesetzt. Ganz im Gegenteil: Im Spiegel habe ich mich nicht wiedererkannt – aber nicht, weil ich zu krass gestylt worden wäre. Mit dem Make-up ist sie sehr sparsam umgegangen. Ich habe es kaum gesehen. Und das, obwohl ich nach einem kräftigen Augen-Make-up gefragt hatte. Am schlimmsten waren die Haare. Obwohl ich für die Fotos mehr Volumen und Pepp hatte haben wollen, wurden meine Haare geglättet. Als ich meine Bedenken geäußert hatte, wurde mir nur gesagt, ich solle mich etwas gedulden. Sie sei ja noch nicht fertig. Aber auch am Ende fand ich mich einfach nur gruselig langweilig. Das war nicht ich, die ich da im Spiegel gesehen habe.

Es war dann aber keine Zeit mehr, noch etwas zu ändern. Ich hätte ja schon viele Wünsche geäußert, die umgesetzt worden seien, aber zeitlich sei jetzt nicht mehr drin. Wir müssten mit den Fotos loslegen.

Dementsprechend ging dann auch der Rest schief. Ich war nicht ich beziehungsweise fühlte mich nicht so. Das sah man auch auf den Fotos. Ich war steif und konnte mich nicht lockern. Den Draht zum Fotografen habe ich auch nicht gefunden. Die Fotos, die er mir zeigte, gefielen mir auch nicht. Irgendwann entschied ich zu gehen.

Ein bleibendes Erlebnis. Einige Zeit mied ich Fotografen – bis ich dann Fotos für she-preneur machen wollte.

 

Den richtigen Porträt Fotografen finden.

Dieses Mal recherchierte ich vorab. Ich suchte nach Businessporträts im Internet. Dann speicherte ich Fotos, die mir gefielen. Nach einiger Zeit stieß ich auf einen Porträt Fotografen, dessen Businessporträts und Bildstimmung mir gefielen. Ich kontaktierte ihn, erzählte ihm von meinem Vorhaben und schickte ihm als Anhaltspunkt eine Auswahl meiner gespeicherten Businessporträts. Er nahm sich Zeit für mich und verstand schnell, worauf es mir bei den Fotos ankam. Wenn du ein gutes Gefühl hast, dann vereinbare einen Termin für ein Shooting. Wenn du noch nicht zu 100 Prozent sicher bist, ob es der richtige Fotograf für dich ist, dann rate ich dir weiterzusuchen.

 

Fürs Shooting vorbereiten.

Einen guten Porträt Fotografen hast du schon gefunden. Damit deine Fotos auch gut werden, gilt es noch ein paar Dinge zu beachten, damit du dich wohlfühlst und die Fotos auch gelingen.

  • Haare 1 bis 2 Wochen vorher schneiden lassen
  • Ausschlafen
  • Mehrere Outfitvariationen inkl. Accessoires einpacken (Farblich sollte dein Outfit zu deinen Branding passen)
  • Haare stylen und schminken. Auch wer sich nicht so gern schminkt, wirkt auf Fotos immer etwas frischer, selbst wenn es nur Puder, Eyeliner und Mascara sind. Alternativ kannst du dich auch stylen lassen. Beachte aber auch hier, dass es jemand ist, bei dem du dich wohlfühlst. Ich rate dir dazu, vorab, ein Probestyling zu machen. Dann siehst du, ob du mit dem Ergebnis zufrieden bist. Ich habe für mich beschlossen, kein Shooting mehr ohne ein professionelles Styling zu machen! Ein Erlebnistag, der viel Spaß macht, wenn du mit dem richtigen Fotografen arbeitest.

 

Beim Shooting.

Erst einmal ankommen. Du solltest dich nicht stressen lassen und nichts überstürzen. Bei meinem Shooting war das sehr angenehm. Ich wurde freundlich empfangen. Bei einem Glas Tee haben wir noch einmal über meine Zielsetzung, mein Branding und die Bildstimmung gesprochen. Wir haben uns dann meine Outfits und Accessoires angeschaut und eine Auswahl getroffen. Nachdem wir uns abgestimmt hatten, zog ich mich um. Dann konnte es losgehen.

Nicht verkrampfen, nicht versteifen, sondern einfach laufen lassen und an schöne Sachen denken. Dann klappt das auch! Ein guter Fotograf hilft dir auch dabei und vermittelt dir ein gutes Gefühl. Starre niemals in die Kamera, sondern entwickle den Blick und die Pose in Abstimmung mit deinem Fotografen immer wieder neu. So wirken die Aufnahmen am natürlichsten.

Und denke auch daran, dass nicht jedes Foto sofort sitzen wird. Nicht mal bei den Profis ist das so. Da sind nur 10 bis 20 Prozent der Bilder wirklich gut.

 

Bildvorauswahl abstimmen.

Nach dem Shooting schaust du dir dann gemeinsam mit dem Fotografen die Bilder an und triffst eine Vorauswahl. Erkläre deinem Fotografen, wofür du welches Bild verwenden möchtest. Soll es ein Bannerbild werden oder ein Profilbild? Er kann dir sicherlich noch Tipps geben beziehungsweise dir sagen, ob das Bild für diesen Einsatz geeignet ist oder eher nicht. Diese Vorauswahl stimmst du am besten noch einmal mit ausgewählten Freunden oder Geschäftspartnern ab. Ich empfehle dir, deinen Fotografen nach einer PDF-Übersicht zu fragen. Beachte bei der Bildauswahl auch, ob die Fotos für die gewünschten Einsatzzwecke genutzt werden können!

 

Geheimtipp: Mein Porträt Fotograf.

Jetzt verrate ich dir noch, wer meine Fotos gemacht und mich so professionell begleitet hat. Wenn du in Berlin wohnst, dann solltest du auf jeden Fall mal bei Alexander Klebe Fotografie vorbeischauen. Nicht nur seine Fotos sind toll, auch das Studio ist ein Traum und Alex ein sehr guter Fotograf, der zuhört und Kundenwünsche umsetzt.

 

Und noch ein Tipp ganz zum Schluss.

Achte nicht zu sehr auf den Preis! Gute Bilder kosten nun mal. Sie haben aber auch ihren Wert. Man nutzt sie im Schnitt 3 bis 5 Jahre. Schlechte Bilder nutzt du im Zweifel gar nicht oder nur ungern und zeigst sie daher nicht gern.

Und: Gute Bilder verkaufen deine Leistungen sogar besser, weil sie in den Medien jederzeit präsent sind und Verbindung aufbauen ‒ weltweit und rund um die Uhr. Gute Bilder arbeiten für dich.

Hier kannst du dir noch eine Auswahl meiner Bilder ansehen.

 

Welche Erfahrungen hast du mit Fotografen gesammelt? Bist du mit deinen Bildern zufrieden?

 

Alles Liebe,

Deine Tanja


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Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Sandra Barwitzki.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Sandra Barwitzki. Vielen Dank liebe Sandra, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Sandra Barwitzki, Grafikerin. Im November 2015 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

 

Hallo, ich bin Sandra. Ich bin 31 Jahre und komme aus Bonn.

Ich habe mein Kreativbüro „zartmint design“ zum 1.11.2015 gegründet. Ich bin freiberufliche Grafikerin mit Spezialisierung auf Hochzeitspapeterie. Aber auch andere kreative Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen biete ich an. Derzeit arbeite ich an den Projekten „Green Wedding” und grüne & nachhaltige Printprodukte wie z.B. Corporate Design.

Nach einer Ausbildung zur Grafikerin, einem Studium im Bereich TV-Produktion und anschließend vielen Jahren in unterschiedlichen Branchen und Berufsfeldern war für mich schließlich klar, dass ich mich selbst verwirklichen möchte. Ich habe Stärken in vielen Bereichen aufgebaut und mir wurde irgendwann klar, dass der Job, den ich mir wünsche nur in meiner Phantasie existiert. So musste ich entweder weiter träumen oder meinen Traumjob selbst schaffen. Ich habe also im letzten Jahr meine unbefristete Festanstellung an den Nagel gehängt und es gewagt. Da ich komplett ohne Eigenkapital oder Bankkredit gründen musste/wollte, habe ich mich schließlich beim Arbeitsamt beraten lassen. Ich hatte wirklich Glück mit meinem Berater, welcher mir riet den Gründungszuschuss zu beantragen. Er betonte hier aber auch, dass dies nicht immer möglich sei. Da ich aber den Wunsch hatte mir mein vielfältiges Berufsfeld selbst zu schaffen, war hier natürlich keine sozialversicherungspflichtige Stelle beim Amt für mich zu finden.

Ich durchlief also ein paar chaotische Wochen, in denen ich mit Hilfe von meinen lieben Freunden einen Businessplan schrieb. Die Zeit des Schreibens war nicht immer einfach. Der Konzeptteil und alles was mit meiner Idee, dem Marketing und so weiter zu tun hatte ging mir recht gut von der Hand. Am meisten störte mich, dass mir das Schreiben des Businessplans so viel Zeit raubte. Zeit in der ich lieber andere Dinge getan hätte. Meine Webseite musste noch fertiggestellt und mein Portfolio gefüllt werden. Auch hätte es mir mehr Spaß gemacht auf Netzwerktreffen zu gehen und alte Kontakte aufleben zu lassen. Aber der Businessplan sollte mich ja auf finanzieller Ebene weiter bringen. Also half es nichts und ich hängte mich rein.

Bei der IHK Bonn-Rhein-Sieg belegte ich das kostenlose Seminar für Gründer „Basisseminar Businessplan” – was ich absolut empfehle! Das Seminar motivierte und alle offenen Fragen konnten gestellt und zu 98% beantwortet werden. Der Finanzteil war mit all seinen Kapiteln das Schlimmste. Hier halfen mir Freunde bei der Struktur, sodass ich zunächst ganz organisiert alle Zahlen beschafft habe, die benötigt wurden. Zum Glück habe ich einen „Banker“ im Freundeskreis, der den Finanzteil las und mir seine Bedenken und offenen Fragen mitgab. Ich korrigierte den Finanzteil und ließ ihn erneut Korrekturlesen. Nachdem der Businessplan nun auch optisch nach meinen Vorstellungen aussah (als Grafikerin muss auch so etwas gelayoutet werden), gab ich ihn zum Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. Das Arbeitsamt fordert ja eine sogenannte „Tragfähigkeitsbestätigung”. Diese wurde mir dort ausgestellt. Der Berater dort motivierte mich auch enorm. Bei einem Gespräch sagte er, dass mein Businessplan super wäre und er von meiner Idee sehr angetan ist. Als der Businessplan danach endlich beim Arbeitsamt lag kontaktierte mein Berater mich, dass ich im Finanzteil 2 Stellen habe, die ich korrigieren sollte. Ohne diese Korrekturen könne er ihn nicht akzeptieren. Ich korrigierte also auch diese Fehler (hier handelte es sich um zu niedrige Zahlen „unterm Strich” in den ersten 8-10 Monaten). Nun… tatsächlich schaffte ich es den Gründungszuschuss für 6 Monate genehmigt zu bekommen. Die Dauer zwischen Beantragung und Zusage lag bei circa 3 Monaten (Antrag 15.9. / Abgabe Businessplan beim Arbeitsamt 6.10. / Zusage 3.11.).

Der Gründungszuschuss erleichterte mir den Start in die Selbstständigkeit enorm. Das Geld sicherte mir für den Anfang meine Grundbedürfnisse. Ich schaffte es schließlich auch, die Verlängerung (9 Monate 300 Euro) zu beantragen und bekam auch dies genehmigt.

Viele Kontakte (aus meinem alten Job in der Hochzeitsbranche), Freunde und meine Familie halfen mir, dass ich direkt durchstarten konnte. Nun sind die ersten 7 Monate vorbei und ich bin glücklich, dass ich es gewagt habe. Ich bin ausgeglichener, liebe es meine Zeit nach meinen Bedürfnissen und Wünschen frei einteilen zu können. Ich bin freier und somit auch kreativer! Auch wenn ich am Ende wahrscheinlich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeite, oft sicher an die 60 Stunden und mehr. Aber da es DAS ist was ICH machen möchte und auch weiß wofür ich es am Ende tue, merke ich das kaum. Ich habe meinen Partner, meine Familie & Freunde zu 100% hinter mir stehen und das bedeutet mir nicht nur viel, sondern motiviert mich enorm. Es gibt natürlich immer Momente von Zweifel a la: „Reicht das Geld am Ende des Monats?“, „Was ist, wenn die Aufträge ausbleiben?“… aber in solchen Momenten gibt mir mein soziales Umfeld Rückhalt. Ob nach dem Motto „Du wirst sehen, dass es funktioniert.“, „Wenn nicht, wird sich immer eine Lösung finden.“

Früher habe ich Sprüche wie „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ immer belächelt, aber es stimmt! Wenn es nicht klappen sollte, dann suche ich mir wieder einen Job. Aber ich werde nie da sitzen und traurig sein, dass ich es nicht wenigstens versucht habe.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.

Ich möchte allen Gründerinnen mit auf den Weg geben, dass man es versuchen sollte. Auch wenn viele Berater einem beim Gespräch ausreden wollen, den Zuschuss zu beantragen. Die Ämter haben so weit ich weiß ein Limit, wie viele Zuschüsse bewilligt werden können. Da es auch für sie einen hohen verwaltungstechnischen Aufwand bedeutet, wollen sie nicht jeden motivieren. Ich glaube, da kommt auch viel Mist an. Wenn Du aber hinter Deiner Idee stehst und dafür brennst, dann wird auch dein Businessplan super werden. Informiere dich bei deiner IHK, Wirtschaftsförderung und anderen offiziellen Stellen nach Hilfestellungen und suche dir eine Struktur zur Businessplan-Erstellung. Ich habe zum Beispiel bei der IHK ganz offen nachgefragt, was einen Businessplan für das Arbeitsamt von dem für eine Bank unterscheidet und auf welche Kleinigkeiten und wichtige Punkte das Arbeitsamt besonders achtet. Diese Punkte habe ich im Businessplan dann schön ausgearbeitet.

Zeige Motivation und bekomme was du willst! Dann wirst du es auch schaffen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

Liebe Grüße,

Sandra

 

 

Wer wissen will, was Sandra schönes designt, der kann hier einen Blick auf ihre Website werfen.

Die nächste Gründungsgeschichte lest ihr in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

Deine Tanja

 

Foto © Tanja Wesel, Tausendschön Photographie

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper