{Podcast} Kund:innengewinnung mittels Facebook-Ads – Tipps von Rei Baumeister

Heute habe ich meinen Accountability- und Mastermind-Buddy in den she-preneur Podcast eingeladen. Wir kennen uns schon seit 2017, damals bin ich auf ihn aufmerksam geworden, weil ich ein dringendes Problem hatte, das ich alleine nicht lösen konnte – ich brauchte 1.000 Teilnehmer:innen für die 1. she-preneur Summit. Diese Teilnehmer:innen organisch zusammenzutrommeln war schwieriger als ich dachte. Die Lösung, nach der ich suchte: Jemand, der mir beibringen kann, wie ich FB-Anzeigen nutze, um Anmeldungen für meine Summit zu bekommen. 

Ohne mit der Wimper zu zucken habe ich bei ihm ein teures Coaching-Paket gebucht und hab’s nie bereut. Ich habe super viel gelernt und mittlerweile tauschen wir uns regelmässig zu unseren Businessfortschnitten und -herausforderungen aus.

Freu dich auf eine spannende Episode mit handfestem Input von Rei Baumeister. Er ist FB-Ads-Experte und Online-Business-Coach und zeigt seinen Kund:innen, wie sie mit Hilfe von FB-Anzeigen Kund:innen gewinnen und hochpreisige Produkte verkaufen, ohne große E-Mail-Liste und ohne Social Media. Heute hab ich ihn zu Gast im Podcast, um mit ihm darüber zu sprechen, wie du ohne Launch, Webinare, Challenge, Onlinekurs-Erstellung etc. Kund:innen gewinnst.

In dieser Episode erfährst du, wie du mit minimalem Vorlauf Kund:innen bzw. erste Kund:innen gewinnst oder deine Produktidee testest – ohne Launch, Webinar, Challenge, Online-Kurs-Erstellung, etc. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode – So gewinnst du Kund:innen mit minimalem Vorlauf.

Viele meiner Kundinnen starten gerade in ein Online-Business und stehen vor der Herausforderung erste Kund:innen zu gewinnen. Im she-preneur Academy Bootcamp helfen mein Team und ich dabei, ein erstes Angebot zu entwickeln, zu vermarkten und als Beta-Version durchzuführen. Die Teilnehmerinnen greifen dabei auf eine rein organische Vorgehensweise bei der Vermarktung zurück, und wir von she-preneur unterstützen die Vermarktung auch mit kostenpflichtigen Anzeigen.

In dem Zusammenhang habe ich überlegt, inwieweit kostenpflichtige Strategien eingesetzt werden können. Von kostenpflichtigen Strategien halten sich am Anfang viele eher fern, ich finde jedoch, dass es eine tolle und schnelle Möglichkeit ist, zu überprüfen, ob überhaupt Interesse am Angebot besteht. Daher freue ich mich mit Rei darüber zu sprechen, wie das als Online-Business Starterin möglich ist.

So sieht der Funnel aus, mit dem du dein Angebot testen kannst.

[4:27] – Rei, lass uns im ersten Schritt die Strategie im Ganzen betrachten: Wie sieht der Funnel aus, mit dem ich mein … Angebot … oder meine Idee testen kann? … Welche Option habe ich denn eigentlich, wenn ich jetzt online starte? Dann ist man ja oft limitiert, wir haben aber nach einer Lösung gesucht, trotz limitierender Faktoren etwas auf die Beine zu stellen. Ein limitierender Faktor ist ja oft, dass man nicht ein unendliches Anzeigen-Budget hat. … Der andere limitierende Faktor ist oft, dass man entweder noch gar kein Angebot hat oder sich zumindest nicht sicher ist, dass das Angebot fliegt. … Diese Unsicherheit, die muss man einfach mit einkalkulieren. Wir sind auf eine Funnel-Variante gekommen, die das berücksichtigt. Ein Funnel ist im Prinzip ein Prozess, von Erstkontakt bis Kund:in.

[6:06] – Vielleicht mal kurz, was wir alles nicht tun: Wir wollen vorher keine Produkte entwickeln, wir wollen kein aufwändiges Webinar aufnehmen, wir wollen keine Challenge veranstalten, wir wollen keinen Kongress veranstalten, weil all das komplex ist, viel Zeit kostet und es ewig dauert, bis man die ersten zahlenden Kund:innen gewinnt. Und wir wissen an der Stelle, … noch gar nicht, ob das Angebot überhaupt funktioniert. … Welchen Weg kann man gehen? Natürlich starten wir mit einer Facebook-Anzeige, weil wir ja eben möglichst viele Menschen erstmal auf das Ding aufmerksam machen wollen. … Dann eine schlanke Option, dass wir eine simple Landing-Page bewerben. Auf dieser Landing-Page laden wir zu einem Strategiegespräch / zu einem Kennenlern-Gespräch ein, für eine Zusammenarbeit. Damit jemand motiviert ist, den Knopf zu drücken, um sich für ein Termin anzumelden, muss man natürlich erst einmal gewisse Inhalte auf dieser Landing-Page darlegen. … Man führt dieses Gespräch und natürlich schließt man nicht 100 % ab, aber einen gewissen Prozentsatz schließt man ab. Und das wäre im Prinzip die Produkt-Empfehlung. Dann würde ich sagen, halte dich jetzt nicht mit einer Kursentwicklung oder einem Gruppen-Coaching-Programm auf, … sondern einfach ganz simpel 1-zu-1 – Arbeit. Das ist aus meiner Sicht der direkteste Weg zu zahlenden Kund:innen, und übrigens auch der direkteste Weg zu Feedback. … Und der allerschnellste, glaube ich. Dass man wirklich einmal testet, kommt das Angebot, was ich mir überlegt habe (und mit Angebot meine ich jetzt nicht das fertige Produkt, sondern wirklich die Headline, das Transformationsversprechen) … wirklich an.

Das brauchst du, um einen Funnel aufzubauen.

[9:16] – Ich würde im nächsten Schritt nochmal mit dir besprechen, was ich brauche, um diesen Funnel aufzubauen. Wir brauchen eine Landing-Page. Was empfiehlst du da deinen Kund:innen, auf welche Tools sie zurückgreifen? Da gibt es ja beliebig viele Landing-Page-Tools. … Ich habe natürlich Empfehlungen, wenn die Unklarheit herrscht: Eine auf Dauer kostengünstige Variante ist einfach eine WordPress-Seite, mit dem WordPress-Plugin ‚Thrive Architect‘ …, aber es gibt auch ‚Leadpages‘ oder weitere Tools. Ich beantworte die Frage vielleicht anders: Wovon ich wirklich wärmstens abrate, ist zu versuchen, selber, ohne Landing-Page-Template, eine Landing-Page zu basteln, weil es endlos dauert, in der Regel nicht konvertiert und vor allem mobil oft nicht gut aussieht. Mittlerweile ist halt 70-80 % des Traffics mobil und wenn die Seite nicht performt, dann ist es vergebene Liebesmüh.

[10:50] – Ich bin dann damals auch relativ schnell zu Thrive umgestiegen und habe auch mit Leadpages experimentiert. Ich glaube, Leadpages hat noch den Vorteil, dass man auch mit einer alleinstehenden Seite arbeiten kann – also falls man noch keine Webseite hat, kann man einfach eine Leadpage mit Impressum und diesen ganzen rechtlichen Sachen schalten. … Ja, das stimmt. Wobei einen wichtigen Hinweis habe ich noch: Ich würde mir zumindest aber die Domain registrieren und die Leadpage mit der Domain verknüpfen, weil, wenn man jetzt wieder Richtung Facebook-Anzeigen blickt, wenn dann die Landing-Page für die Facebook-Anzeige sowas generisches ist, … dann ist es für Facebook ein Signal, da könnte ein Spammer unterwegs sein.

[12:12] – Was wäre der nächste Schritt? … Also nochmal zur Orientierung: Derjenige oder diejenige kam auf diese Landing-Page und da überzeugen wir jetzt ja, dass derjenige oder diejenige einen Termin buchen soll, ein Gespräch mit uns. Das heißt, auf dieser Landing-Page ist ein Knopf, der heißt „Jetzt Termin buchen“ und dann, im Prinzip auf der nächsten Seite, geht einfach ein Kalender-Tool auf. Das wäre die Empfehlung zumindest – dass man nicht manuell E-Mails mit Terminen hin und her schickt, sondern mit einem Kalender-Tool automatisch einen Termin buchen kann. Dann hat diese Strategie auch noch den Vorteil, dass man starten kann, auch wenn man noch keine eigene E-Mail-Liste hat.

[14:16] – Wenn man den Prozess so aufsetzt, wie wir ihn heute besprechen, dann sehe ich im Prinzip nach 1-2 Wochen Anzeigenlaufzeit die Ergebnisse. Ich weiß, wie viele Gespräche ich geführt habe, wie oft ich verkauft habe. Du kannst auch an den Klickraten sehen, gibt es da überhaupt Interesse? Wenn jemand auf die Anzeige klickt und sich zur Landing-Page durchklickt, dann zeigt das ja schonmal, das, was ich da geschrieben habe, fand jemand interessant. Und das ist ein erstes Anzeichen, ich bin auf dem richtigen Weg, und kann dann eben nochmal weiter optimieren. Ich bin auch ein großer Fan davon, … sich halt wirklich ganz schnell Feedback einzuholen oder ganz schnell eine Rückmeldung zu haben.

Das sind die wichtigsten Punkte beim Schalten von Facebook-Anzeigen.

[15:17] – Jetzt habe ich natürlich einige Hörerinnen, die sich noch nie mit dem Thema Facebook-Anzeigen beschäftigt haben. … Vielleicht können wir über … die wichtigsten Punkte sprechen. … Also generell vorneweg: Wenn wir von Facebook-Anzeigen sprechen, ist Instagram immer inkludiert. Instagram gehört zur Facebook-Family und in dem Moment, wo man eine Facebook-Anzeige schaltet, klickt man auf einen Knopf und dann läuft Instagram mit, sozusagen. Genau so will ich es auch tun, ich will dann immer beide Kanäle testen, um zu sehen, was wie performt.

[16:54] – Was wichtig ist, dass man dem Algorithmus ein bisschen Zeit geben muss. Was jetzt keinen Sinn macht, ist mal für 5 € Anzeigen zu schalten und nach zweieinhalb Stunden nervös zu werden und jetzt anfangen zu optimieren. Ich würde so eine Kampagne dann schon 3 Tage laufen lassen, damit der Algorithmus lernen kann und merkt, das performt soundso – einfach, dass diese Lernphase gegeben ist.

[17:30] – Ansonsten vielleicht noch ein paar allgemeine Tipps: … Man hat ja 1000 Optionen. Ich würde es mir am Anfang … erstmal leicht machen, … das heißt, nicht anfangen mit einer Video-Anzeige. Sondern ich würde eine ganz simple Text-Anzeige nehmen, mit einem Bild und fertig.Ein Bild von einem selbst? Genau, ein Bild von einem selbst. Dazu noch 1-2 Sätze: Muss natürlich nicht sein, man kann jetzt auch, … je nach Thema natürlich, ein passendes Bild picken. … Ich würde aber nicht mit Stock-Fotos arbeiten, also Fotos, die ich irgendwo einkaufen kann, weil die eingekauft aussehen und weil damit von vornherein klar, das ist eine Anzeige. … Also dann Bilder aus dem eigenen Fundus … nehmen, präferiert allerdings in der Tat Fotos von sich selbst. Warum? Es ist nicht immer so, dass sie besser klicken, manchmal ist es genau andersrum. … Aber man sieht dich. Man sieht dich immer wieder, wenn du die Kampagne laufen lässt, und du hast dann einen Branding- und Vertrauenseffekt, den du halt nicht hast, wenn das Bild nicht von dir ist.

Dieses Facebook-Anzeigen – Ziel solltest du verfolgen.

[19:13] – Welches Anzeigen-Ziel würdest du verfolgen? Conversions wären das Anzeigen-Ziel.Über das Kampagnen-Ziel sagt man Facebook, was man gerne hätte. Das Kampagnen-Ziel kann Videoviews oder Linkklicks oder alles mögliche sein, und ich bekomme dann auch das, zum bestmöglichen Preis. Aber am Ende des Tages wollen wir keine Klicks, wir wollen keine Videoviews, wir wollen Kund:innen. Und der näheste Schritt zum Kunden / zur Kundin ist, dass der- oder diejenige … diesen Kalendertermin bucht. Das wird einfach technisch umgesetzt mit einem Conversion-Kampagnen-Ziel, weil wir im Prinzip messen, wer landet überhaupt auf dieser Kalenderseite oder auf der Seite dahinter, der Danke-Seite, und der- oder diejenige ist praktisch der ideale Kandidat / die ideale Kandidatin für uns. Auf solche Menschen wollen wir … die Kampagne optimieren.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Aufbau von einem einfachen Funnel

[20:35] – Hast du sonst noch irgendwas, was du hinzufügen würdest, zum Thema ‚Wie schalte ich Facebook-Anzeigen?‘ … Vielleicht noch einen aktuellen Hinweis: … Es gab ja das iOS-14 – Update, da war ja sehr viel Verwirrung am Markt, was das bedeutet für Facebook-Kampagnen, für die Optimierung, usw. … Man muss einfach 2-3 Dinge berücksichtigen, umstellen, anpassen, aber die Kampagnen laufen im Prinzip jetzt genauso, wie vorher auch, ich sehe keinen Unterschied.

Die Budgetplanung für Facebook-Ads.

[21:34] – Wir haben eben schon über das Thema Budget gesprochen. Natürlich ist es klar, wenn ich kostenpflichtige Anzeigen schalte, dass ich auch etwas investieren sollte. … Wie viel Geld sollte ich in die Hand nehmen, um mein Angebot wirklich zu testen? … Es hängt sehr stark davon ab, welches Budget zur Verfügung steht. Je mehr Budget zur Verfügung steht, desto schneller sehen wir einfach Ergebnisse. Wenn wir weniger Budget haben, dann zieht’s sich. … So als Hausnummer würde ich mal sagen, … pro Anzeigengruppe, also pro Test sozusagen, in der Facebook-Kampagne, würde ich jetzt nicht unter 20 € Tagesbudget gehen, … weil dann fehlen mir die Daten für den Algorithmus, dann zieht’s sich einfach wieder. … Mit so einer Anzeigengruppe testen wir das Targeting. … Wenn ich jetzt ein Tagesbudget von 20 € habe, dann kann ich halt ein Targeting testen. Targetingdefiniert, ich möchte diese oder jene Menschen ansprechen. Wenn ich jetzt aber 60 € am Tag hätte, kann ich halt drei testen. Entweder ich teste halt eins oder drei oder gleichzeitig oder hintereinander, … das definiert im Prinzip, wie schnell wir Ergebnisse sehen und natürlich auch, wie schnell wir Kund:innen sehen.

Das sind die Dinge, die du mittels Facebook-Anzeigen testen kannst.

[23:48] – Was sind denn Dinge, die ich mit Hilfe von Facebook-Anzeigen testen kann? … Mit diesem Funnel kann man ja wunderbar sehr Vieles testen. Und im Prinzip sehen wir immer da, wo etwas schiefgeht in diesem Prozess … , da haben wir ein Problem mit unserem Business. Schritt 1 ist die Facebook-Anzeige auf Landing-Page. Wenn wir jetzt sehen, dass kein Mensch auf diese Anzeige klickt und nicht auf die Landing-Page durchkommt, wir aber mal davon ausgehen, dass wir bei den Facebook-Anzeigen einen guten Job gemacht haben, … dann kann es nur noch bedeuten, dass ich einfach mit meinem Thema nicht ankomme. Ich habe einfach die falsche Ansprache gepickt oder das falsche Problem, das ich lösen möchte. … Wenn die Leute auf die Landing-Page kommen und sich nicht anmelden, für einen Termin, dann kann es am schlechten Copywriting liegen. … Wenn jemand einen Kalendertermin bucht, mit dir ein Gespräch führt, aber nicht bucht, dann kann es daran liegen, dass du einfach Gespräche besser führen musst. … In diesen Gesprächen erkennst du dann sehr schnell, ob dein Angebot das falsche ist. … Überall da, wo in diesem Funnel etwas schiefgehen kann, was am Anfang normal ist, … kann man eben reinbohren und gucken, wo muss ich was verbessern, in meinem Prozess. … Bei Facebook-Anzeigen kann ich natürlich auch vieles testen. Da kann ich Zielgruppen testen, also wen spreche ich an, da kann ich Alterssegmente testen, aber natürlich auch, welche Ansprache ich wähle, für ein Problem. Also ich kann ja ein Problem immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und ich kann gucken, gehe ich eher auf Angst oder auf Gier oder auf Komfortabilität?

[27:02] – Ich versuche das meinen Kundinnen auch immer wieder einzutrichtern und ich glaube, gerade bei Frauen ist es immer wieder eine Herausforderung sich mit den Zahlen im Hintergrund zu beschäftigen und wirklich zu gucken: Was passiert denn da eigentlich? Gibt’s da Interesse? Oder was zeigt es mir an, wenn ich sehe, dass ich Besuche auf meiner Landing-Page habe, aber kein Besuch bucht? Oder was zeigt es mir an, wenn jemand den Termin bucht, aber am Ende eben mein Angebot nicht kauft? … Ich erwähne es auch immer wieder, dass wir unsere Angebote perfektionieren und wirklich gucken, an welchen Stellschrauben können wir drehen, statt das nächste Produkt zu entwickeln oder vielleicht auch den nächsten Kurs zu entwickeln.

[28:58] – Also Zahlen sind ganz wichtig und nicht immer nur den Vordergrund betrachten, sondern auch den Hintergrund, und an den Stellschrauben können wir eben drehen, um unsere eigenen Angebote, um unseren eigenen Auftritt eben auch zu optimieren.

So viel Vorlauf brauchst du, um einen simplen Funnel aufzusetzen.

[29:25] – Wie viel Vorlauf brauche ich, um so einen Funnel aufzusetzen, in der simpelsten Variante? Es hängt natürlich davon ab, wie viel Zeit man hat und wie man’s angeht. Also gibt man es an eine Agentur oder macht man es selber. Wenn man es mit uns machen würde, dann wäre es vier Wochen oder so was, weil wir natürlich nicht 24/7 im Coaching arbeiten. Irgendwas zwischen zwei Wochen und acht Wochen. Was wichtig zu verstehen ist: Es dauert natürlich nicht wochenlang im Werbeanzeigenmanager die Anzeige zusammenzuklicken. Es dauert 20 Minuten. Was halt dauert, ist sich zu überlegen, wer ist die Zielgruppe und wie spreche ich die jetzt an, wie formuliere ich jetzt diesen Anzeigentext. Das dauert halt oftmals ein paar Tage, und deswegen zieht sich dann insgesamt dieser Prozess. Aber das zeigt einfach, das es auch wirklich eine ganz schnelle Methode ist, um Antworten auf Fragen zu bekommen, die ich jetzt gerade habe.

Darum sind Erstgespräche so wichtig.

[31:05] – Woran erkenne ich, dass mein Angebot am Ende auch gebraucht wird? … Woher weiß ich, jetzt kann ich meine Anzeigen stoppen oder jetzt lasse ich meine Anzeigen weiterlaufen? Das ist eine einfache Antwort: In dem Moment, wo jemand bucht und kauft und seine / ihre Geldbörse aufmacht.

[31:44] – Das ist der beste Beweis, den wir haben können. Aber das ist auch das, wovor sich die allermeisten Leute scheuen. „Jetzt hat jemand einen Termin bei mir gebucht, jetzt traue ich mich aber nicht, mein Angebot zu präsentieren oder mein Angebot zu verkaufen.“ Das gibt es auch gerade bei Frauen wieder sehr viel, dass sie dann zögern und denken, „Ich bin nicht gut genug und kann ich das überhaupt zu dem Preis verkaufen?“ Aber ja, das ist wirklich der simpelste und schnellste Weg, um zu gucken, hat jemand Interesse.

[32:30] – Noch einen Satz zu diesen Gesprächen: Ich weiß, da herrscht durchaus Respekt oder Angst, … aber ich pflege da eine ganz entspannt Variante, sozusagen. Ich persönlich, oder auch mein Team, wir führen ein normales Gespräch, ohne zu versuchen irgendwelche Schlüsselwörter einzubauen, oder ähnliches, und gucken einfach ganz objektiv und ganz ehrlich, kann ich jetzt dieser Person, die ich am Telefon habe, helfen – ja oder nein? … Was ist denn das Problem, das gelöst werden soll, wo möchte der Mensch hin und kann ich helfen? Wenn ich nicht helfen kann, dann sage ich das auch ganz offen. … Und wenn ich der Person helfen kann, dann frage ich: „Soll ich dir sagen, wie wir zusammenarbeiten können?“ Und dann sagt derjenige / diejenige „Ja“, und dann stelle ich es vor, und dann fragt er / sie: „Was kostet es?“, dann nenne ich den Preis, und dann ist er / sie dabei oder eben nicht.

[34:00] – Was vielleicht auch noch wichtig ist: Es ist dann auch klar, dass man nicht gleich die ersten 3 Gespräche abschließt. Fahrradfahren lernen hat auch eine Weile gedauert und genau so muss man es auch sehen, mit diesen Gesprächen. Man wird eine Handvoll Gespräche führen müssen, man wird immer besser und routinierter und entspannter und früher oder später kommt dann auch der erste Kunde / die erste Kundin.

[34:24] – Für mich war es zum Beispiel am Anfang auch so, dass es mir ganz viel Sicherheit gegeben hat, jedes Gespräch, … und ich mir dann notiert habe, was lief gut, was lief nicht so gut, was waren Momente, wo ich gemerkt habe, die Person ist nicht die richtige Person, oder was waren Momente, wo ich gemerkt habe, ich trau mich nicht den Preis zu nennen oder den Preis, den ich eigentlich nennen wollte, zu nennen. Ich habe dann ganz viel auf dem Weg dahin reflektiert und wurde natürlich von Gespräch zu Gespräch besser. … Wir sollten ganz viele Gespräche führen und gucken, gibt es da jemanden, der Interesse hat mein Angebot so zu buchen.

[35:23] – Das ist ja alles ein super spannendes, psychologisches Prinzip. Was passiert in so einem Gespräch? Dir wird ein Spiegel vorgehalten. Und ich garantiere dir, all die Bedenken, die du hörst, in so einem Gespräch vom Gegenüber, sind eigentlich die Dinge, die du selber oft sagst, wenn du in solchen Gesprächen bist. Unterbewusst transportierst du, was der / die andere gleich sagen muss. … Ich garantiere dir, das ist dann der Einwand am Schluss, den du ständig hören wirst. Es ist auch ein cooles Tool, um sozusagen an der eigenen Einstellung zu arbeiten und um über sich selbst zu reflektieren.

[36:13] – Mir haben diese Erstgespräche auch unheimlich viel gebracht und an der Stelle vielleicht auch nochmal: Führt Erstgespräche, führt Strategiegespräch, je nachdem, wie ihr sie nennen wollte. Man kann dadurch einfach extrem viel lernen und natürlich auch ganz viel Marktforschung betreiben und gucken, „Mensch, die Headline, die ich jetzt auf meine Landing-Page geschrieben habe, ist es das, was meine Kund:innen überhaupt wollen? Oder sagen sie mir in diesen Gesprächen was ganz anderes?“ Das heißt, diese Gespräche sind am Ende wieder die Basis dafür, dass du nochmal darüber nachdenken kannst, ob das, was du auf dieser Landing-Page geschrieben hast, überhaupt das ist, was deine Kund:innen wollen, oder ob du das vielleicht aus deiner Sicht formuliert hast – das ist auch etwas, was wir sehr oft tun. Wir formulieren die Dinge aus unserer Sicht, nicht aus Sicht der Kund:innen.

Hast du schon einmal eine Facebook-Anzeige geschaltet? Wie wie war deine Erfahrung damit?

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Alles Liebe,

Deine Tanja

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Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Kundengewinnung mittels Facebook Anzeigen
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{Podcast} So viel Veränderung in nur 6 Monaten – Interview mit Alice Guldenbrein

Mein heutiger Gast ist seit November Teil der she-preneur Academy. Sie hilft ihren Kund:innen dabei, persönliche Freiheit und neue Sichtweisen zu gewinnen, und ein Leben in wahre Authentizität zu leben. Sie ist großer Fan von Byron Katie und hat die Ausbildung zum Lehrcoach für „The Work“ bei ihr durchlaufen. Sie selbst bietet auch eine Online-Ausbildung zum Coach für „The Work“ an. Ihr großes Ziel ist es, mit Hilfe der she-preneur Academy eine eigene Online-Akademie aufzubauen.

In dieser Episode habe ich ein Mitglied der she-preneur Academy zu Gast. Wir sprechen unter anderem darüber, wie sie es geschafft hat ihre Angebote zu verkaufen und endlich online Geld zu verdienen. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode – So viel kann sich in nur 6 Monaten verändern.

Freu dich auf eine inspirierende Episode mit Alice Guldenbrein, in der du erfährst, was sich in nur sechs Monaten alles verändern kann.

Diese Veränderung hat Alice angestrebt, als sie in die she-preneur Academy gekommen ist.

[4:35] – Alice, welche Veränderung hast du angestrebt, als du November letzten Jahres zu uns in die she-preneur Academy gekommen bist? Mein Weg hat ein bisschen früher angefangen und zwar mit dem Start der Coronakrise. Ich habe vorher hauptsächlich als Physiotherapeutin und Osteopathin gearbeitet, und mit Yoga-Stunden, und da ist mein Business natürlich vollkommen gecrasht worden. Ich habe dann aber das als Gelegenheit genutzt, weil ich schon lange mein Online-Business aufbauen wollte, mich da zu fokussieren. Ich habe an meiner Webseite gearbeitet und alle die Fehler gemacht, die du in anderen Podcastfolgen schon erwähnt hast – also mich mit Dingen beschäftigt, die keinen Umsatz bringen. … Im November … habe ich dein Kick-Off – Festival gesehen. … Dieses Kick-Off- Festival war schon so hilfreich für mich und für meinen ganzen Weg, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken gleich eingestiegen bin, zu meiner eigenen Verwunderung in so unsicheren finanziellen Zeiten wie Corona. … Nach ungefähr einem halben Jahr schleppendem alleine vor mich hinwurschteln, war ich wirklich sehr dankbar eine Community zu finden und einen Leitfaden.

[6:55] – Was war die Veränderung, die du angestrebt hast? … Was waren Dinge, die du mit Hilfe der Academy dann auch erreichen wolltest oder Ziele, die du angehen wolltest? Ich wollte auf jeden Fall mehr Struktur hineinbringen, also Maßnahmen setzen, der auch was bringen. … Weil, das war einfach nicht strukturiert. Ich habe anfangs irgendein Seminar hinausgeschossen und mich dann schwergetan Teilnehmer:innen zu finden, und dann wieder was anderes und wieder was anderes – und das war so anstrengend und so mühsam und ich habe mich so alleine gefühlt, als Einzelunternehmerin. Ich wollte insgesamt gern, dass dieses Online-Business einfach läuft. Also dass ich Teilnehmer:innen finde, dass ich Reichweite habe, dass ich weiß, was zu tun ist, was die Schritte sind.

[8:22] – Das heißt, im letzten Jahr, nachdem Corona gestartet hat, hast du versucht deine eigene Seminare zu verkaufen, und auch die Ausbildung zu „The Work“, korrekt? Genau. Ich habe ja vorher immer wieder die Präsenzseminare gemacht, schon jahrelang, und wollte aber eben mehr Freiheit haben zum Reisen und dass ich einfach arbeiten kann, wo ich bin und wann ich halt inspiriert bin. Das war mein großer Traum, dass ich das halt irgendwie zum Laufen bringen.

Das war Alice‘ Business im letzten Jahr.

[9:15] – Das heißt, du hast es in den ersten Monaten 2020 dann auch alleine probiert, hast versucht deine Seminare rauszubringen. Wie sah so ein typischer Alltag bei dir aus?Also ziemlich fremdgesteuert, würde ich sagen. Ich habe schon eine Idee gehabt, dann habe ich gesehen, dass jemand etwas gepostet hat – vielleicht sollte ich auch etwas posten? Dann die E-Mails, dann die Webseite, wie kriege ich die Fotos ins richtige Format, die Texte zum 100. Mal lesen. … Am Anfang war ich noch total motiviert und hab mich wirklich fanatisch hingesetzt, aber mit der Zeit kann man’s dann selber nicht mehr lesen. … Ja und dann hat da viel Ablenkung.

[10:24] – Im November, als du dich für das Kick-Off – Festival angemeldet hast, wie ging es dir da? … Wie hast du dich zu dem Zeitpunkt gefühlt, bevor du gestartet bist? Ich war dann schon ein bisschen frustriert, weil ich von März bis November wirklich viel gearbeitet habe … und irgendwie nicht so richtig was weitergegangen ist. … Es hat sich zwar schon immer etwas getan, aber die Energie war nicht gebündelt, glaube ich. Und wie ich das gelesen habe – ein unwiderstehliches Angebot formulieren – habe ich mir gedacht, das ist genau, was ich brauche. … Weil ich bin überzeugt, dass mein Angebot super ist, nur wissen es die Menschen noch nicht.Total. Wir können das tollste Angebot haben, aber wenn wir es nicht kommuniziert kriegen, dann ist es super schwierig.

Warum Struktur und Strategie im Online-Business so wichtig sind.

[13:04] – Was glaubst du, wie dein Leben oder auch den Business ausgesehen hätte, wenn du dich nicht für die Academy entschieden hättest? … Wenn du nicht die Entscheidung getroffen hättest, wo würdest du jetzt stehen? Wahrscheinlich immer noch da, wo ich war, mehr oder weniger. … Ich wäre da wahrscheinlich noch nicht viel weiter, vor allem hätte ich halt diese Erfolge, die ich jetzt im ersten halben Jahr verzeichnen kann, natürlich überhaupt nicht.

[14:25] – Es ist so wichtig strukturiert vorzugehen, und es ist auch so leicht, dass wir uns einfach ablenken lassen. … Ich habe genau dieselben Fehler gemacht. Ich hab mich auch mit einer Webseite beschäftigt, mit Blogartikeln, habe mir ein Logo bauen lassen und bin halt überhaupt garnicht strategisch vorgegangen, obwohl ich aus diesem Bereich komme. Obwohl ich eigentlich weiß, wie es geht, habe ich es halt trotzdem nicht gemacht und habe mich mit den Dingen beschäftigt, die man eben so hört – „Wenn du startest, dann brauchst du eine Webseite, … dann brauchst du ein Logo“, … all diese Sachen – und später merkt man dann, das braucht man halt eigentlich nicht. Das brauchst du erst zu einem späteren Zeitpunkt, denn das, was viel wichtiger ist, ist dass du erstmal weißt, ob sich dein Angebot überhaupt verkauft. … Da ist es eben ganz wichtig, dass wir aufhören, an solchen Sachen herumzuarbeiten, die vermeintlich wichtig sind, sondern uns eben mit den richtigen Aufgaben beschäftigen.

Alice‘ Erfahrung mit der „Und-Action“ – Challenge.

[17:01] – Wie war die Challenge für dich? Das Produkt zu erstellen, zu einem Programm dann zu entwickeln, das Ganze zu vermarkten und auch umzusetzen, innerhalb von diesen drei Monaten?Es war eine Revolution, würde ich sagen. … Was waren so die Gedanken, die du hattest, und wie war es für dich, dich darauf einzulassen, diese 13 Wochen da durchzugehen, Schritt für Schritt, gefolgt von einer Anleitung? Das Schritt für Schritt war total super. … Das ist ja genau das, was ich wollte – Online Seminare machen – von dem her war das super, weil jede Woche einfach klar war, was zu tun ist, und die Woche war mit dem Fokus dann auch immer genug. … Wenn ich es jetzt für mich selber gemacht hätte, dann hätte ich mich total verzettelt. … Aber da war halt immer diese Struktur, wenn man da mitgeht, dann geht’s genau so. … Es war super da durchzugehen und ich war auch selber überrascht, wie schnell ich dann Teilnehmer:innen gefunden habe, für dieses Seminar, also so viele, so schnell, wie sonst eigentlich nicht. … Ich habe dann diese ganzen Sachen wie J-Form kennengelernt oder diese ganzen Tools, die man verwenden kann, dass man die E-Mails strukturiert irgendwo sammelt, diese ganzen Entwürfe, die man dann braucht, und damit habe ich halt so nebenher Basics gelernt, das war super.

Lieber umsetzen, statt nur darüber nachzudenken.

[20:53] – Was waren deine größten Learnings, rückblickend, in Bezug auf diese Challenge? Unbedingt der Fragebogen – also dass man weiß, mit wem man es zu tun hat, bevor das Seminar startet. Man kann sie viel besser abholen. … Ein Learning war auch, dass ich das mit der Facebook-Gruppe wahrscheinlich nicht mehr mache, weil sie nicht so viel genutzt wurde, wie ich mir das vorgestellt habe (und es war sehr viel Aufwand, im Verhältnis). … Und wie viel tolles Feedback man kriegt. Das war wirklich super, auch für’s Selbstvertrauen und für’s Rausgehen und um angemessene Preise zu verlangen.

[22:12] – Es ist so hilfreich, wirklich die Dinge durchzuführen, statt einfach nur darüber nachzudenken und sich selbst immer wieder zu blockieren, sich selbst immer wieder einzureden: „Nee, ich bin noch nicht so weit und das Angebot ist noch nicht gut genug, ich kann damit noch nicht rausgehen.“ Es ist so wichtig, sich einfach dieses Feedback einzuholen, denn nur so haben wir am Ende auch die Möglichkeit unser Angebot zu optimieren. … Wir haben einfach ganz viele Learnings, wenn wir in den Austausch gehen und wenn wir eben auch aufhören, uns alles irgendwie selbst auszureden, dass wir die Dinge nicht machen sollten, weil wir noch nicht bereit sind, weil dann stehen wir heute und in Zukunft nämlich immer noch an genau derselben Stelle, wo wir jetzt aufstehen.

Alice‘ Erfolge der letzten 6 Monate.

[25:46] – Die Durchführung von deinem Online-Programm war ja nicht der einzige Erfolg, den du in den letzten sechs Monaten hattest. Da gab’s noch ein paar mehr Dinge, die sich bei dir verändert haben. Kannst du dafür noch mal berichten? Ich habe jetzt mehr Idee, wo ich hinwill. Diese Idee von der Akademie finde ich immer noch toller. Ich habe jetzt schon mehreres versucht, so in kleinen Etappen, also Ausschnitte aus dem, was ich da reinbringen will, mal probiert – ob es überhaupt so funktioniert. Was jetzt natürlich total super ist, ist dieser Selbstlernkurs, denn wir jetzt in der she-preneur Academy erstellt haben. Das ist ein Traum, dass das auch so schnell und so gut gegangen ist. Und dann beim she-preneur Bundle, von dem ich ein Teil bin, haben über 200 Frauen meinen Kurs eingelöst. … Eine der ganz besonders tollen Sachen ist, dass ich jetzt einen Technikengel habe.

Mit anderen zu kooperieren ist eine ganz wichtiger Erfolgsfaktor.

[27:54] – Gab’s noch irgendwas, was du berichten möchtest? Es hat mit dieser Vernetzungschallenge in der she-preneur Academy schon super angefangen, das hat mir sofort dieses Community-Gefühl gegeben. … Es ist so super, mit jeder findet man etwas Gemeinsames und da hat sich jetzt auch eine super Kooperation ergeben … und mit anderen haben wir auch schon geschrieben, aber jetzt noch nichts umgesetzt. Es gibt da so viele Chancen zusammenzuarbeiten und gegenseitig das Angebot zu bereichern.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Transformation im Online Business

[29:11] – Mit anderen zu kooperieren ist eine ganz wichtiger Erfolgsfaktor. Denn wenn wir immer nur alles alleine tun, dann werden wir nicht bekannt, und es ist viel schwieriger eben auch Menschen zu erreichen und neue Menschen zu erreichen. Innerhalb von dem Netzwerk oder innerhalb von der Community, wenn man mit anderen lernt, dann merkt man halt, diese Person XY hat eine ähnliche Zielgruppe … und man kann sich so eben gegenseitig unterstützen. … Dann habe ich gemerkt, dass das für mich total wichtig ist und das mich das eben auch tatsächlich weitergebracht hat. … Deswegen ist es für mich auch nochmal wichtig diese Netzwerkchallenge anzubieten, um wirklich in diesen persönlichen Austausch zu kommen. Denn ganz viele sitzen zu Hause und wurschteln alleine vor sich rum, … aber der Austausch fehlt, die Rückmeldungen fehlen, das Feedback fehlt. Und auch das man sieht, den anderen geht’s ähnlich. … Ich finde diese Community schon sehr super und es gibt mir wirklich so ein Gefühl, ich bin jetzt in einem Kreis von Unternehmerinnen. Mein normaler Freundeskreis besteht nicht aus Unternehmerinnen und ich glaube, es ist schon gut sich auch mit Unternehmerinnen zu umgeben, weil einfach das Mindset ein anderes ist, die Herausforderung, und ich fühle mich so aufgehoben und an die Hand genommen.

Pole dein Mindset auf „lernen“ um …

[31:33] – Es ist intensiver, aber es macht auch ganz viel Spaß. Da ist es halt auch ganz wichtig, dass wir wirklich Freude daran haben und … wirklich das Ganze als Experiment sehen, reingehen und Spaß haben, und nicht so verkopft sind und am Ende denken, das muss alles perfekt sein und wenn das nicht perfekt ist, dann werde ich ausgelacht. Sondern wirklich mit dem Mindset reingehen, ich möchte ganz viel lernen, ich mache das jetzt, um ganz viel zu lernen. Und ich mache das nicht, weil ich, wenn ich jetzt rausgehe mit einem Mal 10.000 Menschen haben möchte, die an meinem Webinar teilnehmen oder … mein Gruppenprogramm oder mein Seminar buchen. Also klar wäre das schön, wenn auf einmal 10.000 Leute dein erstes Seminar gebucht hätten, aber wärst du darauf vorbereitet gewesen? Nein, ich glaube ich wäre in Ohnmacht gefallen. Aber das ist ja das, wovon viele halt einfach träumen und sagen, ich möchte dieses Business haben, das mir so und so viel Geld bringt. Und natürlich hätte ich gerne 10.000 Kund:innen, aber die Strukturen für 10.000 Kund:innen müssen halt da sein. … Deswegen ist es eben auch ganz wichtig, dass wir immer Schritt für Schritt vorgehen. Groß denken und groß träumen ist total wichtig, aber sich nicht so verkopft daran festhalten und sagen: „Okay, beim nächsten Launch hätte ich jetzt gerne 10.000 Leute.“

[35:16] – Aber am Anfang ist es toll, weil wir rausgehen und noch ganz viel lernen wollen, und gucken, welche Herausforderungen haben die Leute, was funktioniert oder was funktioniert nicht, mit wem möchte ich ganz gerne zusammenarbeiten? Und das ist das, was wir machen können, wenn wir eine kleine Gruppe haben.

[36:08] – Da gibt es natürlich auch immer wieder Dinge, wo man nachbessert … und beim nächsten Durchgang, da steht das dann schon alles, das ist natürlich super, da braucht man dann nur nochmal nachschauen. Und das ist das Wichtige. Wir haben eine Basis, auf die wir aufbauen können, und dann ist das halt beim nächsten Mal nicht mehr so viele Arbeit bzw. können wir die Zeit, die wir zur Verfügung haben, in die Dinge stecken, die dann noch wichtig sind bzw. die uns dabei helfen, das Programm eben weiter zu optimieren. Aber wir müssen nicht jedes Mal von Null anfangen. … Nicht wieder einen neuen Kurs und nochmal etwas Neues, sondern auf das aufbauen, was man schon hat. Das war für mich, weil ich halt immer so viele Ideen habe, auch ein großes Learning. Wie mit dem Haus, was man abreist, statt dass man auf das, was man hat, dann aufbaut, und das macht viel mehr Spaß, weil man viel mehr Ressourcen hat.

[37:08] – Ich habe jetzt den ersten Kurs für Fortgeschrittene, … die haben alle schon Vorkenntnisse. Ich habe jetzt auch einen Mini-Video-Selbstlernkurs, … sodass alle schonmal auf einem Level sind. Super. Das sind die Schritte zur Produktstrategie. Das heißt, es gibt ein Starter-Produkt, es gibt ein Fortgeschrittenen-Produkt und es gibt ein Produkt, wo ich halt die gesamte Ausbildung bei dir machen kann. Und die bauen alle sehr schön aufeinander auf.

… und genieße die Reise.

[37:51] – Ich wollte nicht perfekt werden, mit der she-preneur Academy, sondern auch die Reise genießen. … Ich muss mich immer wieder erinnern, gerade in diesen Launch-Phasen, ich möchte diese Reise genießen, wo ich mein Produkt entwickle. Das ist ein total wichtiger Hinweis. Die Reise ist eigentlich das Ziel. Was ist das Ziel tatsächlich? Wann bin ich denn fertig? Nie, mit diesen ganzen Ideen! Genau, du bist halt nicht fertig, du hast immer wieder neue Ziele oder erreichst dein Ziel vielleicht auch nicht ganz, sondern du setzt dir wieder ein neues Ziel. Aber beim Ziel anzukommen, ist nicht das, was dich erfüllt. … Wir sollten diese Reise genießen, weil diese Reise ist das, was unser Business ausmacht. … Das Ziel gibt uns die Orientierung, das Ziel zeigt uns, das ist mein nächster Meilenstein. … Das Ziel entwickelt sich ja immer weiter und wir gehen den Weg immer weiter. … Manchmal ist diese Reise stressig, manchmal sie nicht so stressig, und es ist wichtig, dass wir wirklich Freude haben und auch wissen, warum wir das Ganze machen. Denn wenn uns der innere Antrieb fehlt und wir keine Lust oder keine Motivation haben, dann ist es halt auch schwierig, das umzusetzen und Entscheidungen zu treffen.

Es geht darum Menschenleben zu verändern.

[39:53] – Wir müssen nicht alles alleine machen. Und auch diese ganze Technik, das ist nicht die Hauptaufgabe von dem, was wir machen. Es geht darum Menschenleben zu verändern, und die Technik im Hintergrund kann jemand anderes machen, das muss garnicht unser Anspruch sein, dass wir das selbst machen. Ich habe dafür auch keinen Nerv, ich möchte mich so gerne um meinen Content kümmern und nicht Ressourcen verschwenden.

Wer war Alice im letzten Jahr und wer ist Alice heute?

[40:25] – Wer war Alice im letzten Jahr und wer ist Alice heute?Ich bin sicher mutiger geworden, strukturierter und mehr Unternehmerin als vorher, und wirklich noch mehr verliebt in meine Vision, noch mehr überzeugt, dass das was wird, mit diesem Business, und dass ich manchmal einfach nur noch nicht weiß, wie es geht. Da kann man ja nachschauen oder jemanden fragen … . Ich bin sicher, dass das was wird. Das war im November noch nicht so, nach einem halben Jahr selber herumprobieren und mäßigem Erfolg.

Investiere und komme dadurch schneller voran.

[41:43] – Was würdest du jemanden sagen, der darüber nachdenkt zu investieren, egal ob in die she-preneur Academy oder in ein anderes Programm, die gerade an so einem Punkt steht, wo du damals warst? … Was würdest du jemandem empfehlen oder sagen, die sich unsicher ist, ob man überhaupt wirklich Unterstützung braucht? Es gibt natürlich ganz viel Content kostenlos auf Social Media, aber es ist natürlich nicht so strukturiert. Also, ich würde sagen, unbedingt investieren. Weil diese 3000 € hat man schnell wieder drinnen, weil man dann schneller loslegt und schneller durchstartet, was ich definitiv gemacht habe. Das Geld ist garnicht so das Hauptding für mich, sondern was mir das an Nerven gespart hat und dieses Gemeinschaftsgefühl … . Und da gibt’s einen Plan und das brauche ich nur so umsetzen. Ich hätte ja nie gewusst von Asana und Trello … ich weiß nicht, wie lange es gedauert hätte, bis ich das überhaupt erfahren hätte. Ich habe mir so viel Zeit und Nerven vor allem gespart, mit dieser Entscheidung.

[43:24] – Gibt es sonst noch irgendetwas, was du den anderen Podcasthörer:innen … noch mitteilen möchtest? Ja, dranbleiben, Struktur, aussortieren. Ich muss nicht jedes Social Media bedienen. … Das man das pflegt, was man hat. Fokus, Struktur und dranbleiben.

Ich denke dieses Gespräch mit Alice war sehr hilfreich für viele Podcasthörerinnen, um da nochmal wachgerüttelt zu werden. Denn manchmal müssen wir die Dinge auch einfach mehrfach hören.

Und wenn auch du dein Business in den nächsten 3 Monaten verändern, endlich ins Tun und in nur 13 Wochen dein erstes Onlineangebot entwickeln, vermarkten und veranstalten möchtest, dann melde dich für das neue she-preneur Academy-Bootcamp an.

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Alles Liebe,

Deine Tanja

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Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Investition spart Zeit und Nerven
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{Podcast} Wie dir ein Blog dabei hilft, als Expertin wahrgenommen zu werden – Interview mit Janneke Duijnmaijer

Mein heutiger Gast hat schon 2007 mit dem Bloggen angefangen. Damals wusste kaum jemand, was ein Blog überhaupt ist. Ihr damaliges Hobby hat sie später zum Beruf gemacht. In 2018 durfte ich sie bei der Entwicklung ihrer Angebotsstrategie unterstützen und in 2019 war sie Teil der she-preneur Mastermind und ist den Weg von der Selbstständigen zur Unternehmerin gegangen.

Heute ist sie erfolgreiche Unternehmerin, die anderen zeigt, wie sie sich einen Blog aufbauen, der sie zu bekannten Expert:innen macht, damit sie mit ihrer Expertise auch Geld verdienen können.

Mit meinem heutigen Gast spreche ich darüber, wie dir ein Blog dabei hilft als Expertin wahrgenommen zu werden und Kund:innen zu gewinnen. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode – So hilft dir ein Blog in deinem Business.

Freu dich auf einen super inspirierenden und motivierenden Beitrag mit ganz vielen Insights und Geschichten von und mit Janneke Duijnmaijer von Blog Your Thing.

Jannekes Weg von der Selbstständigen zur Unternehmerin.

[2:10] – Was waren deine drei größten Learnings auf dem Weg von der Selbstständigen zur Unternehmerin? Mein allergrößtes Learning überhaupt: Ich muss nicht immer alles neu erfinden. Das war wirklich der größte Fehler, den ich, glaube ich, jahrelang gemacht habe (in den ersten Jahren), dass ich immer alles neu gemacht habe. … Ich habe mir, glaube ich, jedes Jahr ein neues Angebot überlegt, das ich auf den Markt bringe. Und bei dir in der Mastermind habe ich mich getraut zu sagen: „Ok, ich habe das Gleiche und mache das öfter.“ Und das war so ein Learning, … weg von der Selbstständigen, von dem ‚in den Tag hinein leben‘, hin zur Unternehmerin mit einem fixen Angebotsspektrum mit Konsistenz. … Das zweite Learning war: Risiko einzugehen lohnt sich. Also als Selbstständige war es für mich immer so: Ich brauche meine Kund:innen, und ich muss Geld verdienen, und ich gehe lieber auf Nummer sicher und schau, dass ich im nächsten Monat meine Rechnungen bezahlen kann. … Als Unternehmerin ist es für mich jetzt wirklich so, dass ich sage: „Okay, ich gehe ein Risiko ein.“ … und das lohnt sich meisten. … Im Endeffekt hat es sich ausgezahlt, also jetzt vielleicht noch nicht monetär, aber einfach, dass ich gemerkt habe, es war ein Risiko, ich habe das noch nie gemacht, das hat mich Überwindung gekostet und ich bin so daran gewachsen. Ich weiß, was ich alles kann und das ist wahnsinnig cool. Das dritte Learning ist: Es zahlt sich aus Hilfe anzunehmen. … Ich komme wirklich schneller voran und mit Leichtigkeit auch voran. … Es muss nicht schwer sein, man muss sich nicht alles selber erarbeiten, es kann wirklich auch leicht gehen, wenn man sich Unterstützung holt.

[5:21] – Ganz ehrlich, ich glaube, das sind wirklich die Schritte, die notwendig sind, und auch die größten Fehler, die ich bei den meisten sehen. Sie versuchen, alles alleine zu machen, sie entwickeln immer wieder neue Produkte. … Auch das Thema „Risiko, und Hilfe annehmen“ sind aus meiner Sicht zwei riesige Wendepunkte. … „Okay, ich mache das jetzt, ich versuche es jetzt nicht mehr allein, … ich investiere jetzt einmal einen Batzen Geld, weil ohne komme ich wahrscheinlich nicht voran.“ Absolut, und ich glaube, dieser Batzen Geld ist nämlich auch das, was uns wirklich voranbringt, weil wir denken: „Es ist so viel, dass es weh tut. Jetzt muss ich was dafür machen, dass es funktioniert.“ Und das ist dann auch das, zusätzlich zu dem Input, den man bekommt, das einen dann noch weiterbringt.

[6:39] – Auf der anderen Seite sind wir ja auch ein Vorbild und wollen anderen zeigen, was möglich ist. Dann ist es natürlich notwendig, dass wir diesen Weg gehen und anderen zeigen, dass es sich lohnt mutig zu sein und einfach mal Dinge zu tun, vor denen wir Angst haben oder wo wir denken, wir sind dem Ganzen noch nicht gewachsen.

[7:03] – Janneke, was hat sich verändert, seitdem du deinen unternehmerischen Weg gefunden hast? … Es haben sich wahnsinnig viele Dinge bei mir verändert, aber ich glaube, zusammenfassen kann ich das, dass ich sage, ich bin entstanter und konstanter in dem, was ich tue. Also entstanter im Sinne von: Ich mache mir nicht jedesmal, wenn ein Fehler passiert oder wenn irgendwas nicht funktioniert, Gedanken – so, wie „Oh mein Gott, mein Business geht den Bach runter“. Man kennt … die emotionalen Achterbahnfahrten, die Selbstständige haben an einem Tag. Früher hatte ich das tatsächlich auch, da war ich in der Früh euphorisch … zum Mittag „Oh mein Gott, alles geht den Bach runter“, am Nachmittag dann wieder ein Hoch, … und am Abend dann wieder „Oh nein“ und der Vergleich mit anderen. Seit ich meinen unternehmerischen Weg gefunden habe, habe ich diesen Vergleich nicht mehr so und … ein Fehler … ist jetzt kein Drama mehr, und das tut mir persönlich unheimlich gut.

Die Selbstständigkeit ist nicht unsicher.

[9:00] – Die Selbstständigkeit ist nicht unsicher. Wenn wir den Weg richtig gehen, dann können wir uns ein viel stabileres Business aufbauen, als wenn wir irgendwo angestellt sind, weil dann wissen wir eben nicht, was passiert denn überhaupt, was entscheiden die denn? Du bist die Unternehmerin, du entscheidest, wohin dein Business geht, und du gehst diesen Weg und kannst dann, wenn du gewisse Dinge tust, wie zum Beispiel eine gute Produktstrategie [entwickelst], diesen Weg auch vorbestimmen. Natürlich kann es immer mal sein, dass ein Launch nicht so gut läuft. Aber wenn du Dinge wiederholst, deine Angebote, deine Launches etc. perfektionierst, kriegst du viel mehr Stabilität in dein eigenes Business rein und somit dann eben auch viel mehr Konstanz und, ich glaube, auch viel mehr Selbstsicherheit.

[10:00] – Was ich gelernt habe, ist, dann nachzufragen: Warum hat es nicht funktioniert? Was hat gefehlt? Und auch das ist wahnsinnig hilfreich. Ich habe mich das früher nicht getraut, muss ich ganz ehrlich sagen, nachzufragen, „Warum habt ihr mein Produkt nicht gekauft?“ Ich habe jedes Mal gedacht, weil sie es total schlecht finden und damit nichts anfangen können. … In dem Moment, wo ich mich aber getraut habe zu fragen, habe ich gemerkt: Die finden das schon gut. Aber es gibt halt einen Punkt, wo ich noch nicht genug aufgeklärt habe, wo ich diese Einwände noch nicht ausgeräumt hab. Und ab dem Moment, wo ich das dann in meine Launches auch aufgenommen habe, funktioniert es einfach besser, weil diese Fragezeichen nicht da sind. Total und das können wir nur über die Zeit lernen und auch nur lernen, wenn wir Dinge wiederholen und nicht jedes Mal etwas Neues erfinden.

So findest du deinen eigenen Weg.

[11:29] – Was ist aus deiner Sicht notwendig, um den eigenen Weg zu finden? Ich glaube, dass man sich erstmal fragen muss, wo ist meine Zielgruppe überhaupt unterwegs. Das ist so dieser klassische 0815-Tipp, der aber unheimlich notwendig ist. Weil, wenn du etwas machst, was dir wahnsinnig viel Spaß macht, aber du erreichst deine Zielgruppe damit nicht, weil sie dich nicht sieht, bringt dir das alles nichts. Aber der zweite Tipp ist, meiner Meinung nach, dann wirklich: Schau, was dir Spaß macht. … Probiere dich auch aus. Um deinen eigenen Weg zu finden, musst du einfach ausprobieren, was dir liegt und was du magst. … Immer was anderes ausprobieren und jede Woche etwas Neues machen, das sollte es nicht sein. … Hör in dich hinein, schau vielleicht auch, was konsumierst du selber? Was findest du selber bei anderen gut? Und dann probiere das für dich umzusetzen und schau aber auch, ob es wirklich funktioniert. … Zum ‚eigenen Weg finden‘ gehört eben auch dazu, Dinge wieder aufzuhören, wenn man merkt, es passt nicht.

Wie du ein Blog für dein Business nutzen kannst.

[13:59] – Diesen Mythos gibt es immernoch, das man einen Blog braucht, um als Expertin / als Experte wahrgenommen zu werden. Ist das wirklich so, Janneke? Also ein Blog ist super! … Aber ich muss ganz ehrlich sagen, es gibt tatsächlich Leute, denen ein Blog einfach nicht liegt, wo die Leute sagen: „Es ist eine Qual für mich Blogartikel zu schreiben … .“ Für die gibt es andere Formate, zum Beispiel einen Podcast. Wenn es den Leuten einfacher fällt, spontan zu reden, dann ist das das Allerbeste, was du machen kannst. Ich glaube, es ist immer wichtig authentisch zu sein und das merken die Leute dann nämlich auch. Aber wenn du sagst: „Ich schreibe gerne und ich lese selber auch gerne“, dann ist ein Blog das Beste, was du machen kannst.

[14:59] – Es gibt ja auch Blogs und Blogs. Das heißt, auf der einen Seite kannst du den Content wirklich originär für den Blog erstellen und die Blogartikel schreiben, oder du machst es so, wie du, das man dann einfach die Podcasts … oder Youtube-Videos … transkribiert … und … das quasi auch auf der Webseite in einem Blog einbindet. Das ist dann nicht dieser klassische Blog, wo du Content eben für den Blog erstellst, aber du hast trotzdem eine Seite auf deiner Webseite, wo die Leute sich informieren können. … Da ist diese Ergänzung wahnsinnig gut und macht das Content-Marketing dann ein bisschen nachhaltiger, auch in Hinsicht auf Google, weil du mit einem Blog sehr gut sichtbar bist.

[17:32] – Ich glaube, da gibt es ganz viele Möglichkeiten (auch wenn man nicht gerne schreibt), wie man einen Blog für’s eigene Business verwenden kann. Absolut, ich rate wirklich jedem / jeder, probiere es einfach aus, … wichtig ist, überhaupt ins Tun zu kommen. Wenn du sagst: „Okay, ich möchte einen Blog starten, oder jemand hat mir gesagt, ich muss einen Blog starten“ und dann sitzt du da ewig an der Strategie und es kommt einfach nichts dabei heraus, dann ist es vielleicht nicht das Richtige für dich, dann probiere etwas anderes auch. Aber trotzdem ist es natürlich so, dass du dich mit einem Blog sehr gut positionieren kannst!

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Blog schreiben - Tipps von Janneke Duijnmaijer

[18:56] – Gibt es sonst noch etwas oder noch eine Gruppe an Selbstständigen, wo du sagst, euch empfehle ich unbedingt einen Blog zu schreiben oder einen Blog zu führen? … wenn es wirklich darum geht Wissen zu transportieren, also wirklich fachlich, … so diese klassischen How-To-Artikel, die man auf Google immer wieder findet. Das ist halt ein sehr guter Inhalt, den du über einen Blog vermitteln kannst, solche Anleitungen. Das geht über den Podcast oder über andere Formate auch, aber wenn man da nachschauen muss, dann muss man alles wieder durchhören, und das ist halt sowas, wo ich auch bei den Leser:innen immer wieder höre, dass sie sowas viel lieber in schriftlicher Form konsumieren. … Wenn du sehr viel von dem veröffentlichst, dann ist ein Blog eine sehr gute Möglichkeit.

Was muss ich tun, um mit meinem Blog als Expertin wahrgenommen zu werden?

[20:09] – Was muss ich tun, um mit meinem Blog als Expertin oder Experte wahrgenommen zu werden? … Etwas, was ganz viele Leute vergessen, ist einfach Persönlichkeit aufzuzeigen, denn du möchtest ja als Experte oder Expertin wahrgenommen werden, das heißt, die Person dahinter. Und da darfst du auch deine eigene Learnings, zum Beispiel, einfließen lassen, oder eigene Anekdoten – Storytelling einfach machen – und dich selber zeigen. … Beim Blog musst du das eben inhaltlich einfließen lassen. Was auch ganz wichtig ist oder sehr gut ankommt, ist, wenn du Kund:innenstories, zum Beispiel, machst, also zu zeigen, wie du anderen Leuten hilfst. Denn es ist das eine zu sagen: „Ich kann dir helfen.“ und das andere zu zeigen, den Personen habe ich schon geholfen. … Ein Blog ist wahnsinnig gut dafür geeignet, dass du ihn als Portfolio nutzt, also als Experte / Expertin wahrgenommen wirst. … Da kann der Blog einfach der erste Punkt sein, wie die Leute auf dich aufmerksam werden. … Wenn wir sichtbar sind, wenn wir uns sichtbar machen und als Expertin auch zeigen, dann kann auch wirklich total viel passieren.

Lies hierzu: Diese 5 Fragen solltest du deinen Testimonials stellen.

Wie verdiene ich mit dem Blog Geld, Janneke?

[24:24] – Wie verdiene ich mit dem Blog Geld, Janneke? Es gibt natürlich den Klassiker, … das ist Sponsored-Posts schreiben, also von Firmen beauftragt werden, und Affiliate-Marketing. Aber das ist tatsächlich nur ein kleiner Teil, den ich jetzt gar nicht so wichtig finde. … Sondern der Weg, den ich wirklich empfehle, ist … dich als Experte / als Expertin zu positionieren und wirklich den Blog als Marketingkanal zu nutzen und deine Positionierung eben zu stärken, zu zeigen, wofür du stehst. Und dadurch die Kund:innen vielleicht auch ein bisschen rauszufiltern.

[25:41] – Der Blog ist auch in gewisser Weise Verkaufshelfer. Nämlich in dem Sinne, dass du das Problembewusstsein, zum Beispiel, einerseits schaffst. Ganz viele Leute wissen noch gar nicht, dass sie ein bestimmtes Problem haben oder dass du ihnen bei dem Problem helfen kannst. … Diese Verkaufshelferartikel, so nenne ich sie ganz gerne, sind super wichtig, da wirklich Kund:innen zu gewinnen.

[26:29] – Über den Blog kannst du auch einen Funnel aufbauen, sprich den Blog als Einstiegsseite zu nehmen, für dein Business – dass du die Leute über Social Media, über SEO auf deinen Blog bringst und am Blog kannst du dann deinen Newsletter einbinden. … Dadurch, dass er sowieso schon Mehrwert bietet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand für den Newsletter anmeldet, sehr viel höher. Wenn du jetzt einfach nur eine Landing-Page hast und Leute draufschickst, die dich noch nie gesehen haben oder noch nie von dir gehört haben, und das sagst „Trag dich in meinen Newsletter ein.“, das werden wahrscheinlich die wenigsten Leute machen. Wenn du in Blogartikeln Mehrwert lieferst, dann tragen sie sich gerne in den Newsletter ein, weil sie ja mehr davon haben wollen, und über den Newsletter kannst du wunderbar verkaufen. Ich glaube, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass der Newsletter einfach wunderbar konvertiert, und da kann kein Blog, kein Social Media oder irgendwelche Werbanzeigen dagegen ankommen. Aber der Blog hilft dir einfach wahnsinnig gut , Leute in deinen Newsletter hineinzubekommen.

[28:18] – Das ist super spannend, weil den meisten fehlt halt diese ganzheitliche Strategie. … Es ist halt nicht nur dieser alleinstehende Blog, sondern es gehört alles zusammen. Also der Blog ist der Einstieg. Dann denke ich darüber nach, was ist denn der nächste Schritt?

Lies hierzu: So entwickelst du eine ganzheitliche Business-Strategie.

Content für Social Media zeitsparend und nachhaltig recyceln.

[29:26] – Natürlich habe ich Social Media auch. An welcher Stelle kommt das, vielleicht können wir kurz darüber noch sprechen? Ich glaube, an zweiter Stelle. Ich mache es so, dass ich meinen Blogartikel schreibe, das ist das Wichtigste, und von diesem Blogartikel leite ich dann die Inhalte für Social Media ab – also dieses klassische Content-Recycling. … Das heißt, ich überlege mir nicht, was kann ich jetzt auf Social Media posten, … sondern ich nehme das wirklich von dem Content, den ich schon erstellt habe. Das ist sehr zeitsparend und auch im Prinzip sehr nachhaltig. Weil so werde ich wieder auf Social Media als Expertin gesehen, habe auf Social Media aber zusätzlich noch diesen persönlichen Aspekt mit drinnen.

Janneke findest du auf Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube.

Netzwerken hilft dir bei deiner Expertise.

[30:27] – Was mache ich noch um als Expertin gesehen zu werden? Netzwerken! Das ist für mich ganz wichtig, weil ohne Netzwerken geht’s einfach nicht. … Aber es macht mir auch Spaß. Also ich sitze im Home-Office seit 6 Jahren und da ist das Netzwerken wichtig für mich, damit ich andere Leute kennenlerne, aber auch diese Unterstützung von anderen bekommen bzw. den anderen Unterstützung geben kann. Da sind über die Jahre hinweg Partnerschaften entstanden, und die möchte ich nicht mehr missen. Es gibt ganz coole Dinge, die man dann auf die Beine stellen kann. … Der Blog, Netzwerken und Social Media sind sicherlich die wichtigsten Aspekte für mich.

Lies hierzu: 4 Gründe, warum du dich mit Gleichgesinnten verbinden solltest, oder auch: 10 Tipps für weniger Einsamkeit im Home-Office.

[31:49] – „Okay, ich muss jetzt gucken, dass sich netzwerke, dass ich mich mit anderen vernetze, dass ich das nicht alleine mache.“ und habe dadurch gemerkt, dass ich viel mehr Reichweite bekomme, viel mehr Unterstützung bekomme, und das mein Netzwerk ja eben auch wieder auf meinen Expert:innenstatus einzahlt – das ist ja auch eine Sache, die wir nicht vergessen dürfen. Du bekommst dadurch natürlich dann auch wieder tolle Expertinnen und Experten für deine eigene Summit, oder was auch immer du machen möchtest, und kannst dann eben auf warme Kontakte zurückgreifen und auch auf ganz andere Gespräche! Also wenn da schon irgendwie so ein warmer Kontakt da ist, dann hat man nicht diese langweiligen Interviews, sondern kann die eben auch viel persönlicher und authentischer gestalten. Absolut, und da traut man sich vielleicht auch mal die ein oder andere Frage zu stellen, die man sonst … nicht stellen würde, und bekommt auch wirklich eine Antwort drauf.

Insights und Blicke hinter die Kulissen einer Online-Summit.

[32:47] – Janneke, du hast gerade gesagt, die Blog Summit findet jetzt zum dritten Mal statt, und auch das möchte ich nochmal hervorheben: Wiederholungen. … Wiederholung ist total einfach. Sicherlich hat sich von der ersten bis zur dritten Summit total viel verändert. Vielleicht kannst du da nochmal kurz erzählen, was so da dein Learning oder auch die Entwicklung war absolut. Das Ziel war im Prinzip immer das Gleiche, also dass ich Leute in meinen Mitgliederbereich hinein bekomme. Aber es hat sich wirklich von Jahr zu Jahr gewandelt. Beim ersten Mal war es eigentlich nur ein Versuch, ich habe selber noch nie an einer Summit teilgenommen … schauen wir mal, was passiert. Und das war wirklich cool, … das Ganze war aber ein Verlustgeschäft, also ich habe damit kein Geld eingenommen. … Meine Bekanntheit ist natürlich gestiegen, das ist ein wahnsinniger Vorteil, den man so in Geld nicht messen kann. … Vorletztes Jahr war es dann so, dass die Summit doch auch dazu da war, Einnahmen zu generieren, dass sich das selber finanziert, quasi. Das hat wahnsinnig gut funktioniert. Da hatte ich nochmal mehr Expert:innen, habe eine Schippe draufgelegt. … Und dieses Jahr ist es so, dass ich wieder kleiner werde, … weil ich das Feedback bekommen habe, von den Leuten. Da ist auch wieder so dieses: „Trau dich fragen.“, weil das hilft dir unheimlich viel. … Interviews sind super und Vorträge sind super, aber sie wollen umsetzen. Und das habe ich dieses Jahr mit aufgenommen ist. Es gibt nicht nur die klassischen Interviews und Inputs, die man von Summits kennt, sondern es gibt wirklich auch einen Workshop-Teil, wo die Leute direkt mit den Expert:innen zusammen umsetzen können und da dann auch mit einem Ergebnis hinauskommen.

>>> Hier kannst du dich zu Jannekes Blog-Summit anmelden.* Ich bin übrigens auch mit einem Workshop dabei und werde darüber sprechen, wie du ein Angebot entwickelst, das auch verkauft.

[38:07] – Wie viele Workshops wird es insgesamt geben? Es wird acht Workshops geben. Es sind vier Tage mit Inhalten, wo es wirklich darum geht, jedes Stadium des Blogaufbaus quasi zu meistern, und dazu wird es jeweils zwei Workshops geben. Am letzten Tag gibt es dann einen Abschluss-Workshop, der aber frei zugänglich ist, wo wir nochmal das Ganze Revue passieren lassen und eine kleine Abschlussparty machen.

[39:33] – Ich finde, dass ist auch so der Charme von Summits: … Sie zahlen zum einen natürlich extrem auf den Expert:innenstatus ein, aber auf der anderen Seite bringen sie eben auch die Community zusammen und sorgen für viel Inspiration und für viele Aha-Moment. Manchmal finde ich es ein bisschen schade, dass diese Online-Konferenzen so einen schlechten Ruf haben, weil mittlerweile gibt es halt echt schon viele tolle Konzepte, wo man wirklich auch was lernen und umsetzen kann. … Absolut! Also ich glaube, es gibt wirklich viele tolle Konzepte und man muss jedes einzeln anschauen, und schauen, was passt denn für mich gerade.

>>> Hier kannst du dich kostenfrei zur diesjährigen she-preneur Summit anmelden.

Jannekes Tipps für dich.

[42:27] – Janneke, zum Abschluss eine allerletzte Frage: Welche drei Tipps hast du noch zum Thema Bloggen? … Das erste ist: … Schreib so, wie du sprichst. Also bitte schreib nicht total hochgestochen, so, wie du das in Deutschland gelernt hast, weil das liest gerade im Internet niemand, wo wir alle keine Zeit haben und die Texte nur überfliegen. … Das nächste, was ich sagen würde: Schreibe nicht nur SEO-Artikel und mach dich wegen SEO nicht so wahnsinnig verrückt. Ich sehe das immer wieder, gerade in den letzten Jahren, wo SEO ein Thema ist. … Mittlerweile wissen die Leute – Suchmaschinenoptimierung ist wichtig – und optimieren wirklich jeden Artikel bis ins letzte Detail und schreiben teilweise Artikel nicht, weil es laut Google nicht oft genug gesucht wird. … Es ist so wahnsinnig schade, weil es gibt auch wichtige Themen, die halt nicht gesucht werden kann. … Wenn die Leute auf deinem Blog sind und dir folgen, dann lesen sie diese Artikel auch und bekommen einen Aha-Moment. … Der dritte Tipp: … Blogge nur so oft, wie du es schaffst deine Inhalte auch zu promoten. Also was meine ich konkret damit? Du musst nicht jede Woche bloggen, wenn du es nicht schaffst zwischenzeitlich Werbung für deinen Blogartikel zu machen. Ja, SEO ist das eine, aber du sollte auch auf Social Media Werbung dafür machen. … Deshalb bin ich ein Fan davon zu sagen: Blogge lieber alle zwei Wochen – schreibe in einer Woche den Blogartikel und in der anderen Woche kümmerst du dich darum, dass er ordentlich promotet wird, auf Social Media. Das bringt dir sehr viel mehr Seitenaufrufe, sehr viel mehr Impact. … Deshalb lieber seltener, aber dafür mit Mehrwert und mit Promotion des Inhalts.

Janneke ist übrigens auch beim she-preneur Summit X Bundle mit dabei und hat einen Kurs zum Thema „Contentrecycling“ begeisteuert. Da es ein total unterschätztes Thema ist, habe ich sie noch gefragt, ob sie uns ein paar Einblicke geben kann, worum es in ihrem Kurs geht und was du lernen kannst:

Wir werden uns anschauen, wie du aus einem großen Contentstück (das ist bei mir eben der Blog, man kann aber theoretisch jeden anderen Content, den man erstellt hat, auch anwenden), lauter kleine Bausteine machst, so Micro-Content, den du dann hauptsächlich auf Social Media posten kannst, ohne hier wahnsinnig großen Zusatzaufwand zu haben. Social Media ist einfach etwas, was für uns alle wichtig ist um sichtbar zu sein, um die Leute auf unseren Blog zu holen und um den Expert:innenstatus nochmal zu unterstreichen. Aber es ist halt viel Aufwand und wir wissen ja eh alle nicht, wann wir noch was unterbringen sollen. Da alles neu zu erfinden, ist keine nachhaltige Strategie, aber wirklich das zu nehmen, was schon da ist, wie das funktioniert und was es für Strategien gibt, das zeige ich in dem Kurs.“

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Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Expertise mittels Blog - Interview mit Janneke Duijnmaijer
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{Podcast} Wie die Stimmexpertin Louise von Bülow ihr erstes Online-Produkt verkaufte, ohne E-Mail-Liste und ohne Online-Präsenz

Mein heutiger Gast hat im Januar an unserem she-preneur Academy Bootcamp teilgenommen und in diesem Rahmen innerhalb von drei Monaten ihr erstes Online-Angebot erstellt, verkauft und auch durchgeführt. Wir sprechen im heutigen Interview darüber, wie sie es geschafft hat ihr Angebot zu verkaufen, und zwar mit wenig Technikerfahrung und vor allem null Online-Präsenz. Sie hatte bis dahin nicht einmal einen privaten Social Media Kanal.

In dieser Episode habe ich ein Mitglied der she-preneur Academy zu Gast und wir sprechen darüber, wie sie es geschafft hat ihr Beta-Angebot ohne E-Mail-Liste und ohne Onlinepräsenz zu verkaufen. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode – so wandelst du ein reines Offline-Angebot in einen Online-Kurs um.

Freu dich auf einen super inspirierenden und motivierenden Beitrag mit ganz vielen Insights und Geschichten von und mit der Stimmexpertin Louise von Bülow.

Ein Stimm- und Sprechtraining online anbieten.

[2:16] – Wie viele Kund:innen hast du für dein allererstes Online-Angebot gewonnen? Ich habe tatsächlich 11 Teilnehmerinnen gewinnen können und war selbst total überrascht. Was genau hat dich überrascht? Mit welchen Gedanken bist du vielleicht auch in die Challenge gegangen? Ich habe natürlich gedacht, mich kennt niemand da draußen, wer meldet sich denn da an. Und gerade in der ersten Woche von der Promotion hatte ich die ersten zwei Anmeldung und dachte schon „Wow, okay, zwei – besser als gar nichts.“ So nach und nach trudelten sie dann ein und ich habe damit einfach nicht gerechnet und war von daher freudig überrascht.

[3:10] – Du hast dein Angebot ja kostenpflichtig angeboten. Hattest du Zweifel, dass du das kostenpflichtig überhaupt verkauft bekommst, online, oder bist du da ganz selbstsicher reingegangen? Ja, das waren so ein bisschen zwei Dinge. Du hattest uns ja davor gewarnt, dass es viel schwieriger ist an kalte Kontakte zu verkaufen und das waren ja bei mir alles kalte Kontakte. Andererseits, weil ich meinen Wert kenne und auch weiß, dass das, was ich mache, gut ist, wollte ich sie nicht kostenlos rausgeben und hatte mich dann dazu entschieden. Ich habe es aber zwischendurch auch bereut, … [denn kostenlos wäre es leichter gewesen] … aber dann hatte ich den Preis angegeben, dann war es zu spät und dann musste ich durch und es hat ja auch funktioniert. Wie hoch war der Preis? 87 €.

[4:19] – Magst du erzählen, was dein Angebot war? Was genau hast du verkauft? Es war ja ein 4-Wochen-Programm – worum ging’s da genau? … Das ist ein Stimmtraining für leise Frauen, und in diesen Stimm- und Sprechtraining habe ich die Grundlagen vermittelt, wie man, wenn man eine leise Stimme hat – oder eine feine Stimme oder zittrig ist oder die Atmung flach wird, wenn man etwas vortragen soll – wie man die technischen Grundsteine lernt, wie man tief atmet, wie das Zwerchfell sich bewegt, wie die Stimme mehr Resonanz bekommt, wie sie tiefer wird, wie sie nicht nach oben rutscht und zittrig wird. Stimmlich sprecherische Grundlagen, mit denen man sich sicher fühlt, wenn man einen Podcast aufnimmt oder wenn man das erste Video macht.

[5:17] – Hattest du Zweifel, ob dein Angebot online überhaupt funktioniert? Ja, total! Da ich ja schon länger mit Stimme arbeite, auch im Gruppenprogramm, auch als Logopädin und als Stimmentrainerin, dachte ich, ich bin angewiesen zu hören, wie sie alle klingen. In der Gruppe hatten alle ihr Mikro aus und ich dachte, ich kann kein Feedback geben, wenn ich nicht weiß wie gut sie mitkommen. Ich sehe nicht, wie sie atmen, ich kann die Haltung nicht überprüfen, ich kann niemanden spontan einen Tipp geben, und ich dachte, dass die Teilnehmerinnen dadurch schlechter lernen oder dass es weniger effektiv ist oder dass meine Methoden nicht greifen. Ich hatte ganz große Angst, dass es online gar nicht funktioniert. Und war die Angst begründet? Oder hat das super funktioniert? Es hat super funktioniert, die Angst war zum Glück vollkommen unbegründet. Ich habe es ein bisschen anders gemacht und mir zwischendrin immer Feedback eingeholt. … Tatsächlich konnte ich sie ja nicht sehen und auch nicht hören, wie sie die Übung umsetzen, aber ich habe das Feedback bekommen, es hat trotzdem funktioniert und das ist schließlich das, was ich wollte.

[6:41] – Wie habt ihr die Sessions durchgeführt? Das waren immer Gruppensessions. Ich habe meinen Plan am Anfang komplett umgeschmissen, ehrlich gesagt. Ich hatte Themen vorgegeben, die ich machen wollte, habe aber gedacht, so funktioniert das alles nicht, und bin dann relativ intuitiv eingestiegen. … Das sind Mitmachübungen. Ich habe keine Präsentation gehalten, sondern ich habe die Übung erklärt. … Ich habe kurze Sequenzen angeleitet, so zehn Minuten. Ich habe die Übung vorgemacht, … dann haben sie das alle gemacht und ich habe immer geguckt, … wer sieht gerade so aus, als würde sie nicht mitkommen. … Und dann habe ich auch nachgefragt, … wo ist das Problem, und das haben wir dann besprochen. Häufig sind die Probleme ja dieselben, es hat sich ganz viel überschnitten.

[8:16] – Hast du das in ähnlicher Form schon offline angeboten, oder hast du es für online wirklich komplett neu aufgesetzt? … Ich habe es ähnlich gemacht, aber an online angepasst. Ich habe, wenn ich das offline gemacht habe, … viel heterogene Gruppen mit Männern und Frauen gemischt, mit unterschiedlichen Berufen, und die Gruppe, die ich jetzt hatte, war etwas homogener, dadurch, dass ich meine Nische geklärt haben, bevor ich das angesetzt habe. Da das die Grundlagen waren, habe ich das ähnlich angeleitet und erklärt. Das war schon ein Feld, auf dem ich inhaltlich sicher war. Das war sicher auch ein Vorteil, dass ich das nicht zum ersten Mal unterrichtet oder angeleitet habe.

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Aus der Krise eine Chance machen.

[9:14] – Was war der Grund, warum du es online anbieten wolltest? Ich habe mich mit diesen Stimmtrainings Ende 2019 selbstständig gemacht. 2020 kam dann Corona dazwischen, wie bei ganz vielen anderen auch. Gerade … singen ist ja besonders gefährlich, wegen der Aerosole, und da habe ich ganz viel absagen müssen und gemerkt, dass meine Selbstständigkeit wahnsinnig darunter leidet. Da ich ja auch Gesangsunterricht gebe und auch selbst Sängerin bin, ist für mich ganz viel weggebrochen. Dann, Tanja, bin ich auf deinen Podcast gestoßen. Ich wollte eigentlich online nie irgendwas machen, … ich habe stetig deinen Podcast gehört und langsam kam es so zu mir, dass ich dachte, vielleicht könnte man das mal ausprobieren. Und das habe ich gemacht.

Offen für Neues sein.

[10:14] – Ich glaube, es braucht auch einfach so diese Impulse von außen. Manchmal denkt man ja auch, das, was ich mache, das geht nur so, weil man es in der Vergangenheit einfach nur so gesehen hat. So machen es halt alle anderen und es ist nur ein ganz kleiner Anteil, der die Dinge anders macht. Da ist es eben auch ganz wichtig die Impulse von außen zu bekommen und zu gucken, was kann ich anders machen oder wie kann ich es anders ausprobieren. … Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir einfach mal um die Ecke denken und uns ein paar Impulse von außerhalb einholen. Und ich glaube auch, dass ganz viel online möglich ist. Nur vielleicht muss man an der einen oder anderen Stelle einen Abstrich machen, aber im Grunde funktioniert ganz viel.

[12:16] – Das Schöne ist, wenn man diese Offenheit hat etwas auszuprobieren, dann tun sich Wege auf, die man nicht gesehen hat, die man gar nicht für möglich gehalten hat.

[12:30] – Was für mich auch so ein Hindernis war: Ich habe mich für einen total analogen Typ gehalten, deswegen hatte ich auch keine Social Media Kanäle. … Letztendlich das auszuprobieren war so gut und ich bin so viel vorangekommen dadurch, das einfach mal in Frage zu stellen. Bin ich denn wirklichen ein analoger Typ oder lohnt es sich, das einfach mal auszuprobieren. Und jetzt hast du Social Media Kanäle? Als die Challenge losging, dachte ich, ich muss jetzt irgendeinen dieser Kanäle mal benutzen und bedienen, und das war für mich ein großes Hindernis. Ich habe da tatsächlich ganz viel Angst vor dieser Sichtbarkeit gehabt.Und das selbst als Sängerin! Wahnsinnig komisch. Auf einer Bühne stehen ist kein Problem. Das ist halt das, was man gelernt hat oder was man gewöhnt ist. Für mich ist Online-Präsenz total gruselig gewesen, während ich mich auf der Bühne wohlgefühlt habe. … Dann habe ich Ende Januar diesen Instagram Account eröffnet und meine ersten leisen Posts veröffentlicht, und habe da tolles Feedback und tolle Rückmeldungen bekommen! Dann hat es mir Spaß gemacht. Das ist jetzt natürlich noch nicht professionell aufgezogen und noch nicht mit Redaktionsplan, … aber das kommt noch, irgendwo muss man ja erstmal anfangen. … Tatsächlich haben sich auch drei Teilnehmerinnen über Instagram angemeldet, also mich über Instagram gefunden, weil sie nach Hashtags gesucht haben.

Lies hierzu: Warum du keine Angst vor Sichtbarkeit hast, sondern was dich stattdessen zurückhält.

Hier findest du Louises Instagram-Account: @louisevonbuelow.

Durch die Umsetzung lernen.

[14:51] – Es sind die kleinen Dinge, die funktionieren, wo man aber denkt, das will ich gar nicht ausprobieren, das ist vielleicht viel zu aufwändig, oder ich habe Angst davor. Was ich immer sage: Sieh das wirklich als Experiment, weil das wird niemals alles perfekt sein. … Egal, was du entwickelst, es wird nicht so sein, wie du es gerne hättest. Und wenn wir so lange warten, bis es so ist, wie wir es gerne hätten, ich glaube, dann ist unser Leben vorbei. … Ich hatte an der Musikhochschule einen weisen Lehrer, der hat zu mir immer gesagt: Das kann man nicht können, das muss man tun. … Irgendwann kann ich das, dann weiß ich wie das geht, dann ist alles sicher und ich fühle mich wohl – darauf zu warten ist Quatsch. Man muss es halt tun. Wir denken halt es gibt diesen Zeitpunkt, wo wir alles können, aber das geht nicht und eigentlich wissen wir das auch. … Wir haben ja alles in der Praxis gelernt und genau so ist es auch im Business. Und deswegen ist es totaler Quatsch, sich hinter den Schreibtisch zu setzen und an irgendwelchen Angeboten zu feilen oder Videos aufzunehmen, ohne ein Publikum zu haben, ohne Käufer:innen zu haben, mit denen man das mal ausprobieren kann.

Louises Learnings auf dem Weg von offline zu online.

[16:43] – Was würdest du sagen sind die größten Learnings, die du im Vergleich von online zu offline mitgenommen hast? … Ich glaube, das eine Tolle ist, dass ich viel weiter oder in anderen Regionen Menschen erreichen kann. Sie müssen nicht bei mir um die Ecke wohnen und nicht nah dran sein, sondern können auch in Hamburg, Berlin oder sonst wo sein. Da sehe ich einen Riesenvorteil, mehr Menschen zu erreichen, was für mich und meine Arbeit und das, was ich in die Welt bringen möchte, ganz wichtig ist. Ich habe da auch eine größere Vision und man hat eine größere Reichweite, die ich jetzt aufbauen möchte. … Und dann natürlich, dass ich unabhängig von Pandemien oder sonstigen Dramen arbeiten kann. Das ist so ein Segen, dass ich jetzt hier in meinem gemütlichen Arbeitszimmer sitze und Geld verdienen kann, tolle Kundinnen habe. Das ist so ein Riesenvorteil, den ich vorher gar nicht gesehen habe.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Interview mit Louise von Bülow

[18:14] – Vorher hast du das wirklich komplett offline angeboten. Hattest du dich irgendwo eingemietet, hattest du ein externes Büro? Genau, das ist so eine Art Co-Working-Praxis, in der ich gearbeitet habe, wo unterschiedliche Therapeut:innen, Berater:innen, Heiler:innen arbeiten. Da kommt natürlich auch immer noch eine Raummiete dazu.

[19:00] – Du bist ja oft auf der Bühne und bist das auch geübt. Wie war das für dich vor so einer virtuellen Bühne zu stehen? … Was für Gedanken hattest du, welche Ängste hattest du vielleicht auch? Kannst du dich daran noch erinnern? Ja, daran kann ich mich sehr gut erinnern. Ich habe versucht mich darauf vorzubereiten. Wenn ich auf die Bühne gehe, dann mache ich mich mit Körperübungen warm und schaue, wie ist der Raum, wo sitzen die Zuschauer:innen und so. Das ist hier einfach komplett anders. … Das fand ich total seltsam, muss ich ehrlich gestehen, und war auch richtig nervös. … Ich hatte mir immer so einen groben Plan gesetzt, welche Übung und welches Thema ungefähr, aber da war ganz viel offen und ganz viel Unvorhergesehenes, was passieren könnte. Und das ist auch alles passiert … also lauter Pleiten, an denen man natürlich lernt. Das ist ja das Schöne daran. Ich finde, wenn man das so ein bisschen mit Humor sieht, dann ist das auch eine echt fröhliche Geschichte.

[21:23] – Eine Sache, die ich wirklich gelernt habe, war ruhig zu bleiben, einfach weiter zu reden und … ganz authentisch zu bleiben. Die meisten Leute meinen es gut mit uns, die sind ja nicht da um zu meckern. Es gibt natürlich auch immer welche, die meckern, das Potential ist da, aber in der Regel passiert nichts. Ich nehme an, bei dir ist auch nichts passiert oder hat sich jemand beschwert, weil bei dir die Wand runtergefallen ist? Nein, überhaupt nicht. Ich glaube, sie haben sich gefreut, dass es so unperfekt ist oder dass es so lebendig ist. Was soll man da auch ein Drama draus machen? … Ich glaube auch, sie mögen das, wenn sie sehen die kann das ja auch gar nicht alles und macht auch Fehler und sind da ganz dankbar.

Darum sind Schritt für Schritt Anleitungen so wichtig.

[22:32] – Lass uns doch mal zu dem Zeitpunkt zurückgehen, wo du dein Programm erstellt und verkauft hast. … Wir haben ja eine Schritt für Schritt Anleitung mit an die Hand gegeben und haben Woche für Woche Inhalte bereitgestellt, die umgesetzt werden sollten. Mein Ziel dahinter ist, dass ihr alle fokussiert bleibt und euch wirklich nur mit den Dingen beschäftigt, die jetzt gerade wichtig sind. Schritt für Schritt ein bisschen eingebremst. Wie war das für dich so vorzugehen? … Also zwei wesentliche Dinge: Es war total toll und total schwierig. Deswegen bin ich, glaube ich, in der Academy, weil ich einen Plan brauche und mich schnell verzettele. Diese Schritt für Schritt Anleitung war für mich wertvoll, das war einfach wie ein roter Faden – erst das eine, dann das nächste. Aber nur weil man einen roten Faden hat, heißt es ja noch nicht, dass man dem so ganz unbeirrt folgt. Sondern ich habe 1000 Aufgaben gesehen. Ich hab diesen ganzen Berg gesehen, an Dingen, die ich vorhabe, an dem, was danach kommen. … Gedanklich war das für mich ganz schwierig mich zu fokussieren, und ich habe mich da wirklich immer wieder zurückholen müssen.

[24:37] – Es ist auch das, was dich am Ende weiterbringt. Die Gedanken halten uns auch davon ab, die wirklich wichtigen Sachen umzusetzen. … Das ist das, was uns davon abhält, auch wirklich diesen nächsten Schritt zu gehen, weil wir eben in der Zukunft sind, aber gucken müssen, wie kommen wir denn Schritt für Schritt dahin. Und wir kommen dahin, indem wir kleine Aufgaben umsetzen und das Big Picture aber im Hinterkopf behalten, denn das ist halt das, was uns Orientierung gibt. … Ich glaube wirklich, dass es etwas ist, dass man wahrscheinlich erstmal lernen muss. Was ist mein nächster Schritt? Welche Aufgabe bringt mich jetzt einen Schritt weiter?

[26:22] – Hattest du vorher schonmal versucht ein Online-Programm zu verkaufen oder war das das erste Mal für dich? Das war das erste Mal. Manche versuchen das eben eine ganze Weile und wundern sich dann, warum kriege ich das nicht hin. Und der Grund ist oftmals, dass sie sich halt wirklich zu sehr mit Dingen beschäftigen, die ablenkend sind, die sie aber nicht wirklich zum Ziel bringen.Weißt du, ich glaube in dem Moment, wo ich gemerkt habe, man kann online etwas anbieten, habe ich auch sofort nach Unterstützung gesucht, weil ich in dem Dschungel verloren gegangen wäre. Da kenne ich mich zu gut, dass ich alles gelesen hätte, alles tausendmal hinterfragt … und deswegen habe ich ganz gezielt von Anfang an gedacht, wenn ich das mache, dann aber auch mit Anleitung.

Die eigenen Glaubenssätze.

[28:51] – Und dann gehst du halt raus in die Werbephase. Wie war das für dich? … Nach der ersten Woche hatte ich zwei Teilnehmerinnen und habe mich darüber auch gefreut, und dachte dann aber auch, das ist doch ein bisschen traurig mit nur Zweien. Man schwankt ja immer so ein bisschen zwischen: Das wollen ganz viele, weil mein Thema super toll ist (und weil man sein Thema selbst toll findet). Und dann: Vielleicht habe ich es überschätzt, vielleicht ist es doch gar nicht so interessant oder vielleicht habe ich das nicht gut formuliert … . Genau zwischen diesen beiden Polen bin ich hin und her geschwankt, auch in der Promo Phase. … Und da bin ich meinen Glaubenssätzen begegnet, die mir sagen: Nimm dich nicht so wichtig, nimm dich ein bisschen zurück, prahle nicht, Eigenlob stinkt, und lauter solche Sachen, was schwierig für mich war. Ich habe noch einen kleinen extra Flyer für Familien, Mitglieder und Freundeskreis gemacht und das rumgeschickt, und habe mich aber auch gleichzeitig bei allen entschuldigt. „Entschuldigung, aber könntet ihr nochmal ein bisschen Werbung machen?“ Ich kam mir total nervig vor und lästig. … Aber trotzdem ist es gut, das zu machen, und über diese Schwellen hinwegzugehen. Und dann habe ich noch eine Sache gemacht, und zwar habe ich mich hingesetzt und mir vorgestellt – wir kennen alle das Gesetz der Resonanzwie schön wäre das, wenn ich jetzt zehn Teilnehmerinnen hätte. Und ich habe mir zehn Frauen vorgestellt, mit denen ich mich treffe, die genau das gesucht haben und genau das gerade brauchen. Ich glaube, das war noch so ein bisschen meine energetische Ebene, die ich genutzt habe dafür Raum zu schaffen, dass sie sich anmelden können, und nicht dass ich mich gräme und Angst habe.

[31:40] – Das ist auch wichtig die richtige Energie zu haben und nicht zu denken: „Das kauft ja eh keine:r, das kauft ja eh keine:r, das kauft ja eh keine:r.“ Da kommt halt am Ende auch niemand, aber natürlich ist es eine krasse Achterbahnfahrt der der Gefühle, da kommt einiges hoch. Das ist wirklich eine sehr intensive Phase, aber wenn wir da einmal durch sind, wenn wir es einmal miterlebt haben und das natürlich auch durchmachen (und nicht auf dem Weg aufgeben), dann wird es einfacher. … Hat dir jemand gesagt, dass du die nervige Frau bist, die Werbung für ihr Produkt macht? Überhaupt nicht, ganz im Gegenteil! Ich habe ganz viel Zuspruch erhalten. Genau, das sind halt die Sachen, die wir uns selbst ganz oft einreden.

[32:57] – Es ist total wichtig, wenn wir als Marke auch rausgehen wollen, wenn wir unsere eigenen Produkte verkaufen wollen, dann müssen wir rausgehen und müssen sie verkaufen. … Die Leute kaufen von dir und sie wollen dich kennenlernen, und wenn sie dich nicht kennenlernen, dann kaufen sie auch nicht. Wir müssen auch immer daran denken, dass wir ihn weiterhelfen. Sie kommen zu uns, weil sie ein Problem haben, und wir sind diejenigen, die ihnen dabei helfen das Problem zu lösen. Genau, man dreht ja niemandem Schrott an, weil man deren Geld haben will, sondern ganz im Gegenteil, man hat eine tolle Idee und weiß jemand wird davon profitieren. … Ich glaube, das sind auch Sachen, die vor allem natürlich aus der Vergangenheit kommen. Zum Beispiel diese nervigen Versicherungsmakler:innen oder Autoverkäufer:innen, die dir etwas aufschwatzen wollen. Aber das sind wir ja gar nicht!

Ängste, Mastermind und Struktur.

[34:46] – Wir haben unsere Angebote gegenseitig in unseren Instagram-Storys reposted. Ich weiß gar nicht, was da letztendlich bei rumgekommen ist. Aber um überhaupt in das Posten reinzukommen, tat mir das gut. Das war hauptsächlich mit meiner Mastermind-Gruppe, mit denen ich mich auch jede Woche getroffen habe, die wirklich wichtig waren für mich in der Zeit. Wir haben uns nicht nur als Mastermind-Gruppe getroffen, sondern auch zum Co-Working regelmäßig.

Lies hierzu: Wie dir eine Mastermind-Gruppe zu mehr Erfolg verhilft.

[35:27] – Was würdest du sagen, Louise, waren deine 3 größten Learnings? Also eine Sache, die ich eigentlich schon weiß, habe ich nochmal gelernt, weil ich sie erfahren habe, und zwar: Meine Ängste sind irreal. Da spielt sich irgendein Quatsch ab, es ist aber nicht die Wahrheit. Und da kommt man erst dahinter, wenn man da durch geht, durch diese Ängste. Das war ganz wichtig für mich. Und dann, dass ich mit all den Aufgaben und auch mit all meinen Gedanken nicht alleine bin. … Das hat ganz viel Druck genommen und ganz viel Stress. … Ich war ganz dankbar dafür, dass da so viele Frauen waren, die gleichzeitig losgegangen sind [in der she-preneur Academy]. Das war für mich sehr hilfreich. Und dann noch die dritte Sache, dass strukturiertes Arbeiten hilft, … was für mich schwer war und auch immer noch schwer ist. Ich habe leider irgendwann mal festgelegt, dass ich so einen kreativen Kopf habe und da funktioniert alles netzwerkartig, da gibt es keine Linearität, keinen Ablauf, sondern erst oben rechts, dann unten links, …. und am Ende tut sich das große Ganze zusammen. Und das funktioniert jetzt für mein Business überhaupt nicht. Eine klare Struktur zu haben ist etwas, woran ich auch noch echt viel arbeiten werde, aber das festzustellen, dass es funktioniert und stressfrei funktioniert, war irgendwie ein ganz wichtiges Learning für mich. Ich glaube auch, dass beides möglich ist. Wenn du halt eher kreativer bist, ist es trotzdem notwendig Struktur zu haben, aber dir eben auch Freiraum zu lassen … und nicht zu viel Struktur zu haben, sondern halt einfach einen Mix.

[38:52] – Ich bin wirklich der festen Überzeugung, dass ein Business, gerade wenn wir auch einen Team haben und wenn wir Ziele haben, die wir erreichen wollen, dass das nur mit Struktur geht. Und vielleicht ist das auch ein Glaubenssatz, aber ich wurde auch gezwungen – also von mir selbst gezwungen – immer mehr Struktur in mein Business zu bringen, sonst hätte niemand mich unterstützen können. Wenn ich selber nicht weiß, wo ich hinwill, wie will man mir dann helfen?Struktur ist nicht schlecht, Struktur ist nicht schlimm, sondern sie ist total hilfreich und auch effizient. Und ich glaube einfach, je kreativer man ist, desto mehr Freiraum muss man sich dann einfach innerhalb dieser Struktur für Kreativität lassen.

Louises Tipps für dich.

[42:15] – Welche drei Tipps hast du für jemanden, der / die ein erstes Online-Angebot rausbringen möchte? … Tipp Nummer 1: Hol dir Hilfe. Hol dir jemand, der / die weiß, wie es geht, jemand der / die weiter ist, als du selbst und Erfahrung hat. Das macht es viel einfacher. Und dann zweitens: Hab Kontakt mit denjenigen, die auch im Prozess sind. Das hat mir total geholfen, dass diejenigen, die auf dem gleichen Level sind, die gleichen Ängste haben, auch noch dabei sind. Und Tipp Nummer drei: Die Ängste, die man hat, sind nur Ängste – nicht mehr und nicht weniger. Das heißt, sie dürfen da sein, das ist ja auch total okay, aber von denen darf man sich auf keinen Fall leiten lassen, weil sonst verpasst man leider so viel.

Louise bietet übrigens auch einen Kurs im diesjährigen she-preneur Bundle an, das wir Ende Mai verkaufen. In diesem Selbstlernkurs wirst du lernen, wie du deine Stimme klar und selbstsicher einsetzt und wie du mit Hilfe von technischen Grundlagen und Tools deine Stimme tief im Körper verankern kannst, plus hilfreicher Basics zu Körperhaltung und Atmung.

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Deine Tanja

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Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Offline-Angebot wird Online-Kurs
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{Podcast} Von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin

Heute habe ich eine weitere Gewinnerin des she-preneur Success Story Contests bei mir im Gespräch. Sie hat nicht nur im November 2020 den zweiten Platz belegt, sondern sie hat mir ganz am Anfang von she-preneur, in 2016, schon ihr Vertrauen geschenkt. An ihrem 50. Geburtstag hatte sie damals die Nase voll von schlecht bezahlten Jobs als Journalistin und das war dann auch der Zeitpunkt, als sich unsere Wege kreuzten. Sie wurde die erste „she“ und seitdem hat sich ganz viel bei ihr getan. Freue dich auf eine inspirierende und Mut machende Episode mit Alexandra Brosowski.

Wir sprechen darüber, wie sie es geschafft hat, von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin zu werden. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Lass mich hier diesmal gerne mit ein paar Worten von Alexandra über she-preneur beginnen, die mich sehr gefreut haben: „Das ist vielleicht auch das, was unsere Gemeinschaft so ausmacht – was ich vom ersten Tag an wahrgenommen habe – dass wir uns alle sehr nah sind. Dass man sich trauen kann, sich auch so zu zeigen, mit seiner Gefühlswelt, mit seinem Traurigen und Fröhlichen und allem zusammen. Wir lachen und wir feiern zusammen, aber wir sind eben auch mal traurig. Wird können nämlich Menschen sein.

[4:28] – Alexander, rückblickend auf die letzten Jahre: Was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge? Ich glaube, das Wichtigste war für mich (und das ist vielleicht der größte Erfolg), dass ich nicht der Gesellschaft geglaubt habe, die mir mit meinem Job gesagt hat: „Du wirst nicht gebraucht, du kannst nichts.“, sondern dass ich meine Talente genommen und gesagt habe: „Ich kann was, ich werde euch das zeigen.“ – also loszugehen überhaupt. Das war ein ganz wichtiger Entschluss, nicht an den Bedingungen damals zu zerbrechen, sondern neue Wege für mich zu finden, auch einen Tag nach meinem 50. Geburtstag. Es ist nicht zu spät dafür. Man muss nicht 30 sein, sondern es hat einfach etwas damit zu tun, dass du losgehst und dich dafür eben entscheidest. Und meine Bedingungen, die waren ja denkbar schlecht. Ich hatte überhaupt kein Geld, ich habe mich auch nicht gut gefühlt, ich war nicht gesund, mein Selbstwert war am Boden. Aber ich hatte mich und meine Talente. Es braucht auch gar nicht viel, um loszugehen. … Ich habe endlich mein Ziel erreicht und schon zwei große Online-Kurse auf den Weg gebracht. … Das ich das jetzt so erreicht habe, da bin ich immer noch fassungslos und froh und dankbar, … aber es war auch harte Arbeit. … Du kannst nur Ziele erreichen, die du dir auch gesetzt hast.

[6:39] – Hast du noch einen Erfolg, von dem du berichten möchtest? … Mein Launch letztes Jahr. Also das im ersten Anlauf aus dem Nichts schon 10, 15 Leute ein teures Programm bei mir gebucht haben. … Was mich total berührt hat, ist, dass Frauen gesagt haben: „Wir haben schon auf dich gewartet, endlich kommst du mit diesem Programm.“

[7:44] – In 2016, … als du die Entscheidung getroffen hast, jetzt nochmal die ganze Sache anzugehen und was Neues zu machen … : Hättest du damals geglaubt, dass du das, was du im letzten Jahr erreicht hast, erreichen könntest? Nein, auf gar keinen Fall. Ich kam aus einem Niedriglohnsektor. Das hätte ich auch selber nicht für möglich gehalten, denn ich habe Journalismus gelernt und studiert, und Literatur. Als ich anfing, vor über 25 Jahren, war das ein Job, der sehr angesehen war und gut bezahlt. Aber im Zuge der Digitalisierung ist der richtig runtergerockt worden. … Alle meine großen Wünsche und Träume, die mit diesem Beruf verbunden waren, hatten sich in Luft aufgelöst. Ich habe für eine Reportage, für die ich zwei Wochen gearbeitet haben, hundertachtzig Euro bekommen! Also dann rast du in die Altersarmut, du merkt das aber nicht. Du arbeitest immer mehr … und verdienst immer weniger. … Ich wurde von einer Gefeierten zu einer Bettlerin. Das verändert dich nachhaltig. … Ich spürte schon, so geht es nicht weiter. Und das war auch der Zeitpunkt, als du dann gesagt hast: Okay, jetzt muss ich was anderes machen? Im Grunde geht es vielen Kreativen in ihrer Branche so. Nämlich sich dahin führen zu lassen … seine ganze Expertise abzugeben, für wenig Geld. Und dazu gehören immer zwei Menschen, zwei Seiten. Die einen, die die beschissenen Jobs angeben, und die anderen, die sie ausführen. Und das war vielleicht das Erste, was ich umdenken musste. Nämlich nein zu sagen, zu diesen Jobs. Und das ist nicht witzig, wenn dein Kühlschrank leer ist. … Ich hatte Jahre vorher eine Krebserkrankung gehabt, also eigentlich ging es mir schonmal sehr schlecht. Ich hatte die Kombination zwei kleine Kinder, Freiberufler und eine Krebserkrankung – das ist eine sehr toxische Mischung, kann ich dir sagen. … Das gab mir schon den ersten Kick in die richtige Richtung. „Sag mal, Frau Brosowski, was machst du hier eigentlich mit deinem Leben?“ Aber ich musste nochmal irgendwie so eine Keule bekommen, und das war tatsächlich ein Burn-Out. Die Arbeitswelt hatte sich verändert und ich habe innerhalb von einem Jahr oder von ein paar Wochen ganz viele Jobs verloren, weil ich als Mensch nicht mehr zählte. Und das hat alles dazu geführt, dass ich tief in mich gegangen bin und gesagt habe: „So, die Kraft muss von dir ausgehen. Du kannst so viel, du darfst dir nur nicht von den anderen sagen lassen, dass es nicht so ist.“ Ich habe nicht die Macht, diese Verlagssysteme zu verändern, daraus musste ich mich erstmal lösen und was Eigenes finden. Und das war vielleicht die Chance, dass wiederum durch die Digitalisierung, die mir vorher meinen Job zerrockt hat, plötzlich aber für uns Solo-Frauen, Selbstständige, ganz neue Möglichkeiten eröffnet worden sind. Aber bevor ich zu dir kam, war ich arm, krank, fühlte mich wertlos, war am Boden. Nee, ich war schon ein Stück weiter. Ich war wieder aufgestanden und wollte für mich kämpfen.

[12:12] – Du hast auf jeden Fall investiert, damals in mein allererstes Programm. Ja genau. … auch für die, die jetzt denken, „aber ich hab ja gar kein Geld“: Man kann losgehen, man kann ohne. Weil erstmal steht sehr viel Wissen auch kostenlos zur Verfügung. Und she-preneur war bezahlbar. … Ich musste erstmal meinen Kopf aufräumen, mein Mindset. … Ich kannte meinen Job und mein Handwerk, aber nicht, wie setzt sich das denn in Produkte um, wie mache ich daraus ein Unternehmen? … Ich wusste nicht was Ziele, Strukturen, Pläne sind. Und was nehme ich überhaupt für meine Leistung? Das ist auch nichts, was man von heute auf morgen lernt, sondern das ist ein Prozess.

[13:31] – Was waren damals deine ersten Schritte in diese neue Welt, Alexandra? Ich wusste von der ganzen Online-Blase überhaupt nichts. … Und ich habe gedacht: „Du hast kein Geld, aber du hast dich. Du hast deine Kraft, du bist frech, was musst du tun?“ Also habe ich was gemacht, was ich sowieso kann, ich habe nämlich ein Online-Magazin gegründet. … Und wenn man ein Online-Magazin gründet, muss man auch online sein. … Ich wusste nicht, wie WordPress ging, die ganze Technik dazu, aber ich habe einfach angefangen. Ich wusste, ich kann schreiben. … Das Wichtigste war, mich von der armen Poetin als Unternehmerin zu sehen. … Ich bezeichne mich auch nicht als Freelancerin, … ich bin jetzt Unternehmerin – was gehört dazu? Also im Kopf musste ganz viel passieren.

[15:49] – Die Geschäftsidee war eben ein Online-Magazin zu machen, es zu monetarisieren, vielleicht mittels Anzeigen. … Luise von der Pelzwiese [so heißt das Onlinemagazin von Alexandra Brosowski], das ist der Kosename meiner Kindheit. Habe ich aber mit Luise Geld verdient? Nein, das habe ich nicht. Warum nicht? Weil ich als Alleinmensch das so hätte nicht umsetzen können, ich hätte andere gebraucht. … Aber die Luise hat etwas ganz wertvolles für mich getan. Sie wurde nämlich meine größte Visitenkarte im Netz. Also ich erlangte Sichtbarkeit.

[18:05] – Alexandra, nach der Luise ging es ja dann noch einen Schritt weiter. Also du hast das Online-Magazin gegründet, du wurdest sichtbarer, … und dann gab’s den nächsten interessanten Schritt bei dir und du bist in Richtung schreiben von Büchern gegangen. Oder gab es da noch ein Schritt vorher? Bücher habe ich auch schon vorher geschrieben. Aber was ich eben angewendet habe, ist, erstmal habe ich mir Ziele gesetzt. Ein Beispiel: Ich habe meine ersten Bücher mit sehr niedrigem Honorar geschrieben. Also habe ich mir vorgenommen, als Ziel, den nächsten Buchvertag unterschreibst du nur, wenn die Bedingungen, wenn das Honorar, so und so ist. Für mein letztes Buch war eindeutig, ich will auf dem Cover stehen und ich will das doppelte Honorar. Und solche Ziele helfen dir unbedingt, sie auch zu erreichen. … Wenn du mehr Geld haben willst, musst du wissen, was du haben willst. Du musst wissen, was du wert bist. Und du gehst nicht von wenig Geld auf ganz viel, sondern das erfolgt in Schritten. … Wenn du selber dir nicht klar bist, was du nehmen sollst, dann kommst du ins stottern bei Verhandlungen, dann kannst du nicht gut Preise verhandeln. Und das hat sich natürlich auch bei mir entwickelt. Jedes Jahr schaue ich nach hinten: Was ist letztes Jahr gut gelaufen? Was will ich im nächsten Jahr erreichen? Was streiche ich? Was muss sich verändern? … Ich bin ja damals mit sehr niedrigen Preisen eingestiegen und hab mich aber gut gefühlt und dachte: Ok, die Preise sind in Ordnung, das ist das, was ich jetzt im Moment geben kann und wo ich mich auch total wohlfühle, das nach außen zu kommunizieren. … Das ist auch ein ganz normaler Prozess und ich glaube, dass viele denken, man müsste einfach schon so sein. Natürlich gibt es Leute, die sind super selbstsicher und die wissen, sie kriegen das hin. Aber oftmals ist einfach dieser Entwicklungsprozess auch notwendig, um diese Selbstsicherheit zu gewinnen.

[22:09] – Du verhandelst einfach anders, wenn du mit dir sicher bist. Und, was auch interessant ist, ich habe eben bei jedem Projekt, was mir angeboten wurde, überlegt: Auf welcher Ebene hilft es mir? Also es ist ja nicht immer nur monetär.Ich habe gerade durch das Scheitern, durch Dinge, die vielleicht nicht so fluffig gelaufen sind, meine Learnings gewonnen. … Das ist vielleicht auch was: Glaubwürdigkeit, Authentizität. Kann die überhaupt das, was sie da tut? Ich bin sehr stolz auf mein Handwerk, ich hab da viele Jahre reingesteckt. Aber ich schaue auch immer: So, was will ich denn eigentlich? Passt das zu mir? Möchte ich das noch machen? Irgendwann war für mich, zum Beispiel, mein Journalismus beendet im Inneren. Er ist so innerlich von mir gegangen, obwohl ich niemals gedacht hätte, er wäre das. Aber mit Leidenschaft Bücher zu schreiben und Frauen dabei zu begleiten, das ist das, was neu gewachsen ist. … Es geht nicht immer nur ums Geld. Denn viele Dinge können wir tun, die uns dabei helfen unseren Expert:innenstatus aufzubauen. Die uns ganz viele Learnings eben auch bescheren und die uns wieder zeigen: Cool, das habe ich erreicht, das habe ich geschafft, und beim nächsten Mal werde ich das nicht so machen. … Ich weiß eben, wie es geht, und kann das im nächsten Schritt viel selbstsicherer auch nach außen kommunizieren. Es geht nicht immer darum mega viel Geld zu verdienen, sondern manchmal muss man eben auch Dinge tun, um einfach diesen Expert:innenstatus zu bekommen oder um die Reichweite zu bekommen. … Was ist der Wert, der am Ende auch da rauskommt? Und ich glaube, das vergessen eben auch viele an der Stelle.

Lies hierzu 5 Tipps, wie du online als Expertin wahrgenommen wirst.

[25:34] – Der Kern ist ja auch Vertrauen. … Und das hieß von Anfang an, die Menschen müssen die Gelegenheit haben mich kennen zu lernen. Also ich möchte auf der einen Seite meine Expertise ausweiten und immer besser werden. Ich bin auch hochgradig lernfreudig, muss ich sagen. Ich liebe es, mich zu entwickeln. Ich habe schon so viele Schreibfelder betreten, aber ich bin noch lange nicht am Ende. … Es gibt noch einen ganz interessanten Punkt: Denn dadurch, dass ich das alles getan und mich dann gezeigt habe, haben die Kund:innen mir zugerufen, was sie brauchen. Daraus sind Produkte entstanden, über die ich vorher nicht nachgedacht hatte. … Das hätte ich nicht tun können, wenn ich nur theoretisches Wissen gehabt hätte. … Und deswegen ist es halt eben auch so wichtig, dass wir mit Menschen in den Austausch kommen. Dass wir sichtbar sind, dass wir auch darüber sprechen, was wir machen, was wir gelernt haben.

[30:12] – Ich habe, als ich die Luise gegründet habe, auch ganz klar zwei Dinge gesagt: Was ich nicht möchte, ist, mit schlechten Menschen zusammenzuarbeiten – davon hatte ich die Nase voll. Ich habe einen gewissen Wertekanon für mich, auch für mich als Unternehmerin. Mit welchen Menschen möchte ich arbeiten, welche sollen zu mir kommen und wie möchte ich behandelt werden. Auch das innerlich festzulegen, das war ganz wichtig. … Ich bin sehr offen mit meinen Fehlern, mit meinen Schwächen, aber auch mit dem, was ich gut kann. All das, was ich als Schmerz oder Krise im Leben erlebt habe, das hat natürlich auch meine Lebenserfahrung, meine Persönlichkeit geprägt. Das führt heute alles in meine Arbeit mit rein.

[31:30] – Was war das letzte Produkt, was du gelauncht hast, im letzten Jahr, Alexandra? Irgendwann sollte es ja mal der Online-Kurs werden. Ich habe einen langen Weg dafür gebraucht. … Ich habe mir erstmal Hilfe dazugeholt, in Form von technischem Support. … Wenn jemand irgendwie sagt, das ist alles im halben Jahr erledigt: Nein, ist es nicht. Man muss sich Zeit geben sich zu entwickeln. … Du brauchst auch die Zeit, um dann diesen Sprung zum Online hin nochmal zu machen, und das musst du dir abknapsen. Dann kam Corona. Ich war, genauso wie alle anderen, im ersten Moment auch im Schock. … Bedingt durch meine vorherigen Krisen, rappele ich mich auf, schüttle ich mich dann gucke ich: So, was muss ich tun. Das ist wahrscheinlich auch eine große Gabe. Ich bin total lösungsorientiert, mich kann so schnell nichts aus den Puschen hauen. Und dann wedelte ein sehr teurer Kurs vor meiner Nase rum und … ich habe diesen gekauft. Das konnte ich nur, weil ich mittlerweile Unternehmerin war, weil ich entschieden habe, ich muss in mich investieren. … Und dann musst du einfach den Kopf senken, Fokus halten und machen. So habe ich dann, ich glaube, im März den Kurs gekauft und im August habe ich gelauncht.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Alexandra Brosowski - sich entscheiden loszugehen

[34:55] – Aber das ist eben auch nochmal die Botschaft an die, die zuhören: Man muss auch Anleitungen immer mit seinem abgleichen. Wo stehe ich gerade, wer bin ich und welchen Weg gehe ich?

[36:38] – Wenn du jetzt nochmal zurückblickst, Alexandra, was waren so die Dinge, wo du sagst: Das habe ich vorher richtig gemacht, ohne zu wissen, dass das auf den späteren Erfolg einzahlt. Kannst du das sagen? Man darf seinen Instinkt nicht außer Acht lassen. … Ich habe im ersten Jahr vom she-preneur insider club sehr viel Zeit damit verbraucht, indem ich immer mit anderen kommuniziert habe. Das war toll und wichtig, aber ich habe zu viel Fokus auf die anderen gelegt. Im nächsten Jahr hatte ich mir vorgenommen, ich unterhalte mich auch noch mit den anderen, aber in einem anderen Rahmen. Ich darf leider nicht mehr so viel nach links und rechts gucken. Also meine Zeit auf Facebook und Social Media ist gegen Minus gefahren. Weil, ehrlich gesagt, du kannst nicht alles machen. … Dann habe ich keine Zeit, um meine Pläne umzusetzen, und ich glaube, daran scheitern auch viele. Auf jeden Fall. Da ist so viel los da draußen, wir können 10.000 Sachen machen. … Wir machen das hier nicht, weil wir Spaß daran haben, sondern vor allem, weil wir die richtigen Leute erreichen wollen, aber auch, weil wir Umsatz generieren müssen, um davon leben zu können … . Deswegen ist es ganz wichtig den Fokus zu halten. Das, was ich sehr oft sehe ist, dass die Leute super unfokussiert sind und sich ganz leicht ablenken lassen. Also wenn du ganzen Tag auf Facebook rumhühnerst, dann kannst du nicht arbeiten und kommst nicht vorwärts. Punkt.

[38:57] – Bei der Planung meines Launches – also glaubt nicht, dass ich da angstfrei war, jetzt kann man das ja so fröhlich erzählen – hatte natürlich, genauso wie alle anderen, bedenken. Verkauft er sich? Interessanterweise, obwohl ich ja meinen Job schon so lange mache, hat man so eine innerliche Hürde: „Jetzt muss ich mich bekennen.“ Weil, es ist ja leicht zu sagen: „Ich möchte einen Online Kurs machen.“ Aber wenn du es tust, heißt das Bekenntnis, und du kannst auch damit scheitern. … Vorher hatte ich ja nur die Illusion, ich könnte erfolgreich sein, wenn ich es tun könnte. Und wie bin ich denn dem überhaupt begegnet? Ich hab mir tatsächlich ganz einzeln aufgeschrieben, wenn sich eine:r anmeldet, verdiene ich das und das, wenn sich zwei anmelden, verdiene ich das und das. Und ich habe mich auch darauf vorbereitet, dass wenige es kaufen. Bin ich dann traurig? Nein. … Wenn eben nur eine:r den Kurs kauft, dann werde ich ihn trotzdem durchziehen. Auf jeden Fall, weil auch dieser Person kannst du was weitergeben und dieser Person kannst du helfen und du weißt nie, was daraus entsteht. Du weißt nie, was die Person leistet oder welchen Einfluss diese Person auch für dich haben kann oder welche Kontakte die Person vielleicht auch hat, wenn sie begeistert ist. Deswegen ist es ein ganz großer Fehler, dann zu sagen, es hat nur eine:r gekauft, und jetzt sage ich den Kurs ab. Das würde ich niemandem empfehlen. Wenn eine Person gekauft hat, sei dankbar für diese eine Person, die gekauft hat. Das ist vollkommen in Ordnung, denn von dieser einen Person können wir ganz viel lernen. … Was stand noch auf der Liste? Ziele setzen. Nämlich kleine, mittlere und fast unerreichbare. … Du musst das einmal durchmachen, um deine Learnings daraus zu haben.

[44:00] – Eins der wichtigsten Dinge, die ich erreicht habe, ist, dass ich heute sehr oft weiterempfohlen werde. Nämlich dass ich getaggt werde, wenn irgendwo im Zusammenhang bei Facebook eine:r fragt: Sag mal, ich will ein Buch schreiben. Sag mal, ich habe einen Verlagsvertrag – Dann frag doch mal Alexandra. Ich gebe immernoch auch sehr viele kostenlose Beratung. Klar, ich muss da irgendwie so gucken, wie artet das aus oder so. Erstmal mag ich das gerne, auch hilfsbereit zu sein. … Es gibt verdammt viele Leute, die können sich keinen zweieinhalbtausend Euro Kurs leisten. Mich kennen zu lernen, mich zu erleben – weil ich kann nicht auf der Straße wedeln und sagen: „Kaufst du einen zweieinhalbtausend Euro Kurs bei mir?“ Nein, das tun sie nicht, wenn sie dich nicht kennen. Warum sollten sie das? Sondern es ist die Präsenz, es ist das Zeigen. … Ich denke, das ist immer so ein Mix, den man machen muss. Auf jeden Fall. Und ich glaube, wir können ganz viel kostenfrei rausgeben und müssen auch gar nicht darauf achten, wie viel gebe ich denn jetzt raus. Denn, ganz ehrlich, wenn ich eine halbe Stunde mit dir quatsche, dann weiß ich nicht, wie ich einen Bestseller schreiben werde, oder wenn ich 30 Tage von dir lerne, wie schreibe, dann bin ich immer noch nicht perfekt im Schreiben. … Um wirklich weiterzukommen, um eine Expertise wirklich weiter aufzubauen, brauche ich einfach noch ein bisschen mehr und von daher ist das vollkommen in Ordnung, da auch kostenfreien Content rauszugeben und auch viel kostenfreien Content rauszugeben und vor allem auch Menschen zu helfen, die sagen, ich kann mir das nicht leisten oder ich will’s mir vielleicht auch nicht leisten. … Die Leute, die diese Ambitionen haben, das sind die, die im nächsten Schritt auch investieren.Gib den Menschen die Gelegenheit, dich kennenzulernen, um mit dir ins Gespräch zu gehen.

[46:42] – Nach der letzten Academy Challenge … schrieb jemand: Wie lange hast du dafür gebraucht, um dahin zu kommen, von A nach B? Und als ich dann schrieb, das hat schon fünf Jahre gedauert, waren sie ganz entsetzt. Aber was waren meine Bedingungen? Ich hatte kein Budget und ich hatte auch noch Kinder zu versorgen und so weiter. Wenn du andere Bedingungen hast, kannst du das auch etwas schneller erreichen, aber schnell heißt eben nicht in 14 Tagen oder einem halben Jahr. Ich vergleiche einen Businessaufbau immer mit wenn ich ein Café eröffnen möchte. Dafür brauche ich auch, wenn ich es ordentlich machen will und wenn es nachhaltig ist, … für einen Unternehmensaufbau drei Jahre. Das ist nicht unrealistisch. Und das heißt ja nicht, dass ich gar kein Geld verdiene, in den ersten 3 Jahren. … Deswegen ist es immer wichtig zu gucken: Was sind meine Ziele? Wo stehe ich gerade? Was möchte ich erreichen? Und dann ganz fokussiert da auch ranzugehen. Weil wenn ich diese Grundlagen dafür nicht habe, dann funktioniert das eben auch nicht. Wenn ich die Beziehung nicht aufgebaut habe, wenn ich keine Kontakte habe, dann ist es sehr schwierig. Es geht alles schneller oder langsamer, aber es ist alles total individuell. Wenn mir vor diesen 5 oder 6 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal Aufträge in Höhe von 15.000 € ablehne, dann hätte ich das niemals gedacht. Heute muss ich das tun, wenn das große Ghostwritings sind, weil ich einfach nicht mehr die Zeit damit verbringen kann, für eine einzige Person ein ganzes Jahr ein Buch zu schreiben. Das Wachstum. Das ist eine super krasse Veränderung. … Es kann fünf Jahre dauern, es kann zehn Jahre dauern, aber der Weg dahin ist das Wichtige. Wie bin ich dahin gekommen? Was war notwendig, um das überhaupt zu erreichen? Und was hat sich bei mir, in meinem eigenen Kopf vor allem, auch verändert? Denn die Alexandra, die du vor fünf Jahren warst, oder die Tanja, die ich vor fünf Jahren war, die sind wir nicht mehr, die haben sich total verändert. Wir sind gewachsen, wir haben ganz viel erlebt, haben viel ausprobiert. Einiges hat geklappt, andere Sachen haben überhaupt nicht geklappt.

[50:00] – Was sich auch, einmal abgesehen vom Kontostand, verändert hat, ist, dass ich eine ganz große Zufriedenheit und Dankbarkeit habe. Also ich habe mich eben früher viel mit anderen auseinandersetzen müssen, mich bewerten lassen müssen. … Ich war damals schon eine tolle Journalistin und eine tolle Schreiberin, aber die Anerkennung war dafür nicht da. Sondern, ganz im Gegenteil, die Männer in den blauen Anzügen haben getan, als wäre ich der letzte Dreck, als wäre diese Expertise nichts mehr wert. Und auch nochmal abzugleichen, was spiegelt mir die Gesellschaft, was ich bin, aber was bin ich tatsächlich? Da bin ich heute angekommen und so dankbar. Ich arbeite immer noch viel, das ist überhaupt keine Frage, das musst du auch, den das fliegt einem auch nicht so zu, aber ich arbeite für mich. Es ist meine Wertschätzung, meine Dankbarkeit. … Perfektionismus ist doch auch immer ein schönes Stichwort. Viele bringen ihre PS nicht auf die Straße, weil sie sich von ihrem Perfektionismus ausbremsen lassen. Ich bin vollkommen pragmatisch. Das war schon bei der Luise so. Weißt du, als Schreibfrau wird ja eigentlich theoretisch von dir erwartet, dass du keine Schreibfehler machst. Ich habe zu mir gesagt: So, ich kann nicht alles kontrollieren, ich habe kein Korrektorat, … ich werde Fehler darin haben. … Warum nehmen mir die Leute das nicht krumm? Weil ich pragmatisch bin, aber trotzdem immer mit ganzem Herzen bei ihnen.Ich möchte auch gerne wertvoll für sie sein. Sie sollen nicht einfach viel Geld bei mir lassen. Sie sollen dafür auch eine gute und wertvolle Leistung bekommen. Wir sind ja auch in so einer Scheinwelt, wo sehr viel Lack und Glanz drauf ist, aber steckt da wirklich etwas dahinter? Das ist eben auch mein Anspruch, mein Wert als Unternehmerin. Ich will nicht nur kassieren, sondern ich möchte mit den Leuten nachhaltig zufriedenstellend zusammenarbeiten.Das ist halt auch das, was du brauchst, um dich weiterzuentwickeln. Also wenn du nie die Kommunikation mit deinen Kund:innen hast, wie kannst du dann Dinge besser machen? Wenn du nicht weißt, was sie wollen oder was sie brauchen, und da keine Kommunikation zwischen dir und deinen Kund:innen entsteht, dann weißt du nicht, was du anders oder besser machen kannst. Und dann wirst du auch irgendwann stagnieren. Deswegen ist es so wichtig, da auch mehr zu geben, als jemand bezahlt hat, und vor allem VIEL mehr zu geben, als jemand bezahlt hat. Nur so können wir eben auch ein tolles Business aufbauen, was weiterempfohlen wird.

[54:32] – Alexandra, was können wir 2021 noch von dir erwarten? In der Tat beschäftige ich mich gerade mit … Teamaufbau. Ich weiß, ich brauche jetzt nicht zehn Leute, sondern ich brauche 2 – 3 wunderbare Geister, die Dinge können, die ich nicht kann. … Die brauche ich eben auch um den großen Plan Membership umzusetzen, ich werde eine Schreib-WG eröffnen. … Ich hatte eben vorher Angst gehabt mich zu verfransen. … Aber jetzt, mit der Erfahrung der Kurse … habe ich gemerkt, es ist einfach ein ganz schönes Spielfeld, eine monatliche Mitgliedschaft zu haben. Nicht das große Ganze, weil die Frauen, die Unternehmerinnen, die ich begleite, stehen eben auch an unterschiedlichen Stellen … und nicht jede:r hat das große Budget. … Wann geht’s los? Die soll Anfang März starten. Wir sind jetzt fein am vorbereiten, wir bereiten den Launch vor, der Memberbereich wird eingerichtet und so weiter. Und genau, das ist nämlich das nächste Ziel: Ich werde eine große Bibliothek erschaffen. Ich möchte mich unabhängiger machen von den sozialen Netzwerken … und deswegen wird meine Webseite mein zentrales Nestchen. Das finde ich ganz wichtig. Ich werde mehr bloggen, mehr Wissen teilen, die Produkte sind dann auf der Webseite zu holen. … Ich habe ja auch ein langfristiges Ziel. Erzähl! Letztendlich möchte ich mir Zeit erschaffen, weil ich tatsächlich auch wieder mehr schreiben möchte. … Wenn ich aus meiner Geschichte ein Buch schreiben möchte, einen Bestseller, der in mehrere Länder verkauft wird, dann brauche ich auch Zeit dafür. Ich habe eine sehr aufregende, traurige und spannende Geschichte, und die werde ich verarbeiten.

[59:39] – Was ich gerne noch sagen wollte: Verliert nicht den Mut. Schaut nicht dahin, was nicht da ist. Oft ist schon ganz viel da. … Ich guck immer dahin, was mir Mut macht. Was ist denn eigentlich wirklich schlimm? Ehrlich gesagt, die schlimmste Situation, die ich hatte, war die Krebserkrankung mit meinen Kindern und ich wäre beinahe gestorben. Diese Erfahrung, die hat mich natürlich auch bei Corona nicht in die Knie gezwungen, weil Corona ist für mich händelbar. Das ist scheiße und blöd … aber ich lasse mich nicht stoppen. Ich habe schon so viel überstanden. … Wenn ich zum Beispiel kleine Kinder habe, zu Hause jetzt in Coronazeit, und ich habe Homeschooling, dann kann ich gewisse Dinge noch nicht in Riesenschritten umsetzen. Dann muss ich ein bisschen kleinere Brötchen backen, aber ich kann sie backen. Also ich muss dann eben ein bisschen mehr Geduld aufbringen, aber ich muss mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen. Wir können Gestalterin sein. Und das ist so eine Kraft, die, glaube ich, jede von uns haben kann. Selber zu gestalten. Also das finde ich, ist eben ein großer Weg.

[61:12] – Was hat dir die Kraft gegeben, Alexandra, an deinem Thema dranzubleiben und dich immer wieder weiterzuentwickeln? Ganz ehrlich, Tanja, ich überlebe doch nicht Krebs und lasse mich dann vom Leben zerbrechen. Das ist doch ein Geschenk. Ich habe das Geschenk des Lebens bekommen. Ich habe danach wirklich auch noch viel gestruggelt und ich war auch arm, aber das hat mich auch so unglaublich stark gemacht. Und diese Chance zu nehmen, meine Kinder aufwachsen zu sehen und es selber zu ergreifen – ich habe verdammt nochmal das Talent, ich kann schreiben, ich kann Menschen begleiten – also ich habe es in der Hand, daraus was zu machen. … Ich glaube, das ist wichtig auch auf die Krisen zurückzuschauen. Auf das, was wir gelernt haben und was uns stark gemacht hat. Was sind meine Stärken? Also unsere eigene Persönlichkeit spielt einfach eine ganz große Rolle. … Es ist ganz wichtig, da mal zu gucken, was sind denn auch die blinden Flecken, die Sachen, die ich noch nicht kenne und die ich nicht über mich weiß. Die andere über mich wissen oder die andere mir auch wieder zurückspiegeln können. Und das sind die Dinge, die dir dabei helfen dein eigenes Business aufzubauen und dich wirklich Schritt für Schritt auch weiterzuentwickeln. Auch ich wusste 2016 nicht, wer ich unbedingt bin und was meine Stärken sind und wie ich wahrgenommen werde. All die Dinge habe ich gelernt, weil ich rausgegangen bin und weil ich Rückmeldungen bekommen habe. … Stell dir mal vor, du machst Dinge, du kriegst aber keine Rückmeldung – wie willst du dich dann weiterentwickeln? Wo kommen dann die Impulse her, um auch den nächsten Schritt zu gehen? Die können nur vom außen kommen. … Was sind meine Ziele, was will ich überhaupt erreichen und warum will ich das erreichen? Warum möchte ich mein eigenes Geld verdienen, warum möchte ich mich unabhängiger machen? … Um diesen Antrieb zu finden und dann halt wirklich Schritt für Schritt loszugehen.

Lies hierzu: Kenne dein Warum und erreiche deine Ziele.

[63:45] – Sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern den eigenen Weg zu gehen und zu gucken, in der Zeit, die mir zur Verfügung steht, mein Business aufzubauen. Was kann ich erreichen und wie kann ich fokussiert bleiben? Jemand, der 40 oder 80 Stunden in der Woche arbeiten kann, kann andere Dinge erreichen, als jemand, der vielleicht nur einen Tag in der Woche hat oder mehrere Abende in der Woche … am Business arbeiten kann. Und all das ist okay. Das Wichtige ist eben, dass wir uns nicht mit anderen vergleichen.

[65:02] – Damit ich eben auch stark bleibe, in die Kraft komme und gut gelaunt bleibe, muss ich auch auf mich achten. Der Kopf muss wieder leer geräumt werden, um überhaupt die Zielplanung zu machen.

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{Podcast} Wie du mit Hilfe eines Beta-Angebots dein Business zum Laufen bringst

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir. Sie hat nämlich im Rahmen des she-preneur Success Story Contests im Oktober und November 2020 mit ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte ganz viele Frauen begeistert, ihnen Mut gemacht und schlussendlich den 3. Platz beim she-preneur Success Story Award belegt. Ich freue mich sehr, dass sie bei mir im Podcast ist und wir darüber sprechen, was sich insbesondere in den letzten 12 Monaten bei ihr verändert hat und was sie getan hat, um diese Ergebnisse zu erreichen. Freue dich auf spannende Zeilen mit ganz vielen Insights von und mit Melanie Baumgart.

Wir sprechen darüber, wie sie mit Hilfe eines Beta-Angebots ihr Business im Jahr 2020 endlich zum Laufen gebracht hat. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Melanie ist seit Februar 2020 bei den shes. Und ich danke ihr für dieses offene und ehrliche Gespräch. Diese folgenden Zeilen sind so wichtig, weil ich glaube, dass wir damit viel mehr Frauen Mut machen und ihnen zeigen können, dass es wichtig ist sich zu öffnen, sich Hilfe zu holen, und dass man ganz viele Dinge erreichen kann, auch wenn man heute noch nicht daran glaubt, dass es möglich ist. Aber man muss diese Vision haben und es von Herzen wollen.

[2:22] – Melanie, was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge der letzten 12 Monate? Also meine drei größten Erfolge waren, dass ich den Schritt geschafft habe ein Online-Produkt zu erstellen, nämlich einen Online-Kurs mit allem, was wirklich dazu gehört – auch die Technik, die für mich wirklich absolutes Neuland war und mir nicht leicht von der Hand geht. … Und dann ist ein zweiter großer Erfolg, dass ich meine ersten 4 Kundinnen habe, die mir wirklich ganz treu sind, seit dem letzten Jahr, und immer noch mit mir zusammenarbeiten. Und das ist echt großartig, weil das ist mit ein ganz großer Wunsch von mir, dass ich Frauen wirklich länger begleiten kann, dass sich wirklich das im Leben verändert, was sie wollen. Und das dritte, würde ich sagen, ist das, was sich in mir verändert hat. Mein Selbstwertgefühl in Bezug auf die Haltung mir selber gegenüber, in Bezug zu meiner Arbeit – dass das wirklich einen großen Wert hat und dafür hat es aber diesen Prozess gebraucht. Und mehr Mut dadurch entwickelt zu haben, mich auch Dinge zu trauen und zu wagen, rauszugehen, mich zu zeigen und zu erzählen, was ich zu geben habe.

[4:20] – Wenn du nochmal zurückdenkst an letztes Jahr, so Januar 2020: Hättest du damals geglaubt, dass du diese Erfolge erzielen kannst oder dass du diese Erfolge erzielen wirst? Da war noch ganz viel Unsicherheit da und große Zweifel, die mich auch immer wieder ganz schön gehindert haben, … weil die standen mir wirklich sehr im Weg. Ich habe mich einfach unglaublich schwer getan, in diesem großen Wirrwarr an Dingen, die man tun kann, um erfolgreich zu werden, auszufiltern: Was ist denn der nächste wichtige Schritt, um in diesem großen Ganzen weiterzukommen? Weil, es gibt so viele, die man gehen kann! Und da habe ich mich echt verloren gefühlt. Das war das eine. Dann hatte ich eben noch nicht dieses Selbstbewusstsein, … [zu denken] „Na klar wirkt meine Arbeit und es passiert so viel, dass Frauen da wirklich weiterkommen, wo sie hinwollen und dass sie dafür auch Geld bezahlen.“ Da war ich auch noch ganz arg unsicher. Und auch: Wie funktioniert das alles eigentlich? Also eben auch, wenn ich einen Online-Kurs machen will: Was gehört da eigentlich alles dazu, und wie geht es? Das ist ja nur ein kleiner Teilbereich und der ist schon so groß. Ich war da in großen Zweifeln und Unsicherheiten. Und ich war auch ganz schön gefrustet, weil ich ja vorher schon Unterstützung hatte und die halt nicht gefruchtet hat. Und das hat da, glaube ich, ziemlich stark mit reingewirkt – dieses Gefühl zu haben oder diese Gedanken zu haben: Kann ich das einfach nicht? Bin ich einfach nicht die Frau, die Selbstständigkeit leben kann? Und das war ganz konträr in mir, … weil ein ganz großer Teil in mir eigentlich genau das wollte.

[6:20] – Wie sah dein Business damals aus, und wann hast du dein Business auch gestartet? … Im Oktober 2017 kam die Idee, mich selbstständig zu machen und was anderes dafür loszulassen. Und das war echt eine Entscheidung, weil ich vorher als Erlebnis-Pädagogin gearbeitet habe und das auch ein Herzensprojekt von mir war. Ich habe es geliebt, aber ich habe gemerkt, dass ich so zweigleisig nicht das aufbauen kann, was ich gerne machen will. Ich war an dem Punkt, wo ich mich entscheiden und Prioritäten setzen musste, und dann war klar: Ich möchte das machen, was ich will. Ich will wirklich meins umsetzen und diese Fähigkeiten in die Welt bringen. Und dann habe ich angefangen. Durch eine Bekannte bin ich auf einen Coach gestoßen, bei dem ich Email-Marketing gelernt habe. Es war nur so, dass ich da so viel in das Email-Marketing reingegeben habe. Ich habe da ein Riesending aufgebaut, eine Riesen-Email-Serie, die mich unglaublich viel Arbeit gekostet hat – und das war mit einer der größten Fehler! Ich hätte eine Email-Serie machen sollen und dann loslegen und ausprobieren, was funktioniert. Ich habe aber dieses Riesending gemacht und habe damit losgelegt. Damit saß ich ganz viel alleine zu Hause vor meinem Laptop, habe unglaublich viel gearbeitet, aber da kam eigentlich nicht wirklich ein Ergebnis rum. Also weder Kundinnen, noch Geld, noch bin ich in Kontakt gekommen. Und das habe ich einfach lange gemacht. Ich bin zu dem Zeitpunkt auch schwanger geworden, als ich das entschieden hatte. … Dann war die Geburt, ich hatte eine Babypause und habe einige Monate gar nicht gearbeitet oder nur sehr wenig. Aber trotzdem habe ich eben diese ganzen zwei Jahre, insgesamt gesehen, viel gemacht und es ist mega wenig bei rumgekommen. Und an dem Punkt stand ich dann im Grunde auch so im Dezember 2019 und Januar 2020, wo ich so frustriert war und gemerkt habe: Also entweder ich kriege das Ruder irgendwie richtig rumgerissen und ich finde jetzt eine Unterstützung, die wirklich taugt, oder ich glaub dann lass ich’s los – das wäre mir aber schon echt schwer gefallen.

[8:52] – Und dann bist zu uns gekommen, das war im Februar 2020. Genau, dann ist die Tanja Lenke mir über den Weg geflogen und die she-preneurs und das war ein großes Glück. Da hattest du sicherlich auch nochmal Zweifel. So: Oh Gott, soll ich jetzt nochmal investiert? … Ich habe schon gut überlegt. Mache ich das jetzt echt nochmal Geld in die Hand zu nehmen? Aber irgendwie hat sich das gut angefühlt und, ja, ich bin froh. Also es war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe, und das beste Geld, was ich bisher investiert habe.

[9:33] – Wir sind ja letztes Jahr mit der Beta-Kurs-Challenge – in diesem Jahr heißt sie „Und-Action-Challenge“ – gestartet. Das war so eine Sache, die mich auch ein bisschen in der Vergangenheit frustriert hat, dass ich viel mehr auch für meine Kundinnen wollte und dachte: Mensch, ich muss irgendetwas anders machen, um meine Kundinnen ins Tun zu bringen. Weil wir können ganz viele Sachen machen, aber ich glaube, wenn wir nicht genau wissen, was denn die nächsten Schritte sind, … dann sind viele halt ganz doll überfordert. … Es gibt die Möglichkeit, super viel zu machen, … man kann aber auch mit einer ganz minimalen Variante rausgehen. Ich glaube, dass, was ganz viele abschreckt, ist eben, dass man über Funnel spricht, über Landing Pages, über Online-Kurs-Plattformen. Diese ganzen Sachen, die brauchen halt auch teilweise Jahre, um sie aufzubauen. … Und dann habe ich halt überlegt: Wo kann ich ansetzen und die Frauen wirklich ins Tun bringen? Und aufzeigen, was ist denn jetzt der nächste Schritt? Woche für Woche, in ganz kleinen Schritten.

Lies hierzu, warum du etablierten Prozessen vertrauen solltest.

[11:01] – Du warst dabei, wie war das für dich? Vielleicht kannst du da einmal erzählen, weil du hast ja auch eine ganz schöne Geschichte hingelegt. Mich würde interessieren, rückblickend, was da passiert ist. Wie war das für dich, warst du gleich irgendwie voller Leidenschaft mit dabei, gab es Phasen, wo du gezweifelt hast? Wie sah das aus, Melanie? So jetzt im Nachhinein würde ich sagen, es war fast wie so eine kleine Initiation für mich, diesen Online-Kurs zu machen. Also was ich auf jeden Fall zuerst sagen möchte, ist, dass es unglaublich hilfreich war, das gemeinsam mit anderen zu machen. Das hatte ganz viel Kraft zu wissen, ich sitze da nicht alleine. Und was noch unheimlich hilfreich war, war eben wirklich es Schritt für Schritt gehen zu können. Dieser große Berg ist dadurch einfach machbar geworden. Es war auf jeden Fall ein sehr lebendiger Prozess für mich. … Ich habe erstmal die Sachen gemacht, wo ich gut drin bin … bis dann so der Technikteil kam. Dann bin ich ins Stolpern und Rutschen gekommen, wo ich gemerkt habe, ich blicke überhaupt nicht durch. … Es war aber so super, dass es für alle das gab, was das Richtige für einen war. Ich konnte als absolute Anfängerin, und eben nicht so die Technikaffine, für mich eine Variante wählen, die auch nicht Berge von Technik brauchte. Sondern ich konnte das reduziert machen, was aber dem Kurs an der Qualität überhaupt nichts abgetan hat, und das war so super. … Ich habe auch immer wieder in die Gruppe gefragt. … Dann stand soweit alles und dann habe ich gemerkt, kurz bevor es richtig losging, ist ein ganz altes Muster nochmal aufgebrochen, wo ich eine Riesenangst gekriegt habe. Was ist, wenn das jetzt total abgelehnt wird, also ich abgelehnt werde, und niemand es will und womöglich das vielleicht auch belächelt wird oder … abgewertet? … Und dann bin ich auch wieder in die Gruppe gegangen, habe mich gemeldet und gesagt: So geht’s mir grad. … Dann habe ich ganz liebevolle Angebote bekommen, also ehrlich gemeinte Unterstützungsangebote, die ich dann gar nicht mehr gebraucht habe, weil dieser Schritt, damit rauszugehen, … war das, was wichtig war. … Dann ging der Kurs los und es war einfach unglaublich. Es war ganz toll zu sehen, wie gut das funktioniert. Wie gut ich meine Arbeit online machen kann, auch wenn ich mit den Menschen nicht direkt im Raum sitze, und wie hilfreich das ist und das wirklich alles funktioniert.

[16:01] – Der große Schritt, und der Schritt, vor dem sich ganz viele drücken, ist eben da wirklich in die Sichtbarkeit zu gehen und zu verkaufen, wirklich ein Angebot zu machen. … Das machen viele nicht, weil sie eben Angst haben. Ich find es total schön, dass du so offen darüber sprichst und auch vor allem in der Gruppe gesprochen hast. Denn ich glaube, dass das ganz viele nicht machen und dadurch eben auch weiter im Hintergrund bleiben.

[16:38] – Wenn du dich nicht geöffnet hättest, hätten diese ganzen Erfolge, die danach kamen, eben nicht stattfinden können. Das war ein wachsen. Also das war eindeutig ein Wachstum und Reifen mit dem, was ich auf den Weg bringen will.

[16:57] – Warst du damals, als du angefangen hast dein Produkt zu bewerben, das du entwickelt hast, zu 100 % sicher, dass das ein richtig tolles Produkt ist? … Oder gab es da noch so ein bisschen Unsicherheit? … Ich würde sagen, es war schon so eine Mischungen. Also ich war da noch nicht so wie jetzt und das finde ich spannend, weil so viel Zeit liegt auch nicht dazwischen und trotzdem fühle ich einen großen Unterschied. Ich hatte da schon noch Zweifel. … Ich habe wirklich durch das Umsetzen das erst erfahren können und ich glaube, anders geht es nicht. Man kann sich super hinter Millionen von Aufgaben verstecken, die man zu tun hat. Aber es passiert nicht das, was dann wirklich erfolgreich macht und das ist ganz entscheidend. … Wenn man erfolgreich werden will, dann muss man aus der Komfortzone raus. Entscheidend ist, das muss man nicht alleine machen, weil dann geht es leichter und das ist wichtig.

[18:57] – Dieser Lernprozess kann dadurch nur entstehen. … Wenn wir nichts verändern, wenn wir nichts anders machen, dann können wir nicht erwarten, dass sich irgendetwas ändert.

[19:12] – Du hast damals dein Produkt schon gleich verkauft. Wir haben ja kostenfreie Produkte und kostenpflichtige Angebote gehabt. Und du hast dich für ein kostenpflichtiges entschieden. Wie war das damals für dich, dieses Produkt zu verkaufen? Was hast du getan, um dein Produkt anzubieten?Was ich gemacht habe, war eben mich mit ganz vielen anderen she-preneurs zu vernetzen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und uns auf unseren Social Media Kanälen gegenseitig interviewt, zu den Themen und zu den Kursen. Ich habe verschiedene Posts dazu gemacht, wobei das auch absolutes Neuland für mich war. … Das Netzwerk war auch da entscheidend. Alleine hätte ich es, das glaube ich, so nicht geschafft, weil ich noch null Sichtbarkeit hatte. … Das Netzwerk war da wirklich die entscheidende große Unterstützung.

Lies hierzu 4 Gründe, warum du dich mit Gleichgesinnten verbinden solltest.

[21:12] – Wie war es, als das erste Produkt verkauft bzw. gekauft wurde? Wie ging es dir da? Das fand ich echt ganz spannend und es war für mich auch eine bewusste Entscheidung, wo ich gemerkt habe, gar nichts dafür zu verlangen, fühlt sich komisch an. Und ich glaube, es ist gut loszulegen und einfach mal einen kleinen Preis zu verlangen, für dieses Lernen: Wie fühlt sich das an, wenn ich was verkaufe und wenn ich einen Wert dafür verlange? Das fand ich auf jeden Fall aufregend. Es tat mir gut zu sehen, dass es auch für sie einfach okay war, mir einen Wert dafür zu geben. Und am Ende auch zu hören, dass sie den Normalpreis absolut gerechtfertigt finden (als Beta-Variante haben sie es günstiger bekommen), war für mich nochmal ganz wichtig und hat mir einfach dieses „Go“ dafür gegeben – da bin ich auf einer guten Spur und der Wert wird wahrgenommen. Das ist so wichtig das zu hören, diesen Austausch zu haben. Das ist ja auch das, was du immer wieder sagst: Geht in den Austausch mit euren Kund:innen. Weil darüber lernen wir eben ganz viel. Und nicht nur das, was sie wollen, sondern auch für uns selber das zu hören. „Ich bin bereit zu zahlen.“, macht mich einfach selbstsicherer, wie wenn ich das gar nicht weiß. Also da steckt viel wertvolles drin. Und es hilft auch extrem zu wissen, jemand gibt Geld für unser Produkt aus. Dann hilft uns das einfach extrem, weil es uns zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist wirklich richtig wertvoll und das reicht, wenn es ein kleiner Preis ist. Und von dort an können wir uns eben auch weiterentwickeln.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Komfortzone verlassen

[23:14] – Du hast dann den Kurs vier Wochen lang live mit deinen Teilnehmerinnen durchgeführt. Kannst du noch sagen, wie es dir beim ersten Termin und wie es dir bei dem letzten Termin ging? … Kurz, bevor es losging, da habe ich dann gemerkt, jetzt kommt das Lampenfieber, jetzt bin ich richtig aufgeregt. Es war aber schön. Das war nicht mehr dieses „Gott, ich habe Angst“, sondern ich hab gemerkt, das diese Entscheidung – ich mache das, ich kann das, ich will das – irgendwie innerlich gefallen ist, durch den Prozess vorher. Und dann war ich einfach ein stückweit auch bereit dafür. Trotz allem war ich einfach auch sehr aufgeregt. … Als es dann begonnen hatte, und sie waren dann alle da, und ich habe losgelegt, war das so berührend wie schnell sie in Verbindung gekommen sind. Und ich habe gemerkt, dass ich auch online genau diese Qualitäten habe: Menschen relativ schnell wirklich in Verbindung bringen, um sich zu trauen, sich zu zeigen, mit eigenen Themen. … Da kam so richtig die Freude und die Lust, „Boah, genau das will ich mehr, deswegen mache ich das.“

[25:16] – Du hast dann die vier Wochen deinen Kurs durchgeführt. Wie ging es dann weiter? Hast du dich von den Teilnehmerinnen verabschiedet? Natürlich nicht! Ich habe ja von der Fachfrau gelernt, dass das die Gelegenheit ist weiterzumachen. Innerhalb dieses Prozesses, als der Online-Kurs lief, war dann währenddessen für mich eben diese Frage noch, was mache ich, wie mache ich das, was kann ich anbieten. Und da hatte ich ja auch nochmal Rücksprache mit dir. Dann habe ich ihnen ein 3-Monats-Mentoring angeboten, weil im Grunde mein Ziel ist ja Langzeitbegleitung zu machen. … Ich habe ihnen mitgeteilt, um was es geht, was sie bekommen, was es kosten wird. Da gab’s nochmal einen Beta-Preis, der war dann aber schon ein bisschen teurer, und sie waren sich relativ schnell einig. Jede für sich. … Von den fünfen haben dann vier Frauen mitgemacht und das war für mich einfach auch noch mal WOW. Weil ich wusste eben durch die Informationen von anderen, die schon weiter sind, dass das ein mega guter Schnitt ist. Und das hat mich einfach auch so gefreut und da habe ich nochmal ganz viel gelernt, weil ich diesen Verkaufsprozess ganz anders und eigenständiger in die Hand genommen habe.

[27:37] – Die drei Monate sind jetzt auch wieder vorbei? Genau, die waren im Dezember letzten Jahres dann rum und dann war im Grunde klar, jetzt ist der nächste Schritt dran. Und es kamen direkt auch wieder die Zweifel. … aber ich konnte darüber schmunzeln. Also die Zweifel sind nicht mehr so laut, wie vorher. Das schöne war, ich habe eigentlich gar nicht so starke Verkaufsstrategien oder irgendwas gebraucht, sondern es war eigentlich fast so, dass die Kundinnen selber gesagt haben, jetzt an dem Punkt wäre es doch eigentlich super dran zu bleiben und weiter zu machen. … So wünsche ich mir das natürlich und so ist es jetzt auch. Ich bin mit diesen vier Frauen, es sind dann alle vier mitgegangen, in ein 8-Monats-Mentoring eingetaucht, zum Thema „Ich selbst sein“. Das beginnt jetzt im Februar und war jetzt auch nochmal ein bisschen höherer Preis, trotzdem haben alle zugesagt.

[28:59] – Am Anfang geht es gar nicht mal so sehr um den Preis und ich glaube, da draußen wird halt ganz oft gesprochen „Verkaufe deine Produkte teuer!“. Viel wertvoller, als jegliches Geld, was wir am Anfang bekommen, ist die Erfahrung, die wir sammeln, die uns dabei hilft wirklich mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und auch viel selbstsicherer unsere Preise kommunizieren zu können.

[30:58] – Dieser innerliche Prozess ist so wichtig, au f sich zu gucken, wo stehe ich da? Und ja, auch ein Stück weit aus der Komfortzone rauszugehen ist wichtig. Diesen Schritt raus zu machen – aber nicht über die Maßen. Weil dann kann ich’s nicht mehr authentisch verkaufen und dann kippt das und das merkt mein Gegenüber. … Dann schwingt irgendwas komisches mit, und ich glaube nicht, dass dann Verkaufen gut funktioniert. Mir ist vom Kopf her klar, dass die Preise noch viel zu billig sind. Das weiß ich. Aber der Rest muss da irgendwie mitkommen und der braucht grad die Erfahrung: Okay, jetzt habe ich für so viel verkauft und es funktioniert und beim nächsten Mal lege ich nochmal was drauf. Bis ich da bin, wo ich merke, jetzt steht es im Verhältnis wirklich so, dass es ein stimmiger Ausgleich ist.

[32:26] – Melanie, was würdest du sagen waren so die Dinge, die du getan hast, wahrscheinlich auch super intuitiv, die dazu geführt haben, dass deine Kundinnen von dem Beta-Produkt mitgekommen sind – zu dem 3-Monats-Mentoring und auch zu dem 8-Monats-Mentoring? … Also ich glaub, was auf jeden Fall total wirkt und für die Kundinnen einfach diese Entscheidung … leichter gemacht hat … ist wirklich meine Expertise, die ich entwickelt habe. Ich hatte das ja auch bevor ich mich selbstständig gemacht habe schon, nur in anderen Bereichen. Und wirklich authentisch zu sein ist da, glaube ich, auch ein ganz wichtiger Punkt. Mich wirklich ehrlich zu zeigen, so wie ich bin, und … dass da kein Gefälle entsteht. Als würde ich wo ganz anders stehen. Also auch wirklich auf Augenhöhe zu sein und trotzdem ganz viel bieten zu können. … Die Expertise und eben diese Mischung, die ich jetzt immer mehr lerne. Zu diesen Dingen zu stehen, den Wert zu sehen und mit gutem Gefühl den Wert zu verkaufen. Aber NICHT aus dem Gefühl heraus, ich MUSS es verkaufen, … sondern ganz frei gebend. Und wenn eine nicht kauft, ist es okay. Losgelöst von dem Zwang. … Aus meiner Sicht würde ich noch zwei Sachen ergänzen … . Das eine ist, dass du es geschafft hast innerhalb kürzester Zeit auch ganz viel Vertrauen dieser Gruppe zu geben, dass sie sich öffnen können, dass es wirklich ein ganz geschlossener Raum ist und sie nicht nur dir, sondern auch den anderen Teilnehmerinnen vertrauen. Weil sonst würde sowas online nicht funktionieren, und dann würden sie auch nicht sehen, dass es weitergehen kann und dass sie sich gegenseitig unterstützen können. Und das zweite, aus meiner Sicht, ist auch das Thema der Gemeinschaft selbst – die Frauen selbst. Dass ihr euch regelmäßig trefft, ist halt ein ganz wichtiger Punkt und gibt ihnen wahrscheinlich auch nochmal viel Stabilität und Sicherheit. … Dieses Vertrauen aufzubauen und auch zu halten und diese Gemeinschaft zusammenzuführen, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch ganz oft sehe, und deswegen möchte ich ihn dir an der Stelle nochmal mit geben. Weil, je mehr wir aufpassen und unsere Leidenschaft halt in diese Gruppe reingeben und wirklich authentisch sind, … desto leichter wird es sein, dass die Menschen uns vertrauen. Ich sehe ganz oft, wenn Produkte verkauft werden, dann sind sie teilweise so herzlos. Und wenn sie so herzlos sind, dann merkst du einfach, dass die Menschen weitergehen, dass niemand … kauft, weil ich das Gefühl habe, die Person hat kein Interesse an mir.

Lies hierzu, wie du als Unternehmerin authentisch bist und 5 Tipps, wie du online als Expertin wahrgenommen wirst.

[37:22] – … dann hilft es uns dabei unsere Angebote immer weiter zu verkaufen. Aber nicht des Geldes wegen, was du schon gesagt hast, sondern weil wir helfen wollen und weil unsere Kunden und Kundinnen wissen, dass es ihnen weiterhilft. … Wir ersetzen verkaufen durch helfen. Definitiv, das ist auch eine Rückmeldung von allen aus dieser Gruppe. Schon nach dem ersten Online-Kurs, nach diesen vier Wochen, waren sie einfach wirklich erstaunt darüber, wie intensiv und vertrauensvoll dieser Raum und das miteinander war. Ich liebe es diese Gruppenmagie entstehen zu lassen. Deshalb arbeite ich auch so gerne mit Gruppen. Diese Verbindungen unter den Frauen zu schaffen, wo sie sich ganz konkurrenzfrei gegenseitig Rückmeldung geben können, wirklich von Herzen ohne Bewertung – ganz wertfrei, aber ehrlich – das ist so viel Wert, und das berührt einfach und schafft Vertrauen und Verbindungen. Da ist ganz viel Ehrlichkeit drin und je ehrlicher wir sind, und je mehr wir auch mit unseren Herzen dabei sind, desto leichter wird es sein zu verkaufen. Und das ist so schwierig zu erzählen, denn man muss es lernen so zu machen. … „Ok, es kann weitergehen, ich kann euch weiter betreuen, und zwar zu dem Preis. Und das ist aktuell der Preis, der für mich fair ist und der sich für euch mehr als fair anfühlt. Wenn ihr wollt, dann helfe ich euch weiter und wen jemand nicht möchte, dann ist es auch okay.“ Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt, vielleicht haben sich Prioritäten verändert. Da loszulassen und zu sagen: „Es liegt nicht an mir!“, sondern du weißt, was du gibst, und die anderen wissen auch, was du gibst, und können dann entscheiden, … das ist sehr hilfreich.

[39:28] – Was sind jetzt deine nächsten Schritte, Melanie?Ich bin jetzt dabei, meinen Podcast ins Leben zu rufen. Da bin ich gerade schon beim Basteln. … Ich freu mich riesig, weil das war für mich lange ein Thema. Was ist mein Medium, ein Kanal, mit dem ich rausgehen und weitergeben kann, was ich zu geben habe. Und ich merke, das macht mir so Spaß, das ist so ein schönes Medium, weil ich einfach erzählen und teilen kann. … Es geht ums Ich selbst sein und es ist eine Mischung aus Anleitungen, Übungen, Expert:innenwissen teilen, Erfahrungen aus meinem Leben mitteilen und Tipps geben.

Hier geht’s zu Melanies Podcast „Ich selbst sein – raus aus der Enge“.

[40:42] – Steht sonst noch irgendwas auf dem Plan? Ja, ich hab mich zum CoachCamp Köln angemeldet. Das war jetzt auch nochmal bisschen aufregend und ich werde mindestens eine Session dort anleiten. … Weil einfach klar war, dieses Jahr steht Sichtbarkeit ganz oben und da komme ich eigentlich nicht drumrum solche Dinge zu tun. … Das sind genau die richtigen Schritte. Jetzt raus in die Sichtbarkeit, Kontakte aufbauen, … die Leute in den Newsletter holen, darüber heraus weiter bekannt machen und dann Schritt für Schritt vorgehen.

[42:20] – Zum Abschluss habe ich noch eine Frage an dich: Welche Tipps, vielleicht so zwei bis drei, hast du für jemanden, der gerade erst … das erste Online Produkt entwickelt? … Vielleicht auch an die aktuellen Challenge-Teilnehmerinnen? … Das Erste, was mir einfällt, ist wirklich: Trau dich, deine Fragen zu stellen, und zwar wirklich auch offen in der Community. Zeig dich mit deinen Ängsten, behalte es nicht für dich alleine, weil dann wird es schwer. … Diesen Schritt erstmal mutig zu sein und sich zu zeigen, den braucht es, aber dann kriegt es so viel mehr Leichtigkeit. Und dann kann einfach etwas in Gang kommen. Dann können Hände gereicht werden und dann ist es leichter. Also da möchte ich echt total zu ermutigen, dir Hilfe zu holen und dich zu zeigen. Ich glaube, das ist fast das allerwichtigste. … Ich glaube auch, wenn man einfach im Hintergrund bleibt, dann wird es so schwierig. Deswegen rausgehen, teilen, Sachen zeigen – gute und auch die, die nicht so gut sind – einfach raus, einfach zeigen, mitteilen, das ist ganz wichtig. So wird alles auch viel einfacher. … Wenn aber niemand sich traut sich damit zu zeigen, dann bleiben wir alle in diesem Denken: „Es geht nur mir so und die anderen kriegen das so toll hin.“ Und das stimmt einfach nicht.

[44:36] – Für alle ist es neu, für alle ist es ein komplett neuer Weg, neue Dinge, die wir umsetzen, und da ist es auch vollkommen okay nach Hilfe zu rufen und zu sagen: „Ich krieg das alleine nicht hin.“ Denn wir sind alle keine Expertinnen in all diesen Businessbereichen, um die es geht, wenn man sich ein Online-Business aufbaut. Da gehört ganz viel neues Wissen dazu, was wir uns aneignen müssen. Und an der Stelle ist es einfach notwendig auch um Hilfe zu bitten.

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Was hat dich bei dieser Episode am meisten inspiriert? Was hat dir am meisten Mut gemacht?

Ich freue mich, wenn du diese Episode mit deinen Business-Freundinnen teilst und / oder mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

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