{Podcast} Von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin

Heute habe ich eine weitere Gewinnerin des she-preneur Success Story Contests bei mir im Gespräch. Sie hat nicht nur im November 2020 den zweiten Platz belegt, sondern sie hat mir ganz am Anfang von she-preneur, in 2016, schon ihr Vertrauen geschenkt. An ihrem 50. Geburtstag hatte sie damals die Nase voll von schlecht bezahlten Jobs als Journalistin und das war dann auch der Zeitpunkt, als sich unsere Wege kreuzten. Sie wurde die erste „she“ und seitdem hat sich ganz viel bei ihr getan. Freue dich auf eine inspirierende und Mut machende Episode mit Alexandra Brosowski.

Wir sprechen darüber, wie sie es geschafft hat, von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin zu werden. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Lass mich hier diesmal gerne mit ein paar Worten von Alexandra über she-preneur beginnen, die mich sehr gefreut haben: „Das ist vielleicht auch das, was unsere Gemeinschaft so ausmacht – was ich vom ersten Tag an wahrgenommen habe – dass wir uns alle sehr nah sind. Dass man sich trauen kann, sich auch so zu zeigen, mit seiner Gefühlswelt, mit seinem Traurigen und Fröhlichen und allem zusammen. Wir lachen und wir feiern zusammen, aber wir sind eben auch mal traurig. Wird können nämlich Menschen sein.

[4:28] – Alexander, rückblickend auf die letzten Jahre: Was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge? Ich glaube, das Wichtigste war für mich (und das ist vielleicht der größte Erfolg), dass ich nicht der Gesellschaft geglaubt habe, die mir mit meinem Job gesagt hat: „Du wirst nicht gebraucht, du kannst nichts.“, sondern dass ich meine Talente genommen und gesagt habe: „Ich kann was, ich werde euch das zeigen.“ – also loszugehen überhaupt. Das war ein ganz wichtiger Entschluss, nicht an den Bedingungen damals zu zerbrechen, sondern neue Wege für mich zu finden, auch einen Tag nach meinem 50. Geburtstag. Es ist nicht zu spät dafür. Man muss nicht 30 sein, sondern es hat einfach etwas damit zu tun, dass du losgehst und dich dafür eben entscheidest. Und meine Bedingungen, die waren ja denkbar schlecht. Ich hatte überhaupt kein Geld, ich habe mich auch nicht gut gefühlt, ich war nicht gesund, mein Selbstwert war am Boden. Aber ich hatte mich und meine Talente. Es braucht auch gar nicht viel, um loszugehen. … Ich habe endlich mein Ziel erreicht und schon zwei große Online-Kurse auf den Weg gebracht. … Das ich das jetzt so erreicht habe, da bin ich immer noch fassungslos und froh und dankbar, … aber es war auch harte Arbeit. … Du kannst nur Ziele erreichen, die du dir auch gesetzt hast.

[6:39] – Hast du noch einen Erfolg, von dem du berichten möchtest? … Mein Launch letztes Jahr. Also das im ersten Anlauf aus dem Nichts schon 10, 15 Leute ein teures Programm bei mir gebucht haben. … Was mich total berührt hat, ist, dass Frauen gesagt haben: „Wir haben schon auf dich gewartet, endlich kommst du mit diesem Programm.“

[7:44] – In 2016, … als du die Entscheidung getroffen hast, jetzt nochmal die ganze Sache anzugehen und was Neues zu machen … : Hättest du damals geglaubt, dass du das, was du im letzten Jahr erreicht hast, erreichen könntest? Nein, auf gar keinen Fall. Ich kam aus einem Niedriglohnsektor. Das hätte ich auch selber nicht für möglich gehalten, denn ich habe Journalismus gelernt und studiert, und Literatur. Als ich anfing, vor über 25 Jahren, war das ein Job, der sehr angesehen war und gut bezahlt. Aber im Zuge der Digitalisierung ist der richtig runtergerockt worden. … Alle meine großen Wünsche und Träume, die mit diesem Beruf verbunden waren, hatten sich in Luft aufgelöst. Ich habe für eine Reportage, für die ich zwei Wochen gearbeitet haben, hundertachtzig Euro bekommen! Also dann rast du in die Altersarmut, du merkt das aber nicht. Du arbeitest immer mehr … und verdienst immer weniger. … Ich wurde von einer Gefeierten zu einer Bettlerin. Das verändert dich nachhaltig. … Ich spürte schon, so geht es nicht weiter. Und das war auch der Zeitpunkt, als du dann gesagt hast: Okay, jetzt muss ich was anderes machen? Im Grunde geht es vielen Kreativen in ihrer Branche so. Nämlich sich dahin führen zu lassen … seine ganze Expertise abzugeben, für wenig Geld. Und dazu gehören immer zwei Menschen, zwei Seiten. Die einen, die die beschissenen Jobs angeben, und die anderen, die sie ausführen. Und das war vielleicht das Erste, was ich umdenken musste. Nämlich nein zu sagen, zu diesen Jobs. Und das ist nicht witzig, wenn dein Kühlschrank leer ist. … Ich hatte Jahre vorher eine Krebserkrankung gehabt, also eigentlich ging es mir schonmal sehr schlecht. Ich hatte die Kombination zwei kleine Kinder, Freiberufler und eine Krebserkrankung – das ist eine sehr toxische Mischung, kann ich dir sagen. … Das gab mir schon den ersten Kick in die richtige Richtung. „Sag mal, Frau Brosowski, was machst du hier eigentlich mit deinem Leben?“ Aber ich musste nochmal irgendwie so eine Keule bekommen, und das war tatsächlich ein Burn-Out. Die Arbeitswelt hatte sich verändert und ich habe innerhalb von einem Jahr oder von ein paar Wochen ganz viele Jobs verloren, weil ich als Mensch nicht mehr zählte. Und das hat alles dazu geführt, dass ich tief in mich gegangen bin und gesagt habe: „So, die Kraft muss von dir ausgehen. Du kannst so viel, du darfst dir nur nicht von den anderen sagen lassen, dass es nicht so ist.“ Ich habe nicht die Macht, diese Verlagssysteme zu verändern, daraus musste ich mich erstmal lösen und was Eigenes finden. Und das war vielleicht die Chance, dass wiederum durch die Digitalisierung, die mir vorher meinen Job zerrockt hat, plötzlich aber für uns Solo-Frauen, Selbstständige, ganz neue Möglichkeiten eröffnet worden sind. Aber bevor ich zu dir kam, war ich arm, krank, fühlte mich wertlos, war am Boden. Nee, ich war schon ein Stück weiter. Ich war wieder aufgestanden und wollte für mich kämpfen.

[12:12] – Du hast auf jeden Fall investiert, damals in mein allererstes Programm. Ja genau. … auch für die, die jetzt denken, „aber ich hab ja gar kein Geld“: Man kann losgehen, man kann ohne. Weil erstmal steht sehr viel Wissen auch kostenlos zur Verfügung. Und she-preneur war bezahlbar. … Ich musste erstmal meinen Kopf aufräumen, mein Mindset. … Ich kannte meinen Job und mein Handwerk, aber nicht, wie setzt sich das denn in Produkte um, wie mache ich daraus ein Unternehmen? … Ich wusste nicht was Ziele, Strukturen, Pläne sind. Und was nehme ich überhaupt für meine Leistung? Das ist auch nichts, was man von heute auf morgen lernt, sondern das ist ein Prozess.

[13:31] – Was waren damals deine ersten Schritte in diese neue Welt, Alexandra? Ich wusste von der ganzen Online-Blase überhaupt nichts. … Und ich habe gedacht: „Du hast kein Geld, aber du hast dich. Du hast deine Kraft, du bist frech, was musst du tun?“ Also habe ich was gemacht, was ich sowieso kann, ich habe nämlich ein Online-Magazin gegründet. … Und wenn man ein Online-Magazin gründet, muss man auch online sein. … Ich wusste nicht, wie WordPress ging, die ganze Technik dazu, aber ich habe einfach angefangen. Ich wusste, ich kann schreiben. … Das Wichtigste war, mich von der armen Poetin als Unternehmerin zu sehen. … Ich bezeichne mich auch nicht als Freelancerin, … ich bin jetzt Unternehmerin – was gehört dazu? Also im Kopf musste ganz viel passieren.

[15:49] – Die Geschäftsidee war eben ein Online-Magazin zu machen, es zu monetarisieren, vielleicht mittels Anzeigen. … Luise von der Pelzwiese [so heißt das Onlinemagazin von Alexandra Brosowski], das ist der Kosename meiner Kindheit. Habe ich aber mit Luise Geld verdient? Nein, das habe ich nicht. Warum nicht? Weil ich als Alleinmensch das so hätte nicht umsetzen können, ich hätte andere gebraucht. … Aber die Luise hat etwas ganz wertvolles für mich getan. Sie wurde nämlich meine größte Visitenkarte im Netz. Also ich erlangte Sichtbarkeit.

[18:05] – Alexandra, nach der Luise ging es ja dann noch einen Schritt weiter. Also du hast das Online-Magazin gegründet, du wurdest sichtbarer, … und dann gab’s den nächsten interessanten Schritt bei dir und du bist in Richtung schreiben von Büchern gegangen. Oder gab es da noch ein Schritt vorher? Bücher habe ich auch schon vorher geschrieben. Aber was ich eben angewendet habe, ist, erstmal habe ich mir Ziele gesetzt. Ein Beispiel: Ich habe meine ersten Bücher mit sehr niedrigem Honorar geschrieben. Also habe ich mir vorgenommen, als Ziel, den nächsten Buchvertag unterschreibst du nur, wenn die Bedingungen, wenn das Honorar, so und so ist. Für mein letztes Buch war eindeutig, ich will auf dem Cover stehen und ich will das doppelte Honorar. Und solche Ziele helfen dir unbedingt, sie auch zu erreichen. … Wenn du mehr Geld haben willst, musst du wissen, was du haben willst. Du musst wissen, was du wert bist. Und du gehst nicht von wenig Geld auf ganz viel, sondern das erfolgt in Schritten. … Wenn du selber dir nicht klar bist, was du nehmen sollst, dann kommst du ins stottern bei Verhandlungen, dann kannst du nicht gut Preise verhandeln. Und das hat sich natürlich auch bei mir entwickelt. Jedes Jahr schaue ich nach hinten: Was ist letztes Jahr gut gelaufen? Was will ich im nächsten Jahr erreichen? Was streiche ich? Was muss sich verändern? … Ich bin ja damals mit sehr niedrigen Preisen eingestiegen und hab mich aber gut gefühlt und dachte: Ok, die Preise sind in Ordnung, das ist das, was ich jetzt im Moment geben kann und wo ich mich auch total wohlfühle, das nach außen zu kommunizieren. … Das ist auch ein ganz normaler Prozess und ich glaube, dass viele denken, man müsste einfach schon so sein. Natürlich gibt es Leute, die sind super selbstsicher und die wissen, sie kriegen das hin. Aber oftmals ist einfach dieser Entwicklungsprozess auch notwendig, um diese Selbstsicherheit zu gewinnen.

[22:09] – Du verhandelst einfach anders, wenn du mit dir sicher bist. Und, was auch interessant ist, ich habe eben bei jedem Projekt, was mir angeboten wurde, überlegt: Auf welcher Ebene hilft es mir? Also es ist ja nicht immer nur monetär.Ich habe gerade durch das Scheitern, durch Dinge, die vielleicht nicht so fluffig gelaufen sind, meine Learnings gewonnen. … Das ist vielleicht auch was: Glaubwürdigkeit, Authentizität. Kann die überhaupt das, was sie da tut? Ich bin sehr stolz auf mein Handwerk, ich hab da viele Jahre reingesteckt. Aber ich schaue auch immer: So, was will ich denn eigentlich? Passt das zu mir? Möchte ich das noch machen? Irgendwann war für mich, zum Beispiel, mein Journalismus beendet im Inneren. Er ist so innerlich von mir gegangen, obwohl ich niemals gedacht hätte, er wäre das. Aber mit Leidenschaft Bücher zu schreiben und Frauen dabei zu begleiten, das ist das, was neu gewachsen ist. … Es geht nicht immer nur ums Geld. Denn viele Dinge können wir tun, die uns dabei helfen unseren Expert:innenstatus aufzubauen. Die uns ganz viele Learnings eben auch bescheren und die uns wieder zeigen: Cool, das habe ich erreicht, das habe ich geschafft, und beim nächsten Mal werde ich das nicht so machen. … Ich weiß eben, wie es geht, und kann das im nächsten Schritt viel selbstsicherer auch nach außen kommunizieren. Es geht nicht immer darum mega viel Geld zu verdienen, sondern manchmal muss man eben auch Dinge tun, um einfach diesen Expert:innenstatus zu bekommen oder um die Reichweite zu bekommen. … Was ist der Wert, der am Ende auch da rauskommt? Und ich glaube, das vergessen eben auch viele an der Stelle.

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[25:34] – Der Kern ist ja auch Vertrauen. … Und das hieß von Anfang an, die Menschen müssen die Gelegenheit haben mich kennen zu lernen. Also ich möchte auf der einen Seite meine Expertise ausweiten und immer besser werden. Ich bin auch hochgradig lernfreudig, muss ich sagen. Ich liebe es, mich zu entwickeln. Ich habe schon so viele Schreibfelder betreten, aber ich bin noch lange nicht am Ende. … Es gibt noch einen ganz interessanten Punkt: Denn dadurch, dass ich das alles getan und mich dann gezeigt habe, haben die Kund:innen mir zugerufen, was sie brauchen. Daraus sind Produkte entstanden, über die ich vorher nicht nachgedacht hatte. … Das hätte ich nicht tun können, wenn ich nur theoretisches Wissen gehabt hätte. … Und deswegen ist es halt eben auch so wichtig, dass wir mit Menschen in den Austausch kommen. Dass wir sichtbar sind, dass wir auch darüber sprechen, was wir machen, was wir gelernt haben.

[30:12] – Ich habe, als ich die Luise gegründet habe, auch ganz klar zwei Dinge gesagt: Was ich nicht möchte, ist, mit schlechten Menschen zusammenzuarbeiten – davon hatte ich die Nase voll. Ich habe einen gewissen Wertekanon für mich, auch für mich als Unternehmerin. Mit welchen Menschen möchte ich arbeiten, welche sollen zu mir kommen und wie möchte ich behandelt werden. Auch das innerlich festzulegen, das war ganz wichtig. … Ich bin sehr offen mit meinen Fehlern, mit meinen Schwächen, aber auch mit dem, was ich gut kann. All das, was ich als Schmerz oder Krise im Leben erlebt habe, das hat natürlich auch meine Lebenserfahrung, meine Persönlichkeit geprägt. Das führt heute alles in meine Arbeit mit rein.

[31:30] – Was war das letzte Produkt, was du gelauncht hast, im letzten Jahr, Alexandra? Irgendwann sollte es ja mal der Online-Kurs werden. Ich habe einen langen Weg dafür gebraucht. … Ich habe mir erstmal Hilfe dazugeholt, in Form von technischem Support. … Wenn jemand irgendwie sagt, das ist alles im halben Jahr erledigt: Nein, ist es nicht. Man muss sich Zeit geben sich zu entwickeln. … Du brauchst auch die Zeit, um dann diesen Sprung zum Online hin nochmal zu machen, und das musst du dir abknapsen. Dann kam Corona. Ich war, genauso wie alle anderen, im ersten Moment auch im Schock. … Bedingt durch meine vorherigen Krisen, rappele ich mich auf, schüttle ich mich dann gucke ich: So, was muss ich tun. Das ist wahrscheinlich auch eine große Gabe. Ich bin total lösungsorientiert, mich kann so schnell nichts aus den Puschen hauen. Und dann wedelte ein sehr teurer Kurs vor meiner Nase rum und … ich habe diesen gekauft. Das konnte ich nur, weil ich mittlerweile Unternehmerin war, weil ich entschieden habe, ich muss in mich investieren. … Und dann musst du einfach den Kopf senken, Fokus halten und machen. So habe ich dann, ich glaube, im März den Kurs gekauft und im August habe ich gelauncht.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Alexandra Brosowski - sich entscheiden loszugehen

[34:55] – Aber das ist eben auch nochmal die Botschaft an die, die zuhören: Man muss auch Anleitungen immer mit seinem abgleichen. Wo stehe ich gerade, wer bin ich und welchen Weg gehe ich?

[36:38] – Wenn du jetzt nochmal zurückblickst, Alexandra, was waren so die Dinge, wo du sagst: Das habe ich vorher richtig gemacht, ohne zu wissen, dass das auf den späteren Erfolg einzahlt. Kannst du das sagen? Man darf seinen Instinkt nicht außer Acht lassen. … Ich habe im ersten Jahr vom she-preneur insider club sehr viel Zeit damit verbraucht, indem ich immer mit anderen kommuniziert habe. Das war toll und wichtig, aber ich habe zu viel Fokus auf die anderen gelegt. Im nächsten Jahr hatte ich mir vorgenommen, ich unterhalte mich auch noch mit den anderen, aber in einem anderen Rahmen. Ich darf leider nicht mehr so viel nach links und rechts gucken. Also meine Zeit auf Facebook und Social Media ist gegen Minus gefahren. Weil, ehrlich gesagt, du kannst nicht alles machen. … Dann habe ich keine Zeit, um meine Pläne umzusetzen, und ich glaube, daran scheitern auch viele. Auf jeden Fall. Da ist so viel los da draußen, wir können 10.000 Sachen machen. … Wir machen das hier nicht, weil wir Spaß daran haben, sondern vor allem, weil wir die richtigen Leute erreichen wollen, aber auch, weil wir Umsatz generieren müssen, um davon leben zu können … . Deswegen ist es ganz wichtig den Fokus zu halten. Das, was ich sehr oft sehe ist, dass die Leute super unfokussiert sind und sich ganz leicht ablenken lassen. Also wenn du ganzen Tag auf Facebook rumhühnerst, dann kannst du nicht arbeiten und kommst nicht vorwärts. Punkt.

[38:57] – Bei der Planung meines Launches – also glaubt nicht, dass ich da angstfrei war, jetzt kann man das ja so fröhlich erzählen – hatte natürlich, genauso wie alle anderen, bedenken. Verkauft er sich? Interessanterweise, obwohl ich ja meinen Job schon so lange mache, hat man so eine innerliche Hürde: „Jetzt muss ich mich bekennen.“ Weil, es ist ja leicht zu sagen: „Ich möchte einen Online Kurs machen.“ Aber wenn du es tust, heißt das Bekenntnis, und du kannst auch damit scheitern. … Vorher hatte ich ja nur die Illusion, ich könnte erfolgreich sein, wenn ich es tun könnte. Und wie bin ich denn dem überhaupt begegnet? Ich hab mir tatsächlich ganz einzeln aufgeschrieben, wenn sich eine:r anmeldet, verdiene ich das und das, wenn sich zwei anmelden, verdiene ich das und das. Und ich habe mich auch darauf vorbereitet, dass wenige es kaufen. Bin ich dann traurig? Nein. … Wenn eben nur eine:r den Kurs kauft, dann werde ich ihn trotzdem durchziehen. Auf jeden Fall, weil auch dieser Person kannst du was weitergeben und dieser Person kannst du helfen und du weißt nie, was daraus entsteht. Du weißt nie, was die Person leistet oder welchen Einfluss diese Person auch für dich haben kann oder welche Kontakte die Person vielleicht auch hat, wenn sie begeistert ist. Deswegen ist es ein ganz großer Fehler, dann zu sagen, es hat nur eine:r gekauft, und jetzt sage ich den Kurs ab. Das würde ich niemandem empfehlen. Wenn eine Person gekauft hat, sei dankbar für diese eine Person, die gekauft hat. Das ist vollkommen in Ordnung, denn von dieser einen Person können wir ganz viel lernen. … Was stand noch auf der Liste? Ziele setzen. Nämlich kleine, mittlere und fast unerreichbare. … Du musst das einmal durchmachen, um deine Learnings daraus zu haben.

[44:00] – Eins der wichtigsten Dinge, die ich erreicht habe, ist, dass ich heute sehr oft weiterempfohlen werde. Nämlich dass ich getaggt werde, wenn irgendwo im Zusammenhang bei Facebook eine:r fragt: Sag mal, ich will ein Buch schreiben. Sag mal, ich habe einen Verlagsvertrag – Dann frag doch mal Alexandra. Ich gebe immernoch auch sehr viele kostenlose Beratung. Klar, ich muss da irgendwie so gucken, wie artet das aus oder so. Erstmal mag ich das gerne, auch hilfsbereit zu sein. … Es gibt verdammt viele Leute, die können sich keinen zweieinhalbtausend Euro Kurs leisten. Mich kennen zu lernen, mich zu erleben – weil ich kann nicht auf der Straße wedeln und sagen: „Kaufst du einen zweieinhalbtausend Euro Kurs bei mir?“ Nein, das tun sie nicht, wenn sie dich nicht kennen. Warum sollten sie das? Sondern es ist die Präsenz, es ist das Zeigen. … Ich denke, das ist immer so ein Mix, den man machen muss. Auf jeden Fall. Und ich glaube, wir können ganz viel kostenfrei rausgeben und müssen auch gar nicht darauf achten, wie viel gebe ich denn jetzt raus. Denn, ganz ehrlich, wenn ich eine halbe Stunde mit dir quatsche, dann weiß ich nicht, wie ich einen Bestseller schreiben werde, oder wenn ich 30 Tage von dir lerne, wie schreibe, dann bin ich immer noch nicht perfekt im Schreiben. … Um wirklich weiterzukommen, um eine Expertise wirklich weiter aufzubauen, brauche ich einfach noch ein bisschen mehr und von daher ist das vollkommen in Ordnung, da auch kostenfreien Content rauszugeben und auch viel kostenfreien Content rauszugeben und vor allem auch Menschen zu helfen, die sagen, ich kann mir das nicht leisten oder ich will’s mir vielleicht auch nicht leisten. … Die Leute, die diese Ambitionen haben, das sind die, die im nächsten Schritt auch investieren.Gib den Menschen die Gelegenheit, dich kennenzulernen, um mit dir ins Gespräch zu gehen.

[46:42] – Nach der letzten Academy Challenge … schrieb jemand: Wie lange hast du dafür gebraucht, um dahin zu kommen, von A nach B? Und als ich dann schrieb, das hat schon fünf Jahre gedauert, waren sie ganz entsetzt. Aber was waren meine Bedingungen? Ich hatte kein Budget und ich hatte auch noch Kinder zu versorgen und so weiter. Wenn du andere Bedingungen hast, kannst du das auch etwas schneller erreichen, aber schnell heißt eben nicht in 14 Tagen oder einem halben Jahr. Ich vergleiche einen Businessaufbau immer mit wenn ich ein Café eröffnen möchte. Dafür brauche ich auch, wenn ich es ordentlich machen will und wenn es nachhaltig ist, … für einen Unternehmensaufbau drei Jahre. Das ist nicht unrealistisch. Und das heißt ja nicht, dass ich gar kein Geld verdiene, in den ersten 3 Jahren. … Deswegen ist es immer wichtig zu gucken: Was sind meine Ziele? Wo stehe ich gerade? Was möchte ich erreichen? Und dann ganz fokussiert da auch ranzugehen. Weil wenn ich diese Grundlagen dafür nicht habe, dann funktioniert das eben auch nicht. Wenn ich die Beziehung nicht aufgebaut habe, wenn ich keine Kontakte habe, dann ist es sehr schwierig. Es geht alles schneller oder langsamer, aber es ist alles total individuell. Wenn mir vor diesen 5 oder 6 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal Aufträge in Höhe von 15.000 € ablehne, dann hätte ich das niemals gedacht. Heute muss ich das tun, wenn das große Ghostwritings sind, weil ich einfach nicht mehr die Zeit damit verbringen kann, für eine einzige Person ein ganzes Jahr ein Buch zu schreiben. Das Wachstum. Das ist eine super krasse Veränderung. … Es kann fünf Jahre dauern, es kann zehn Jahre dauern, aber der Weg dahin ist das Wichtige. Wie bin ich dahin gekommen? Was war notwendig, um das überhaupt zu erreichen? Und was hat sich bei mir, in meinem eigenen Kopf vor allem, auch verändert? Denn die Alexandra, die du vor fünf Jahren warst, oder die Tanja, die ich vor fünf Jahren war, die sind wir nicht mehr, die haben sich total verändert. Wir sind gewachsen, wir haben ganz viel erlebt, haben viel ausprobiert. Einiges hat geklappt, andere Sachen haben überhaupt nicht geklappt.

[50:00] – Was sich auch, einmal abgesehen vom Kontostand, verändert hat, ist, dass ich eine ganz große Zufriedenheit und Dankbarkeit habe. Also ich habe mich eben früher viel mit anderen auseinandersetzen müssen, mich bewerten lassen müssen. … Ich war damals schon eine tolle Journalistin und eine tolle Schreiberin, aber die Anerkennung war dafür nicht da. Sondern, ganz im Gegenteil, die Männer in den blauen Anzügen haben getan, als wäre ich der letzte Dreck, als wäre diese Expertise nichts mehr wert. Und auch nochmal abzugleichen, was spiegelt mir die Gesellschaft, was ich bin, aber was bin ich tatsächlich? Da bin ich heute angekommen und so dankbar. Ich arbeite immer noch viel, das ist überhaupt keine Frage, das musst du auch, den das fliegt einem auch nicht so zu, aber ich arbeite für mich. Es ist meine Wertschätzung, meine Dankbarkeit. … Perfektionismus ist doch auch immer ein schönes Stichwort. Viele bringen ihre PS nicht auf die Straße, weil sie sich von ihrem Perfektionismus ausbremsen lassen. Ich bin vollkommen pragmatisch. Das war schon bei der Luise so. Weißt du, als Schreibfrau wird ja eigentlich theoretisch von dir erwartet, dass du keine Schreibfehler machst. Ich habe zu mir gesagt: So, ich kann nicht alles kontrollieren, ich habe kein Korrektorat, … ich werde Fehler darin haben. … Warum nehmen mir die Leute das nicht krumm? Weil ich pragmatisch bin, aber trotzdem immer mit ganzem Herzen bei ihnen.Ich möchte auch gerne wertvoll für sie sein. Sie sollen nicht einfach viel Geld bei mir lassen. Sie sollen dafür auch eine gute und wertvolle Leistung bekommen. Wir sind ja auch in so einer Scheinwelt, wo sehr viel Lack und Glanz drauf ist, aber steckt da wirklich etwas dahinter? Das ist eben auch mein Anspruch, mein Wert als Unternehmerin. Ich will nicht nur kassieren, sondern ich möchte mit den Leuten nachhaltig zufriedenstellend zusammenarbeiten.Das ist halt auch das, was du brauchst, um dich weiterzuentwickeln. Also wenn du nie die Kommunikation mit deinen Kund:innen hast, wie kannst du dann Dinge besser machen? Wenn du nicht weißt, was sie wollen oder was sie brauchen, und da keine Kommunikation zwischen dir und deinen Kund:innen entsteht, dann weißt du nicht, was du anders oder besser machen kannst. Und dann wirst du auch irgendwann stagnieren. Deswegen ist es so wichtig, da auch mehr zu geben, als jemand bezahlt hat, und vor allem VIEL mehr zu geben, als jemand bezahlt hat. Nur so können wir eben auch ein tolles Business aufbauen, was weiterempfohlen wird.

[54:32] – Alexandra, was können wir 2021 noch von dir erwarten? In der Tat beschäftige ich mich gerade mit … Teamaufbau. Ich weiß, ich brauche jetzt nicht zehn Leute, sondern ich brauche 2 – 3 wunderbare Geister, die Dinge können, die ich nicht kann. … Die brauche ich eben auch um den großen Plan Membership umzusetzen, ich werde eine Schreib-WG eröffnen. … Ich hatte eben vorher Angst gehabt mich zu verfransen. … Aber jetzt, mit der Erfahrung der Kurse … habe ich gemerkt, es ist einfach ein ganz schönes Spielfeld, eine monatliche Mitgliedschaft zu haben. Nicht das große Ganze, weil die Frauen, die Unternehmerinnen, die ich begleite, stehen eben auch an unterschiedlichen Stellen … und nicht jede:r hat das große Budget. … Wann geht’s los? Die soll Anfang März starten. Wir sind jetzt fein am vorbereiten, wir bereiten den Launch vor, der Memberbereich wird eingerichtet und so weiter. Und genau, das ist nämlich das nächste Ziel: Ich werde eine große Bibliothek erschaffen. Ich möchte mich unabhängiger machen von den sozialen Netzwerken … und deswegen wird meine Webseite mein zentrales Nestchen. Das finde ich ganz wichtig. Ich werde mehr bloggen, mehr Wissen teilen, die Produkte sind dann auf der Webseite zu holen. … Ich habe ja auch ein langfristiges Ziel. Erzähl! Letztendlich möchte ich mir Zeit erschaffen, weil ich tatsächlich auch wieder mehr schreiben möchte. … Wenn ich aus meiner Geschichte ein Buch schreiben möchte, einen Bestseller, der in mehrere Länder verkauft wird, dann brauche ich auch Zeit dafür. Ich habe eine sehr aufregende, traurige und spannende Geschichte, und die werde ich verarbeiten.

[59:39] – Was ich gerne noch sagen wollte: Verliert nicht den Mut. Schaut nicht dahin, was nicht da ist. Oft ist schon ganz viel da. … Ich guck immer dahin, was mir Mut macht. Was ist denn eigentlich wirklich schlimm? Ehrlich gesagt, die schlimmste Situation, die ich hatte, war die Krebserkrankung mit meinen Kindern und ich wäre beinahe gestorben. Diese Erfahrung, die hat mich natürlich auch bei Corona nicht in die Knie gezwungen, weil Corona ist für mich händelbar. Das ist scheiße und blöd … aber ich lasse mich nicht stoppen. Ich habe schon so viel überstanden. … Wenn ich zum Beispiel kleine Kinder habe, zu Hause jetzt in Coronazeit, und ich habe Homeschooling, dann kann ich gewisse Dinge noch nicht in Riesenschritten umsetzen. Dann muss ich ein bisschen kleinere Brötchen backen, aber ich kann sie backen. Also ich muss dann eben ein bisschen mehr Geduld aufbringen, aber ich muss mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen. Wir können Gestalterin sein. Und das ist so eine Kraft, die, glaube ich, jede von uns haben kann. Selber zu gestalten. Also das finde ich, ist eben ein großer Weg.

[61:12] – Was hat dir die Kraft gegeben, Alexandra, an deinem Thema dranzubleiben und dich immer wieder weiterzuentwickeln? Ganz ehrlich, Tanja, ich überlebe doch nicht Krebs und lasse mich dann vom Leben zerbrechen. Das ist doch ein Geschenk. Ich habe das Geschenk des Lebens bekommen. Ich habe danach wirklich auch noch viel gestruggelt und ich war auch arm, aber das hat mich auch so unglaublich stark gemacht. Und diese Chance zu nehmen, meine Kinder aufwachsen zu sehen und es selber zu ergreifen – ich habe verdammt nochmal das Talent, ich kann schreiben, ich kann Menschen begleiten – also ich habe es in der Hand, daraus was zu machen. … Ich glaube, das ist wichtig auch auf die Krisen zurückzuschauen. Auf das, was wir gelernt haben und was uns stark gemacht hat. Was sind meine Stärken? Also unsere eigene Persönlichkeit spielt einfach eine ganz große Rolle. … Es ist ganz wichtig, da mal zu gucken, was sind denn auch die blinden Flecken, die Sachen, die ich noch nicht kenne und die ich nicht über mich weiß. Die andere über mich wissen oder die andere mir auch wieder zurückspiegeln können. Und das sind die Dinge, die dir dabei helfen dein eigenes Business aufzubauen und dich wirklich Schritt für Schritt auch weiterzuentwickeln. Auch ich wusste 2016 nicht, wer ich unbedingt bin und was meine Stärken sind und wie ich wahrgenommen werde. All die Dinge habe ich gelernt, weil ich rausgegangen bin und weil ich Rückmeldungen bekommen habe. … Stell dir mal vor, du machst Dinge, du kriegst aber keine Rückmeldung – wie willst du dich dann weiterentwickeln? Wo kommen dann die Impulse her, um auch den nächsten Schritt zu gehen? Die können nur vom außen kommen. … Was sind meine Ziele, was will ich überhaupt erreichen und warum will ich das erreichen? Warum möchte ich mein eigenes Geld verdienen, warum möchte ich mich unabhängiger machen? … Um diesen Antrieb zu finden und dann halt wirklich Schritt für Schritt loszugehen.

Lies hierzu: Kenne dein Warum und erreiche deine Ziele.

[63:45] – Sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern den eigenen Weg zu gehen und zu gucken, in der Zeit, die mir zur Verfügung steht, mein Business aufzubauen. Was kann ich erreichen und wie kann ich fokussiert bleiben? Jemand, der 40 oder 80 Stunden in der Woche arbeiten kann, kann andere Dinge erreichen, als jemand, der vielleicht nur einen Tag in der Woche hat oder mehrere Abende in der Woche … am Business arbeiten kann. Und all das ist okay. Das Wichtige ist eben, dass wir uns nicht mit anderen vergleichen.

[65:02] – Damit ich eben auch stark bleibe, in die Kraft komme und gut gelaunt bleibe, muss ich auch auf mich achten. Der Kopf muss wieder leer geräumt werden, um überhaupt die Zielplanung zu machen.

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Alles Liebe,

Deine Tanja

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{Podcast} Wie du mit Hilfe eines Beta-Angebots dein Business zum Laufen bringst

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir. Sie hat nämlich im Rahmen des she-preneur Success Story Contests im Oktober und November 2020 mit ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte ganz viele Frauen begeistert, ihnen Mut gemacht und schlussendlich den 3. Platz beim she-preneur Success Story Award belegt. Ich freue mich sehr, dass sie bei mir im Podcast ist und wir darüber sprechen, was sich insbesondere in den letzten 12 Monaten bei ihr verändert hat und was sie getan hat, um diese Ergebnisse zu erreichen. Freue dich auf spannende Zeilen mit ganz vielen Insights von und mit Melanie Baumgart.

Wir sprechen darüber, wie sie mit Hilfe eines Beta-Angebots ihr Business im Jahr 2020 endlich zum Laufen gebracht hat. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Melanie ist seit Februar 2020 bei den shes. Und ich danke ihr für dieses offene und ehrliche Gespräch. Diese folgenden Zeilen sind so wichtig, weil ich glaube, dass wir damit viel mehr Frauen Mut machen und ihnen zeigen können, dass es wichtig ist sich zu öffnen, sich Hilfe zu holen, und dass man ganz viele Dinge erreichen kann, auch wenn man heute noch nicht daran glaubt, dass es möglich ist. Aber man muss diese Vision haben und es von Herzen wollen.

[2:22] – Melanie, was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge der letzten 12 Monate? Also meine drei größten Erfolge waren, dass ich den Schritt geschafft habe ein Online-Produkt zu erstellen, nämlich einen Online-Kurs mit allem, was wirklich dazu gehört – auch die Technik, die für mich wirklich absolutes Neuland war und mir nicht leicht von der Hand geht. … Und dann ist ein zweiter großer Erfolg, dass ich meine ersten 4 Kundinnen habe, die mir wirklich ganz treu sind, seit dem letzten Jahr, und immer noch mit mir zusammenarbeiten. Und das ist echt großartig, weil das ist mit ein ganz großer Wunsch von mir, dass ich Frauen wirklich länger begleiten kann, dass sich wirklich das im Leben verändert, was sie wollen. Und das dritte, würde ich sagen, ist das, was sich in mir verändert hat. Mein Selbstwertgefühl in Bezug auf die Haltung mir selber gegenüber, in Bezug zu meiner Arbeit – dass das wirklich einen großen Wert hat und dafür hat es aber diesen Prozess gebraucht. Und mehr Mut dadurch entwickelt zu haben, mich auch Dinge zu trauen und zu wagen, rauszugehen, mich zu zeigen und zu erzählen, was ich zu geben habe.

[4:20] – Wenn du nochmal zurückdenkst an letztes Jahr, so Januar 2020: Hättest du damals geglaubt, dass du diese Erfolge erzielen kannst oder dass du diese Erfolge erzielen wirst? Da war noch ganz viel Unsicherheit da und große Zweifel, die mich auch immer wieder ganz schön gehindert haben, … weil die standen mir wirklich sehr im Weg. Ich habe mich einfach unglaublich schwer getan, in diesem großen Wirrwarr an Dingen, die man tun kann, um erfolgreich zu werden, auszufiltern: Was ist denn der nächste wichtige Schritt, um in diesem großen Ganzen weiterzukommen? Weil, es gibt so viele, die man gehen kann! Und da habe ich mich echt verloren gefühlt. Das war das eine. Dann hatte ich eben noch nicht dieses Selbstbewusstsein, … [zu denken] „Na klar wirkt meine Arbeit und es passiert so viel, dass Frauen da wirklich weiterkommen, wo sie hinwollen und dass sie dafür auch Geld bezahlen.“ Da war ich auch noch ganz arg unsicher. Und auch: Wie funktioniert das alles eigentlich? Also eben auch, wenn ich einen Online-Kurs machen will: Was gehört da eigentlich alles dazu, und wie geht es? Das ist ja nur ein kleiner Teilbereich und der ist schon so groß. Ich war da in großen Zweifeln und Unsicherheiten. Und ich war auch ganz schön gefrustet, weil ich ja vorher schon Unterstützung hatte und die halt nicht gefruchtet hat. Und das hat da, glaube ich, ziemlich stark mit reingewirkt – dieses Gefühl zu haben oder diese Gedanken zu haben: Kann ich das einfach nicht? Bin ich einfach nicht die Frau, die Selbstständigkeit leben kann? Und das war ganz konträr in mir, … weil ein ganz großer Teil in mir eigentlich genau das wollte.

[6:20] – Wie sah dein Business damals aus, und wann hast du dein Business auch gestartet? … Im Oktober 2017 kam die Idee, mich selbstständig zu machen und was anderes dafür loszulassen. Und das war echt eine Entscheidung, weil ich vorher als Erlebnis-Pädagogin gearbeitet habe und das auch ein Herzensprojekt von mir war. Ich habe es geliebt, aber ich habe gemerkt, dass ich so zweigleisig nicht das aufbauen kann, was ich gerne machen will. Ich war an dem Punkt, wo ich mich entscheiden und Prioritäten setzen musste, und dann war klar: Ich möchte das machen, was ich will. Ich will wirklich meins umsetzen und diese Fähigkeiten in die Welt bringen. Und dann habe ich angefangen. Durch eine Bekannte bin ich auf einen Coach gestoßen, bei dem ich Email-Marketing gelernt habe. Es war nur so, dass ich da so viel in das Email-Marketing reingegeben habe. Ich habe da ein Riesending aufgebaut, eine Riesen-Email-Serie, die mich unglaublich viel Arbeit gekostet hat – und das war mit einer der größten Fehler! Ich hätte eine Email-Serie machen sollen und dann loslegen und ausprobieren, was funktioniert. Ich habe aber dieses Riesending gemacht und habe damit losgelegt. Damit saß ich ganz viel alleine zu Hause vor meinem Laptop, habe unglaublich viel gearbeitet, aber da kam eigentlich nicht wirklich ein Ergebnis rum. Also weder Kundinnen, noch Geld, noch bin ich in Kontakt gekommen. Und das habe ich einfach lange gemacht. Ich bin zu dem Zeitpunkt auch schwanger geworden, als ich das entschieden hatte. … Dann war die Geburt, ich hatte eine Babypause und habe einige Monate gar nicht gearbeitet oder nur sehr wenig. Aber trotzdem habe ich eben diese ganzen zwei Jahre, insgesamt gesehen, viel gemacht und es ist mega wenig bei rumgekommen. Und an dem Punkt stand ich dann im Grunde auch so im Dezember 2019 und Januar 2020, wo ich so frustriert war und gemerkt habe: Also entweder ich kriege das Ruder irgendwie richtig rumgerissen und ich finde jetzt eine Unterstützung, die wirklich taugt, oder ich glaub dann lass ich’s los – das wäre mir aber schon echt schwer gefallen.

[8:52] – Und dann bist zu uns gekommen, das war im Februar 2020. Genau, dann ist die Tanja Lenke mir über den Weg geflogen und die she-preneurs und das war ein großes Glück. Da hattest du sicherlich auch nochmal Zweifel. So: Oh Gott, soll ich jetzt nochmal investiert? … Ich habe schon gut überlegt. Mache ich das jetzt echt nochmal Geld in die Hand zu nehmen? Aber irgendwie hat sich das gut angefühlt und, ja, ich bin froh. Also es war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe, und das beste Geld, was ich bisher investiert habe.

[9:33] – Wir sind ja letztes Jahr mit der Beta-Kurs-Challenge – in diesem Jahr heißt sie „Und-Action-Challenge“ – gestartet. Das war so eine Sache, die mich auch ein bisschen in der Vergangenheit frustriert hat, dass ich viel mehr auch für meine Kundinnen wollte und dachte: Mensch, ich muss irgendetwas anders machen, um meine Kundinnen ins Tun zu bringen. Weil wir können ganz viele Sachen machen, aber ich glaube, wenn wir nicht genau wissen, was denn die nächsten Schritte sind, … dann sind viele halt ganz doll überfordert. … Es gibt die Möglichkeit, super viel zu machen, … man kann aber auch mit einer ganz minimalen Variante rausgehen. Ich glaube, dass, was ganz viele abschreckt, ist eben, dass man über Funnel spricht, über Landing Pages, über Online-Kurs-Plattformen. Diese ganzen Sachen, die brauchen halt auch teilweise Jahre, um sie aufzubauen. … Und dann habe ich halt überlegt: Wo kann ich ansetzen und die Frauen wirklich ins Tun bringen? Und aufzeigen, was ist denn jetzt der nächste Schritt? Woche für Woche, in ganz kleinen Schritten.

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[11:01] – Du warst dabei, wie war das für dich? Vielleicht kannst du da einmal erzählen, weil du hast ja auch eine ganz schöne Geschichte hingelegt. Mich würde interessieren, rückblickend, was da passiert ist. Wie war das für dich, warst du gleich irgendwie voller Leidenschaft mit dabei, gab es Phasen, wo du gezweifelt hast? Wie sah das aus, Melanie? So jetzt im Nachhinein würde ich sagen, es war fast wie so eine kleine Initiation für mich, diesen Online-Kurs zu machen. Also was ich auf jeden Fall zuerst sagen möchte, ist, dass es unglaublich hilfreich war, das gemeinsam mit anderen zu machen. Das hatte ganz viel Kraft zu wissen, ich sitze da nicht alleine. Und was noch unheimlich hilfreich war, war eben wirklich es Schritt für Schritt gehen zu können. Dieser große Berg ist dadurch einfach machbar geworden. Es war auf jeden Fall ein sehr lebendiger Prozess für mich. … Ich habe erstmal die Sachen gemacht, wo ich gut drin bin … bis dann so der Technikteil kam. Dann bin ich ins Stolpern und Rutschen gekommen, wo ich gemerkt habe, ich blicke überhaupt nicht durch. … Es war aber so super, dass es für alle das gab, was das Richtige für einen war. Ich konnte als absolute Anfängerin, und eben nicht so die Technikaffine, für mich eine Variante wählen, die auch nicht Berge von Technik brauchte. Sondern ich konnte das reduziert machen, was aber dem Kurs an der Qualität überhaupt nichts abgetan hat, und das war so super. … Ich habe auch immer wieder in die Gruppe gefragt. … Dann stand soweit alles und dann habe ich gemerkt, kurz bevor es richtig losging, ist ein ganz altes Muster nochmal aufgebrochen, wo ich eine Riesenangst gekriegt habe. Was ist, wenn das jetzt total abgelehnt wird, also ich abgelehnt werde, und niemand es will und womöglich das vielleicht auch belächelt wird oder … abgewertet? … Und dann bin ich auch wieder in die Gruppe gegangen, habe mich gemeldet und gesagt: So geht’s mir grad. … Dann habe ich ganz liebevolle Angebote bekommen, also ehrlich gemeinte Unterstützungsangebote, die ich dann gar nicht mehr gebraucht habe, weil dieser Schritt, damit rauszugehen, … war das, was wichtig war. … Dann ging der Kurs los und es war einfach unglaublich. Es war ganz toll zu sehen, wie gut das funktioniert. Wie gut ich meine Arbeit online machen kann, auch wenn ich mit den Menschen nicht direkt im Raum sitze, und wie hilfreich das ist und das wirklich alles funktioniert.

[16:01] – Der große Schritt, und der Schritt, vor dem sich ganz viele drücken, ist eben da wirklich in die Sichtbarkeit zu gehen und zu verkaufen, wirklich ein Angebot zu machen. … Das machen viele nicht, weil sie eben Angst haben. Ich find es total schön, dass du so offen darüber sprichst und auch vor allem in der Gruppe gesprochen hast. Denn ich glaube, dass das ganz viele nicht machen und dadurch eben auch weiter im Hintergrund bleiben.

[16:38] – Wenn du dich nicht geöffnet hättest, hätten diese ganzen Erfolge, die danach kamen, eben nicht stattfinden können. Das war ein wachsen. Also das war eindeutig ein Wachstum und Reifen mit dem, was ich auf den Weg bringen will.

[16:57] – Warst du damals, als du angefangen hast dein Produkt zu bewerben, das du entwickelt hast, zu 100 % sicher, dass das ein richtig tolles Produkt ist? … Oder gab es da noch so ein bisschen Unsicherheit? … Ich würde sagen, es war schon so eine Mischungen. Also ich war da noch nicht so wie jetzt und das finde ich spannend, weil so viel Zeit liegt auch nicht dazwischen und trotzdem fühle ich einen großen Unterschied. Ich hatte da schon noch Zweifel. … Ich habe wirklich durch das Umsetzen das erst erfahren können und ich glaube, anders geht es nicht. Man kann sich super hinter Millionen von Aufgaben verstecken, die man zu tun hat. Aber es passiert nicht das, was dann wirklich erfolgreich macht und das ist ganz entscheidend. … Wenn man erfolgreich werden will, dann muss man aus der Komfortzone raus. Entscheidend ist, das muss man nicht alleine machen, weil dann geht es leichter und das ist wichtig.

[18:57] – Dieser Lernprozess kann dadurch nur entstehen. … Wenn wir nichts verändern, wenn wir nichts anders machen, dann können wir nicht erwarten, dass sich irgendetwas ändert.

[19:12] – Du hast damals dein Produkt schon gleich verkauft. Wir haben ja kostenfreie Produkte und kostenpflichtige Angebote gehabt. Und du hast dich für ein kostenpflichtiges entschieden. Wie war das damals für dich, dieses Produkt zu verkaufen? Was hast du getan, um dein Produkt anzubieten?Was ich gemacht habe, war eben mich mit ganz vielen anderen she-preneurs zu vernetzen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und uns auf unseren Social Media Kanälen gegenseitig interviewt, zu den Themen und zu den Kursen. Ich habe verschiedene Posts dazu gemacht, wobei das auch absolutes Neuland für mich war. … Das Netzwerk war auch da entscheidend. Alleine hätte ich es, das glaube ich, so nicht geschafft, weil ich noch null Sichtbarkeit hatte. … Das Netzwerk war da wirklich die entscheidende große Unterstützung.

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[21:12] – Wie war es, als das erste Produkt verkauft bzw. gekauft wurde? Wie ging es dir da? Das fand ich echt ganz spannend und es war für mich auch eine bewusste Entscheidung, wo ich gemerkt habe, gar nichts dafür zu verlangen, fühlt sich komisch an. Und ich glaube, es ist gut loszulegen und einfach mal einen kleinen Preis zu verlangen, für dieses Lernen: Wie fühlt sich das an, wenn ich was verkaufe und wenn ich einen Wert dafür verlange? Das fand ich auf jeden Fall aufregend. Es tat mir gut zu sehen, dass es auch für sie einfach okay war, mir einen Wert dafür zu geben. Und am Ende auch zu hören, dass sie den Normalpreis absolut gerechtfertigt finden (als Beta-Variante haben sie es günstiger bekommen), war für mich nochmal ganz wichtig und hat mir einfach dieses „Go“ dafür gegeben – da bin ich auf einer guten Spur und der Wert wird wahrgenommen. Das ist so wichtig das zu hören, diesen Austausch zu haben. Das ist ja auch das, was du immer wieder sagst: Geht in den Austausch mit euren Kund:innen. Weil darüber lernen wir eben ganz viel. Und nicht nur das, was sie wollen, sondern auch für uns selber das zu hören. „Ich bin bereit zu zahlen.“, macht mich einfach selbstsicherer, wie wenn ich das gar nicht weiß. Also da steckt viel wertvolles drin. Und es hilft auch extrem zu wissen, jemand gibt Geld für unser Produkt aus. Dann hilft uns das einfach extrem, weil es uns zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist wirklich richtig wertvoll und das reicht, wenn es ein kleiner Preis ist. Und von dort an können wir uns eben auch weiterentwickeln.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Komfortzone verlassen

[23:14] – Du hast dann den Kurs vier Wochen lang live mit deinen Teilnehmerinnen durchgeführt. Kannst du noch sagen, wie es dir beim ersten Termin und wie es dir bei dem letzten Termin ging? … Kurz, bevor es losging, da habe ich dann gemerkt, jetzt kommt das Lampenfieber, jetzt bin ich richtig aufgeregt. Es war aber schön. Das war nicht mehr dieses „Gott, ich habe Angst“, sondern ich hab gemerkt, das diese Entscheidung – ich mache das, ich kann das, ich will das – irgendwie innerlich gefallen ist, durch den Prozess vorher. Und dann war ich einfach ein stückweit auch bereit dafür. Trotz allem war ich einfach auch sehr aufgeregt. … Als es dann begonnen hatte, und sie waren dann alle da, und ich habe losgelegt, war das so berührend wie schnell sie in Verbindung gekommen sind. Und ich habe gemerkt, dass ich auch online genau diese Qualitäten habe: Menschen relativ schnell wirklich in Verbindung bringen, um sich zu trauen, sich zu zeigen, mit eigenen Themen. … Da kam so richtig die Freude und die Lust, „Boah, genau das will ich mehr, deswegen mache ich das.“

[25:16] – Du hast dann die vier Wochen deinen Kurs durchgeführt. Wie ging es dann weiter? Hast du dich von den Teilnehmerinnen verabschiedet? Natürlich nicht! Ich habe ja von der Fachfrau gelernt, dass das die Gelegenheit ist weiterzumachen. Innerhalb dieses Prozesses, als der Online-Kurs lief, war dann währenddessen für mich eben diese Frage noch, was mache ich, wie mache ich das, was kann ich anbieten. Und da hatte ich ja auch nochmal Rücksprache mit dir. Dann habe ich ihnen ein 3-Monats-Mentoring angeboten, weil im Grunde mein Ziel ist ja Langzeitbegleitung zu machen. … Ich habe ihnen mitgeteilt, um was es geht, was sie bekommen, was es kosten wird. Da gab’s nochmal einen Beta-Preis, der war dann aber schon ein bisschen teurer, und sie waren sich relativ schnell einig. Jede für sich. … Von den fünfen haben dann vier Frauen mitgemacht und das war für mich einfach auch noch mal WOW. Weil ich wusste eben durch die Informationen von anderen, die schon weiter sind, dass das ein mega guter Schnitt ist. Und das hat mich einfach auch so gefreut und da habe ich nochmal ganz viel gelernt, weil ich diesen Verkaufsprozess ganz anders und eigenständiger in die Hand genommen habe.

[27:37] – Die drei Monate sind jetzt auch wieder vorbei? Genau, die waren im Dezember letzten Jahres dann rum und dann war im Grunde klar, jetzt ist der nächste Schritt dran. Und es kamen direkt auch wieder die Zweifel. … aber ich konnte darüber schmunzeln. Also die Zweifel sind nicht mehr so laut, wie vorher. Das schöne war, ich habe eigentlich gar nicht so starke Verkaufsstrategien oder irgendwas gebraucht, sondern es war eigentlich fast so, dass die Kundinnen selber gesagt haben, jetzt an dem Punkt wäre es doch eigentlich super dran zu bleiben und weiter zu machen. … So wünsche ich mir das natürlich und so ist es jetzt auch. Ich bin mit diesen vier Frauen, es sind dann alle vier mitgegangen, in ein 8-Monats-Mentoring eingetaucht, zum Thema „Ich selbst sein“. Das beginnt jetzt im Februar und war jetzt auch nochmal ein bisschen höherer Preis, trotzdem haben alle zugesagt.

[28:59] – Am Anfang geht es gar nicht mal so sehr um den Preis und ich glaube, da draußen wird halt ganz oft gesprochen „Verkaufe deine Produkte teuer!“. Viel wertvoller, als jegliches Geld, was wir am Anfang bekommen, ist die Erfahrung, die wir sammeln, die uns dabei hilft wirklich mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und auch viel selbstsicherer unsere Preise kommunizieren zu können.

[30:58] – Dieser innerliche Prozess ist so wichtig, au f sich zu gucken, wo stehe ich da? Und ja, auch ein Stück weit aus der Komfortzone rauszugehen ist wichtig. Diesen Schritt raus zu machen – aber nicht über die Maßen. Weil dann kann ich’s nicht mehr authentisch verkaufen und dann kippt das und das merkt mein Gegenüber. … Dann schwingt irgendwas komisches mit, und ich glaube nicht, dass dann Verkaufen gut funktioniert. Mir ist vom Kopf her klar, dass die Preise noch viel zu billig sind. Das weiß ich. Aber der Rest muss da irgendwie mitkommen und der braucht grad die Erfahrung: Okay, jetzt habe ich für so viel verkauft und es funktioniert und beim nächsten Mal lege ich nochmal was drauf. Bis ich da bin, wo ich merke, jetzt steht es im Verhältnis wirklich so, dass es ein stimmiger Ausgleich ist.

[32:26] – Melanie, was würdest du sagen waren so die Dinge, die du getan hast, wahrscheinlich auch super intuitiv, die dazu geführt haben, dass deine Kundinnen von dem Beta-Produkt mitgekommen sind – zu dem 3-Monats-Mentoring und auch zu dem 8-Monats-Mentoring? … Also ich glaub, was auf jeden Fall total wirkt und für die Kundinnen einfach diese Entscheidung … leichter gemacht hat … ist wirklich meine Expertise, die ich entwickelt habe. Ich hatte das ja auch bevor ich mich selbstständig gemacht habe schon, nur in anderen Bereichen. Und wirklich authentisch zu sein ist da, glaube ich, auch ein ganz wichtiger Punkt. Mich wirklich ehrlich zu zeigen, so wie ich bin, und … dass da kein Gefälle entsteht. Als würde ich wo ganz anders stehen. Also auch wirklich auf Augenhöhe zu sein und trotzdem ganz viel bieten zu können. … Die Expertise und eben diese Mischung, die ich jetzt immer mehr lerne. Zu diesen Dingen zu stehen, den Wert zu sehen und mit gutem Gefühl den Wert zu verkaufen. Aber NICHT aus dem Gefühl heraus, ich MUSS es verkaufen, … sondern ganz frei gebend. Und wenn eine nicht kauft, ist es okay. Losgelöst von dem Zwang. … Aus meiner Sicht würde ich noch zwei Sachen ergänzen … . Das eine ist, dass du es geschafft hast innerhalb kürzester Zeit auch ganz viel Vertrauen dieser Gruppe zu geben, dass sie sich öffnen können, dass es wirklich ein ganz geschlossener Raum ist und sie nicht nur dir, sondern auch den anderen Teilnehmerinnen vertrauen. Weil sonst würde sowas online nicht funktionieren, und dann würden sie auch nicht sehen, dass es weitergehen kann und dass sie sich gegenseitig unterstützen können. Und das zweite, aus meiner Sicht, ist auch das Thema der Gemeinschaft selbst – die Frauen selbst. Dass ihr euch regelmäßig trefft, ist halt ein ganz wichtiger Punkt und gibt ihnen wahrscheinlich auch nochmal viel Stabilität und Sicherheit. … Dieses Vertrauen aufzubauen und auch zu halten und diese Gemeinschaft zusammenzuführen, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch ganz oft sehe, und deswegen möchte ich ihn dir an der Stelle nochmal mit geben. Weil, je mehr wir aufpassen und unsere Leidenschaft halt in diese Gruppe reingeben und wirklich authentisch sind, … desto leichter wird es sein, dass die Menschen uns vertrauen. Ich sehe ganz oft, wenn Produkte verkauft werden, dann sind sie teilweise so herzlos. Und wenn sie so herzlos sind, dann merkst du einfach, dass die Menschen weitergehen, dass niemand … kauft, weil ich das Gefühl habe, die Person hat kein Interesse an mir.

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[37:22] – … dann hilft es uns dabei unsere Angebote immer weiter zu verkaufen. Aber nicht des Geldes wegen, was du schon gesagt hast, sondern weil wir helfen wollen und weil unsere Kunden und Kundinnen wissen, dass es ihnen weiterhilft. … Wir ersetzen verkaufen durch helfen. Definitiv, das ist auch eine Rückmeldung von allen aus dieser Gruppe. Schon nach dem ersten Online-Kurs, nach diesen vier Wochen, waren sie einfach wirklich erstaunt darüber, wie intensiv und vertrauensvoll dieser Raum und das miteinander war. Ich liebe es diese Gruppenmagie entstehen zu lassen. Deshalb arbeite ich auch so gerne mit Gruppen. Diese Verbindungen unter den Frauen zu schaffen, wo sie sich ganz konkurrenzfrei gegenseitig Rückmeldung geben können, wirklich von Herzen ohne Bewertung – ganz wertfrei, aber ehrlich – das ist so viel Wert, und das berührt einfach und schafft Vertrauen und Verbindungen. Da ist ganz viel Ehrlichkeit drin und je ehrlicher wir sind, und je mehr wir auch mit unseren Herzen dabei sind, desto leichter wird es sein zu verkaufen. Und das ist so schwierig zu erzählen, denn man muss es lernen so zu machen. … „Ok, es kann weitergehen, ich kann euch weiter betreuen, und zwar zu dem Preis. Und das ist aktuell der Preis, der für mich fair ist und der sich für euch mehr als fair anfühlt. Wenn ihr wollt, dann helfe ich euch weiter und wen jemand nicht möchte, dann ist es auch okay.“ Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt, vielleicht haben sich Prioritäten verändert. Da loszulassen und zu sagen: „Es liegt nicht an mir!“, sondern du weißt, was du gibst, und die anderen wissen auch, was du gibst, und können dann entscheiden, … das ist sehr hilfreich.

[39:28] – Was sind jetzt deine nächsten Schritte, Melanie?Ich bin jetzt dabei, meinen Podcast ins Leben zu rufen. Da bin ich gerade schon beim Basteln. … Ich freu mich riesig, weil das war für mich lange ein Thema. Was ist mein Medium, ein Kanal, mit dem ich rausgehen und weitergeben kann, was ich zu geben habe. Und ich merke, das macht mir so Spaß, das ist so ein schönes Medium, weil ich einfach erzählen und teilen kann. … Es geht ums Ich selbst sein und es ist eine Mischung aus Anleitungen, Übungen, Expert:innenwissen teilen, Erfahrungen aus meinem Leben mitteilen und Tipps geben.

Hier geht’s zu Melanies Podcast „Ich selbst sein – raus aus der Enge“.

[40:42] – Steht sonst noch irgendwas auf dem Plan? Ja, ich hab mich zum CoachCamp Köln angemeldet. Das war jetzt auch nochmal bisschen aufregend und ich werde mindestens eine Session dort anleiten. … Weil einfach klar war, dieses Jahr steht Sichtbarkeit ganz oben und da komme ich eigentlich nicht drumrum solche Dinge zu tun. … Das sind genau die richtigen Schritte. Jetzt raus in die Sichtbarkeit, Kontakte aufbauen, … die Leute in den Newsletter holen, darüber heraus weiter bekannt machen und dann Schritt für Schritt vorgehen.

[42:20] – Zum Abschluss habe ich noch eine Frage an dich: Welche Tipps, vielleicht so zwei bis drei, hast du für jemanden, der gerade erst … das erste Online Produkt entwickelt? … Vielleicht auch an die aktuellen Challenge-Teilnehmerinnen? … Das Erste, was mir einfällt, ist wirklich: Trau dich, deine Fragen zu stellen, und zwar wirklich auch offen in der Community. Zeig dich mit deinen Ängsten, behalte es nicht für dich alleine, weil dann wird es schwer. … Diesen Schritt erstmal mutig zu sein und sich zu zeigen, den braucht es, aber dann kriegt es so viel mehr Leichtigkeit. Und dann kann einfach etwas in Gang kommen. Dann können Hände gereicht werden und dann ist es leichter. Also da möchte ich echt total zu ermutigen, dir Hilfe zu holen und dich zu zeigen. Ich glaube, das ist fast das allerwichtigste. … Ich glaube auch, wenn man einfach im Hintergrund bleibt, dann wird es so schwierig. Deswegen rausgehen, teilen, Sachen zeigen – gute und auch die, die nicht so gut sind – einfach raus, einfach zeigen, mitteilen, das ist ganz wichtig. So wird alles auch viel einfacher. … Wenn aber niemand sich traut sich damit zu zeigen, dann bleiben wir alle in diesem Denken: „Es geht nur mir so und die anderen kriegen das so toll hin.“ Und das stimmt einfach nicht.

[44:36] – Für alle ist es neu, für alle ist es ein komplett neuer Weg, neue Dinge, die wir umsetzen, und da ist es auch vollkommen okay nach Hilfe zu rufen und zu sagen: „Ich krieg das alleine nicht hin.“ Denn wir sind alle keine Expertinnen in all diesen Businessbereichen, um die es geht, wenn man sich ein Online-Business aufbaut. Da gehört ganz viel neues Wissen dazu, was wir uns aneignen müssen. Und an der Stelle ist es einfach notwendig auch um Hilfe zu bitten.

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Alles Liebe,

Deine Tanja

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{Podcast} Schritt für Schritt zur idealen Launch-Strategie

Die ideale Launch-Strategie – gibt es die überhaupt? Natürlich nicht. Denn sie ist ganz individuell, je nach Angebot, je nach Zielgruppe, je nachdem, welches Problem du für deine Kund:innen löst. Dein Angebot wiederum musst du Schritt für Schritt optimieren und dabei herausfinden, was den Erwartungen oder Wünschen deiner Kundinnen entspricht. Und hier schließt sich der Kreis, denn dabei hilft dir dein nächster Launch.

“Das habe ich daraus geschlussfolgert, dass es nicht ganz den Wünschen der Kundinnen entspricht, indem ich bei meinem dritten Launch nur eine hatte, die gekauft hat. … Und da habe ich dann gedacht: Okay, was kann ich jetzt noch anders machen, damit die Themen noch klarer werden und damit die Kundinnen wissen, auf was sie sich einlassen?“ sagt mein heutiger Gast und gibt Business-Einblicke, die ehrlich sind und zeigen, wie es wirklich aussieht. Denn es ist mir enorm wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, man launcht einmal und hat sofort 100 Teilnehmer:innen. Ganz im Gegenteil, man muss viel ausprobieren, bis es irgendwann so läuft, wie wir uns das gerne wünschen.

In dieser Episode nehme ich dich wieder einmal hinter die Kulissen einer meiner Kundinnen mit, die in diesem Jahr einen Membership-Bereich aufgebaut hat. In der heutigen Episode sprechen wir darüber, was sie tut, um ihre ideale Launch-Strategie zu finden.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Mein heutiger Gast arbeitet mit Frauen in Führungspositionen und hilft ihnen dabei, sich in einem vor allem von Männern dominierten Umfeld durchzusetzen. Sie zeigt ihnen, wie sie für sich selbst in Führung gehen, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen und um ihr Netzwerk zu erweitern. Freu dich auf eine spannende Episode mit vielen Business-Insights von und mit Dr. Anja Schäfer.

[1:56] – Du hast Ende März ein neues Produkt gelauncht und zwar war das der VIP-Club, der sich an Frauen in Führung richtet und diesen hast du in diesem Jahr auf unterschiedliche Art und Weise an dein Publikum gelauncht. Ich möchte gerne von dir wissen, wie oft du deine Mitgliedschaft in diesem Jahr schon gelauncht hast. Du hast das ziemlich oft gemacht und ich bin mir nicht mal sicher, ob du ganz genau sagen kannst, wie oft du ihn dieses Jahr schon gelauncht hast. Liebe Tanja, das ist richtig. Also ich bin gefühlt im Dauerlaunch. Ich habe Ende Februar das erste Mal gelauncht. Ich habe vorher eine Umfrage gemacht – unter meinen Interessentinnen, Kundinnen – was sie sich wünschen und hatte gehofft, es kommt das ideale Produkt heraus. Dem war leider nicht so. Ich habe mich dann sozusagen herangetastet, von Launch zu Launch. Und ich habe, wenn ich das zurückverfolge, mindestens jeden zweiten Monat eine Challenge gemacht und zwischendurch habe ich mich auch noch an Webinar-Launches versucht.

[3:19] – Das, was die meiste Zeit kostet, sind diese Mails vorab und hinten dran und ich habe festgestellt, dass ich eigentlich fast immer an diesen Mails sitze und mir neue einfallen lassen darf. Es ist ja, das habe ich von dir gelernt, immer dasselbe Produkt geblieben und wenn ich die an meine Newsletter-Liste ausspiele, da kann ich nicht immer die Mail von letzter Woche nehmen, sondern da darf ich mir immer etwas Neues einfallen lassen und das war echt ein bisschen anstrengend. … Wichtig ist, und ich glaube, das ist auch wichtig für unsere Zuhörer:innen, da nochmal wirklich drauf zu achten nicht jedesmal ein anderes Produkt zu launchen, sondern lieber zu gucken: Wie kann ich das perfektionieren? Wie kann ich das besser machen und wie kann ich mit jedem Mal idealerweise bessere Ergebnisse erreichen?

[4:42] – Es hat jedes Mal etwas funktioniert und etwas nicht funktioniert. … Ich hatte vorher eine sehr intensive Umfrage gemacht unter meinen Kundinnen, also mit virtuellen Tools, wo man einfach ein paar Fragen beantworten durfte. Da war ich sehr überrascht – ich hatte an die 40 Rückmeldungen, das hatte ich damals nicht erwartet. Ich habe dann in ein Klärungsgespräch eingeladen und hatte, glaube ich, 16 Gespräche zu führen. Von diesen Frauen hat dann mindestens jede Zweite gebucht. … Ich bin mit 12 Frauen aus dem ersten Launch rausgegangen und hab dann gedacht: „Okay, wenn es beim ersten Mal schon so gut funktioniert hat, dann kann es ja nur besser werden.“ Aber dem war nicht ganz so.

[6:02] – Aber ich habe auch für mich lernen dürfen, dass es wichtig ist, dass ich Fans habe und nicht unbedingt welche, die einfach nur mal gucken wollen. Denn die sind schnell drin und dann schnell wieder draußen. Es hat mir am Anfang weh getan, um jede, die gegangen ist, aber mittlerweile weiß ich, dass die, die dabei sind, auch wirklich mit Herzblut dabei sind. Ich habe auch für mich verstanden, dass es viel wichtiger ist, dass ich wenige habe, die Fans sind, als viele, die nur schnuppern und nach drei Tagen wieder kündigen.

[7:14] – Es ist ganz wichtig da immer zu Experimentieren und auch zu gucken: Was passt am besten für dich und für deine Zielgruppe. Das habe ich ja auch für mich verstanden, dass ich also jetzt keinen Club für alle bieten kann. Sondern ich habe an dem Club auch noch gearbeitet. Ich habe nicht nur an meiner Launch-Strategie gearbeitet, sondern auch an dem Produkt, indem ich das immer spitzer formuliert habe.

[9:56] – Menschen, die einmal von uns kaufen und zufrieden sind, kaufen in der Regel wieder. Und das ist eine sehr schöne Sache, wie man bei dir auch sehen kann. Also egal, ob es dann kostenpflichtig oder auch kostenfrei ist, sie sind einfach viel aktiver mit dabei, weil sie einfach wissen, dass sie bei dir auch Qualität und guten Input bekommen und natürlich auch im Nachhinein noch mal Fragen stellen können, falls irgendetwas nicht ganz klar ist.

[10:25] – Mit welchen Preis bist du gestartet und wo legst du jetzt mit dem Preis für deine Mitgliedschaft? Ich bin mit 49 € gestartet, im Monat plus Mehrwertsteuer. Für mich war von vornherein klar, dass ich nicht mit 19 € anfangen will, weil ich da wirklich viel Herzblut reinstecke. Also lieber Klasse statt Masse. Ich bin jetzt bei 67 € plus Mehrwertsteuer und will bei meinem nächsten Launch dann auf 77 € plus Mehrwertsteuer gehen. Ich habe jedes Mal erhöht. Ich habe das auch immer angekündigt, „Wenn du jetzt nicht buchst, zahlst du beim nächsten Mal mehr.“

[12:04] – Ich habe auch noch nicht erlebt, dass die Kund:innen des Geldes wegen kündigen. Das sie sagen, der Club ist mir zu teuer. Sondern es ist eher die Frage, dass zu viel angeboten wird und sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Total. Das ist eher so eine Sache, die wir uns einreden, dass es am Preise liegt, dass es zu teuer ist, dass wir das nicht vertreten können. Aber auf der anderen Seite habe ich eben auch die Erfahrung gemacht, je teurer es ist, desto committeter sind die Leute, desto aktiver sind sie mit dabei, desto bessere Ergebnisse bekommen sie auch. Und das ist auch am Ende das, was mich zufrieden stellt oder was dich zufrieden stellt. Weil, am Ende bringt es ja nichts, wenn du Kund:innen hast, die nicht in die Umsetzung kommen und keine Ergebnisse haben, sondern du willst ja auch die Ergebnisse sehen.

[13:09] – Kannst du uns da einmal Schritt für Schritt durchführen, was du dieses Jahr alles ausprobiert hast? Also angefangen habe ich mit einer kostenfreien Challenge im Februar, ich glaube mit 70 Anmeldung. Da habe ich den VIP-Club das erste Mal gelauncht, damals aber noch zu einem anderen Thema. Im Mai habe ich das erste Mal ein kostenloses Online-Training gemacht, ein Einwöchiges zum Thema Netzwerken, da hatte ich damals um die 140 Anmeldung. Und im Juni habe ich das erste Mal angefangen, mit einem kostenpflichtigen Produkt reinzugehen, weil ich mehr live dabei haben wollte. Das war so meine Erfahrung, dass die Frauen, die dann live dabei sind, auch kauffreudiger sind. Das war damals 25 €, ich hatte 25 Anmeldung und, ich glaube, so um die 20-22 sind immer live dabei gewesen. Das war für mich ein wichtiges Learning, dass, wenn was bezahlt wird, dann einfach die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei sind, größer ist. Jetzt, Ende Oktober, launche ich das nächste Mal vom 26. bis zum 30. wieder das Online-Training „Netzwerken“, dann zum vierten Mal dieses Jahr. Da wird das ganze 10 € plus Mehrwertsteuer kosten. Es kostet etwas weniger, weil ich hoffe auf die Art und Weise wieder mehr zu erreichen.

[14:48] – Kannst du dich noch erinnern, wie viele gekauft haben, als es 25 € gekostet hat? Ja, es waren vier Frauen. … Von der Conversion-Rate ist das mega genial und das ist halt das, was du eben schon gesagt hast: Wenn jemand etwas bezahlt, dann haben sie schon einmal Geld ausgegeben, dann sind sie halt viel aktiver mit dabei, und die Wahrscheinlichkeit ist eben auch höher, dass sie etwas kaufen, weil sie einfach auch mit dabei waren. Es gibt so viele kostenfreie Angebote da draußen – und wir kennen das selber, wir melden uns irgendwo an und dann habe ich keine Lust oder doch etwas besseres vor, und dann ist es wieder vorbei. Aber wenn wir Geld ausgeben für etwas, dann tragen wir uns den Termin eben auch in den Kalender ein und sagen: „Ja, cool, da bin ich jetzt aktiv mit dabei und mache auch mit.“ Und dann sieht man eben auch ganz genau, dass ich ein ernstes Interesse an dem Thema habe und das ich mich da weiterentwickeln möchte.

[17:48] – Ich liebe es, wenn die Teilnehmerinnen in die Umsetzung kommen und das bemerke ich ja nicht, wenn ich nur ein einzelnes Webinar gebe. Und das ist ja dann auch deine Energie, die du halt nach außen geben kannst. Du hast halt viel mehr Zeit zu performen, als in so einem anderthalbstündigen Webinar. Ich glaube, da muss auch jede:r ihre/seine eigene Form des Launches finden, die einem selbst Energie gibt und in der man halt sehr gut zeigen kann, dass man Ergebnisse erreichen kann.

[18:20] – Ich hab mir jetzt für die Zukunft vorgenommen eine Mischung zu fahren. Ich mache also jetzt gerade aus meinem Online-Training einen Online-Kurs, mit deiner Unterstützung, und will das übernächste Mal dann vom Prinzip her wieder was ausprobieren. … Dann besteht die Möglichkeit diesen Online-Kurs kostenfrei von meiner Webseite aus zu absolvieren, also dich da anzumelden, und ich will den dann noch einmal im Quartal … mit meiner Live Begleitung machen, für den du aber dann etwas bezahlen wirst. Ansonsten eben automatisiert über deine Webseite, richtig? Richtig! Weil, das ist etwas, was ich gelernt habe von meinen Kundinnen. Ich habe geglaubt, das gehe so nicht, aber ich habe Kundinnen, die nie live im Training waren und mir aber hinterher Erfolgsmeldungen geschrieben haben. Man konnte ja immer das Aufzeichnungspaket kaufen und da gibt es immer welche, die das machen. … Bis ich verstanden habe, dass jede:r anders tickt. Ich profitiere mehr von live dabei sein und ich habe es natürlich lieber, wenn die Kundinnen live dabei sind, aber es gibt auch welche, die das lieber im stillen Kämmerlein umsetzen. Und für die ist dann sozusagen die Möglichkeit gegeben, sich einfach den Kurs herunterzuladen und das im stillen Kämmerlein zu machen. Es funktioniert auch so. Und das zeigt auch wieder, dass wir überhaupt nicht von uns selbst ausgehen dürfen. Dass das eigentlich ein großer Fehler auch sein kann, wenn wir einfach nur die Dinge machen, die wir gut finden und unsere Kund:innen nicht berücksichtigen, was auch viel zu oft gemacht wird.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Launch-Strategie mit Erfolg

[20:45] – Anja, du hattest ganz am Anfang schon erzählt, dass du dein Angebot Schritt für Schritt optimiert hast. … Wie genau bist du da vorgegangen? Wie hast du überhaupt erfahren, dass du etwas optimieren musst oder dass irgendetwas nicht den Erwartungen oder Wünschen deiner Kundinnen entspricht? Das habe ich daraus geschlussfolgert, dass es nicht ganz den Wünschen der Kundinnen entspricht, indem ich bei meinem dritten Launch nur eine hatte, die gekauft hat. … Und da habe ich dann gedacht: „Okay, was kann ich jetzt noch anders machen, damit die Themen noch klarer werden und damit die Kundinnen wissen, auf was sie sich einlassen?“ Daraufhin habe ich einen Erfolgsfahrplan NETZWERKen entwickelt … und habe sechs Erfolgsbausteine herausgearbeitet, die ich mit meinen Kundinnen jetzt so sukzessive trainiere. … Den habe ich also ganz genau aufgezeichnet und dann grafisch dargestellt, und ich kann jetzt sagen, das ist Stufe eins, das ist Stufe zwei, das ist Schritt drei, das ist Schritt vier, Schritt fünf und sechs. So dass sie sehen, was sie erreichen können und wie man das Ganze strategisch angeht. Und ich weiß von denen, die jetzt im August gebucht haben, … dass da auch welche dabei waren, die explizit gebucht haben, weil da das Wort Erfolgsfahrplan drin stand.

[23:12] – Es ist einfach viel greifbarer, wenn ich was mit meinen Augen sehen kann oder wenn wir einfach etwas visualisieren können. Dann kann ich eben als Kund:in viel besser feststellen, ob das was für mich ist oder wo ich vielleicht mich selber auch gerade einstufe und wo ich eigentlich hin möchte. Und wir müssen ja auch immer überzeugen, wenn wir verkaufen, also ein Angebot zu launchen oder in Angebot zu veröffentlichen ist halt nicht ausreichend. Wir müssen irgendwie den Bedarf wecken und dazu eignet sich z.B. ein Launch, in dem wir wirklich aufzeigen, welche Möglichkeiten die Person eben noch hat, wenn sie mit uns zusammenarbeitet. Und wenn wir nicht schaffen, das zu verdeutlichen, oder dass sie das verstehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass sie am Ende auch kaufen. Ja, richtig, und ich habe für mich festgestellt, je klarer ich das habe und je mehr ich das in einzelne Schritte herunterbreche, umso leichter ist es auch das zur erläutern. Auf jeden Fall. Weil es dann halt nicht mehr so abstrakt ist. Weil das, was du in deinem Kopf hast, kannst du halt ganz anders visualisieren, aber das eben zu kommunizieren, an die nächste Person, die davon profitiert, dass ist die Herausforderungen an der ganzen Sache. Und deswegen ist es auch so wichtig, dass wir einfach experimentieren und auch immer wieder lernen und gucken, wie wir unser Angebot verbessern können.

[25:26] – Das Thema Netzwerken ist auch für alle Selbstständigen, für alle Unternehmerinnen, ein ganz, ganz wichtiges Thema, auf das wir nicht verzichten dürfen. Also das ist ganz, ganz wichtig, auch wenn man selber denkt, ich bin kein:e Netzwerker:in. Ich zähle mich auch nicht unbedingt zu den Netzwerkerinnen bzw. mache ich das nicht gerne. Ich bin auch eher diejenige, die im stillen Kämmerlein zufrieden ist, aber ich weiß das es absolut notwendig ist und mir auch dabei geholfen hat vorwärts zu kommen. Also ein Netzwerk ist super super wichtig.

[26:06] – Du hast ja am Anfang auch gesagt, dass du schon Kündigungen von deiner Mitgliedschaft bekommen hast. Inwieweit haben die dir dabei geholfen dein Angebot zu optimieren? Die erste Kündigung, die ich bekommen habe, war eine Dame, die mir schrieb, dass das, was ich anbiete, sie schon alles verinnerlicht hat. … Das ist auch für mich wichtig gewesen zu lernen, dass ich mit meinem Produkt, was ich super Klasse finde, aber nicht jede erreichen kann. Das ist das eine. Und dann habe ich auch Rückmeldungen bekommen, dass es zu viel ist. Dann habe ich gedacht, okay, ich will jetzt nichts streichen, aber ich kann an der Struktur arbeiten. Das also klarer wird, wie die Struktur ist und wie man die Schritte einzeln geht, damit man nicht, wenn man einsteigt, vom Prinzip her den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sondern das für sich klarer nutzen kann.

[27:30] – Viele sagen ja, das hast du mit Sicherheit auch schon da draußen gehört, dass das Mindset alleine ausreicht, um so einen erfolgreichen Launch durchzuführen. Glaubst du, Strategie spielt eine ganz untergeordnete Rolle und wie wichtig ist aus deiner Sicht das Mindset? Also ich würde sagen Strategie spielt keine untergeordnete Rolle. Mit Mindset alleine, bin ich der Ansicht, wird man es nicht wuppen können, sondern beides zusammen spielt auf den Erfolg ein. Mindset ist aber auch ganz wichtig. Das habe ich für mich erfahren dürfen. Dieses Vertrauen darauf, dass ich jetzt alles getan habe und das sozusagen dann Ergebnisse kommen, ist für mich auch jedes Mal eine Herausforderung. Zumal ich ja gerne an viel mehr Schrauben ansetzen würde. Aber dann ist für mich schwierig nachzuvollziehen, was hat jetzt funktioniert, was hat nicht funktioniert. Darüber haben wir auch schon ein paar Mal gesprochen. Bei so einem Launch geht man halt durch ganz viele unterschiedliche Emotionen. … Und das ist eine sehr anstrengende Phase. Kannst du dazu noch mal ein bisschen was sagen, wie du damit umgehst oder auch wie du diese Phasen erlebst? Also ich hab mich vor allen Dingen bei denen erkundigt, die gekauft haben, um fürs nächste Mal bessere Argumente zu haben, warum sie dabei sind. … Es ist ganz wichtig zu verstehen, dass ich mein Bestes getan habe. … Und der Rest ist für mich ein bisschen, dass ich darauf vertraue, dass es jedes Mal besser wird. … Ansonsten ist es einfach, finde ich, eine Trainingsfrage gut darauf zu vertrauen, dass es sich ausgeht. Auf jeden Fall. Vertrauen, vertrauen, vertrauen und am Ende loslassen, denn du hast deinen Teil erledigt, du hast gegeben, du hast anderen mehr von deinem Thema erzählt, du hast ihnen geholfen, die nächsten Schritte zu gehen, und alles andere liegt halt nicht mehr in deiner Macht. … Unsere Aufgabe ist es eben, eine gute Leistung hinzulegen und zu gucken, wie wir den Menschen zeigen können, wie wir ihnen weiterhelfen können. Und das ist eine sehr emotionale Phase und braucht natürlich auch Übung.

[31:59] – Ich lerne ja jedes Mal etwas. Ich hab aus jedem, selbst aus dem Webinar-Launches, in denen ich jetzt noch nichts verkauft habe, für mich Dinge mitnehmen können. Das erste Mal hat es technisch nicht funktioniert, da hat Zoom mir keine Präsentation erlaubt, da habe ich das Webinar ohne meine schönen Folien gehalten, und das sind ja dann auch manchmal äußerliche Dinge, auf die man keinen Einfluss hat. Und wenn ich sehe, an welchem Punkt ich jetzt stehe und an welchem Punkt ich zum Jahresanfang gestartet bin, da finde ich, habe ich eine ganze Menge erreicht. Eine Sache, die ich von meinem Mentor James Wedmore mal gelernt habe, ist eine ganz spannende Sache, die mir extrem weitergeholfen hatte. Er sagt, jeder Launch zeigt dir, an welchen Stellen du dein Business noch optimieren musst. Also an welchen Stellschrauben du noch drehen musst, was noch nicht optimal funktioniert, wo Prozesse vielleicht noch nicht optimal laufen, wo du noch nicht richtig kommuniziert hast. Und alles ist eigentlich ein Experiment und nur solange wir experimentieren oder es auch als Experiment sehen, desto leichter wird uns das fallen. Und ich glaube auch, dass die ganzen Learnings, die wir eben haben, dass die viel mehr Wert sind, als wenn wir die 500 € oder 1000 € oder so was dafür bekommen. … Ohne Learnings können wir halt nicht weiter wachsen.

[33:35] – Ich würde noch gerne mit dir ganz kurz über das Thema Netzwerken sprechen. Das Thema Netzwerken ist ein super wichtiges Thema und ist ja auch dein Kernthema. Kannst du nochmal erzählen, inwieweit das Netzwerken dir dabei geholfen hat dein Business auch aufzubauen oder dir vielleicht auch immer noch hilft? Also Netzwerken ist eines meiner Herzensthemen und ist für mich ein Thema immer wieder zu fragen: Habe ich die richtigen Kontakte oder was kann ich noch tun, um mit anderen in den Austausch zu kommen? Und klar, ich bin ja selbständig, also hilft mir mein Netzwerk auch dabei mein Business aufzubauen, indem ich Kund:innen gewinne, indem ich weiterempfohlen werde, indem ich Kooperationspartner:innen finde, indem ich Mentor:innen finde. Das ist ganz unterschiedlich. Wichtig ist beim Netzwerken, dass, und das habe ich am Anfang auch nicht so richtig für mich verstanden, aber dem ist so, ich an einer Stelle reingebe und ich nicht unbedingt an der gleichen Stelle etwas zurückbekomme. Aber irgendwo bekomme ich wieder etwas raus. Und das sehe ich jetzt bei meinen Trainings auch. Ich gebe viel rein und wenn dann die Teilnehmerinnen berichten, was sie durch dieses Training, indem sie auch viel in puncto Mindset an sich arbeiten dürfen, aber eben auch Strategien an die Hand bekommen, was sich da alles verändern lässt. … Es sind drei Teilnehmerinnen aus einem Training, die sich bis dato nicht kannten, die machen jetzt eine Mastermind zusammen. … Das ist etwas, was in meinem Plan, wie ich das Training geplant hatte, nicht drin war. … Wir wissen ja nicht alles. Wir merken das erst, wenn wir sehen, was wir erreichen können, wenn wir andere Menschen zusammenbringen. Also das, was ich mit dem she-preneur insider club erreicht habe, das war mir auch am Anfang gar nicht klar, das waren alles diese wunderschönen Nebeneffekte … Das ist schon echt lebensverändernd für ganz viele Leute, die vorher irgendwie alleine im Job oder alleine selbständig waren und keinen Austausch oder so hatten – und jetzt auf einmal tolle Kontakte zu haben, die einen unterstützen oder die man kontaktieren kann, wenn man Fragen hat – das das absolut Gold wert und das hat nicht jede:r so. Ich glaube, es hat auch kaum jemand. Ich glaube, da sind ganz viele Leute, die darauf noch verzichten und nicht wissen, wie hilfreich das sein kann Austauschpartner:innen zu haben. Oder eben das Thema Netzwerken nicht die Priorität geben, die es haben sollte. Im Englischen heißt es ja ‚Networking‘ – Netzwerken ist Arbeit. Auf jeden Fall. Man kann auch nicht erwarten, nur zu nehmen, sondern erst geben und dann nehmen. Und auch das sehe ich viel zu oft, dass man sofort versucht irgendwas von anderen zu nehmen, ohne erstmal eine Beziehung aufzubauen. Ja, dem ist so und was ich auch immer noch empfehle, ist das Ganze strategisch anzugehen. … Also nicht so einfach das Ganze aus dem Bauch heraus machen, wie es ja auch für den Business-Aufbau nicht zu empfehlen ist. … So ist es bei mir mit dem Thema Netzwerken, dass ich mehr erreiche, wenn ich weniger mache, aber das eben bewusst.

[37:20] – Hast du vielleicht noch drei Tipps für uns, für das Thema Netzwerken, also was kann ich als Selbstständige tun?Wenn ich eine Kontaktanfrage stelle, da auch eine persönliche Nachricht mitzuschicken. Weil im normalen Leben, wenn ich dich auf einer Netzwerkveranstaltung treffen würde, würde ich dir ja auch nicht einfach gleich die Visitenkarte überreichen, sondern da würden wir auch Worte wechseln. Das finde ich auch ganz wichtig und das ist für mich netzwerkunabhängig, also egal ob ich jetzt auf Facebook oder auf Linkedin unterwegs bin. Das finde ich ganz wichtig. Ich empfehle auch sich zeitnah zu vernetzen. Also wenn ich irgendwo jemanden kennengelernt habe, empfehle ich immer die 72-Stunden-Regel, weil aus den Augen, aus dem Sinn. Und das Dritte, was ich empfehle, ist neben geben – geben ist ganz wichtig, dazu hatten wir aber schon was gesagt – auch zu nehmen. Nehmen kann sein, indem ich einfach nur danke sage. Es gibt viele, die sagen, ich habe mit geben überhaupt kein Problem, aber ich kann nicht nehmen. Das erlebe ich auch öfter bei meinen Teilnehmerinnen, das sind ausschließlich Frauen und wir Frauen haben die Angewohnheit viel zu geben. Und sich dessen auch mal bewusst machen, dass ich auch nehmen muss, damit das Ganze funktioniert.

[39:20] – Ich empfehle auch, weil du das Thema Netzwerken ansprichst, nochmal sich ganz konkret zu fragen: Bin ich in dem richtigen Netzwerk unterwegs? Also ich habe für mich lernen müssen, dass Facebook nicht mein Netzwerk ist, wo ich meine Kundinnen finde und dass ich da einen eigenen Weg gehen muss, auch wenn alle um mich herum sagen, Facebook ist sozusagen das goldene Mekka. Und das auch immer mal für sich wieder zu hinterfragen, bin ich denn noch in dem richtigen Netzwerk unterwegs oder darf ich da auch woanders schauen. Und wenn du kein passendes findest, dann machst du es einfach wie Tanja und ich – du gründest dein eigenes. … Ich mache auf Facebook selber aktiv als Selbständige nicht mehr viel und nutze es nur für meine persönliche Weiterentwicklung. Meine Kundinnen habe ich da nicht gefunden oder nur sehr mühsam und das war für mich auch ein ganz wichtiges Learning in puncto Netzwerken – dass mein Netzwerk einfach ein anderes sein kann, als alle um mich herum propagieren. Man muss es einfach ausprobieren. Es kommt halt immer auf uns selber an und immer auch auf die Zielgruppe drauf an.

In Kürze startet Anjas nächstes Training und auch dort wird es um das Thema Netzwerken gehen. Wenn du Kontakt zu Anja aufnehmen möchtest, dann findest du hier alle Links:

Webseite
Online-Training „Erfolgsstrategie NETZWERKen“
Podcast Kommunikationstango
Xing
LinkedIn

Ich hoffe diese Episode hat dir wieder jede Menge Inspirationen geliefert und gezeigt, dass es wichtig ist ins Tun zu kommen und vor allem zu experimentieren! Denn nur so erhalten wir die Learnings, die uns wirklich mit unserem Business weiterbringen. Um deinem Launch-Angebot den letzten perfekten Feinschliff zu verpassen, habe ich für dich eine Video-Serie erstellt, in der du die 3 Basics für ein Angebot lernst, das auch gekauft wird. Melde dich hier für diese kostenfreie Weiterbildung an und lerne, wie dein Angebot unwiderstehlich wird.

Wie launchst du deine Online-Produkte? Bietest du Webinare oder Trainings oder Coachings an?

Teile deine Erkenntnisse gerne in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du diese Episode mit deinen Business-Freundinnen teilst und / oder mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

Interview: Julia Lakaemper, Mindset Coach & Mentorin

Ich habe mit der lieben Julia Lakaemper, Mindset Coach & Mentorin gesprochen und freue mich, dass sie uns ein paar Einblicke in ihr Business gegeben hat. Julia ist Mitglied im she-preneur insider club. Bevor wir in das Interview einsteigen, wollte ich von ihr wissen, warum sie sich für den she-preneur insider club entschieden hat. Und das hat sie mir geantwortet:

„Als ich vom insider club hörte, hatte ich gerade meine lukrativen Freelance-Jobs losgelassen, um mich voll und ganz meinem Coaching-Business zu widmen. Damals hatte ich noch kein Team und ich wünschte mir vor allem Austausch mit Gleichgesinnten, Unterstützung und Netzwerk-Möglichkeiten. Tanja war mir sofort sympathisch und ich kannte eine der ersten Mitglieder im she-preneur insider club. Das gab mir ein gutes Gefühl, dass ich mich im insider club wohl fühlen würde. Außerdem wollte ich dringend meine strategische Planung verbessern. Ich machte viel zu viel auf einmal und fand es total schwer, Prioritäten zu setzen. Seitdem komme ich in größeren Schritten und in den strategisch wichtigen Bereichen voran – dabei helfen mir auch die monatlichen Planungsworkshops.“

 

Liebe Julia, welche 3 Eigenschaften beschreiben dich als Person am besten?

Julia: Menschen vertrauen mir schnell, erzählen mir von ihren Herausforderungen und zeigen sich verletzlich – und ich höre gern zu. Sehr oft gestehen sie mir dann: „Das habe ich bisher noch niemandem erzählt.“ oder „Du bist die Erste, die das erfährt.“ Das hat schon zu vielen interessanten Begegnungen geführt und hilft mir als Coach natürlich auch sehr, dass sich meine Coachees bei mir wohlfühlen und sich mir gern anvertrauen. Mir wird oft gesagt, dass ich eine angenehme Ruhe ausstrahle und ein optimistischer und positiver Mensch bin.

Früher hätte ich mich nie als mutig bezeichnet. Seit ich meinen bequemen Vollzeitjob gekündigt hab, um ins Ungewisse zu springen und mehrere Jahre mit dem Rucksack um die Welt zu reisen, werde ich immer mutiger. Auch die Gründung und mein Weg zur Unternehmerin lassen mich immer mutiger werden, ich kann mit Herausforderungen besser umgehen und merke, wie sich meine Widerstandsfähigkeit verbessert hat.

Ich bin sehr wissbegierig und neugierig, lese viele Bücher und höre unheimlich gern Podcasts und Hörbücher über das Unternehmertum, Mindset, Geld, Neurowissenschaften und Psychologie. Davon kann ich einfach nicht genug bekommen.

 

Stelle uns dein Business vor.

Julia: Als Mindset Coach & Mentorin unterstütze ich meine selbständigen Kunden dabei, innerlich erfüllt und finanziell erfolgreich zu leben und zu arbeiten.

Gerade in der Gründungsphase und den Entwicklungsstufen der Selbständigkeit stoßen viele erstmals mit ihrem Money Mindset an ihre Grenzen: Sie erleben Existenzängste, verkaufen sich unter Wert, die Kunden bleiben aus oder die Finanzen sind ein einziges Chaos. Im Coaching definieren wir gemeinsam ihre Vision, Mission und klare Ziele.

Diese Klarheit setzt Energie frei, um Raum für die jeweilige Mindset-Transformation zu schaffen: Mental, emotional und auch ganz praktisch: Meine Coachees entwickeln in diesem Veränderungsprozess eine neue, unterstützende Beziehung mit Geld, bringen Ordnung in ihre Finanzen, verbessern ihre Selbstfürsorge und ziehen mehr Wunschkunden an.

Meine Coachings gebe ich überwiegend online 1:1 und kombiniere sie gern mit intensiven Workshops, online oder offline. Außerdem gebe ich ein 3-monatiges Money Mindset Gruppencoaching, das ich liebe und hab einen 4-wöchigen Online-Kurs „Ein Leben nach deinen eigenen Regeln“ im Programm.

Ich reise sehr gern, mir ist es wichtig, mein Business dorthin mitnehmen zu können, wo ich mich aufhalten möchte. Vor allem im Berliner Winter, wenn es hier zu lange zu kalt und zu dunkel ist.

 

Was bedeutet Erfolg für dich?

Julia: Es ist meine Mission, Frauen durch ein unterstützendes Money Mindset mit ihrem Herzensbusiness in die finanzielle Unabhängigkeit zu bringen. Je mehr Coachees ich erreiche, die durch meine Unterstützung zufriedener leben und in ihrer Selbständigkeit finanziell erfolgreicher sind, desto erfolgreicher fühle ich mich.

Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, daher bedeutet Erfolg für mich auch, mir mein Leben so gestalten zu können, wie ich es möchte. Auch wenn ich mich so viel mit Money Mindset und Geld beschäftige, ist Wohlstand für mich ein angenehmer Nebeneffekt von Erfolg. Mir ist es wichtig, dass ich entscheiden kann, wann, wo und mit wem ich zusammenarbeite und dabei ein Leben lebe, das mir Spaß macht und zu mir passt.

Das bedeutet auch, dass ich mir meine Zeit frei einteile, meinen Mittagsschlaf mache, zum Sport und zur Massage gehe und nicht den ganzen Tag von morgens bis abends schuften muss, um fünfstellige Monatsumsätze zu generieren.

 

Wie kam es dazu, dass du dich für die Selbstständigkeit entschieden hast?

Julia: Auf meiner dreijährigen Weltreise habe ich viel darüber nachgedacht, was ich nach meiner Rückkehr beruflich machen will und entschieden, nebenberuflich eine Coaching-Ausbildung zu durchlaufen. Danach war sehr schnell klar: Damit mache ich mich selbständig. Ich habe gar keine andere Möglichkeit mehr gesehen. Das hätte ich mir vor 10 Jahren nie träumen lassen!

 

Nenne 3 Dinge, die du als Selbstständige vermisst (und was du dagegen tust).

Julia: In der ersten Zeit war es auf jeden Fall Urlaub. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, mir genug Auszeiten und Urlaub zu gönnen. Inzwischen plane ich meine Auszeiten als erstes, wenn ich meine Jahresplanung durchgehe und liebe Workations, in denen ich Arbeit, Tapetenwechsel, Netzwerken und Reisen verbinde.

Lange hab ich auch Austausch und persönliche Treffen vermisst, ich fühlte mich wie eine einsame Einzelkämpferin hinter dem Bildschirm. Ich musste raus, unter Gleichgesinnte, die mich und meine Situation verstehen konnten. Dafür ist der she-preneur insider club super.

Eine Weile hab ich auch die vermeintliche Sicherheit einer Festanstellung vermisst, da steckte ich noch in meinem Arbeitnehmer-Mindset. Seitdem ich mit einer klaren Mission und dem Wissen aufwache, dass ich in der Gegenwart aktiv und strategisch gestalte, wie meine Zukunft aussehen wird, fehlt mir überhaupt nichts mehr.

Ich brauchte allerdings erst einige Erfolgsmomente und das richtige Umfeld, um das wirklich zu begreifen und zu vertrauen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

 

Wie wichtig ist für dich das Thema „Netzwerken“? Und welche Vorteile siehst du im „Netzwerken unter Frauen“?

Julia: Netzwerken ist für mich extrem wichtig, ich sehe darin nur Vorteile! Es ist wunderbar, im insider club zu fast jeder Frage eine Expertin zu finden. Das ist Gold wert und spart viel Zeit. Außerdem genieße ich den unkomplizierten, herzlichen und konkurrenzfreien Austausch mit wunderbareren Frauen, die an ganz unterschiedlichen Punkten ihrer Selbständigkeit stehen.

Ich gebe mein Wissen sehr gern weiter und frage auch gern nach Unterstützung. Ohne die Mastermind könnte ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen zu arbeiten. Ich schätze diese inspirierenden Frauen, die mich einerseits herausfordern, mir Mut machen und mich feiern und andererseits Verständnis mitbringen, für Klarheit und neue Hoffnung sorgen, wenn die Pläne mal nicht aufgegangen sind. Es hat viel zu lange gedauert, bis ich mir diese Unterstützung gegönnt und erkannt habe, wie viel Kraft es hat, miteinander zu wachsen.

 

Was möchtest du anderen Gründerinnen/selbstständigen Frauen ans Herz legen und aus deinen bisherigen Erfahrungen mit auf dem Weg geben?

Julia: Mach nicht alles allein! Vergleiche dich nicht mit anderen, bleib du selbst. Suche dir so schnell wie möglich Unterstützung, triff dich mit anderen Selbständigen und Unternehmerinnen, lass dich inspirieren und geh dennoch deinen eigenen Weg. Arbeite kontinuierlich an deinem Mindset und gib nicht auf – bleib dran, bleib dran, bleib dran. Immer dann, wenn du denkst, dass alles so richtig Scheiße ist und es nicht mehr weitergeht, steckst du gerade in einem wichtigen Veränderungsprozess, der dich dahin führt, wo du hinwillst. Schau genau hin und lerne daraus – dann wirkt diese Erfahrung wie ein Trampolin, das dich erst kurz nach unten und dann weit nach oben befördert!

 

Zu guter Letzt: Verrate uns dein Lieblingszitat und seine Bedeutung für dich.

Julia: „Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.” – Buddha

Ein unterstützendes Mindset ist heute ein Modewort. Das Prinzip, dass wir mit unseren Gedanken unsere Realität schaffen, ist über 2.500 Jahre alt und inzwischen neurowissenschaftlich belegt.

Für mich hat dieses Wissen ganz viel Erleichterung geschaffen und mir Sinn gegeben: Ich kann mir mithilfe meiner Gedanken die Realität erschaffen, in der ich innerlich erfüllt und finanziell erfolgreich lebe und arbeite. Diese Botschaft und wie es möglich ist, will ich an so viele Menschen wie möglich weitergeben.
 

Vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in dein Business, liebe Julia. Ich bin sehr gespannt, wie sich dein Business weiterentwickelt und wünsche dir viel Erfolg!

Wie war es bei dir? Aus welchem Grund hast du dich selbstständig gemacht? Oder bist du noch am überlegen, wie du es am besten anstellst? Hinterlass einen Kommentar und motiviere damit andere. 

Liebe Grüße

Deine Tanja

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

Bild © Studio Afraz

 

Interview: Katja Raschke von HR konkret Katja Raschke, Personalmanagement & Coaching

Ich habe mit der lieben Katja von HR konkret Katja Raschke, Personalmanagement & Coaching gesprochen und freue mich, dass sie uns ein paar Einblicke in ihr Business gegeben hat. Katja ist Mitglied im she-preneur insider clubBevor wir in das Interview einsteigen, wollte ich von ihr wissen, warum sie sich für den she-preneur insider club entschieden hat. Und das hat sie mir geantwortet:

„In meinen ersten 10 Jahren als selbständige Personalmanagerin und Business Coach war ich stärker im „Offline- und Präsenzgeschäft“ tätig. Ich möchte nun die Chancen des „Onlinegeschäftes“ nutzen und meine Kunden so schneller, effektiver und ortsunabhängig unterstützen zu können.

Genau hier bietet der she-preneur insider club geballtes Wissen und gegenseitige Unterstützung in toller Atmosphäre.“

 

Liebe Katja, welche 3 Eigenschaften beschreiben dich als Person am besten?

Katja: Ich bin eine Verbindung zwischen Struktur, fachlicher Kompetenz und kreativer Begleiterin. Ich arbeite sehr ziel- und lösungsorientiert für meine Kunden und bin aufmerksame Unterstützerin und kritisch Hinterfragende. Gleichzeitig liebe ich es, kreative Ansätze zu nutzen – für mehr Freude an der Sache, mehr Individualität, Änderungen von Perspektiven und mal etwas Ungewohntes zu tun, zum Beispiel indem ich im Coaching mit jemandem male oder ich selbst einen Tandem-Gleitschirmsprung mache.

 

Stelle uns dein Business vor.

Katja: Mein Business als Personalexpertin und Business Coach hat zwei Komponenten:

Der erste Part ist das Personalmanagement für kleinere Unternehmen, ab 2 bis ca. 50 Mitarbeiter, die Interesse daran haben mit ihren Mitarbeitern erfolgreich zu sein.

Ich übernehme oder berate dann bei klassischen Personalaufgaben, die eine Unternehmerin nicht selbst oder allein erledigen kann. Manchmal kann sie es fachlich nicht, weil das nicht ihre Kernkompetenz ist. Manchmal hat sie keine Zeit dazu. An Einzelaufgaben kann das vom Erstellen einer Stellenanzeige über das Anpassen eines Arbeitsvertrages bis zum Arbeitszeugnis viele verschiedene Aufgaben beinhalten. Generell biete ich hier entweder eine Übernahme der Aufgabe oder aber eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ an, so dass die Unternehmerin in Zukunft in der Lage ist, das selbst zu erledigen.

Dann gibt es Projekte, die ich begleite, wie zum Beispiel die Erarbeitung einer Personalstrategie mit Planung und Umsetzung von Meilensteinen. Hier kann es ein klarer Wettbewerbsvorteil sein, wenn ein kleines, wachsendes Unternehmen gleich von Beginn seine Personalstrategie und seine Personalwerkzeuge aufbaut, so dass das in Schritten mitwachsen kann und auch angepasst wird. Wen möchte ich im Unternehmen haben und in welcher Form? Wen muss oder kann ich entwickeln? Welche Beschäftigungsformen biete ich an (Freelancer, Mini-Jobber, Studenten, Teilzeit, Vollzeit, etc.)?

Es kann auch die Definition der Arbeitgebermarke („Employer Branding“) sein. Wer will ich also als Arbeitgeber sein und was biete ich an? Es gibt Projekte, da begleite ich bei einem Personalauswahlprozess, Projekte zur Mitarbeiterbindung oder zur Einführung von kontinuierlichen Mitarbeitergesprächen inklusive Schulung der Vorgesetzten.

Darüber hinaus bin ich Sparringspartnerin für die Unternehmerinnen zu den Themen Personal und Führung, aber auch für die eigene Rolle als Chefin, den Umgang mit den eigenen Ressourcen, Vorbereitung von oder Begleitung in kritischen Situationen oder Gesprächen sowie für die persönliche Entwicklung der Unternehmerin. Da gibt es zum Beispiel monatlich/quartalsweise einen Jour Fix mit einer Beratung und/oder einem Coaching. Je nachdem, was gerade für die Unternehmerin aktuell ist.

Hierbei ist vieles sowohl online wie offline möglich.

Der zweite Part beinhaltet das Business Coaching für Menschen vor oder in einer beruflichen Veränderung. Hier geht es im Wesentlichen um die Definition des eigenen beruflichen Ziels (neuer Job, Neuorientierung, zum ersten Mal Chefin), die eigenen Stärken und Ressourcen und den Weg zur Zielerreichung.

Die Menschen erhalten zusätzlich mein geballtes Knowhow als Personalexpertin, d.h. zum Beispiel Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbung bis zur Simulation eines Bewerbungsgespräches sogar bis zur Begleitung in der ersten Zeit in der neuen Rolle.

Ich biete Kurzcoachings an, denn manchmal braucht es gar nicht lang, bis der Knoten platzt und der Coachee weitergehen kann. Darüber hinaus gibt es Coaching-Pakete und zusätzlich einen VIP-Tag. Der ist dann ganz exklusiv, für eine ganz intensive Bearbeitung und zügige Lösung. Immer mit einer Vor- und Nachbereitung – zur Sicherstellung des Erfolgs.

Dabei habe ich zwei Spezialangebote: zum einen ist es offline möglich, ein Coaching als „Ge(h)spräch“ in der Natur durchzuführen, denn in der Bewegung und der Natur ergeben sich häufig ganz andere oder neue Perspektiven.

Zum anderen haben die Coachees die Möglichkeit mit mir Bilder sprechen zu lassen oder zu malen. Da steht dann nicht der künstlerische Aspekt im Vordergrund (obwohl da auch schon tolle Sachen entstanden sind), sondern auch hier kommt es durch die Beschäftigung mit Bildern oder das eigene, aktive Zeichnen und Malen zu überraschenden Ergebnissen.

 

Was bedeutet Erfolg für dich?

Katja: Ganz klassisch und konkret, wenn ich meine Ziele oder meine Kunden ihre Ziele erreicht haben.

 

Wie kam es dazu, dass du dich für die Selbstständigkeit entschieden hast?

Katja: Ich hatte bereits in meiner angestellten Funktion im Personalbereich eines Konzerns immer mal wieder überlegt, dass ich die Personaltätigkeit gern für kleinere Unternehmen anbieten möchte. Die können sich oft keine angestellte Personalerin leisten und ich kann ihnen dann  zum Erfolg verhelfen, mit den Pflichtaufgaben, aber vor allem auch mit der „Kür“.  Zudem war ich im alten Unternehmen schon sog. „Change Agent“ und kontinuierliche Begleiterin der Fachbereiche und Vorgesetzten. In der ersten Zeit der Selbständigkeit habe ich dann zusätzlich meine Weiterbildung zum „Systemischen Business Coach“ absolviert.

Die selbständige Tätigkeit war außerdem eine hervorragende Gelegenheit, mein „eigenes Ding“ zu machen und Familie und Beruf zu verbinden.

 

Nenne 3 Dinge, die du als Selbstständige vermisst (und was du dagegen tust).

Katja: In den ersten Jahren habe ich vor allem das Miteinander vermisst, den Austausch unter Kollegen, das gemeinsame Entwickeln von Ideen und gegenseitige „Befruchten“. Manchmal, wenn die Priorität für mich in der Familie lag, auch ein fester Rhythmus. Andererseits war und ist das aber auch ein großer Vorteil.

Nach und nach habe ich meine eigene Struktur gefunden und die ersten Kontakte außerhalb und neben Kunden gefunden und wie ich an Informationen oder neue Ideen gelange (Gespräche, Kontakte, Bücher, Online-Medien, etc). Denn häufig sind die Themen, die mich bei der Weiterentwicklung meines Business interessierten im privaten Umfeld nicht relevant oder von Interesse.

 

Wie wichtig ist für dich das Thema „Netzwerken“? Und welche Vorteile siehst du im „Netzwerken unter Frauen“?

Katja: Ich halte Netzwerke für enorm wichtig. Ich musste allerdings auch ein bisschen ausprobieren, was für mich passt. Welche Personengruppen für mich richtig sind und wie so die Stimmung dort war. Ich bin da auch etwas wählerischer geworden. So bin ich mittlerweile in einem kleinen, lokalen Unternehmerinnennetzwerk aktiv und aktuell online im she-preneur insider club. Den Austausch unter Frauen empfinde ich nochmal intensiver als in gemischten Gruppen. Ich finde da eher Mitspielerinnen, die zu mir passen. Die Sprache ist anders und ich erlebe eine andere Art von Unterstützung und Solidarität.

 

Was möchtest du anderen Gründerinnen/selbstständigen Frauen ans Herz legen und aus deinen bisherigen Erfahrungen mit auf dem Weg geben?

Katja: Geht raus – raus aus dem Schneckenhaus, sucht euch UnterstützerInnen, Gleichgesinnte, achtet auf das, was euch guttut und spinnt auch mal!

 

Zu guter Letzt: Verrate uns dein Lieblingszitat und seine Bedeutung für dich.

Katja: „Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ – Antoine de Saint-Exupéry

Ich verbinde damit eine Haltung. Sowohl für mich, als auch bei meinen Kunden und Coachees, ist es oft hilfreich mal einen anderen Standpunkt einzunehmen, den Blickwinkel auf ein Problem und sich selbst zu verändern und oft ist man dann ruck-zuck bei einer Lösung und kann weitergehen.

 

Vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in dein Business, liebe Katja. Ich bin sehr gespannt, wie sich dein Business entwickelt und wünsche dir viel Erfolg!

Wie war es bei dir? Aus welchem Grund hast du dich selbstständig gemacht? Oder bist du noch am überlegen, wie du es am besten anstellst? Hinterlass einen Kommentar und motiviere damit andere. 

Liebe Grüße

Deine Tanja

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

Bild © Nathalie Löbel – lentille fotografie

Interview: Felicitas Dieterle von „Travel Agency Writer“ und „Ehren-Worte“

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Ich habe mit der lieben Felicitas von Travel Agency Writer – Blog Content nach Maß und Ehren-Worte gesprochen und freue mich, dass sie uns ein paar Einblicke in ihr Business gegeben hat. Im she-preneur TALK erzählt sie uns von ihrer Idee, ihren Zielen und den ersten Schritten hin zum eigenen Unternehmen.

Felicitas hat ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht und unterstützt Kunden aus der Reisebranche dabei, sich auf deren Blog authentisch darzustellen. Aber das ist nicht alles, denn ihr zweites Standbein ist etwas einzigartiges. Die „Ehren-Worte“ als individuelles Geschenk für besondere Menschen. Bist du neugierig geworden, was es damit auf sich hat? Dann empfehle ich dir das folgende Interview.

 

Liebe Felicitas, welche drei Eigenschaften beschreiben dich als Person und Unternehmerin am besten?

Felicitas: Authentizität, Leidenschaft, Einfühlungsvermögen.

 

Wann hast du deine Leidenschaft für das Schreiben und Kommunikation entdeckt und wie hast du diese in deinem beruflichen Leben integriert?

Felicitas: Meine Leidenschaft für das Schreiben war immer da. Ich schreibe seit meiner frühesten Kindheit. Im Verlauf meines Lebens stellte ich fest, dass mir völlig unbekannte Menschen, denen ich begegnete, wenn ich unterwegs war, dazu neigen, mir während Gesprächen sehr persönliche Dinge anzuvertrauen und mit meinem Umfeld verhielt es sich genauso. Ich habe schon von jeher eine Vorliebe dafür gehabt, mich von anderen Menschen in deren Kopf einladen zu lassen, weil das hochinteressant ist. Eine Bekannte brachte einmal scherzhaft auf den Punkt, wie ich von anderen oft wahrgenommen werde – sie nannte mich „Frau Doktor“, um auszudrücken, dass ich auf andere Menschen vertrauenswürdig wirke und dass ich eine gute Zuhörerin bin, viel Verständnis geben kann und helfe, wo es möglich ist. Das ist sicher richtig – aber auch ich brauche heute immer noch manchmal einen „Doktor“ – also jemanden, der mir liebevoll zuhört und mir das Gefühl gibt, verstanden zu werden. Wie jeder von uns will auch ich mich mal anlehnen dürfen … Nach einem privaten Umbruch im Jahr 2014 wurde mir klar, dass wir u.U: nicht alle Zeit der Welt haben und dass keine Angst jemals so Macht in unserem Inneren bekommen darf, dass wir ihr erlauben, uns von unseren Träumen und deren Umsetzung abzuhalten. Ich habe eine lange „Ausbildungszeit“ hinter mir, während der ich alles gelernt habe, was ich für mein Business brauche. Zuerst natürlich fachlich. Ich bildete mich im Bloggen und in Journalismus weiter. Solide Kenntnisse der Betriebswirtschaft (mein Lieblingsfach früher in der Schule) halfen mir bei der Gründung. Andere Dinge, wie z.B. Social Media und seine ganz speziellen Regeln, das Umsetzen der Marketing-Theorie und das Finden meiner Business-Identität entwickelte ich nach und nach mit zunehmender Praxis.

 

Seit wann bist du selbstständig und warum hast du dich selbstständig gemacht?

Felicitas: Ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich das von jeher sein wollte. Mein Grundcharakter ist der einer freiheitsliebenden Individualistin. Ich hatte diese Vision vom eigenen Business immer – es dauerte allerdings sehr lange, den Mut zu finden, dieses Bedürfnis von mir auch zu leben!

 

Du hast zwei Standbeine in der Selbstständigkeit. Stelle uns die beiden Zweige deines Business‘ vor. Und wie ist das Projekt „Ehren-Worte“ entstanden? Was ist dein Ziel? Wer ist deine Zielgruppe und wen unterstützt du mit dem Projekt?

Felicitas: Sehr gerne! Mein erstes Standbein ist Travel Agency Writer – Blog Content nach Maß, wo ich meinen Kunden dabei helfe, sich auf ihrem Blog authentisch darzustellen, d.h. mit ihren Werten und dem, woran sie glauben. Ich arbeite vorwiegend für Spezialreisebüros, also z.B. solche, die sich im nachhaltigen Tourismus engagieren oder ein spezielles Thema haben, zu dem sie Reisen anbieten. Es gibt so viele wunderbare Spezialreisebüros da draußen! Wellnessreisen, Yogareisen, Tanzreisen, Genuss- und Gourmetreisen etc. pp sie alle verdienen Content auf ihrem Blog, der sie angemessen repräsentiert und den bekommen sie von mir. Es kommt einem Reisebüro optimal zugute, wenn es EINEN Partner hat, mit dem es zusammenarbeitet. Ein einheitlicher Stil auf dem Blog kann am besten die Botschaft, das USP und auch die Seele eines Unternehmens transportieren. Mein zweites Standbein entstand aus einer Idee, die ich für jemanden hatte, der mir sehr viel bedeutet. Dieser Lieblingsmensch von mir hatte in diesem Jahr einen runden Geburtstag und ich überlegte, was ich ihm zu diesem Anlass Gutes tun könnte. Ich dachte nach … Mein Freund ist ein Individualist der es liebt, wenn man sich selbst etwas ausdenkt und zu diesem besonderen Anlass hatte ich dann die Idee, eine Art Album für ihn zu machen, das Interviews, Fotos und Geschichten über ihn beinhalten sollte. Tenor: Wer ist er, was macht ihn für Euch aus und wie hat er Eurer Leben beeinflusst. Ich wollte ihn ehren, ihm zeigen, wie besonders er ist – was für ein Geschenk für diese Welt … Das war die Geburtsstunde der „Ehren-Worte“. Ich liebe dieses Konzept so sehr, dass ich es auch anderen Menschen zugänglich machen möchte. Mein eigenes Leben hat mich gelehrt, dass wir jede Gelegenheit wahrnehmen sollten, den Menschen, die uns wichtig sind, zu sagen, was sie uns bedeuten, denn wenn sie erst bei Gott sind, ist es zu spät…

 

Was sind deine konkreten Angebote, um deine Kund*innen bzw. ihre Lieblingsmenschen zu ehren?

Felicitas: Ich habe aktuell zwei Angebote: Meine Haupt-Dienstleistung sind die Ehren-Worte in Buchform. Das ist quasi die „PlatinVersion“. Ein von mir erstelltes Buch, das Interviews, Fotos und Geschichten über die zu ehrende Person enthält, sodass sich am Ende ein Bild davon ergibt, WER der Betreffende ist und WAS er seinem Umfeld bedeutet. Das ist eine wunderschöne, persönliche, bleibende Geschenkidee für besondere Anlässe, wie runde Geburtstage, Hochzeiten etc. Die zweite Variante, die ich anbiete, eignet sich wunderbar als „kleine Ehrung zwischendurch“. Wenn ich mich einfach bei jemandem bedanken will, weil er /sie etwas Schönes für mich getan hat, mir geholfen hat, mir beigestanden hat in einer schweren Zeit oder einfach dafür , dass er da ist, dass diese Person in meinem Leben ist, dann kann ich ihm oder ihr durch einen „Letter of honor“ zeigen, wieviel mir an ihm liegt und wie sehr ich das zu schätzen weiß, was er/ sie für mich getan hat.

 

Beschreibe deine Arbeitsweise. Wie erstellst du die „Ehren-Worte“ deiner Kund*innen?

Felicitas: Zunächst führe ich ein Gespräch mit meinem Auftraggeber/ meiner Auftraggeberin und lasse mir von ihr erzählen, um wen es geht und was der Anlass ist. Dann informiert mich mein Auftraggeber/ meine Auftraggeberin darüber, WEN ich interviewen und WIE ich mit den betreffenden Personen in Kontakt treten darf. Mein Auftraggeber / meine Auftraggeberin hat zuvor deren Bereitschaft abgeklärt und die jeweils anderen Beteiligten darüber informiert, dass ich sie kontaktieren werde. Inzwischen haben wir den groben Rahmen besprochen, also: Welche Ideen und Wünsche hat der Auftraggeber / die Auftraggeberin? (Interviews, Anekdoten, Fotos, Geschichten, WORAUF soll besonders eingegangen werden, gibt es spezielle Punkte in der Biographie des Betreffenden, die einbezogen werden sollen etc…) Interviewfragen stelle ich zuvor zusammen und die Themen für die Anekdoten und Geschichten legen wir während der Vorbereitung fest. Ich bin mit meinen Klienten jeweils im engen Kontakt, d.h. sie bekommen alle Fragen und auch alle Geschichten vorab zur Freigabe zugeschickt und erst, wenn sie ALLES KOMPLETT abgesegnet haben, geht es dann in Druck. In einem letzten Schritt informiere ich meinen Klienten darüber, wann das Buch fertig ist und ihm dann direkt zugeht. Beim Letter of honor ist das Procedere so, dass ich mit meinem Auftraggeber / meiner Auftraggeberin ein ausführliches Gespräch führe, in dessen Rahmen ich mir erzählen lasse, um wen es sich handelt und was der genaue Hintergrund ist. Dann verfasse ich auf Basis der mir vorliegenden Informationen einen entsprechenden Text, den der Klient dann zur Freigabe zugeschickt bekommt. Hat der Klient Änderungswünsche, so werden diese von mir berücksichtigt und eingearbeitet. Ist er mit dem Text glücklich, dann darf er sich ein individuelles Briefpapier aussuchen und dieses geht ihm dann zu. Meinen Text hat er / sie zuvor per E-Mail bekommen und nun kann dieser handschriftlich von ihm / ihr auf den Briefbogen übertragen werden. Ich habe dieses Angebot entwickelt, weil ich immer wieder gesagt bekam, dass ich wunderschöne Briefe schreibe und weil viele Menschen jemanden suchen, der „ihre Worte findet“. Auch das hörte ich sehr oft. Aber auch, wenn jemand selbst gut schreiben kann, ist so ein Angebot eine Überlegung wert. Ich selbst möchte irgendwann meine Biographie als Buch haben, das würde ich allerdings nicht selbst machen, denn ein Arzt operiert sich ja auch nicht selbst. Ich fände es schön, wenn das jemand für mich machen würde. So ein Gegenüber kann dann auch seine eigenen Eindrücke mit einfließen lassen und –gerade bei einer Biographie – ergibt das dann noch einmal ein viel runderes Bild – nicht zuletzt auch durch den anderen Schreibstil, der hineinkommt.

 

Ich kann mir vorstellen, dass es zum Teil eine sehr emotionale und persönliche Arbeit ist, die viel Feingefühl erfordert, richtig? Wie gehst du mit den persönlichen Geschichten deiner Kund*innen um?

Felicitas: Ich habe Schweigepflicht. Alle Daten, wie z.B. Fotos und die Inhalte der Interviews werden von mir auf Trägermedien archiviert, und auf meinem Rechner nach Abschluss des Auftrages sofort gelöscht. Dafür unterschreibe ich auch. Ebenso, wie für meine Schweigepflicht. Beides passiert vor der Aufnahme der Arbeit für den aktuellen Auftrag.

 

Kannst du ein Kundenbeispiel nennen, das dich besonders berührt hat?

Felicitas: Ich kann sagen, dass jeder Auftrag einzigartig ist und dass Menschen auf unglaublich vielfältige Weise von ihrem Umfeld als wertvoll betrachtet werden … wenn ich darüber nachdenke, dann muss ich vor Rührung jedes Mal mit den Tränen kämpfen.

 

Zu guter Letzt: Was möchtest du allen Frauen der she-preneur Community im Hinblick auf das Schenken und die Ehrung ihrer Lieblingsmenschen mit auf den Weg geben?

Felicitas: Egal, welche Krisen auch immer wir im Leben zu überstehen haben und gleichgültig, wie hoffnungslos uns der Augenblick mitunter erscheinen mag: Das Bewusstsein, WIEVIEL wir unserem Umfeld eigentlich bedeuten – auch, wenn das nicht an jedem Tag so stark spürbar ist oder uns gegenüber zum Ausdruck gebracht wird – sollte zu jeder Zeit in uns sein. EhrenWorte können das leisten. DAS ist meine Mission.

Vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in dein spannendes Business, liebe Felicitas. Ich bin sehr gespannt, wie es sich weiterentwickelt und wünsche dir viel Erfolg!

 

Wie war es bei dir? Aus welchem Grund hast du dich selbstständig gemacht? Oder bist du noch am überlegen, wie du es am besten anstellst? Hinterlass einen Kommentar und motiviere damit andere. 

Liebe Grüße,

Deine Tanja

PS: Du willst mehr über den she-preneur TALK erfahren? Dann schau hier vorbei.

Bild © Susanne Baur

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