{Podcast} Das sind die 6 Phasen zum Aufbau von einem digitalen und skalierbaren Business

Letztens hatten wir eine Sprintwoche im Team und haben dabei eine Woche lang an einem speziellen Thema gearbeitet. Das Thema war die Optimierung bzw. die Verbesserung der she-preneur Academy: Wie können wir unseren eigenen Community-Bereich für unsere Kundinnen noch attraktiver gestalten? Im Rahmen dessen haben wir uns auch noch überlegt, welcher Content unseren Kundinnen weiterhilft. Daraus habe ich eine Anleitung bestehend aus 6 Phasen entwickelt, die wir durchlaufen auf dem Weg hin zu einem skalierbaren Business – einem Business, bei dem du wirklich nicht mehr Zeit gegen Geld tauschst, wo du jede Menge verkaufen kannst, aber nicht mehr Arbeit hast. Das Ganze möchte ich gerne auch hier mit dir teilen.

In dieser Episode erzähle ich dir also, wie du dein digitales Business Schritt für Schritt aufbaust und skalierst. Ich erzähle dir außerdem, wie ich mein Business aufgebaut und welche Fehler ich auf dem Weg dahin gemacht habe. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Ich möchte dich einmal mit auf den Weg nehmen und dir zum einen erzählen, wie du vorgehst, wenn du dir ein Business aufbaust, das wirklich auch skalierbar ist, bei dem du eben nicht mehr deine Zeit gegen Geld tauscht, und ich möchte dir gleichzeitig erzählen, was ich auf diesem Weg dahin falsch gemacht habe. Denn ich habe she-preneur aufgebaut, ohne dass ich wusste, wie man ein digitales Online Business aufbaut.

Eine Zusammenfassung aller Tipps findest du am Ende des Artikels.

Es ist eine Herausforderung.

[4:31] – Der Aufbau von einem Membership-Bereich, dem she-preneur insider club, den ich 2016 gegründet habe, das war etwas, was ich mir in den Kopf gesetzt hatte, weil ich es woanders gesehen habe und dachte: Wow, wie cool ist das denn? Wiederkehrende Einnahmen, du stellst ein bisschen was an Inhalten zur Verfügung und erklärst deinen Kundinnen, wie genau etwas umgesetzt wird. Ich hatte damals unterschiedliche Anleitungen erstellt, wie man zum Beispiel die eigene Zielgruppe findet, wie man eine Marktforschung macht, wie man eine Social Media Strategie erstellt, etc., und Monat für Monat gab es unterschiedliche Inhalte. … An diesem Konzept hatte ich unheimlich viel Freude und wollte das auch unbedingt umsetzen, etwas anderes kam mir gar nicht in den Sinn und ich glaube, da hätte mich wahrscheinlich auch niemand von abbringen können. Auch aus diesem Grund habe ich eben sehr viele Fehler gemacht, denn am Anfang wusste ich nicht, wie herausfordernd es ist einen Member-Bereich aufzubauen. Ohne Community, ohne dass ich bekannt war, ohne dass ich jemals etwas im Bereich Online-Marketing gemacht habe. … Deswegen hat es auch unglaublich lange gedauert, bis ich vom she-preneur insider club, also von meinem Member-Bereich, auch wirklich leben konnte.

[6:34] – Auf dem Weg dahin habe ich sehr viel ausprobiert. Ich habe natürlich auch Entwicklungsphasen hinter mir, die sehr anstrengend waren, wo ich auch viele Menschen – viele Kundinnen – verloren habe, die mit dem, was ich gemacht habe bzw. wie ich mich und mein Angebot weiterentwickelt habe, nicht konform gegangen sind. Es war eine sehr herausfordernde Reise, die ich in den letzten Jahren hinter mir habe.

[7:38] – Da draußen im Internet wird uns ganz oft erzählt, wie super leicht es ist, Kundinnen und Kunden zu gewinnen. Und wie leicht es ist, so einen Online-Kurs aufzubauen, mit dem du ganz schnell auch passives Einkommen aufbaust. Wir haben in den letzten Wochen die Und-Action-Challenge durchgeführt, in der meine Kundinnen ihr erstes Online-Produkt erstellt haben. Und auf dem Weg dahin haben sie gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist, Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die eigenen Programme zu finden und schon gar nicht, wenn man dafür Geld verlangt. Das ist etwas, was die meisten nicht kommunizieren, denn schöner ist es ja, wenn wir schnelles Geld verdienen können, wenn wir einen Online-Kurs entwickeln, den wir einfach verkaufen können. Was dir niemand erzählt, ist, dass es nicht so einfach ist – also dass es nicht reicht, einfach nur einen Online-Kurs zu entwickeln und den online zu stellen, sondern dass du ihn auch verkaufen musst. Und das Verkaufen ist das, was anstrengend ist. … Es ist viel, viel schwieriger, als die meisten sagen, und deswegen möchte ich in dieser Episode etwas aufräumen, ein bisschen Klarheit schaffen, und dich hoffentlich auch auf den richtigen Weg bringen, falls du zu denjenigen gehörst, die das Gefühl haben, dass sie auf dem Weg hin zu einem erfolgreichen Online-Business nicht ganz richtig sind, dass irgendwas noch nicht ganz passt, dass du vielleicht auch nicht weißt, was der nächste Schritt ist für dich.

4 Fragen, um zu schauen, wo genau du startest.

[10:11] – Diese Blaupause oder diesen einen Weg, den ich dir jetzt zeige, den gibt es, aber wo genau du startest, kommt ein bisschen darauf an, wo du gerade stehst. Das ist ganz wichtig, und auch das wird von den meisten eben eher nicht erwähnt. Wir sprechen eher pauschal, wir sprechen einfach meistens die Allgemeinheit an, und können natürlich auch gar nicht auf Einzelfälle eingehen. Aber ich möchte in dieser Episode zumindest ein bisschen darauf eingehen und dir einmal erzählen, worauf es ankommt, wo du mit deinem Business startest.

[11:01] – Zum einen musst du natürlich wissen, wer deine Kund:innen wirklich sind. Hast du ein Angebot, für das es einen Bedarf gibt? Ohne ein Angebot, für das es einen Bedarf gibt, kannst du auch kein Geld verdienen, das ist nicht möglich. Wenn du dieses Angebot hast, wäre die zweite Frage, die ich dir stellen: Hast du ein Angebot, das sich schon erfolgreich verkauft (egal, ob im 1:1 oder in der Gruppe oder vielleicht hast du auch schon einen Online-Kurs)?

[11:46] – Dann ist es natürlich auch noch wichtig zu schauen, ob du einen Newsletter-Verteiler hast, in dem sich Interessent:innen, potentielle Kund:innen für dein Angebot aufhalten. Als viertes ist es relevant einmal zu schauen: Wo stehst du gerade im Thema Community-Aufbau? Hast du eine Community, die dir folgt? … Hast du eine Community, die mit dir interagiert?

[12:22] – Diese vier Punkte, die ich dir gerade genannt habe, sind extrem wichtig und hängen davon ab, wo du mit einem Angebot startest. Wenn du online schon aktiv bist, wenn du vielleicht schon ein paar Jahre lang gebloggt hast und dir durchs Bloggen zum Beispiel eine große Community aufgebaut hast, und auch einen Newsletter-Verteiler aufgebaut hast, dann kannst du woanders starten, als jemand, der vielleicht noch offline arbeitet und gerade darüber nachdenkt, online die eigenen Angebote zu verkaufen. … Das heißt, je mehr von den Fragen, die ich dir gerade gestellt habe, du mit Ja beantworten kannst, und natürlich je größer deine Reichweite ist, desto leichter ist es auch ein skalierbares Angebot zu entwickeln und zu verkaufen, also ein Angebot, in dem du nicht deine Zeit gegen Geld tauscht. Wenn du diese Fragen noch nicht mit Ja beantworten kannst, oder nur wenige davon, dann ist es wichtig erstmal … zu recherchieren, wer überhaupt deine Kund:innen sind und was sie von dir brauchen.

[13:53] – Die meisten denken, es ist ein Weg für alle – aber das ist es nicht. Wenn du bessere Voraussetzungen hast (eine größere Reichweite, eine starke Community), dann kannst du viel leichter und schneller ein skalierbares Produkt aufbauen, als jemand, der online noch gar nicht unterwegs ist und auch noch gar keine Community hat.

Das sind die 6 Phasen zum Aufbau eines digitalen und skalierbaren Business.

[15:05] – Der allererste Schritt ist wirklich die Recherche. Du guckst dir an, wer könnten deine Kund:innen sein. Wem könntest du helfen und welches Problem könntest du für sie lösen? Diese Recherchephase solltest du definitiv nicht überspringen und in dieser Phase solltest du Kund:inneninterviews führen. Ich habe in 2016, bevor ich damals meine Membership gegründet habe, bestimmt 20 Kundinneninterviews geführt. … Mittlerweile würde ich dir raten, die wirklich auch per Zoom zu führen, aber bitte nicht schriftlich. Führe wirklich persönliche Gespräche. Nichts ist hilfreicher, als mit Menschen zu sprechen, die potentielle Kundinnen oder Kunden für dein Produkt sein könnten, denn du kannst unheimlich viel von diesen Menschen lernen, wenn du Antworten hinterfragst. Wir bekommen nicht unbedingt die Antworten, die uns weiterhelfen, sondern müssen manchmal eben auch ganz neugierig einmal nachfragen. Da ist es ganz wichtig, dass wir wirklich persönliche Beziehungen aufbauen, dass wir persönliche Gespräche führen. … Das, was du herausfinden willst, ist zu erfahren, welches Problem du für deine Kundinnen und Kunden lösen kannst und vor allem auch möchtest, und wofür sie bereit sind Geld auszugeben. In dieser Anfangsphase brauchst du noch keine Webseite, du brauchst noch keine eigenen Social-Media-Kanäle, du brauchst auch noch nicht unbedingt Content zu erstellen und zu veröffentlichen. In dieser Phase reicht es eigentlich, wenn du Zeit hast, und wenn du bereit bist in den Austausch zu gehen, mit Menschen zu reden und Kontakte zu knüpfen. … Wer sind die Menschen, die sich mit Themen beschäftigen, bei denen du unterstützen kannst? Das ist ein Bereich, der ganz schnell von ganz vielen übersprungen wird, weil sie denken, sie wissen schon alles. Aber in den allermeisten Fällen wissen wir nicht, was unsere Kund:innen genau wollen. Wir denken, dass wir das wissen, weil wir wissen, wie wir Menschen helfen können. Aber wie genau wir sie ansprechen müssen, damit sie sich überhaupt angesprochen fühlen, das lernen wir, wenn wir wirklich in die Marktforschung gehen, wenn wir mit Menschen sprechen. Das ist die nullte Phase, also bevor du irgendetwas machst, bitte recherchiere.

[20:02] – In der Phase 1 entwickelst du eine Beta-Version von deinem Angebot. Diese Beta-Version deines Angebots entwickelst du auf Basis der Ergebnisse der Recherchephase. … Dieses Beta-Programm ist für dich wirklich ein Türöffner. Es ist eine Win-Win-Situation für dich und für deine Kund:innen – du kannst lernen und deine Kund:innen können entweder kostenfrei oder zu einem wesentlich günstigeren Preis von deiner Expertise profitieren. Die Hürde dein Angebot wahrzunehmen, ist viel niedriger, da das Produkt entweder stark vergünstigt oder kostenfrei ist. Wenn du sofort mit dem Angebot rausgehst und den Normalpreis verlangst, dann machst du es dir viel schwerer. Der Preis, den du anbietest, wenn du dich entscheidest etwas kostenpflichtig zu machen, der sollte wirklich ein No-Brainer sein. … Die Beta-Version deines Angebots hilft dir leichter an deine ersten Kundinnen und Kunden ranzukommen und sie hilft dir dabei wirklich Klarheit darüber zu bekommen, was deine Kund:innen eigentlich wollen und wie du ihnen helfen kannst – wofür sie Geld ausgeben. Das sind die Dinge, die du lernst … in der Zusammenarbeit mit deinen Kund:innen. Bei so einem Beta-Programm geht es wirklich nicht darum in erster Linie Geld zu verdienen, sondern es geht darum so viel wie möglich zu lernen. Diese Learnings brauchst du, um dein eigenes Angebot weiterzuentwickeln, um aus deinem Angebot auch ein skalierbares Angebot zu machen. Denn du wirst merken, dass es nicht so einfach ist Angebote zu verkaufen, vor allem, wenn du noch nicht bekannt bist, wenn du noch nicht ganz klar kommunizieren kannst, welchen Nutzen deine Kunden oder deine Kundinnen eigentlich haben. … Deswegen ist es viel wichtiger wirklich dort mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen und zu lernen, wie du dein Angebot zukünftig so kommunizieren kannst, dass deine potenziellen Kund:innen auch erkennen können, dass sie dein Angebot nicht verpassen sollten. Wenn du Kund:innen für die Beta-Version deines Angebots gefunden hast und wenn du dein Programm erfolgreich mit mehreren Menschen, entweder im 1:1 oder auch in einer kleinen Gruppe, durchgegangen bist, dann hast du idealerweise auch genug Klarheit, was ihre Schmerzpunkt sind und wofür sie bereit sind Geld auszugeben.

Lies hierzu: So erstellst du eine perfekte Beta-Version deines Angebots.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Gruppenprogramme im Online-Business verkaufen

[23:53] – In der zweiten Phase bietest du deine Unterstützung Kund:innen im 1:1 an und arbeitest mit deinen Kundinnen und Kunden intensiver an der Lösung ihres Problems. Das kann in Form einer Beratung sein, das kann ein Coaching sein, du kannst aber auch Dienstleistungen anbieten. In dieser Phase geht es darum deine Expertise zu verfeinern und zu lernen, wie du deine Kundinnen und Kunden schneller und leichter von A nach B bringst. Die Zusammenarbeit in dieser zweiten Phase auf dem Weg hin zu einem skalierbaren Business ist wirklich zu lernen, was ihre Probleme sind. Wenn du nicht in der 1:1 – Zusammenarbeit bleiben möchtest und Gruppenprogramme, Online-Kurse, etc., entwickeln möchtest, dann ist diese zweite Phase so eine Art Ausbildung für dein zukünftiges Online-Business. Du kannst unheimlich viel lernen und das, was du hier lernst, ist die Basis für die nächsten Phasen für ein skalierbares Business. In dieser Phase kannst du dich auch gut ein bis zwei Jahre aufhalten und du kannst hier am Anfang kostengünstig einsteigen und deine Preise Schritt für Schritt erhöhen. Wenn du deine Preise erhöhst und deine Kund:innen auch die höheren Preise bezahlen, dann wirst du merken, dass du auf einem guten Weg bist dein Business weiter aufzubauen, weiter zu skalieren bzw. auch mehr Umsatz zu generieren.

[25:46] – Diese zweite Phase habe ich in meinem Business komplett übersprungen. Also eigentlich bin ich diese Phasen, die ich dir jetzt vorstelle, in einer komplett falschen Reihenfolge durchgegangen, und habe es mir deswegen sehr schwer gemacht. Ich habe von Anfang an nur sehr wenige 1:1 – Kundinnen betreut und immer nur dann, wenn ich das Gefühl hatte, ich habe Lust, mit der Person zusammenzuarbeiten, mich interessiert das Geschäftsmodell, und ich kann bei der Entwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells auch wirklich unterstützen. Aber ich habe es nicht genutzt, um wirklich zu lernen, was meine Kundinnen eigentlich wollen und wie ich sie noch schneller oder noch leichter von A nach B bringen kann.

[26:58] – Die Phase drei: … In dieser Phase bietest du einfach deine Unterstützung einer kleinen oder größeren Gruppe an und mit dieser Gruppe arbeitest du gezielt an der Lösung ihres Problems. Ein Gruppenprogramm zu verkaufen ist wesentlich herausfordernder, als mit 1:1 – Kund:innen zusammenzuarbeiten. Denn du brauchst nicht nur mehrere Personen, die bereit sind an einem bestimmten Tag zu starten und die auch Folgetermine gemeinsam wahrnehmen, du brauchst auch Personen, die alle das gleiche Problem haben, welches sie mit deiner Unterstützung lösen möchten. … Wenn du schon erfolgreich bist, wenn du deine Online-Kurse oder Online-Programme erfolgreich verkaufst, wenn eine gute Community hast, die wirklich von dir lernen will, dann ist es auch nicht schwierig Gruppenprogramme zu verkaufen. Aber gerade am Anfang ist es herausfordernder, weil du einfach viel mehr Menschen brauchst, die … das gleiche Problem haben und zu dem gleichen Termin starten können und wollen. Auch in der Phase kannst du dich nochmal gute ein bis zwei Jahre aufhalten, um wirklich zu lernen, was deine Kund:innen haben möchten, wie du ihnen weiterhelfen kannst, wie du ihnen auch in der Gruppe weiterhelfen kannst. Du kannst hier natürlich auch nochmal gucken, wie du ihnen schneller helfen kannst oder ob das, was du anbietest, in der Gruppe funktioniert: Interagieren sie, bleiben sie dran, kommen sie zu deinem Termin, können sie deine Inhalte durcharbeiten, kommen sie mit, lieferst du ihnen viel zu viel? Denn eine Sache, die wir halt ganz oft machen, ist, dass wir unseren Kundinnen und Kunden viel zu viel Content geben und am Ende kommen sie nicht mit und hören dann auf mit unseren Inhalten zu interagieren, unsere Inhalte umzusetzen. Und das hilft uns natürlich nicht weiter, wenn wir ein Produkt auf den Markt bringen wollen, mit dem unsere Kund:innen auch Erfolge haben sollen. Wenn du den Fokus in der dritten Phase auf Gruppenprogramme legst, dann würde ich auch so lange weitermachen, bist du wirklich das Gefühl hast, dass es funktioniert, also dass du eine Gruppe von A nach B bringen kannst. Wenn du das hast, dann kannst du, zum Beispiel, als nächstes deine Inhalte aufnehmen und daraus entweder einen kleinen Online-Kurs machen, oder du machst daraus ein begleitetes Gruppenprogramm. Also du stellst die Inhalte online zur Verfügung und nutzt die Live-Termine, entweder für Q&As oder für Hotseats … . Das könnte eine Möglichkeit sein, Gruppenprogramme weiter zu eskalieren. In dieser dritten Phase „Gruppenprogramme“ startest du dann mit einem skalierbareren Angebot, weil du eben mehrere Kund:innen zur gleichen Zeit betreuen kannst, und nicht mehr nur eine:n Kund:in deine Aufmerksamkeit widmest.

[31:02] – Dann kann es weitergehen mit dem nächsten Schritt und das sind Online-Kurse. Hier verkaufst du dein Wissen in Form von kleineren Online-Kursen. Das muss noch nicht dieses Riesen-Premium-Programm sein, von dem viele reden, dass viele gerne hätten. Das Premium-Onlineprogramm oder der Premium-Online-Kurs ist ein Produkt, das sich einfach über einen Zeitraum von mehreren Jahren … entwickelt hat. … Wir alle haben mal woanders gestartet, wir alle haben mal bei Null gestartet und hatten eben nichts, und das ist etwas, was wir nicht vergessen dürfen. Wir sollten uns niemals mit anderen vergleichen, sondern immer nur mit uns selbst – Schritt für Schritt weiterwachsen, Schritt für Schritt weitergehen, und die eigenen Angebote Schritt für Schritt optimieren. Wenn du in dieser vierten Phase deinen ersten Online-Kurs entwickelst, dann würde ich schauen, dass du Bestandteile von deinem Gruppenprogramm nimmst und sie nach und nach in kleinere Online-Kurse umwandelst und aus diesen Online-Kursen irgendwann einen großen Online-Kurs machst, so dass das Thema „Online-Kurs entwickeln“ nicht dieser Mount Everest ist, den du erklimmen möchtest. … Deswegen macht es Sinn mit kleineren Produkten zu starten, die dann zu einem größeren Kurs zusammengefügt werden. Ich sage das auch, weil es gar nicht so einfach ist einen Online-Kurs zu verkaufen. Menschen wollen keinen Online-Kurs, sie wollen die Lösung ihres Problems. Sie wollen so schnell wie möglich eine Lösung für ihr Problem gefunden haben, das heißt, sie suchen nicht unbedingt nach einem Online-Kurs, sondern sie suchen nach der Lösung ihres Problems. Und wenn du ihr Problem mit Hilfe eines Online-Kurses lösen kannst, dann ist ein Online-Kurs eine gute Option für diese Person. Du brauchst auch wirklich ein sehr gutes Messaging, um deinen Online-Kurs verkaufen zu können. Das heißt, du musst auf deiner Verkaufsseite sehr klar und deutlich kommunizieren oder vermitteln können, welches Problem du für deine potenziellen Kund:innen lösen kannst, und was die Transformation ist – also was möglich ist, wenn sie dieses Problem gelöst haben.

[34:10] – Wenn du zu viel Zeit damit verbringst deinen Kurs zu entwickeln, dann verschwendest du deine Zeit. Stattdessen solltest du schauen, dass du dir erstmal einen kleineren Kurs überlegst, dir das Konzept erarbeitest und auch erarbeitest, welches Problem du löst und was die Transformation ist, und dann erstmal schaust, dass du diesen Kurs verkaufst und im Nachhinein die Inhalt herstellst. Ein fertiger Online-Kurs hilft dir nichts, wenn ihn niemand kauft. Dann helfen dir auch die Inhalte nicht. Das heißt, du überlegst dir erst, wie dieser Online-Kurs aussieht, verkaufst ihn und entwickelst die Inhalte dann. Ansonsten verschwendest du zu viel Zeit und natürlich auch Geld. Lege den Fokus auf die Promo, auf den Verkauf und dann auf die Erstellung der Inhalte.

[35:23] – In dieser Phase komme all deine Erkenntnisse aus den anderen Phasen zusammen. Du solltest dir also wirklich überlegen, welches dringliche Problem du in Form von einem Online-Kurs lösen möchtest, und beginnst dann einfach mit dem dringlichsten Problem. Vielleicht sind es auch Probleme die aufeinander aufbauen, die dann eben in der nächsten Phase zu so einem Premium-Online-Kurs werden können. An der Stelle möchte ich auch noch anmerken, dass dein Online-Kurs nicht sofort super perfekt sein muss! Du musst diesen Kurs auf dem Weg perfektionieren, ansonsten verschwendest du zu viel Zeit und zu viel Energie. Für diese Perfektionierung solltest du auch genug Zeit einplanen und immer wieder an deinem Kurs arbeiten. In dieser Phase kannst du dich auch mehrere Monate bis Jahre aufhalten, je nachdem, wie groß dein Kurs ist.

[36:30] – Wenn du das Gefühl hast, dass dein Online-Kurs gut funktioniert, dass deine Teilnehmer:innen aktiv sind, dass sie Erfolge haben, dann kann es im nächsten Schritt weitergehen mit der Vergrößerung des Kurses, also mit der Entwicklung eines Premium-Online-Kurses. … Ein Premium-Online-Kurs ist das Ergebnis jahrelange Arbeit! Ich möchte, dass du das weißt. Es ist nicht von heute auf morgen da, es ist viel Arbeit, und natürlich musst du deine Kund:innen richtig gut kennen, denn ansonsten lohnt sich diese ganze Arbeit überhaupt nicht. In dieser Phase kommen all deine Erkenntnisse aus den anderen Phasen zusammen. In diesem Premium-Online-Kurs löst du ein großes Problem für deine Kund:innen. Auch ein Premium-Online-Kurs ist nicht sofort perfekt, du musst ihn stattdessen im Prozess perfektionieren. Dafür ist es wichtig, wieder genug Zeit einzuplanen und am Kurs zu arbeiten, ihn zu optimieren und dir auch zu überlegen: Wie kannst du deine Kundinnen und Kunden dazu bewegen deinen Content wirklich anzuwenden. Denn ein großes Problem, was Online-Kurs-Anbieter haben, ist, dass ihre Teilnehmer:innen den Content nicht anwenden.Wir können aber nur Fortschritte und Erfolge erzielen, wenn wir Content anwenden. Deswegen ist es ganz wichtig, dass du dir überlegst: Was kann ich tun, um meinen Teilnehmer:innen zu helfen leichter Fortschritte mitzuteilen, … denn am Ende brauchst du diese die Kundenstimmen, um deinen Premium-Online-Kurs weiterzuverkaufen. Wir brauchen diese Key-Studies, wir brauchen Testimonials, um unsere Angebote leichter zu verkaufen. Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass deine Kundinnen und Kunden deinen Content anwenden und dass dein Content ihnen weiterhilft. Es bringt dir langfristig nichts, wenn deine Produkte gekauft werden, aber niemand wendet deine Produkte oder deine Inhalte an. … Ein Premium-Online-Kurs ist das, was viele wollen. Es braucht jedoch unglaublich viel Zeit und auch Durchhaltevermögen, um diesen Premium-Online-Kurs aufzubauen. Du musst immer wieder bereit sein Dinge zu optimieren, Dinge besser zu machen. … Auch deine Kundinnen und Kunden werden dir mitteilen, an welchen Stellen sie nicht klarkommen, was ihnen fehlt, wie du ihnen noch weiter helfen kannst, und an der Stelle ist es ganz wichtig ein offenes Ort zu haben und zu schauen, wie du dein Produkt noch weiter verbessern kannst.

[40:53] – Mit der she-preneur Academy habe ich einen Premium-Online-Kurs entwickelt, auch hier sind wir dabei den zu optimieren – eigentlich sind wir ständig dabei, diesen Kurs zu optimieren. Es gibt neue Inhalte, die unseren Mitgliedern weiterhelfen. Wir haben das Feedback bekommen, dass die Kommunikation in dem Mitgliederbereich nicht so einfach ist und überlegen uns jetzt Lösungen dafür, wie wir es unseren Mitgliedern noch leichter machen können. Andere wünschen sich den Austausch zu bestimmten Themen, auch hier überlegen wir, wie wir das ihnen ermöglichen können. Wir wollen das Kundinnenerlebnis für unser Produkt, für die she-preneur Academy, eben so gut wie möglich machen. Und das ist mein Bestreben, darauf arbeite ich mit meinem Team hin. … Das Kundinnenenerlebnis und die Kundinnenzufriedenheit sollten an einer ganz hohen Stelle stehen. Denn, wenn das nicht funktioniert, wenn deine Kund:innen nicht zufrieden sind (du kannst aber natürlich nicht alle Kund:innen zufrieden stellen), wenn sie keine Ergebnisse haben, dann hilft es dir auch nicht dein Angebot weiter zu entwickeln.

[42:22] – Die Phase sechs sind Memberships. … Memberships sind die Königsdisziplin im Online-Business. Viele Selbstständige träumen davon eine Membership-Seite zu haben, es ist aber wirklich so ziemlich das Schwerste, was du online anbieten und verkaufen kannst. Es geht um die Zahlung von monatlichen Abo-Raten und in der Regel sind diese Abo-Raten auch monatlich kündbar. Preislich liegen sie vielleicht zwischen 20 € und 100 €, es gibt aber auch teurere, die 300 € im Monat kosten (durchschnittlich sind sie aber viel niedriger, um die 50 €). … Daher lohnen sich Memberships finanziell auch nur, wenn wir viele Mitglieder haben. Memberships bringen außerdem einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich, und auch dort – aber davon redet halt kaum jemand – ist es extrem viel Arbeit so eine Membership im Hintergrund am Laufen zu halten. Wenn du darüber nachdenkst eine Membership anzubieten, dann solltest du wirklich ganz genau wissen, wer deine idealen Kund:innen für das Angebot sind. Und du solltest bereits bekannt sein, eine treue Community haben, die Interesse an deinem Angebot und an der Nähe zu dir hat. Es sollte idealerweise schon eine Nachfrage zu einer Membership geben, dann machst du es dir halt wirklich leicht. Bei der Membership ist die Herausforderung wirklich zu wissen, was du ihnen verkaufst. Denn sie kaufen keine Membership, sondern sie kaufen die Lösung eines Problems. Bei einer Membership ist es manchmal sehr schwer zu kommunizieren, welches Problem genau du mit deiner Membership löst. Deswegen ist es ganz wichtig, dass du deine Kund:innen richtig gut kennst. Also was bietest du ihnen Monat für Monat, das ihnen genug Mehrwert liefert, um ihr Abo zu behalten. Menschen versuchen wiederkehrende Zahlungen zu vermeiden und überlegen sich daher gut, ob sie in Abo kaufen. Von daher ist der Verkauf von Abos viel schwieriger, als eine Einmalzahlung oder eine Ratenzahlung anzubieten. Eine Membership zu verkaufen ist viel schwieriger, als einen Online-Kurs zu verkaufen. Was ganz wichtig ist: Es muss klar sein was der Unterschied zwischen deinem Online-Kurs und der Membership ist. Wenn du auch einen Online-Kurs anbietest, dann darf sich dieser nicht mit deiner Membership kannibalisieren. Deine Kund:innen müssen ganz klar erkennen, dass das unterschiedliche Angebote sind und wobei das jeweilige Angebot unterstützt.

Zusammenfassung: Diese Phasen musst du für den Aufbau von einem skalierbaren Online Business durchlaufen.

Die meisten Punkte habe ich in meinem Business übersprungen. Ich bin in der Phase Sechs mit einer Membership gestartet, habe dann aus der Membership heraus ein Gruppenprogramm gestartet (das ist die Phase Drei – ich bin also von Phase Sechs in die Phase Drei), habe ab und zu mal eine 1:1 – Betreuung angeboten (das ist die Phase Zwei), und habe im letzten Jahr im November die she-preneur Academy als Premium-Online-Kurs entwickelt (das ist die Phase Fünf). Ich bin von Phase Sechs in die Phase Drei, zwischendurch gab’s ein bisschen Phase Zwei, und dann in die Phase Fünf – das ist natürlich nicht ideal. Wie du siehst, habe ich es mir dadurch recht schwer gemacht.

Ab der zweiten Phase, der Betreuung von 1:1 – Kund:innen, hast du die Möglichkeit dir schon ein sechsstelliges Business aufzubauen, und ab der Phase Drei sind die Phasen skalierbar.

Ich habe dir hier noch einmal alle Schritte und Phasen zusammengefasst, die du gehen solltest, um dir ein skalierbares Online Business aufzubauen:

  1. Bestandsaufnahme: 4 Fragen, um zu schauen, wo du gerade stehst. 1. Hast du ein Angebot, für das es einen Bedarf gibt? 2. Hast du ein Angebot, das sich schon erfolgreich verkauft? 3. Hast du einen Newsletter-Verteiler, in dem sich potentielle Kund:innen für dein Angebot aufhalten? 4. Hast du eine Community, die dir folgt?
  2. Phase 0: Recherche & Marktforschung. Es geht darum, dass du Kundeninterviews führst, um in den persönlichen Austausch mit Menschen zu kommen, die potentielle Kund:innen für dein Angebot sein könnten. Werde sichtbar und knüpfe Kontakte. Wer könnten deine Kund:innen sein? Wem könntest du helfen und welches Problem könntest du für sie lösen? Führe persönliche Interviews und lerne, wie du sie ansprechen musst, damit sie sich von deinem Angebot angesprochen fühlen.
  3. Phase 1: Entwickele eine Beta-Version von deinem Angebot. Diese Beta-Version deines Angebots entwickelst du auf Basis der Ergebnisse der Recherchephase. Es ist eine Win-Win-Situation für dich und für deine Kund:innen – du kannst lernen und deine Kund:innen können entweder kostenfrei oder zu einem wesentlich günstigeren Preis von deiner Expertise profitieren. Ein Beta-Programm hilft dir dabei überhaupt erstmal mit Menschen zu arbeiten und ihnen bei der Lösung eines Problems zu helfen.
  4. Phase 2: Betreuung von 1:1 Kund:innen. Arbeite mit deinen Kund:innen intensiver an der Lösung ihres Problems. Deine Unterstützung kann in Form einer Beratung, Coachings oder auch Dienstleistungen angeboten werden. Es geht in dieser Phase darum, deine Expertise zu verfeinern und zu lernen, wie du deine Kund:innen schneller und leichter von A nach B bringst. Diese Art der Zusammenarbeit hilft dir dabei, die Probleme deiner Kund:innen viel besser zu verstehen.
  5. Phase 3: Gruppenprogramme. Du bietest deine Unterstützung einer kleinen oder größeren Gruppe an und mit dieser Gruppe arbeitest du gezielt an der Lösung ihres Problems. Ein Gruppenprogramm zu verkaufen ist wesentlich herausfordernder, als einen 1:1-Kund:in zu gewinnen. Denn du brauchst nicht nur mehrere Personen, die bereit sind an einem bestimmten Tag zu starten und auch die Folgetermine gemeinsam wahrzunehmen. Du brauchst vielmehr auch Personen, die alle das gleiche Problem haben, welches sie mit deiner Unterstützung lösen möchtest.
  6. Phase 4: Online-Kurse. Verkaufe dein Wissen in Form von kleinen Online-Kursen. Du löst ein kleines Problem für deine Kund:innen mit Hilfe dieses Online-Kurses. Einen Online-Kurs zu verkaufen, ist nicht ganz einfach. Aus diesem Grund empfehle ich dir, mit einem kleinen Kurs zu starten, denn es kostet unheimlich viel Zeit, so einen Kurs aufzubauen. Bedenke dabei, dass Menschen keinen Online-Kurs kaufen wollen, sondern die Lösung ihres Problems. Daher ist es auch hier extrem wichtig, dass du klar und deutlich vermitteln kannst, für wen dein Kurs ist und welches Problem er löst. Beginne mit dem dringlichsten Problem deiner Kund:innen, das du lösen möchtest.
  7. Phase 5: Premium Online-Kurs. Verkaufe dein Wissen in Form von einem Premium Online-Kurs. Hier kommen all deine Erkenntnisse aus den anderen Phasen zusammen. In deinem Premium Online-Kurs löst du ein großes Problem für deine Kund:innen. Ein Premium Online-Kurs ist nicht sofort perfekt, du musst ihn stattdessen im Prozess perfektionieren. Dafür solltest du genug Zeit einplanen und immer wieder an deinem Kurs arbeiten. Es braucht viel Zeit und Durchhaltevermögen, um eben diesen aufzubauen.
  8. Phase 6: Memberships. Viele Selbstständige Träumen davon, eine Membership-Seite zu haben. Es ist jedoch so ziemlich das Schwerste, das du online anbieten und verkaufen kannst. Wenn du eine Membership anbieten möchtest, dann solltest wissen, wer genau deine idealen Kund:innen für dieses Angebot sind. Du solltest bereits bekannt sein und eine treue Community haben, die Interesse an deinem Angebot und an der Nähe zu dir hat. Du solltest außerdem ganz genau wissen, was du deinen Kund:innen verkaufst, denn sie kaufen keine Membership, sondern die Lösung eines Problems. Was bietest du ihnen Monat für Monat, dass ihnen genug Mehrwert liefert, um ihr Abo zu behalten? Menschen versuchen wiederkehrende Zahlungen zu vermeiden und überlegen sich daher gut, ob sie ein Abo kaufen. 

Es ist wichtig, dass du diese Phasen nicht überspringst, sondern schaust: Wo stehe ich gerade mit meinem Business? Wie gut kenne ich meine Kund:innen und wie stark ist meine Community? Welches Produkt möchte meine Community kaufen, wie kann ich meiner Community weiterhelfen? Wenn du das hast, dann kommst du sehr strukturiert und sehr leicht voran, machst nicht so viele Umwege, wie ich, und machst es dir auch nicht so schwer, wie ich mir. Finde heraus, wie du deine Kundinnen und Kunden ansprechen kannst, damit sie verstehen, dass du ihnen helfen kannst, und entwickele dann die entsprechenden Produkte dafür.

Ich möchte dir noch eine Frage mit auf den Weg geben: Schau dir an, in welcher Phase du dich gerade mit deinem Business befindest, und schau dir auch an, was dann deine nächsten Schritte sind. Nimm dir einen Moment Zeit, um diese Frage zu beantworten, und arbeite dann ganz bewusst darauf hin dieses Ergebnis zu erreichen. Denn was ich bei meinen Kundinnen immer wieder sehe, ist, dass es schwierig ist, von einer Phase zur nächsten Phase zu gehen – denn jede Phase bedeutet Veränderung, nicht nur für dich, sondern auch für deine Kundinnen.

Es ist immer wieder ein Schritt raus aus der Komfortzone. Es ist ein Schritt Richtung Wachstum und dieser Schritt Richtung Wachstum, Richtung Veränderung, ist ungemütlich. Auch an der Stelle werden nicht immer alle deine Kund:innen begeistert sein mit dem, was du als nächstes vorhast. Viele werden happy sein, denn sie wollen ja von dir lernen, aber es gibt auch wieder andere, die kritisch sind. Es ist ganz wichtig, dass du Klarheit darüber hast, was deine Vision ist und wohin du dein Business entwickeln möchtest.

In welcher Phase befindest du dich gerade?

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Aufbau von deinem skalierbaren Online Business. Teile gerne dein Feedback mit mir und tagge mich via Instagram oder teile es in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} So erstellst du eine perfekte Beta-Version deines Angebots

Ich habe heute wieder eine tolle Episode für dich vorbereitet und ich bin mir sicher, dass du hier jede Menge Mehrwert mitnehmen kannst – egal, ob du jemand bist, die schon Angebote hat, aber noch nicht genug Geld verdient, oder ob du gerade erst mit deinem Business startest und dein erstes Angebot rausbringen möchtest.

In dieser Episode erzähle ich dir, warum eine Beta-Version deines Angebot so wichtig ist und wie du ein Beta-Angebot erstellst und rausbringst. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

In der letzten Episode hatte ich dir ja erzählt, dass meine Kundinnen in der she-preneur Academy gerade ganz fleißig an ihren Beta-Produkten arbeiten und diese aktuell bewerben. Wir haben angefangen diese Angebote Anfang Januar zu erstellen, sind dann unterschiedliche Phasen durchlaufen und schlussendlich sind über 100 Programme entstanden, von denen du jetzt profitieren kannst. Es sind wirklich ganz tolle Expertinnen mit dabei, die ihr Wissen mit dir teilen und vier Wochen lang für dich da sind. Mach deinen Februar & März zum Lernfeuerwerk mit dem she-preneur Wissensbooster.

Es ist ein toller Vorteil bei so einem Beta-Programm mit dabei zu sein, um dieses Programm mitzugestalten und um ganz viel Wissen von der jeweiligen Expertin mitzunehmen. Du kriegst wirklich eine geballte Ladung an Wissen und kannst vier Wochen lang lernen, entweder im 1:1 Coaching oder in Gruppenprogrammen, das heißt, du kannst dich da auch Gleichgesinnten anschließen und kannst dadurch neue Kontakte knüpfen. Und du kannst das Programm der Expertin maßgeblich mitgestalten!

Ich finde das Thema so wichtig, deswegen habe ich gedacht, ich mache dazu eine Episode und erzähl dir einmal, wie du selbst ein Beta-Produkt erstellen kannst, auf was es ankommt, was wichtig ist und warum es wichtig ist, so schnell wie möglich rauszugehen.

Was deine Kund:innen wollen.

[6:18] – Das Feedback, das wir von unseren Teilnehmer:innen bekommen, ist das Allerwichtigste. Nur dadurch schaffen wir es ein Produkt zu entwickeln, das wirklich weggeht wie heiße Semmeln, das wirklich ein Produkt ist, das auch weiterempfohlen wird. Und das uns dabei hilft, ein Produkt zu entwickeln, das wir später als Selbstlern-Programm auch verkaufen können, also als Online-Kurs, der unbegleitet ist – denn das ist etwas, was viele wollen. Viele wollen einen Online-Kurs entwickeln, der sich dann wie von alleine verkauft. Aber was viele nicht wissen, ist, dass sie in den allermeisten Fällen erstmal live anfangen sollten, außer sie kennen ihre Zielgruppe wirklich schon in- und auswendig, und das tun die wenigsten. … Die allermeisten wissen es nicht und entwickeln ihre Produkte an ihren Kund:innen vorbei.

[7:43] – Zum Beispiel der she-preneur Insider Club oder auch die she-preneur Academy: Wir verbessern unser Angebot stetig und zwar auf Basis der Rückmeldungen, die wir von unseren Teilnehmerinnen bekommen. Und das ist ganz wichtig. Wir können kein perfektes Produkt entwickeln, sondern wir können nur ein Produkt oder ein Angebot perfektionieren. Dazu ist es notwendig, dass wir uns trauen rauszugehen und idealerweise eben auch so schnell wie möglich rausgehen. Je länger wir warten, desto länger verdienen wir kein Geld und je schneller wir uns mit einem Produkt raustrauen, das in unseren Augen noch nicht gut genug ist, können wir extrem viel und extrem schnell lernen und das ist ganz wichtig.

[10:16] – Die meisten Angebote, die meisten Produkte, die entstehen ohne dass die Person vorher überhaupt den Bedarf bei der Zielgruppe, bei den Wunschkund:innen ermittelt hat. Wir denken ganz oft, dass wir wissen was unsere potenziellen Kund:innen brauchen, und entwickeln dann auf dieser Basis, also in unserem eigenen Kopf, das Produkt oder die Produktidee. Was die meisten nicht wissen, ist, dass sie bei dieser Vorgehensweise mit hoher Wahrscheinlichkeit das Produkt an der Zielgruppe vorbei planen. Wenn wir Produkte oder Angebote entwickeln, dann ist es wichtig, dass wir diese Angebote aus der Kund:innenperspektive entwickeln und nicht aus unserer Perspektive. Das ist ein grober Fehler, der ganz häufig gemacht wird. Ich weiß, das ist nicht ganz einfach, denn wir sind Expertinnen, wir wissen meist genau, was unseren Zielkund:innen weiterhilft. Wir wissen, was sie brauchen, was sie verändern müssen, um an ihr Ziel zu kommen. … In den allermeisten Fällen ist das, was wir für unsere Kund:innen wollen, nicht das, was unsere Kund:innen wollen.

[15:13] – Deine Kund:innen suchen nach der Lösung eines Problems. … Schau, wonach deine Kund:innen suchen und lerne die Sprache deiner Kund:innen zu sprechen, damit sie erkennen, dass dein Angebot für sie auch relevant ist.

[15:45] – Wenn ich mit meinen Kundinnen spreche, dann merke ich immer wieder, dass viele nicht wissen was ihre Kundinnen oder Kunden eigentlich wollen. Das ist nicht schlimm, das ist eigentlich auch normal, denn wir sind schon viel weiter als unsere Kund:innen. Wir haben diese Phase, in der unsere Kund:innen sich bewegen, schon überwunden, wir sind mittlerweile Expertinnen in diesem Bereich. Und aus diesem Grund ist es ganz wichtig, da nochmal ein oder mehrere Schritte zurückzugehen und herauszufinden, was unsere Zielkund:innen wirklich wollen, was ihre Herausforderungen sind, und zwar ganz konkret, und wofür sie Geld ausgeben würden.

Gehe in den Austausch und in die Umsetzung.

[17:35] – Um herauszufinden, was deine Kundinnen oder Kunden wirklich wollen, wofür sie Geld ausgeben, ist es wichtig in den Austausch mit deinen potenziellen Kundinnen und Kunden zu gehen und in Erfahrung zu bringen, wofür sie Geld ausgeben, was sie brauchen und wie du ihnen helfen kannst. Und das hilft die Perspektive zu wechseln – also von dem, was du denkst, dich einmal dahin zu bewegen, was deine Kundinnen und Kunden wirklich wollen, was du ihnen dann wiederum verkaufen kannst. Das ist eine erfolgsversprechende Möglichkeit, die extrem viel Lern- und auch Wachstumspotenzial hat. … Eine reine Umfrage hilft dir im ersten Schritt auch, aber noch besser ist es daraus dann ein Angebot zu erstellen, ein Produkt zu erstellen, und das ganze als Beta-Produkt oder Test-Produkt … durchzuführen.

[18:58] – Es geht nicht darum das perfekte Produkt bis ins kleinste Detail zu entwickeln, sondern ein Produkt zu entwickeln, das das Problem löst und das du dann weiterhin perfektionieren kannst – durch Feedback, durch den Austausch mit Menschen, für die dieses Produkt oder dieses Angebot relevant ist. Und dann hat dein Angebot auch das Potenzial zum Verkaufsschlager zu werden.

[19:28] – Je besser du zuhörst, je besser du das Produkt an den Bedürfnissen deiner Kundinnen und Kunden ausrichtest, desto leichter wird es dir fallen das Produkt zu einem perfekten Produkt zu machen. … Die einzige Voraussetzung: Du musst bereit sein unperfekt zu starten.

[20:12] – Wir wollen ein super-duper Produkt haben, am liebsten den tollen Online-Kurs, der schick aussieht, der super tolle Videos hat und alles ist mega professionell. Das muss aber in der ersten Variante nicht sein. Da müssen wir loslassen und dürfen uns vor allem nicht mit den Menschen vergleichen, die schon viel weiter sind als wir, die ihr Produkt vielleicht schon in mehreren Runden durchgeführt haben. … Wenn du da dein Herzblut reinsteckst und wirklich für deine Teilnehmer:innen da bist, kannst du ein super gutes Produkt entwickeln. Dieses Produkt optimierst du immer weiter.

[21:47] – Wenn wir mit unseren Kund:innen in den Austausch gehen und wirklich lernen, was sie brauchen, dann können wir einfach super viel entwickeln. Und das hat Potenzial für die Angebote, die wir entwickeln. Je schneller wir das machen – also scheitere schnell und scheitere oft – desto schneller können wir lernen. … Wir können nur lernen, wenn wir rausgehen, wenn wir wachsen und wenn wir bereit sind, auch zu lernen.

Schritt für Schritt zu deinem Beta-Programm.

[22:37] – Im Folgenden erzähl ich dir Schritt für Schritt, wie du vorgehst, wenn du dein erstes Produkt in der Beta-Version rausbringen willst, oder auch wenn du ein neues Produkt in der Beta-Version rausbringen möchtest. … Der erste Schritt ist wirklich erstmal Marktforschung zu betreiben, zur Angebotsentwicklung. Das heißt, hier findest du heraus welche Probleme, welche Herausforderungen, welche Wünsche deine potenziellen Kundinnen und Kunden haben und wie du ihnen helfen kannst. Das ist idealerweise eine Marktforschung, die du in persönlichen Gesprächen durchführst, … um da wirklich herauszufinden mit welchen Angeboten du deinen potenziellen Kund:innen weiterhelfen kannst.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Beta-Version veröffentlichen

[23:46] – Dann geht es weiter mit dem zweiten Schritt: Hier entwickelst du dann aus den Erkenntnissen des ersten Schrittes ein Produkt bzw. ein Angebot, und überlegst dir, welches Problem du für deine Kund:innen lösen kannst. Du überlegst dir dann auch, wie du das Problem für deine Kund:innen lösen wirst. Also wie sieht das Programm aus, das du mit ihnen durchgehst. Was sind vielleicht auch unterschiedliche Schwerpunkte. Wenn ich das am Beispiel von dem Programm erkläre, was wir gerade in der she-preneur Academy durchführen, wäre das ein 4-Wochen-Programm und in diesen vier Wochen geht es jede Woche um ein anderes Thema bzw. sind das in vielen Fällen auch Themen, die aufeinander aufbauen (in der ersten Woche beschäftigen wir uns mit der Analyse der Situation, in der zweiten Woche kriegst du Input, dann setzt du das Ganze um, in Woche vier hast du ein bestimmtes Ergebnis). Das muss jetzt natürlich nicht über vier Wochen gehen, das kann auch länger gehen. Wichtig ist, dass du dir überlegst, wie möchtest du deine Kund:innen zu ihrem gewünschten Ziel bringen? Wie bringst du deine Kund:innen von A nach B? Wenn du Klarheit darüber hast, dann hast du die Möglichkeit rauszugehen und Testkund:innen zu suchen und hier ist es wichtig, auch nochmal die Komfortzone zu überwinden.

Lies hierzu: Das sind die 6 wichtigsten Zutaten für ein Angebot, das sich online verkauft.

[25:25] – Hier geht es wirklich darum über dein Produkt zu sprechen und zwar allen möglichen Leuten davon zu erzählen. Denn nur wenn wir rausgehen, wenn wir mit anderen sprechen, haben wir auch die Möglichkeit neue Menschen zu erreichen, oder haben wir die Möglichkeit anderen mitzuteilen, worum es gerade geht oder wie sie uns vielleicht auch helfen können. Also Freunde, Bekannte, Familie – frag nach Unterstützung, erzähle, was du machst, frag sie, ob sie Leute kennen, die mögliche Testkund:innen für dich wären. Schau auf deinen Social-Media-Kanälen, schau dir deine beruflichen Kontakte an, dein berufliches Netzwerk, recherchiere in Facebook-Gruppen oder nach Facebook-Gruppen. Kontaktiere Menschen, die ggf. schonmal Interesse an einer Zusammenarbeit hatten. … Diese Phase, nach Testkund:innen zu suchen, ist die allerwichtigste Phase. In dieser Phase findest du heraus, wo du deine Kund:innen findest, denn wenn du sie in dieser Phase nicht findest, dann brauchst du auch gar kein kostenpflichtiges oder ausgereiftes Produkt zu entwickeln – denn dann werden deine Kund:innen es auch nicht finden. Das heißt, hier in dieser Phase gibst du Gas und tust wirklich alles. Hier ist es ganz wichtig, dass du deine Komfortzone überwindest. … Das ist diese Phase, über die ganz viele nicht hinweg kommen, weil sie sich nicht trauen, weil sie Angst haben, noch nicht gut genug zu sein, weil sie Angst haben, dass andere sie auslachen könnten, dass sie kritisiert werden könnten, oder dass sie Angst davor haben, was andere über sie denken, wenn sie jetzt mit einem Produkt rausgehen, was noch nicht ganz fertig ist. Das alles sind aber unbegründete Sorgen! Das ist ganz wichtig, dass du dir dessen bewusst wirst, auch zuversichtlich bist und wirklich bereit bist da deine Komfortzone zu verlassen und rauszugehen, denn ohne Kund:innen haben wir kein Business.

[28:43] – Dann geht es weiter mit dem vierten Schritt. Und in diesem vierten Schritt geht es darum, das von dir entwickelte Programm mit Testkund:innen durchzuführen. Du hast hier die Möglichkeit das entweder im 1:1 oder als kleine Gruppe durchzuführen. Dann hast du auch die Möglichkeit es kostenfrei oder kostenpflichtig durchzuführen. Ich empfehle dir im ersten Schritt es kostenfrei zu machen und im Gegenzug nach Feedback zu fragen und Testimonials zu bekommen. So dass der Austausch eben nicht monetär ist, sondern dass du … Testimonials bekommst, dass du Feedback bekommst. Wenn es kostenpflichtig ist, dann sollte es wirklich stark reduziert sein. Wenn du das Gefühl hast, du findest keine Testkund:innen, die Geld dafür ausgeben, dann biete es wirklich kostenfrei an. Es ist viel wichtiger das Programm durchzuführen, als wirklich Geld damit zu verdienen, in dieser ersten Phase. Denn wenn wir über diese Lernphase nicht herauskommen, dann stehen wir uns immer weiter selbst im Weg und schaden uns. … Wir machen das, um wirklich zu lernen, um wirklich zu wissen, was unsere Kund:innen brauchen und wie ich sie ansprechen muss, damit sie verstehen, dass ich ihnen weiterhelfen kann. … Es ist ganz wichtig ein Programm auch nur mit einer Person durchzuführen, wenn man beispielsweise eine Gruppe haben möchte. Denn wir lernen auch von einer Person … und wir sollten für jede einzelne Teilnehmerin, für jeden einzelnen Teilnehmer, den wir gewonnen haben, super dankbar sein. Denn wenn wir einer Person helfen können, wenn wir das Leben von einer Person verändern können, dann ist es das, was wir tun, definitiv wert. … Wenn ich einer Person helfen kann, dann habe ich schon mehr erreicht, … als wenn ich es nicht durchführen würde – dann habe ich schon extrem viel gelernt. … Wie können wir das, was wir anbieten, zukünftig noch weiter optimieren, damit sich noch mehr Menschen angesprochen fühlen?

[32:33] – Im nächsten Schritt ist es dann wichtig, nach jedem Call nochmal zu reflektieren – und zwar dich selbst, aber natürlich auch deine Kund:innen zu fragen und dir Feedback von ihnen einzuholen. Und auch nach dem Programm (sagen wir mal das war ein 4-Wochen-Programm): … Wie waren die vier Wochen? Hat das, was du vorhattest, funktioniert? Was hat nicht so funktioniert, wie du es gedacht hast? Was hast du von deinen Teilnehmer:innen gelernt? Und du holst dir zusätzlich natürlich auch nochmal Feedback von deinen Testkundinnen und -kunden ein.

[33:13] – Im nächsten schritt holst du dir dann Testimonials ein (du kannst das Feedback nach dem Programm auch gemeinsam mit den Testimonials einholen, das ist überhaupt kein Problem). Lass hier deine Testkund:innen wirklich berichten, was sich bei ihnen durch die Zusammenarbeit mit dir verändert hat. Also was ist die Transformation, die sie erlebt haben? Wobei hilft es ihnen? Und was ist jetzt für deine Testkund:innen möglich? Mit diesem Feedback, mit diesen Testimonials, kannst du dann dein Angebot aufpeppen. … Das hilft dir wiederum dabei anderen, die potentiell Interesse an deinem Angebot haben, zu zeigen, dass sie dir vertrauen können. Dass das, was du anbietest, auch wirklich weiterhilft. Denn wenn jemand anderes uns erzählt, dass dein Angebot gut ist, dann glauben wir eher, als wenn du uns das erzählst.

[34:19] – Weiter geht es mit Schritt Nummer sieben: Hier geht es nun darum, dass du das Angebot optimierst. Und zwar nimmst du das Feedback von deinen Kundinnen und Kunden, und natürlich dein eigenes Feedback – also das, was du unter Punkt fünf reflektiert hast – und nimmst diese Erkenntnisse mit in die Optimierung deines Angebotes. Hier kann es wie in unserem Beispiel sein, dass deine Kund:innen extra Inhalte benötigt hätten, um das gewünschte Ziel zu erreichen, sodass vielleicht aus deinem 4-Wochen-Angebot jetzt ein 6-Wochen-Angebot wurde. … Dementsprechend entwickelst du eben dein Produkt, dein Angebot, immer weiter.

[35:07 ] – Wenn du dein Angebot dann optimiert hast, ist es notwendig, dass du es noch einmal durchführst, noch einmal verkaufst bzw. launchst, eventuell mit einem Webinar, mit einer Challenge, mit einer Video-Serie oder ähnlichem. Um dann eben für dein Angebot mehr Kund:innen zu gewinnen, als in der ersten Runde, bzw. das du auch nicht mehr auf persönliche Kontakte oder Kontakte aus deinem Umfeld zurückgreifst, sondern schon Reichweite aufbaust, und durch diese Reichweite, die du aufgebaut hast, neue Kontakte gewinnst, die potenziell Interesse an deinem Angebot haben könnten.

[35:59] – Wenn du so vorgehst, dann kannst du dein Angebot mit jedem Mal optimieren und deine Verkaufsstrategie auch von Mal zu Mal verbessern. An der Stelle ist es ganz wichtig, dass du deine Produkte weiterentwickelst und optimierst, statt jedes Mal ein neues Angebot zu entwickeln – was übrigens auch einer der häufigsten Fehler ist, der gemacht wird. Denn viele denken, wenn sich ein Angebot beim ersten Mal nicht verkauft, dass das Angebot nicht gut genug ist. Die Wahrheit ist jedoch, dass dein Angebot viel mehr Aufmerksamkeit braucht, um es zu optimieren, um das Angebot dahin zu entwickeln, dass deine Wunschkund:innen sich durch dein Angebot auch angesprochen fühlen. Da ist es eben wichtig, dass du wirklich eng mit deinen Wunschkund:innen zusammenarbeitest und sie in- und auswendig kennenlernst, um diese Art von Angebot wirklich entwickeln zu können. Also ganz wichtig ist, diese Schritte, die ich dir hier mit auf den Weg gegeben habe, immer wieder zu wiederholen. Das Ganze ist ein Prozess und du erledigst das so lange, bis sich dein Angebot verkauft wie heiße Semmeln. Falls es dir schwerfällt deine Angebote zu verkaufen, dann probier diese Vorgehensweise auch. Sie funktioniert für jedes deiner Angebote, also auch für Angebote, die du jetzt schon hast, die sich aber nicht so gut verkaufen, wie du das gern hättest. Was ich außerdem empfehle, ist deine Angebote so zu entwickeln, auch als erfahrene Unternehmerin.

Zusammenfassung: So entwickelst du eine perfekte Beta-Version deines Angebots.

Starte mit einer Testversion, hol dir eine kleine Testgruppe, die dein Produkt einmal ausprobiert. Nimm die Ergebnisse und das Feedback als Basis, um deine Angebote dann weiterzuentwickeln. Wenn du ein neues Produkt entwickelst, ist es eben sehr sinnvoll und auch viel leichter das neue Angebot so zu verkaufen, denn du hast dadurch auch nochmal einen zusätzlichen Anreiz für deine potenziellen Kund:innen ein Produkt jetzt zu kaufen bzw. jetzt gemeinsam mit dir eine Testrunde durchzuführen. Denn in dieser Testrunde bekommen sie das Produkt wesentlich günstiger. Und natürlich gibt es auch den Zugang zu dir, der in der finalen Version nicht mehr so aussehen wird, wie in der Beta-Runde. Außerdem generierst du Testimonials, die du dann für den richtigen Launch verwenden kannst.

Die Entwicklung eines Beta-Produktes oder die Durchführung eines Angebots in der Beta-Version hat sehr viele Vorteile. Wichtig ist, dass du immer schaust, dass es eine Win-Win-Situation gibt. Statt Geld bekommst du von deinen Testkund:innen eben deren Aufmerksamkeit, deren Feedback und ein Testimonial.

Ich habe dir hier noch einmal die 9 Schritte zusammengefasst, die du gehen solltest, um ein optimales Angebot in der Beta-Version zu erstellen:

  1. Schritt: Betreibe Marktforschung für deine Angebotsentwicklung. Hier findest du heraus welche Probleme, Herausforderungen und Wünsche deine potenziellen Kund:innen haben und wie du ihnen helfen kannst. Das ist idealerweise eine Marktforschung, die du in persönlichen Gesprächen durchführst, um herauszufinden, mit welchen Angeboten du deinen potenziellen Kund:innen weiterhelfen kannst.
  2. Schritt: Entwickele ein Angebot / ein Produkt und überlege dir, welches Problem du wie lösen kannst. Wie möchtest du deine Kund:innen zu ihrem gewünschten Ziel bringen? Wie bringst du deine Kund:innen von A nach B?
  3. Schritt: Suche Testkund:innen. Geh raus und sprich über dein Angebot / dein Produkt. Finde Testkund:innen und finde vor allem heraus, wo sich potenzielle Kund:innen aufhalten.
  4. Schritt: Führe das von dir entwickelte Programm mit Testkund:innen durch. Du hast hier die Möglichkeit das entweder im 1:1 oder als kleine Gruppe durchzuführen, und kostenfrei oder kostenpflichtig.
  5. Schritt: Reflektiere dich und das Feedback deiner Kund:innen. Reflektiere nach jedem Call sowie nach dem Ende des Programms. Hat das, was du vorhattest, funktioniert? Was hat nicht so funktioniert? Was hast du von deinen Teilnehmer:innen gelernt?
  6. Schritt: Hole Testimonials ein. Was haben deine Testkund:innen gelernt? Was hat sich bei ihnen durch die Zusammenarbeit mit dir verändert?
  7. Schritt: Optimiere dein Angebot. Nimm das Feedback von deinen Kund:innen und dein eigenes Feedback und optimiere dein Angebot. Dementsprechend entwickelst du dein Produkt / dein Angebot weiter.
  8. Schritt: Führe dein Angebot noch einmal durch. Dadurch gewinnst du noch mehr Kund:innen, als in der ersten Runde, bzw. kannst Reichweite aufbauen und neue Kontakte gewinnen, die potenziell Interesse an deinem Angebot haben können.
  9. Schritt: Wiederhole diesen ganzen Prozess solange, bis sich dein Angebot verkauft wie heiße Semmeln. Wenn du so vorgehst, dann kannst du dein Angebot mit jedem Mal optimieren und deine Verkaufsstrategie auch von Mal zu Mal verbessern.

Wenn du jetzt Lust hast dein erstes oder nächstes Beta-Angebot durchzuführen, dann schlage ich dir vor, dass du dir einmal anschaust, welches deiner Angebote sich noch nicht gut genug verkauft, und dann wählst du eines davon aus, welches du gerne als Beta-Produkt durchführen möchtest. Dafür brauchst du keine große Vorbereitungszeit, das Wichtigste ist hier wirklich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu finden, die Lust haben dein Produkt mit dir durchzuführen. Und wenn nur noch keine Angebote hast, dann geh die genannten Schritte nach und nach durch, um deine ersten Testkund:innen zu gewinnen.

Du wirst nur lernen, wenn du wirklich in die Umsetzung gehst, und das ist etwas, was die Teilnehmerinnen der jetzigen Beta-Runde wirklich gelernt haben, und das möchte ich dir auf jeden Fall mit auf den Weg geben. Denn es ist so extrem wichtig, wenn wir mit unserem Business weiter wachsen wollen, wenn wir leichter verkaufen wollen, wenn wir mehr Umsatz machen wollen und wenn sich unser Business leicht und sexy anfühlen soll.

Hast du schon einmal eine Beta-Version deines Angebots durchgeführt?

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Entwickeln deines Beta-Programms. Lass mich gerne wissen, wie das Feedback und die Testimonials der ersten Runde ausgefallen sind und tagge mich via Instagram oder teile es in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} So entwickelst du ein perfektes Angebot und kommst in die Umsetzung

Zu diesem Beitrag haben mich die Mitglieder der she-preneur Academy inspiriert, denn im Januar habe ich sie herausgefordert, einfach zu machen. Zu Beginn des Jahres ist die „Und-Action“ – Challenge in die zweite Runde gegangen, in der es darum ging ein Angebot zu entwickeln, um dieses als Beta-Programm anzubieten. Im Hinblick auf die  she-preneur S-sentials-Methode® haben wir uns auch bei der Challenge auf das Wesentliche fokussiert. Woche für Woche haben die Teilnehmerinnen eine Schritt für Schritt Anleitung freigeschalten bekommen, in der ich ihnen gezeigt habe, wie sie ganz einfach ihr erstes Online-Programm erstellen und dafür Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen.

Viele waren erstaunt, dass es möglich ist mit so wenig Aufwand ein Programm zu erstellen und auch dass es möglich ist, in so kurzer Zeit so viel zu schaffen. Das was die meisten machen ist, dass sie sich nicht mit den richtigen Aufgaben beschäftigen bzw. sich viel zu lange an bestimmten Aufgaben aufhalten – weil sie denken, dass es noch nicht gut genug ist, dass irgendetwas noch verbessert werden muss, dass es noch professioneller aussehen muss.

In dieser Episode erzähle ich dir, wie wichtig „Einfach machen“ ist und was es genau bedeutet, wenn du mit deinem Business Geld verdienen möchtest. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Wir haben in den letzten vier Wochen ein komplettes Programm entwickelt und diese Programme sind jetzt fertig. Am 22. Februar starten die 4-Wochen-Programme. Der absolute Wahnsinn ist, dass wir im Rahmen dieser Aktion wirklich über 100 Frauen ins Tun gebracht haben! Das Ergebnis der ganzen Kurse kannst du unter she-preneur/betakurse auf einer eigenen Webseite sehen, außerdem kannst du dich dort auch für diese Beta-Phase als Teilnehmer:in bewerben.

[4:07] – Ich liebe diese Challenge, denn sie lockt die Teilnehmerinnen aus der Komfortzone. Sie hilft ihnen dabei, den Perfektionismus hinter sich zu lassen und zeigt, was wirklich getan werden muss, um ein Angebot zu bewerben und auch zu verkaufen. Es zeigt, wie wir als Unternehmerin denken und handeln müssen, damit wir mit unserem Business Geld verdienen können, damit wir von unserem Business leben können, damit wir mit unserem Business Gutes tun können.

Das ist das Problem vieler überforderter Selbstständiger.

[4:42] – Die meisten überforderten Selbstständigen beschäftigen sich nicht mit den richtigen Aufgaben. Sie beschäftigen sich mit den vermeintlich wichtigen Dingen, wie zum Beispiel dem Erstellen einer Webseite, der Positionierung, dem Posten von Content auf Social Media oder der Entwicklung eines Logos. Sie wurschteln viel zu viel vor sich hin, statt in den Austausch mit potenziellen Kundinnen und Kunden zu gehen. Und das ist das, was dich am Ende wirklich weiterbringt, denn du möchtest Menschen finden, die dein Produkt kaufen, denen dein Produkt weiterhilft. All die anderen Dinge, die ich eben erwähnt habe, die sind zwar wichtig, du solltest jedoch nicht den zweiten bzw. den dritten oder vierten Schritt vor dem ersten gehen. Denn das, was wirklich wichtig ist, ist dass du ein Produkt hast, das von deinen Wunschkunden und -kundinnen gekauft wird, und du weißt, wo und wie du sie online erreichen kannst. Denn wenn du das nicht weißt, dann kannst du auch gar nicht die Texte für deine Webseite verfassen, dann weißt du nicht, was du auf Social Media posten solltest, damit deine Wunschkund:innen oder deine Leser:innen, deine Community, auch darauf reagiert.

Du brauchst zu allererst ein gutes Angebot.

[6:13] – Du brauchst ein Angebot, du musst wissen, wie du sie erreichst. Das ist wichtig, um überhaupt die nächsten Schritte zu gehen, um überhaupt Content zu produzieren. Denn der Content, den du produzierst, der soll darauf einzahlen später deine Angebote zu verkaufen. Solange du es noch nicht geschafft hast deine Angebote zu verkaufen, brauchst du dich auch gar nicht mit den ganzen anderen Aufgaben zu beschäftigen. Dann hilft dir Social Media nicht weiter, dann hilft dir eine Webseite nicht weiter. Denn all diese Dinge sind dazu da, um dich dabei zu unterstützen, deine Angebote zu verkaufen, und sie helfen dir nicht weiter, wenn du nicht beim Angebot beginnst, das du verkaufen möchtest.

[7:18] – Im ersten Schritt ist es viel wichtiger, wirklich in den Austausch zu gehen und potentielle Kundinnen und Kunden zu erreichen, oder auch mit Testkund:innen zu arbeiten – um von ihnen zu lernen, um zu verstehen, was sie denken, wie sie ticken, was sie eigentlich wirklich brauchen. Denn das, … was wir denken unsere Kund:innen brauchen, ist in den allermeisten Fällen nicht das, was sie auch wirklich wollen. Es ist das, was wir denken, was sie brauchen. Und genau da müssen wir einen großen Unterschied machen. Denn Kund:innen kaufen das von dem sie denken, dass sie es benötigen oder dass es ihnen weiterhilft. Wir müssen lernen die Sprache unserer Kund:innen zu sprechen und diese Sprache zu sprechen, das können wir nur lernen, wenn wir wirklich in den Austausch gehen. Dein Fokus solltest du also auf die Entwicklung und das Testen eines Angebots für deine Kund:innen legen, und zwar nicht nur, wenn du mit deinem Business startest, sondern auch zukünftig, wenn nun neue Produkte entwickelst.

[8:27] – Starte mit einem Prototypen, das ist ganz wichtig. Das wird dir sehr viel weiterhelfen, das wird dir Feedback geben, das wird die erste Testimonials geben. Das wird dir dabei helfen, dein Produkt in der nächsten Runde viel leichter zu verkaufen. Eine Webseite, ein Logo, Social Media, all die Dinge helfen dir nicht, wenn du kein Angebot hast, das auch gebraucht und gekauft wird, und für das du online deine Kund:innen findest. Bevor du also Zeit und Geld in eine Webseite usw. investierst, ist es wichtiger herauszufinden, ob du überhaupt Teilnehmerinnen und Teilnehmer, oder sogar zahlende Kund:innen, für dein Programm gewinnen kannst. Denn das bedeutet dann, dass du auf dem richtigen Weg bist, dass du ein Produkt hast, das auch gebraucht wird. Und dann kannst du dich daran machen, es zu perfektionieren, und auch dein Messaging zu perfektionieren, damit du die Kund:innen online erreichst und deine Produkte, deine Angebote, auch mit Leichtigkeit online verkaufen kannst.

[9:35] – Die meisten Angebote verkaufen sich nicht beim allerersten Mal. … Die meisten Produkte, die du da draußen siehst, sind Produkte, die seit langer Zeit in der Entwicklung oder in der Entstehung sind, die optimiert und weiterentwickelt wurden. All die Leute, die du da draußen (inklusive mir) mit erfolgreichen Angeboten siehst, die sind gestartet mit einem Produkt, was sich am Anfang nicht leicht verkauft hat, und sie haben es Schritt für Schritt weiterentwickelt. Die Vorgehensweise ist unbequem, für viele zumindest, denn es lockt uns aus unserer Komfortzone heraus. Es verlangt, dass wir den Perfektionismus hinter uns lassen. Es gibt keine Zeit für Perfektionismus, denn nur wenn wir ins Tun kommen, wenn wir einfach machen, und wenn wir uns mit einer Testversion raustrauen, dann kommen wir weiter. Dann lernen wir, dann können wir wachsen, dann können wir unser Angebot perfektionieren.

[11:57] – Wenn wir immer nur allein in unserem Kopf sind, können wir nicht vorankommen. Dann können wir nicht den besten Kurs bauen, dann können wir nicht ein Angebot entwickeln, das sich von alleine verkauft. Wie willst du wachsen bzw. dich weiterentwickeln, wenn du dich nur mit dem beschäftigst, was du schon weißt und kennst? Wenn du also nur bei dir in der Theorie bleibst? Wir lernen durch unsere Kund:innen. Wir lernen durch ihre Fragen, durch ihr Feedback, durch ihre Wünsche. Wir lernen durch Fehler, und das ist ganz wichtig. Wir dürfen uns nicht davor schützen Fehler zu machen, sondern wir sollten so viele Fehler so schnell wie möglich machen, damit wir lernen. Wenn wir lernen, dann können wir unsere Programme perfektionieren, dann können wir all die Dinge, die wir tun, viel besser machen. Dann können wir unseren Kund:innen noch … besser helfen. … Aber wenn wir immer nur bei uns bleiben, dann funktioniert es nicht. Wie sollen wir dann wissen, was tatsächlich gebraucht wird?

[13:51] – Wir haben viele Dinge auf dem Weg dahin auch schon ausgebessert und unseren Kundinnen zur Verfügung gestellt, um es ihnen leichter zu machen. Das war nicht alles am Anfang da und das ist das, was die meisten wirklich vergessen. Sie vergleichen sich immer mit denjenigen, die schon viele Schritte weiter sind, als sie. Die schon eine super-duper Webseite haben, die schon tolle Online-Programme haben, die schon eine große Community haben. Das, was sie vergessen, oder das, auf was sie nicht schauen, ist, wie das Ganze aussah, als die Person angefangen hat.

Ich spreche aus Erfahrung.

[14:30] – Ich habe all diese Fehler gemacht. Ich hatte auch eine Webseite, mit der ich gestartet bin, hinter der ich mich versteckt habe. Ich hatte mir ein Logo entwickeln lassen, ich habe mir, bevor ich den she-preneur insider club entwickelt habe, auch einen eigenen Mitgliederbereich bauen lassen. Ich hab ganz viel selbst daran gebastelt, aber ich habe ein knappes Jahr meiner Selbstständigkeit damit verbracht, an Dingen zu bauen, statt Geld zu verdienen. Und ich habe ganz viel Geld investiert, noch bevor ich ein Produkt verkauft hatte. Dass diese Herangehensweise falsch ist, das habe ich erst viel später gelernt. Diese Vorgehensweise hat mich sicherlich zwei / zweieinhalb Jahre Einnahmen gekostet und ich habe mich nie bereit gefühlt. Ich hatte immer das Gefühl, dass noch etwas an meinem Produkt verändert werden muss, dass noch irgendetwas verbessert werden muss. Ich hatte immer gedacht, andere lachen mich aus, wenn ich rausgehe. … Ich dachte auch, man braucht all diese Dinge, und ich hatte jede Menge Zweifel und Unsicherheiten. Aber irgendwann traf ich dann wirklich die Entscheidung und machte einfach. Denn wenn ich diese Entscheidung nicht getroffen hätte, dann hätte ich zurück in ein Angestelltenverhältnis gemusst, und das war für mich absolut keine Option. … Ich hatte noch Einnahmen aus meiner freiberuflichen Selbstständigkeit …, die aber nichts mit she-preneur zu tun hatte, und ich hatte auch Ersparnisse, aber das Geld ging mir aus. Ich musste wirklich eine Entscheidung treffen, und ich habe die Entscheidung getroffen es einfach zu probieren und einfach zu gucken, ob ich Geld verdienen kann. Ich habe dann all diese Dinge aufgebaut. Ich hatte meinen Mitgliederbereich, ich habe ein Webinar gemacht, habe es dann zweimal gehalten, ich habe in die Software investiert, ich habe mir Unterstützung für die Technik geholt und … habe am Ende meine ersten Kundinnen gewonnen, für den she-preneur insider club, und habe 300 € im Monat verdient. Es war nicht viel Geld und ich hätte dieses Geld sicherlich auf eine andere Art und Weise viel eher verdienen können, wenn ich meinen Perfektionismus abgelegt hätte, wenn ich anders gestartet wäre. Aber das sind jetzt die Dinge, die ich dir mit auf den Weg geben möchte. All die Fehler, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, die ich meinen Kundinnen jetzt so nicht mehr empfehlen würde.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Angebote weiterentwickeln

[17:47] – Es bringt dich nicht weiter allein an deinem Angebot zu feilen. Je eher du damit anfängst dein Angebot rauszubringen und Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu finden, und diese Aufgabe auch in den Fokus hebst, desto schneller wird sich finanzieller Erfolg einstellen. … Und deswegen bringe ich meine Kundinnen, auch wenn sie gerade erst mit ihrem Business gestartet sind, in die Umsetzung.

[18:42] – Du bist jederzeit bereit, denn du bist Expertin in deinem Gebiet. Du kannst anderen weiterhelfen, mit dem was du tust, und dafür brauchst du nicht noch 10.000 Zertifikate. Du musst nicht noch rumprobieren oder irgendetwas perfektionieren. Nein, du kannst raus in die Sichtbarkeit gehen. (Lies hierzu, woran du erkennst, dass du eine Expertin bist.)

In 3 Schritten zu deinem perfekten Angebot.

[19:04] – Du kannst dein Angebot rausbringen. Und wie du vorgehst, das möchte ich dir jetzt in drei Schritten noch mit auf den Weg geben. Also der allererste Schritt ist: Überleg dir ein Angebot. Wobei möchtest du deinen Kundinnen und Kunden helfen? Welches Problem möchtest du für sie lösen? Das ist erstmal der Startpunkt, das ist das Wichtigste. Denn wenn wir Geld für etwas ausgeben, dann möchten wir auch ein Ergebnis haben, und dieses Ergebnis ist in der Regel eine Transformation. Also ich möchte ein Problem gelöst haben, wie zum Beispiel: Ich habe Kopfschmerzen und nach der Zusammenarbeit mit dir habe ich keine Kopfschmerzen mehr. … Noch wichtiger ist, dass du damit nicht so viel Zeit verbringst, also maximal einen Monat, so wie wir das jetzt gemacht haben. Manche verbringen damit Jahre. Ich finde das total traurig, denn wir können uns, wie ich eben schon gesagt habe, nicht weiterentwickeln, wenn wir nicht rausgehen, wenn wir nicht mit potenziellen Kundinnen und Kunden arbeiten. Also verbringe nicht so viel Zeit mit dieser Aufgabe. Wenn du dich selbständig gemacht hast oder wenn du dabei bist, dich selbstständig zu machen, dann solltest du bereits wissen, wem du helfen möchtest – zumindest in etwa, der Rest kann sich weiterentwickeln. Meine Zielgruppe hat sich in den letzten fünf Jahren extrem weiterentwickelt, verändert, und das ist total normal. Also starte, du kannst jederzeit etwas verändern. Das, wofür du dich jetzt entscheidest, ist nicht das, was du für immer tun musst. Auch wenn du merkst, dass dir das vielleicht gar keinen Spaß macht, dann kannst du es wieder ändern, das ist überhaupt gar kein Problem. Wichtiger ist, dass du startest und merkst, das es dir kein Spaß macht, anstatt ein Jahr damit zu verbringen und vielleicht ein Angebot zu entwickeln, um dann erst festzustellen, dass es dir keinen Spaß macht. Starte wirklich so schnell wie möglich und geh raus.

[21:17] – Der zweite Punkt ist: Finde Teilnehmerinnen und Teilnehmer für dein Angebot und hilft ihnen idealerweise kostenfrei, im Austausch für Feedback und Testimonials. Kostenfrei, wenn du noch keine Community hast, wenn du gerade erst online startest, wenn du noch unbekannt bist. Wenn du bereits Kund:innen hast, mit denen zu zum Beispiel offline gearbeitet hast, dann ist es was anderes. Dann kannst du es ihnen auch kostenpflichtig anbieten. Im Austausch für das kostenfreie oder kostengünstigere Angebot bekommst du von deinen Kundinnen oder Kunden eben Feedback – Feedback zu deinem Programm und am Ende auch ein Testimonial. Und das ist das, was diese Herangehensweise unbezahlbar macht. … Denn wenn du am Anfang nicht lernst, wird es dir immer schwerfallen deine Angebote wirklich nach draußen zu kommunizieren. Das ist ein Fehler, den viele machen, und deswegen möchte ich dir das mit auf den Weg geben. Wenn es sich schwer anfühlt für dich Kundinnen oder Kunden zu gewinnen, die für deine Leistung bezahlen, dann biete ihnen am Anfang deine Leistung kostenfrei an und hilf ihnen von ihrer Ausgangssituation zu ihrer gewünschten Zielsituationen zu kommen. Im Austausch für deine Leistung bekommst du von ihnen super wertvolles Feedback. Du bekommst ihre Fragen und du lernst einfach unglaublich viel von ihnen. Und du erhältst am Ende eben auch ein Testimonial, das du auf deine Webseite setzen kannst.

[23:15] – Der dritte Schritt ist: Arbeite mit deinen Kundinnen und Kunden und bringen sie an ihr gewünschtes Ziel. Finde heraus, was sie wollen – und das ist nicht das, was du denkst, was sie brauchen. Was sie wollen ist in den meisten Fällen was anderes, als das, was wir denken, und wenn du mit deinen Kundinnen und Kunden zusammenarbeitest, dann kannst du es schaffen ihre Sprache sprechen zu lernen. … Du solltest ihre Sprache sprechen lernen, wenn du online deine Angebote verkaufen möchtest, denn wenn deine Kundinnen und Kunden merken, dass du sie verstehst – dass du genau weißt, wie es ihnen geht und wie du ihnen helfen kannst – dann haben sie das Gefühl, dass sie bei dir richtig aufgehoben sind und dass du ihnen weiterhelfen kannst. Das ist dann die Basis für alles weitere. Es ist die Basis für deine Webseite, für dein Logo, für dein Messaging, für die Formulierung deiner Angebote, für dein Social Media – eigentlich für alles. Deine Kundinnen und Kunden stehen im Mittelpunkt, und wenn du sie nicht kennst, dann brauchst du den ganzen Rest nicht. Das ist ganz wichtig und es wird leider von vielen Leuten falsch gemacht.

[24:38] – Es gibt den falschen Geiz oder Ehrgeiz (ich weiß nicht genau, wie ich das sagen soll): „Nein, ich kann meine Leistungen nicht umsonst herausgeben, ich muss dafür Geld nehmen.“ Die Frage ist ja, wenn du ein Jahr versuchst dein Angebot zu verkaufen, weil du deine Leistung nicht umsonst rausgeben möchtest, und keine Kund:innen findest, wäre es dann nicht besser deine Leistung im Monat 1 kostenfrei herauszugeben und super viel Feedback zu bekommen, und im Monat 3 mit Leichtigkeit zu verkaufen?

[25:48] – Das, was wir lernen, und das, was ich dir mit auf den Weg geben möchte, ist wirklich: Mach es! Sprich mit Kund:innen, arbeite mit Kund:innen, egal was es dich kostet. Das wird dich deine Zeit kosten, aber diese Zeit ist viel besser investiert in deine Kund:innen, als wenn du dich mit Social Media beschäftigst, oder als wenn du deine Webseite alleine baust. Ich weiß, diese Vorgehensweise ist nicht ganz einfach und wir stehen uns dabei immer wieder selbst im Weg.

Zusammenfassung: So entwickelst du dein perfektes Angebot.

Das Letzte ist natürlich auch ganz viel Mut: Mut, wirklich rauszugehen; Mut, das eigene Programm zu bewerben; Mut, Freunde und Bekannte zu fragen, Arbeitskolleg:innen anzusprechen, das Netzwerk zu aktivieren, von dem eigenen Programm zu erzählen und andere zu bitten das eigene Programm weiterzuempfehlen. Denn wir müssen ganz viel lernen. Wir müssen vor allem lernen, wo wir unsere Kundinnen und Kunden online finden. Es lohnt sich nicht in der Theorie stecken zu bleiben, es bringt uns überhaupt nicht weiter und hält uns davon ab, Geld zu verdienen und Menschen zu helfen.

Du lernst nur durch Umsetzung und deswegen ist es so wichtig einfach zu machen und den Fokus auf die Dinge zu richten, die dich und dein Business weiterbringen, die dir dabei helfen dein Angebot zu verkaufen. Social Media Aktivitäten helfen dir nicht, wenn sie nicht darauf einzahlen dein Angebot zu verkaufen. Deine Webseite hilft dir nicht, wenn sie nicht darauf einzahlt dein Angebot zu verkaufen. E-Mail-Marketing hilft dir nicht, wenn es nicht darauf einzahlt dein Angebot zu verkaufen. Im Fokus steht dein Angebot, stehen deine Kund:innen.

Ich habe dir hier noch einmal die 3 Schritte zusammengefasst, die du gehen solltest, um ein optimales Angebot zu erstellen, das deine Kund:innen anspricht:

  1. Schritt: Überleg dir ein Angebot. Wobei möchtest du deinen Kundinnen und Kunden helfen? Welches Problem möchtest du für sie lösen?
  2. Schritt: Finde Teilnehmerinnen und Teilnehmer für dein Angebot. Hilf ihnen kostenfrei oder kostengünstiger. Im Austausch für das kostenfreie oder kostengünstigere Angebot bekommst du von deinen Kundinnen oder Kunden Feedback zu deinem Programm und am Ende auch ein Testimonial.
  3. Schritt: Arbeite mit deinen Kundinnen und Kunden und bringen sie an ihr gewünschtes Ziel. Finde heraus, was sie wollen, und lerne ihre Sprache zu sprechen.

Noch einmal: Die Arbeit mit deinen Kund:innen ist viel wichtiger, als die Arbeit an Webseite, Logo & Co.! Nur durch die Umsetzung und das Tun lernen wir, was sie wirklich brauchen, wie genau wir helfen können, welche Fragen wir mit unserem Angebot beantworten müssen, was nicht funktioniert und wo wir ausbessern müssen. Erst durch’s Machen können wir perfektionieren und erhalten wertvolles Feedback und Testimonials, was mit Geld nicht zu bezahlen ist. Alles, was wir dafür investieren müssen, ist Zeit.

Und zum Schluss: Mach deinen Februar und März zum Lernfeuerwerk mit dem she-preneur Wissensbooster und bewirb dich als Teilnehmer:in für die Beta-Programme der Expertinnen der she-preneur Academy. Du hast für ganz kurze Zeit die Chance in der ersten Runde mit dabei zu sein – und das meist erheblich vergünstigt und z. T. sogar gratis. Hier geht’s zur Anmeldung.

Sammelst du das Feedback deiner Kund:innen?

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Entwickeln deines Angebots und der Zusammenarbeit mit deinen Kund:innen. Lass mich gerne wissen, wie das Feedback und die Testimonials ausfallen und tagge mich via Instagram oder teile es in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} Von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin

Heute habe ich eine weitere Gewinnerin des she-preneur Success Story Contests bei mir im Gespräch. Sie hat nicht nur im November 2020 den zweiten Platz belegt, sondern sie hat mir ganz am Anfang von she-preneur, in 2016, schon ihr Vertrauen geschenkt. An ihrem 50. Geburtstag hatte sie damals die Nase voll von schlecht bezahlten Jobs als Journalistin und das war dann auch der Zeitpunkt, als sich unsere Wege kreuzten. Sie wurde die erste „she“ und seitdem hat sich ganz viel bei ihr getan. Freue dich auf eine inspirierende und Mut machende Episode mit Alexandra Brosowski.

Wir sprechen darüber, wie sie es geschafft hat, von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin zu werden. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Lass mich hier diesmal gerne mit ein paar Worten von Alexandra über she-preneur beginnen, die mich sehr gefreut haben: „Das ist vielleicht auch das, was unsere Gemeinschaft so ausmacht – was ich vom ersten Tag an wahrgenommen habe – dass wir uns alle sehr nah sind. Dass man sich trauen kann, sich auch so zu zeigen, mit seiner Gefühlswelt, mit seinem Traurigen und Fröhlichen und allem zusammen. Wir lachen und wir feiern zusammen, aber wir sind eben auch mal traurig. Wird können nämlich Menschen sein.

[4:28] – Alexander, rückblickend auf die letzten Jahre: Was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge? Ich glaube, das Wichtigste war für mich (und das ist vielleicht der größte Erfolg), dass ich nicht der Gesellschaft geglaubt habe, die mir mit meinem Job gesagt hat: „Du wirst nicht gebraucht, du kannst nichts.“, sondern dass ich meine Talente genommen und gesagt habe: „Ich kann was, ich werde euch das zeigen.“ – also loszugehen überhaupt. Das war ein ganz wichtiger Entschluss, nicht an den Bedingungen damals zu zerbrechen, sondern neue Wege für mich zu finden, auch einen Tag nach meinem 50. Geburtstag. Es ist nicht zu spät dafür. Man muss nicht 30 sein, sondern es hat einfach etwas damit zu tun, dass du losgehst und dich dafür eben entscheidest. Und meine Bedingungen, die waren ja denkbar schlecht. Ich hatte überhaupt kein Geld, ich habe mich auch nicht gut gefühlt, ich war nicht gesund, mein Selbstwert war am Boden. Aber ich hatte mich und meine Talente. Es braucht auch gar nicht viel, um loszugehen. … Ich habe endlich mein Ziel erreicht und schon zwei große Online-Kurse auf den Weg gebracht. … Das ich das jetzt so erreicht habe, da bin ich immer noch fassungslos und froh und dankbar, … aber es war auch harte Arbeit. … Du kannst nur Ziele erreichen, die du dir auch gesetzt hast.

[6:39] – Hast du noch einen Erfolg, von dem du berichten möchtest? … Mein Launch letztes Jahr. Also das im ersten Anlauf aus dem Nichts schon 10, 15 Leute ein teures Programm bei mir gebucht haben. … Was mich total berührt hat, ist, dass Frauen gesagt haben: „Wir haben schon auf dich gewartet, endlich kommst du mit diesem Programm.“

[7:44] – In 2016, … als du die Entscheidung getroffen hast, jetzt nochmal die ganze Sache anzugehen und was Neues zu machen … : Hättest du damals geglaubt, dass du das, was du im letzten Jahr erreicht hast, erreichen könntest? Nein, auf gar keinen Fall. Ich kam aus einem Niedriglohnsektor. Das hätte ich auch selber nicht für möglich gehalten, denn ich habe Journalismus gelernt und studiert, und Literatur. Als ich anfing, vor über 25 Jahren, war das ein Job, der sehr angesehen war und gut bezahlt. Aber im Zuge der Digitalisierung ist der richtig runtergerockt worden. … Alle meine großen Wünsche und Träume, die mit diesem Beruf verbunden waren, hatten sich in Luft aufgelöst. Ich habe für eine Reportage, für die ich zwei Wochen gearbeitet haben, hundertachtzig Euro bekommen! Also dann rast du in die Altersarmut, du merkt das aber nicht. Du arbeitest immer mehr … und verdienst immer weniger. … Ich wurde von einer Gefeierten zu einer Bettlerin. Das verändert dich nachhaltig. … Ich spürte schon, so geht es nicht weiter. Und das war auch der Zeitpunkt, als du dann gesagt hast: Okay, jetzt muss ich was anderes machen? Im Grunde geht es vielen Kreativen in ihrer Branche so. Nämlich sich dahin führen zu lassen … seine ganze Expertise abzugeben, für wenig Geld. Und dazu gehören immer zwei Menschen, zwei Seiten. Die einen, die die beschissenen Jobs angeben, und die anderen, die sie ausführen. Und das war vielleicht das Erste, was ich umdenken musste. Nämlich nein zu sagen, zu diesen Jobs. Und das ist nicht witzig, wenn dein Kühlschrank leer ist. … Ich hatte Jahre vorher eine Krebserkrankung gehabt, also eigentlich ging es mir schonmal sehr schlecht. Ich hatte die Kombination zwei kleine Kinder, Freiberufler und eine Krebserkrankung – das ist eine sehr toxische Mischung, kann ich dir sagen. … Das gab mir schon den ersten Kick in die richtige Richtung. „Sag mal, Frau Brosowski, was machst du hier eigentlich mit deinem Leben?“ Aber ich musste nochmal irgendwie so eine Keule bekommen, und das war tatsächlich ein Burn-Out. Die Arbeitswelt hatte sich verändert und ich habe innerhalb von einem Jahr oder von ein paar Wochen ganz viele Jobs verloren, weil ich als Mensch nicht mehr zählte. Und das hat alles dazu geführt, dass ich tief in mich gegangen bin und gesagt habe: „So, die Kraft muss von dir ausgehen. Du kannst so viel, du darfst dir nur nicht von den anderen sagen lassen, dass es nicht so ist.“ Ich habe nicht die Macht, diese Verlagssysteme zu verändern, daraus musste ich mich erstmal lösen und was Eigenes finden. Und das war vielleicht die Chance, dass wiederum durch die Digitalisierung, die mir vorher meinen Job zerrockt hat, plötzlich aber für uns Solo-Frauen, Selbstständige, ganz neue Möglichkeiten eröffnet worden sind. Aber bevor ich zu dir kam, war ich arm, krank, fühlte mich wertlos, war am Boden. Nee, ich war schon ein Stück weiter. Ich war wieder aufgestanden und wollte für mich kämpfen.

[12:12] – Du hast auf jeden Fall investiert, damals in mein allererstes Programm. Ja genau. … auch für die, die jetzt denken, „aber ich hab ja gar kein Geld“: Man kann losgehen, man kann ohne. Weil erstmal steht sehr viel Wissen auch kostenlos zur Verfügung. Und she-preneur war bezahlbar. … Ich musste erstmal meinen Kopf aufräumen, mein Mindset. … Ich kannte meinen Job und mein Handwerk, aber nicht, wie setzt sich das denn in Produkte um, wie mache ich daraus ein Unternehmen? … Ich wusste nicht was Ziele, Strukturen, Pläne sind. Und was nehme ich überhaupt für meine Leistung? Das ist auch nichts, was man von heute auf morgen lernt, sondern das ist ein Prozess.

[13:31] – Was waren damals deine ersten Schritte in diese neue Welt, Alexandra? Ich wusste von der ganzen Online-Blase überhaupt nichts. … Und ich habe gedacht: „Du hast kein Geld, aber du hast dich. Du hast deine Kraft, du bist frech, was musst du tun?“ Also habe ich was gemacht, was ich sowieso kann, ich habe nämlich ein Online-Magazin gegründet. … Und wenn man ein Online-Magazin gründet, muss man auch online sein. … Ich wusste nicht, wie WordPress ging, die ganze Technik dazu, aber ich habe einfach angefangen. Ich wusste, ich kann schreiben. … Das Wichtigste war, mich von der armen Poetin als Unternehmerin zu sehen. … Ich bezeichne mich auch nicht als Freelancerin, … ich bin jetzt Unternehmerin – was gehört dazu? Also im Kopf musste ganz viel passieren.

[15:49] – Die Geschäftsidee war eben ein Online-Magazin zu machen, es zu monetarisieren, vielleicht mittels Anzeigen. … Luise von der Pelzwiese [so heißt das Onlinemagazin von Alexandra Brosowski], das ist der Kosename meiner Kindheit. Habe ich aber mit Luise Geld verdient? Nein, das habe ich nicht. Warum nicht? Weil ich als Alleinmensch das so hätte nicht umsetzen können, ich hätte andere gebraucht. … Aber die Luise hat etwas ganz wertvolles für mich getan. Sie wurde nämlich meine größte Visitenkarte im Netz. Also ich erlangte Sichtbarkeit.

[18:05] – Alexandra, nach der Luise ging es ja dann noch einen Schritt weiter. Also du hast das Online-Magazin gegründet, du wurdest sichtbarer, … und dann gab’s den nächsten interessanten Schritt bei dir und du bist in Richtung schreiben von Büchern gegangen. Oder gab es da noch ein Schritt vorher? Bücher habe ich auch schon vorher geschrieben. Aber was ich eben angewendet habe, ist, erstmal habe ich mir Ziele gesetzt. Ein Beispiel: Ich habe meine ersten Bücher mit sehr niedrigem Honorar geschrieben. Also habe ich mir vorgenommen, als Ziel, den nächsten Buchvertag unterschreibst du nur, wenn die Bedingungen, wenn das Honorar, so und so ist. Für mein letztes Buch war eindeutig, ich will auf dem Cover stehen und ich will das doppelte Honorar. Und solche Ziele helfen dir unbedingt, sie auch zu erreichen. … Wenn du mehr Geld haben willst, musst du wissen, was du haben willst. Du musst wissen, was du wert bist. Und du gehst nicht von wenig Geld auf ganz viel, sondern das erfolgt in Schritten. … Wenn du selber dir nicht klar bist, was du nehmen sollst, dann kommst du ins stottern bei Verhandlungen, dann kannst du nicht gut Preise verhandeln. Und das hat sich natürlich auch bei mir entwickelt. Jedes Jahr schaue ich nach hinten: Was ist letztes Jahr gut gelaufen? Was will ich im nächsten Jahr erreichen? Was streiche ich? Was muss sich verändern? … Ich bin ja damals mit sehr niedrigen Preisen eingestiegen und hab mich aber gut gefühlt und dachte: Ok, die Preise sind in Ordnung, das ist das, was ich jetzt im Moment geben kann und wo ich mich auch total wohlfühle, das nach außen zu kommunizieren. … Das ist auch ein ganz normaler Prozess und ich glaube, dass viele denken, man müsste einfach schon so sein. Natürlich gibt es Leute, die sind super selbstsicher und die wissen, sie kriegen das hin. Aber oftmals ist einfach dieser Entwicklungsprozess auch notwendig, um diese Selbstsicherheit zu gewinnen.

[22:09] – Du verhandelst einfach anders, wenn du mit dir sicher bist. Und, was auch interessant ist, ich habe eben bei jedem Projekt, was mir angeboten wurde, überlegt: Auf welcher Ebene hilft es mir? Also es ist ja nicht immer nur monetär.Ich habe gerade durch das Scheitern, durch Dinge, die vielleicht nicht so fluffig gelaufen sind, meine Learnings gewonnen. … Das ist vielleicht auch was: Glaubwürdigkeit, Authentizität. Kann die überhaupt das, was sie da tut? Ich bin sehr stolz auf mein Handwerk, ich hab da viele Jahre reingesteckt. Aber ich schaue auch immer: So, was will ich denn eigentlich? Passt das zu mir? Möchte ich das noch machen? Irgendwann war für mich, zum Beispiel, mein Journalismus beendet im Inneren. Er ist so innerlich von mir gegangen, obwohl ich niemals gedacht hätte, er wäre das. Aber mit Leidenschaft Bücher zu schreiben und Frauen dabei zu begleiten, das ist das, was neu gewachsen ist. … Es geht nicht immer nur ums Geld. Denn viele Dinge können wir tun, die uns dabei helfen unseren Expert:innenstatus aufzubauen. Die uns ganz viele Learnings eben auch bescheren und die uns wieder zeigen: Cool, das habe ich erreicht, das habe ich geschafft, und beim nächsten Mal werde ich das nicht so machen. … Ich weiß eben, wie es geht, und kann das im nächsten Schritt viel selbstsicherer auch nach außen kommunizieren. Es geht nicht immer darum mega viel Geld zu verdienen, sondern manchmal muss man eben auch Dinge tun, um einfach diesen Expert:innenstatus zu bekommen oder um die Reichweite zu bekommen. … Was ist der Wert, der am Ende auch da rauskommt? Und ich glaube, das vergessen eben auch viele an der Stelle.

Lies hierzu 5 Tipps, wie du online als Expertin wahrgenommen wirst.

[25:34] – Der Kern ist ja auch Vertrauen. … Und das hieß von Anfang an, die Menschen müssen die Gelegenheit haben mich kennen zu lernen. Also ich möchte auf der einen Seite meine Expertise ausweiten und immer besser werden. Ich bin auch hochgradig lernfreudig, muss ich sagen. Ich liebe es, mich zu entwickeln. Ich habe schon so viele Schreibfelder betreten, aber ich bin noch lange nicht am Ende. … Es gibt noch einen ganz interessanten Punkt: Denn dadurch, dass ich das alles getan und mich dann gezeigt habe, haben die Kund:innen mir zugerufen, was sie brauchen. Daraus sind Produkte entstanden, über die ich vorher nicht nachgedacht hatte. … Das hätte ich nicht tun können, wenn ich nur theoretisches Wissen gehabt hätte. … Und deswegen ist es halt eben auch so wichtig, dass wir mit Menschen in den Austausch kommen. Dass wir sichtbar sind, dass wir auch darüber sprechen, was wir machen, was wir gelernt haben.

[30:12] – Ich habe, als ich die Luise gegründet habe, auch ganz klar zwei Dinge gesagt: Was ich nicht möchte, ist, mit schlechten Menschen zusammenzuarbeiten – davon hatte ich die Nase voll. Ich habe einen gewissen Wertekanon für mich, auch für mich als Unternehmerin. Mit welchen Menschen möchte ich arbeiten, welche sollen zu mir kommen und wie möchte ich behandelt werden. Auch das innerlich festzulegen, das war ganz wichtig. … Ich bin sehr offen mit meinen Fehlern, mit meinen Schwächen, aber auch mit dem, was ich gut kann. All das, was ich als Schmerz oder Krise im Leben erlebt habe, das hat natürlich auch meine Lebenserfahrung, meine Persönlichkeit geprägt. Das führt heute alles in meine Arbeit mit rein.

[31:30] – Was war das letzte Produkt, was du gelauncht hast, im letzten Jahr, Alexandra? Irgendwann sollte es ja mal der Online-Kurs werden. Ich habe einen langen Weg dafür gebraucht. … Ich habe mir erstmal Hilfe dazugeholt, in Form von technischem Support. … Wenn jemand irgendwie sagt, das ist alles im halben Jahr erledigt: Nein, ist es nicht. Man muss sich Zeit geben sich zu entwickeln. … Du brauchst auch die Zeit, um dann diesen Sprung zum Online hin nochmal zu machen, und das musst du dir abknapsen. Dann kam Corona. Ich war, genauso wie alle anderen, im ersten Moment auch im Schock. … Bedingt durch meine vorherigen Krisen, rappele ich mich auf, schüttle ich mich dann gucke ich: So, was muss ich tun. Das ist wahrscheinlich auch eine große Gabe. Ich bin total lösungsorientiert, mich kann so schnell nichts aus den Puschen hauen. Und dann wedelte ein sehr teurer Kurs vor meiner Nase rum und … ich habe diesen gekauft. Das konnte ich nur, weil ich mittlerweile Unternehmerin war, weil ich entschieden habe, ich muss in mich investieren. … Und dann musst du einfach den Kopf senken, Fokus halten und machen. So habe ich dann, ich glaube, im März den Kurs gekauft und im August habe ich gelauncht.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Alexandra Brosowski - sich entscheiden loszugehen

[34:55] – Aber das ist eben auch nochmal die Botschaft an die, die zuhören: Man muss auch Anleitungen immer mit seinem abgleichen. Wo stehe ich gerade, wer bin ich und welchen Weg gehe ich?

[36:38] – Wenn du jetzt nochmal zurückblickst, Alexandra, was waren so die Dinge, wo du sagst: Das habe ich vorher richtig gemacht, ohne zu wissen, dass das auf den späteren Erfolg einzahlt. Kannst du das sagen? Man darf seinen Instinkt nicht außer Acht lassen. … Ich habe im ersten Jahr vom she-preneur insider club sehr viel Zeit damit verbraucht, indem ich immer mit anderen kommuniziert habe. Das war toll und wichtig, aber ich habe zu viel Fokus auf die anderen gelegt. Im nächsten Jahr hatte ich mir vorgenommen, ich unterhalte mich auch noch mit den anderen, aber in einem anderen Rahmen. Ich darf leider nicht mehr so viel nach links und rechts gucken. Also meine Zeit auf Facebook und Social Media ist gegen Minus gefahren. Weil, ehrlich gesagt, du kannst nicht alles machen. … Dann habe ich keine Zeit, um meine Pläne umzusetzen, und ich glaube, daran scheitern auch viele. Auf jeden Fall. Da ist so viel los da draußen, wir können 10.000 Sachen machen. … Wir machen das hier nicht, weil wir Spaß daran haben, sondern vor allem, weil wir die richtigen Leute erreichen wollen, aber auch, weil wir Umsatz generieren müssen, um davon leben zu können … . Deswegen ist es ganz wichtig den Fokus zu halten. Das, was ich sehr oft sehe ist, dass die Leute super unfokussiert sind und sich ganz leicht ablenken lassen. Also wenn du ganzen Tag auf Facebook rumhühnerst, dann kannst du nicht arbeiten und kommst nicht vorwärts. Punkt.

[38:57] – Bei der Planung meines Launches – also glaubt nicht, dass ich da angstfrei war, jetzt kann man das ja so fröhlich erzählen – hatte natürlich, genauso wie alle anderen, bedenken. Verkauft er sich? Interessanterweise, obwohl ich ja meinen Job schon so lange mache, hat man so eine innerliche Hürde: „Jetzt muss ich mich bekennen.“ Weil, es ist ja leicht zu sagen: „Ich möchte einen Online Kurs machen.“ Aber wenn du es tust, heißt das Bekenntnis, und du kannst auch damit scheitern. … Vorher hatte ich ja nur die Illusion, ich könnte erfolgreich sein, wenn ich es tun könnte. Und wie bin ich denn dem überhaupt begegnet? Ich hab mir tatsächlich ganz einzeln aufgeschrieben, wenn sich eine:r anmeldet, verdiene ich das und das, wenn sich zwei anmelden, verdiene ich das und das. Und ich habe mich auch darauf vorbereitet, dass wenige es kaufen. Bin ich dann traurig? Nein. … Wenn eben nur eine:r den Kurs kauft, dann werde ich ihn trotzdem durchziehen. Auf jeden Fall, weil auch dieser Person kannst du was weitergeben und dieser Person kannst du helfen und du weißt nie, was daraus entsteht. Du weißt nie, was die Person leistet oder welchen Einfluss diese Person auch für dich haben kann oder welche Kontakte die Person vielleicht auch hat, wenn sie begeistert ist. Deswegen ist es ein ganz großer Fehler, dann zu sagen, es hat nur eine:r gekauft, und jetzt sage ich den Kurs ab. Das würde ich niemandem empfehlen. Wenn eine Person gekauft hat, sei dankbar für diese eine Person, die gekauft hat. Das ist vollkommen in Ordnung, denn von dieser einen Person können wir ganz viel lernen. … Was stand noch auf der Liste? Ziele setzen. Nämlich kleine, mittlere und fast unerreichbare. … Du musst das einmal durchmachen, um deine Learnings daraus zu haben.

[44:00] – Eins der wichtigsten Dinge, die ich erreicht habe, ist, dass ich heute sehr oft weiterempfohlen werde. Nämlich dass ich getaggt werde, wenn irgendwo im Zusammenhang bei Facebook eine:r fragt: Sag mal, ich will ein Buch schreiben. Sag mal, ich habe einen Verlagsvertrag – Dann frag doch mal Alexandra. Ich gebe immernoch auch sehr viele kostenlose Beratung. Klar, ich muss da irgendwie so gucken, wie artet das aus oder so. Erstmal mag ich das gerne, auch hilfsbereit zu sein. … Es gibt verdammt viele Leute, die können sich keinen zweieinhalbtausend Euro Kurs leisten. Mich kennen zu lernen, mich zu erleben – weil ich kann nicht auf der Straße wedeln und sagen: „Kaufst du einen zweieinhalbtausend Euro Kurs bei mir?“ Nein, das tun sie nicht, wenn sie dich nicht kennen. Warum sollten sie das? Sondern es ist die Präsenz, es ist das Zeigen. … Ich denke, das ist immer so ein Mix, den man machen muss. Auf jeden Fall. Und ich glaube, wir können ganz viel kostenfrei rausgeben und müssen auch gar nicht darauf achten, wie viel gebe ich denn jetzt raus. Denn, ganz ehrlich, wenn ich eine halbe Stunde mit dir quatsche, dann weiß ich nicht, wie ich einen Bestseller schreiben werde, oder wenn ich 30 Tage von dir lerne, wie schreibe, dann bin ich immer noch nicht perfekt im Schreiben. … Um wirklich weiterzukommen, um eine Expertise wirklich weiter aufzubauen, brauche ich einfach noch ein bisschen mehr und von daher ist das vollkommen in Ordnung, da auch kostenfreien Content rauszugeben und auch viel kostenfreien Content rauszugeben und vor allem auch Menschen zu helfen, die sagen, ich kann mir das nicht leisten oder ich will’s mir vielleicht auch nicht leisten. … Die Leute, die diese Ambitionen haben, das sind die, die im nächsten Schritt auch investieren.Gib den Menschen die Gelegenheit, dich kennenzulernen, um mit dir ins Gespräch zu gehen.

[46:42] – Nach der letzten Academy Challenge … schrieb jemand: Wie lange hast du dafür gebraucht, um dahin zu kommen, von A nach B? Und als ich dann schrieb, das hat schon fünf Jahre gedauert, waren sie ganz entsetzt. Aber was waren meine Bedingungen? Ich hatte kein Budget und ich hatte auch noch Kinder zu versorgen und so weiter. Wenn du andere Bedingungen hast, kannst du das auch etwas schneller erreichen, aber schnell heißt eben nicht in 14 Tagen oder einem halben Jahr. Ich vergleiche einen Businessaufbau immer mit wenn ich ein Café eröffnen möchte. Dafür brauche ich auch, wenn ich es ordentlich machen will und wenn es nachhaltig ist, … für einen Unternehmensaufbau drei Jahre. Das ist nicht unrealistisch. Und das heißt ja nicht, dass ich gar kein Geld verdiene, in den ersten 3 Jahren. … Deswegen ist es immer wichtig zu gucken: Was sind meine Ziele? Wo stehe ich gerade? Was möchte ich erreichen? Und dann ganz fokussiert da auch ranzugehen. Weil wenn ich diese Grundlagen dafür nicht habe, dann funktioniert das eben auch nicht. Wenn ich die Beziehung nicht aufgebaut habe, wenn ich keine Kontakte habe, dann ist es sehr schwierig. Es geht alles schneller oder langsamer, aber es ist alles total individuell. Wenn mir vor diesen 5 oder 6 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal Aufträge in Höhe von 15.000 € ablehne, dann hätte ich das niemals gedacht. Heute muss ich das tun, wenn das große Ghostwritings sind, weil ich einfach nicht mehr die Zeit damit verbringen kann, für eine einzige Person ein ganzes Jahr ein Buch zu schreiben. Das Wachstum. Das ist eine super krasse Veränderung. … Es kann fünf Jahre dauern, es kann zehn Jahre dauern, aber der Weg dahin ist das Wichtige. Wie bin ich dahin gekommen? Was war notwendig, um das überhaupt zu erreichen? Und was hat sich bei mir, in meinem eigenen Kopf vor allem, auch verändert? Denn die Alexandra, die du vor fünf Jahren warst, oder die Tanja, die ich vor fünf Jahren war, die sind wir nicht mehr, die haben sich total verändert. Wir sind gewachsen, wir haben ganz viel erlebt, haben viel ausprobiert. Einiges hat geklappt, andere Sachen haben überhaupt nicht geklappt.

[50:00] – Was sich auch, einmal abgesehen vom Kontostand, verändert hat, ist, dass ich eine ganz große Zufriedenheit und Dankbarkeit habe. Also ich habe mich eben früher viel mit anderen auseinandersetzen müssen, mich bewerten lassen müssen. … Ich war damals schon eine tolle Journalistin und eine tolle Schreiberin, aber die Anerkennung war dafür nicht da. Sondern, ganz im Gegenteil, die Männer in den blauen Anzügen haben getan, als wäre ich der letzte Dreck, als wäre diese Expertise nichts mehr wert. Und auch nochmal abzugleichen, was spiegelt mir die Gesellschaft, was ich bin, aber was bin ich tatsächlich? Da bin ich heute angekommen und so dankbar. Ich arbeite immer noch viel, das ist überhaupt keine Frage, das musst du auch, den das fliegt einem auch nicht so zu, aber ich arbeite für mich. Es ist meine Wertschätzung, meine Dankbarkeit. … Perfektionismus ist doch auch immer ein schönes Stichwort. Viele bringen ihre PS nicht auf die Straße, weil sie sich von ihrem Perfektionismus ausbremsen lassen. Ich bin vollkommen pragmatisch. Das war schon bei der Luise so. Weißt du, als Schreibfrau wird ja eigentlich theoretisch von dir erwartet, dass du keine Schreibfehler machst. Ich habe zu mir gesagt: So, ich kann nicht alles kontrollieren, ich habe kein Korrektorat, … ich werde Fehler darin haben. … Warum nehmen mir die Leute das nicht krumm? Weil ich pragmatisch bin, aber trotzdem immer mit ganzem Herzen bei ihnen.Ich möchte auch gerne wertvoll für sie sein. Sie sollen nicht einfach viel Geld bei mir lassen. Sie sollen dafür auch eine gute und wertvolle Leistung bekommen. Wir sind ja auch in so einer Scheinwelt, wo sehr viel Lack und Glanz drauf ist, aber steckt da wirklich etwas dahinter? Das ist eben auch mein Anspruch, mein Wert als Unternehmerin. Ich will nicht nur kassieren, sondern ich möchte mit den Leuten nachhaltig zufriedenstellend zusammenarbeiten.Das ist halt auch das, was du brauchst, um dich weiterzuentwickeln. Also wenn du nie die Kommunikation mit deinen Kund:innen hast, wie kannst du dann Dinge besser machen? Wenn du nicht weißt, was sie wollen oder was sie brauchen, und da keine Kommunikation zwischen dir und deinen Kund:innen entsteht, dann weißt du nicht, was du anders oder besser machen kannst. Und dann wirst du auch irgendwann stagnieren. Deswegen ist es so wichtig, da auch mehr zu geben, als jemand bezahlt hat, und vor allem VIEL mehr zu geben, als jemand bezahlt hat. Nur so können wir eben auch ein tolles Business aufbauen, was weiterempfohlen wird.

[54:32] – Alexandra, was können wir 2021 noch von dir erwarten? In der Tat beschäftige ich mich gerade mit … Teamaufbau. Ich weiß, ich brauche jetzt nicht zehn Leute, sondern ich brauche 2 – 3 wunderbare Geister, die Dinge können, die ich nicht kann. … Die brauche ich eben auch um den großen Plan Membership umzusetzen, ich werde eine Schreib-WG eröffnen. … Ich hatte eben vorher Angst gehabt mich zu verfransen. … Aber jetzt, mit der Erfahrung der Kurse … habe ich gemerkt, es ist einfach ein ganz schönes Spielfeld, eine monatliche Mitgliedschaft zu haben. Nicht das große Ganze, weil die Frauen, die Unternehmerinnen, die ich begleite, stehen eben auch an unterschiedlichen Stellen … und nicht jede:r hat das große Budget. … Wann geht’s los? Die soll Anfang März starten. Wir sind jetzt fein am vorbereiten, wir bereiten den Launch vor, der Memberbereich wird eingerichtet und so weiter. Und genau, das ist nämlich das nächste Ziel: Ich werde eine große Bibliothek erschaffen. Ich möchte mich unabhängiger machen von den sozialen Netzwerken … und deswegen wird meine Webseite mein zentrales Nestchen. Das finde ich ganz wichtig. Ich werde mehr bloggen, mehr Wissen teilen, die Produkte sind dann auf der Webseite zu holen. … Ich habe ja auch ein langfristiges Ziel. Erzähl! Letztendlich möchte ich mir Zeit erschaffen, weil ich tatsächlich auch wieder mehr schreiben möchte. … Wenn ich aus meiner Geschichte ein Buch schreiben möchte, einen Bestseller, der in mehrere Länder verkauft wird, dann brauche ich auch Zeit dafür. Ich habe eine sehr aufregende, traurige und spannende Geschichte, und die werde ich verarbeiten.

[59:39] – Was ich gerne noch sagen wollte: Verliert nicht den Mut. Schaut nicht dahin, was nicht da ist. Oft ist schon ganz viel da. … Ich guck immer dahin, was mir Mut macht. Was ist denn eigentlich wirklich schlimm? Ehrlich gesagt, die schlimmste Situation, die ich hatte, war die Krebserkrankung mit meinen Kindern und ich wäre beinahe gestorben. Diese Erfahrung, die hat mich natürlich auch bei Corona nicht in die Knie gezwungen, weil Corona ist für mich händelbar. Das ist scheiße und blöd … aber ich lasse mich nicht stoppen. Ich habe schon so viel überstanden. … Wenn ich zum Beispiel kleine Kinder habe, zu Hause jetzt in Coronazeit, und ich habe Homeschooling, dann kann ich gewisse Dinge noch nicht in Riesenschritten umsetzen. Dann muss ich ein bisschen kleinere Brötchen backen, aber ich kann sie backen. Also ich muss dann eben ein bisschen mehr Geduld aufbringen, aber ich muss mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen. Wir können Gestalterin sein. Und das ist so eine Kraft, die, glaube ich, jede von uns haben kann. Selber zu gestalten. Also das finde ich, ist eben ein großer Weg.

[61:12] – Was hat dir die Kraft gegeben, Alexandra, an deinem Thema dranzubleiben und dich immer wieder weiterzuentwickeln? Ganz ehrlich, Tanja, ich überlebe doch nicht Krebs und lasse mich dann vom Leben zerbrechen. Das ist doch ein Geschenk. Ich habe das Geschenk des Lebens bekommen. Ich habe danach wirklich auch noch viel gestruggelt und ich war auch arm, aber das hat mich auch so unglaublich stark gemacht. Und diese Chance zu nehmen, meine Kinder aufwachsen zu sehen und es selber zu ergreifen – ich habe verdammt nochmal das Talent, ich kann schreiben, ich kann Menschen begleiten – also ich habe es in der Hand, daraus was zu machen. … Ich glaube, das ist wichtig auch auf die Krisen zurückzuschauen. Auf das, was wir gelernt haben und was uns stark gemacht hat. Was sind meine Stärken? Also unsere eigene Persönlichkeit spielt einfach eine ganz große Rolle. … Es ist ganz wichtig, da mal zu gucken, was sind denn auch die blinden Flecken, die Sachen, die ich noch nicht kenne und die ich nicht über mich weiß. Die andere über mich wissen oder die andere mir auch wieder zurückspiegeln können. Und das sind die Dinge, die dir dabei helfen dein eigenes Business aufzubauen und dich wirklich Schritt für Schritt auch weiterzuentwickeln. Auch ich wusste 2016 nicht, wer ich unbedingt bin und was meine Stärken sind und wie ich wahrgenommen werde. All die Dinge habe ich gelernt, weil ich rausgegangen bin und weil ich Rückmeldungen bekommen habe. … Stell dir mal vor, du machst Dinge, du kriegst aber keine Rückmeldung – wie willst du dich dann weiterentwickeln? Wo kommen dann die Impulse her, um auch den nächsten Schritt zu gehen? Die können nur vom außen kommen. … Was sind meine Ziele, was will ich überhaupt erreichen und warum will ich das erreichen? Warum möchte ich mein eigenes Geld verdienen, warum möchte ich mich unabhängiger machen? … Um diesen Antrieb zu finden und dann halt wirklich Schritt für Schritt loszugehen.

Lies hierzu: Kenne dein Warum und erreiche deine Ziele.

[63:45] – Sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern den eigenen Weg zu gehen und zu gucken, in der Zeit, die mir zur Verfügung steht, mein Business aufzubauen. Was kann ich erreichen und wie kann ich fokussiert bleiben? Jemand, der 40 oder 80 Stunden in der Woche arbeiten kann, kann andere Dinge erreichen, als jemand, der vielleicht nur einen Tag in der Woche hat oder mehrere Abende in der Woche … am Business arbeiten kann. Und all das ist okay. Das Wichtige ist eben, dass wir uns nicht mit anderen vergleichen.

[65:02] – Damit ich eben auch stark bleibe, in die Kraft komme und gut gelaunt bleibe, muss ich auch auf mich achten. Der Kopf muss wieder leer geräumt werden, um überhaupt die Zielplanung zu machen.

Alexandras Facebook-Seite: www.facebook.com/schreibdeineerfolgsgeschichte
Alexandras Instagram-Kanal: www.instagram.com/alexandra.brosowski
Alexandras Website: www.alexandra-brosowski.de

Was hat dich bei dieser Episode am meisten inspiriert? Was hat dir am meisten Mut gemacht?

Trage dich hier in die Warteliste für die she-preneur Beta-Programme ein. Ich freue mich, wenn du diese Episode mit deinen Business-Freundinnen teilst und / oder mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} Wie du mit Hilfe eines Beta-Angebots dein Business zum Laufen bringst

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir. Sie hat nämlich im Rahmen des she-preneur Success Story Contests im Oktober und November 2020 mit ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte ganz viele Frauen begeistert, ihnen Mut gemacht und schlussendlich den 3. Platz beim she-preneur Success Story Award belegt. Ich freue mich sehr, dass sie bei mir im Podcast ist und wir darüber sprechen, was sich insbesondere in den letzten 12 Monaten bei ihr verändert hat und was sie getan hat, um diese Ergebnisse zu erreichen. Freue dich auf spannende Zeilen mit ganz vielen Insights von und mit Melanie Baumgart.

Wir sprechen darüber, wie sie mit Hilfe eines Beta-Angebots ihr Business im Jahr 2020 endlich zum Laufen gebracht hat. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Melanie ist seit Februar 2020 bei den shes. Und ich danke ihr für dieses offene und ehrliche Gespräch. Diese folgenden Zeilen sind so wichtig, weil ich glaube, dass wir damit viel mehr Frauen Mut machen und ihnen zeigen können, dass es wichtig ist sich zu öffnen, sich Hilfe zu holen, und dass man ganz viele Dinge erreichen kann, auch wenn man heute noch nicht daran glaubt, dass es möglich ist. Aber man muss diese Vision haben und es von Herzen wollen.

[2:22] – Melanie, was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge der letzten 12 Monate? Also meine drei größten Erfolge waren, dass ich den Schritt geschafft habe ein Online-Produkt zu erstellen, nämlich einen Online-Kurs mit allem, was wirklich dazu gehört – auch die Technik, die für mich wirklich absolutes Neuland war und mir nicht leicht von der Hand geht. … Und dann ist ein zweiter großer Erfolg, dass ich meine ersten 4 Kundinnen habe, die mir wirklich ganz treu sind, seit dem letzten Jahr, und immer noch mit mir zusammenarbeiten. Und das ist echt großartig, weil das ist mit ein ganz großer Wunsch von mir, dass ich Frauen wirklich länger begleiten kann, dass sich wirklich das im Leben verändert, was sie wollen. Und das dritte, würde ich sagen, ist das, was sich in mir verändert hat. Mein Selbstwertgefühl in Bezug auf die Haltung mir selber gegenüber, in Bezug zu meiner Arbeit – dass das wirklich einen großen Wert hat und dafür hat es aber diesen Prozess gebraucht. Und mehr Mut dadurch entwickelt zu haben, mich auch Dinge zu trauen und zu wagen, rauszugehen, mich zu zeigen und zu erzählen, was ich zu geben habe.

[4:20] – Wenn du nochmal zurückdenkst an letztes Jahr, so Januar 2020: Hättest du damals geglaubt, dass du diese Erfolge erzielen kannst oder dass du diese Erfolge erzielen wirst? Da war noch ganz viel Unsicherheit da und große Zweifel, die mich auch immer wieder ganz schön gehindert haben, … weil die standen mir wirklich sehr im Weg. Ich habe mich einfach unglaublich schwer getan, in diesem großen Wirrwarr an Dingen, die man tun kann, um erfolgreich zu werden, auszufiltern: Was ist denn der nächste wichtige Schritt, um in diesem großen Ganzen weiterzukommen? Weil, es gibt so viele, die man gehen kann! Und da habe ich mich echt verloren gefühlt. Das war das eine. Dann hatte ich eben noch nicht dieses Selbstbewusstsein, … [zu denken] „Na klar wirkt meine Arbeit und es passiert so viel, dass Frauen da wirklich weiterkommen, wo sie hinwollen und dass sie dafür auch Geld bezahlen.“ Da war ich auch noch ganz arg unsicher. Und auch: Wie funktioniert das alles eigentlich? Also eben auch, wenn ich einen Online-Kurs machen will: Was gehört da eigentlich alles dazu, und wie geht es? Das ist ja nur ein kleiner Teilbereich und der ist schon so groß. Ich war da in großen Zweifeln und Unsicherheiten. Und ich war auch ganz schön gefrustet, weil ich ja vorher schon Unterstützung hatte und die halt nicht gefruchtet hat. Und das hat da, glaube ich, ziemlich stark mit reingewirkt – dieses Gefühl zu haben oder diese Gedanken zu haben: Kann ich das einfach nicht? Bin ich einfach nicht die Frau, die Selbstständigkeit leben kann? Und das war ganz konträr in mir, … weil ein ganz großer Teil in mir eigentlich genau das wollte.

[6:20] – Wie sah dein Business damals aus, und wann hast du dein Business auch gestartet? … Im Oktober 2017 kam die Idee, mich selbstständig zu machen und was anderes dafür loszulassen. Und das war echt eine Entscheidung, weil ich vorher als Erlebnis-Pädagogin gearbeitet habe und das auch ein Herzensprojekt von mir war. Ich habe es geliebt, aber ich habe gemerkt, dass ich so zweigleisig nicht das aufbauen kann, was ich gerne machen will. Ich war an dem Punkt, wo ich mich entscheiden und Prioritäten setzen musste, und dann war klar: Ich möchte das machen, was ich will. Ich will wirklich meins umsetzen und diese Fähigkeiten in die Welt bringen. Und dann habe ich angefangen. Durch eine Bekannte bin ich auf einen Coach gestoßen, bei dem ich Email-Marketing gelernt habe. Es war nur so, dass ich da so viel in das Email-Marketing reingegeben habe. Ich habe da ein Riesending aufgebaut, eine Riesen-Email-Serie, die mich unglaublich viel Arbeit gekostet hat – und das war mit einer der größten Fehler! Ich hätte eine Email-Serie machen sollen und dann loslegen und ausprobieren, was funktioniert. Ich habe aber dieses Riesending gemacht und habe damit losgelegt. Damit saß ich ganz viel alleine zu Hause vor meinem Laptop, habe unglaublich viel gearbeitet, aber da kam eigentlich nicht wirklich ein Ergebnis rum. Also weder Kundinnen, noch Geld, noch bin ich in Kontakt gekommen. Und das habe ich einfach lange gemacht. Ich bin zu dem Zeitpunkt auch schwanger geworden, als ich das entschieden hatte. … Dann war die Geburt, ich hatte eine Babypause und habe einige Monate gar nicht gearbeitet oder nur sehr wenig. Aber trotzdem habe ich eben diese ganzen zwei Jahre, insgesamt gesehen, viel gemacht und es ist mega wenig bei rumgekommen. Und an dem Punkt stand ich dann im Grunde auch so im Dezember 2019 und Januar 2020, wo ich so frustriert war und gemerkt habe: Also entweder ich kriege das Ruder irgendwie richtig rumgerissen und ich finde jetzt eine Unterstützung, die wirklich taugt, oder ich glaub dann lass ich’s los – das wäre mir aber schon echt schwer gefallen.

[8:52] – Und dann bist zu uns gekommen, das war im Februar 2020. Genau, dann ist die Tanja Lenke mir über den Weg geflogen und die she-preneurs und das war ein großes Glück. Da hattest du sicherlich auch nochmal Zweifel. So: Oh Gott, soll ich jetzt nochmal investiert? … Ich habe schon gut überlegt. Mache ich das jetzt echt nochmal Geld in die Hand zu nehmen? Aber irgendwie hat sich das gut angefühlt und, ja, ich bin froh. Also es war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe, und das beste Geld, was ich bisher investiert habe.

[9:33] – Wir sind ja letztes Jahr mit der Beta-Kurs-Challenge – in diesem Jahr heißt sie „Und-Action-Challenge“ – gestartet. Das war so eine Sache, die mich auch ein bisschen in der Vergangenheit frustriert hat, dass ich viel mehr auch für meine Kundinnen wollte und dachte: Mensch, ich muss irgendetwas anders machen, um meine Kundinnen ins Tun zu bringen. Weil wir können ganz viele Sachen machen, aber ich glaube, wenn wir nicht genau wissen, was denn die nächsten Schritte sind, … dann sind viele halt ganz doll überfordert. … Es gibt die Möglichkeit, super viel zu machen, … man kann aber auch mit einer ganz minimalen Variante rausgehen. Ich glaube, dass, was ganz viele abschreckt, ist eben, dass man über Funnel spricht, über Landing Pages, über Online-Kurs-Plattformen. Diese ganzen Sachen, die brauchen halt auch teilweise Jahre, um sie aufzubauen. … Und dann habe ich halt überlegt: Wo kann ich ansetzen und die Frauen wirklich ins Tun bringen? Und aufzeigen, was ist denn jetzt der nächste Schritt? Woche für Woche, in ganz kleinen Schritten.

Lies hierzu, warum du etablierten Prozessen vertrauen solltest.

[11:01] – Du warst dabei, wie war das für dich? Vielleicht kannst du da einmal erzählen, weil du hast ja auch eine ganz schöne Geschichte hingelegt. Mich würde interessieren, rückblickend, was da passiert ist. Wie war das für dich, warst du gleich irgendwie voller Leidenschaft mit dabei, gab es Phasen, wo du gezweifelt hast? Wie sah das aus, Melanie? So jetzt im Nachhinein würde ich sagen, es war fast wie so eine kleine Initiation für mich, diesen Online-Kurs zu machen. Also was ich auf jeden Fall zuerst sagen möchte, ist, dass es unglaublich hilfreich war, das gemeinsam mit anderen zu machen. Das hatte ganz viel Kraft zu wissen, ich sitze da nicht alleine. Und was noch unheimlich hilfreich war, war eben wirklich es Schritt für Schritt gehen zu können. Dieser große Berg ist dadurch einfach machbar geworden. Es war auf jeden Fall ein sehr lebendiger Prozess für mich. … Ich habe erstmal die Sachen gemacht, wo ich gut drin bin … bis dann so der Technikteil kam. Dann bin ich ins Stolpern und Rutschen gekommen, wo ich gemerkt habe, ich blicke überhaupt nicht durch. … Es war aber so super, dass es für alle das gab, was das Richtige für einen war. Ich konnte als absolute Anfängerin, und eben nicht so die Technikaffine, für mich eine Variante wählen, die auch nicht Berge von Technik brauchte. Sondern ich konnte das reduziert machen, was aber dem Kurs an der Qualität überhaupt nichts abgetan hat, und das war so super. … Ich habe auch immer wieder in die Gruppe gefragt. … Dann stand soweit alles und dann habe ich gemerkt, kurz bevor es richtig losging, ist ein ganz altes Muster nochmal aufgebrochen, wo ich eine Riesenangst gekriegt habe. Was ist, wenn das jetzt total abgelehnt wird, also ich abgelehnt werde, und niemand es will und womöglich das vielleicht auch belächelt wird oder … abgewertet? … Und dann bin ich auch wieder in die Gruppe gegangen, habe mich gemeldet und gesagt: So geht’s mir grad. … Dann habe ich ganz liebevolle Angebote bekommen, also ehrlich gemeinte Unterstützungsangebote, die ich dann gar nicht mehr gebraucht habe, weil dieser Schritt, damit rauszugehen, … war das, was wichtig war. … Dann ging der Kurs los und es war einfach unglaublich. Es war ganz toll zu sehen, wie gut das funktioniert. Wie gut ich meine Arbeit online machen kann, auch wenn ich mit den Menschen nicht direkt im Raum sitze, und wie hilfreich das ist und das wirklich alles funktioniert.

[16:01] – Der große Schritt, und der Schritt, vor dem sich ganz viele drücken, ist eben da wirklich in die Sichtbarkeit zu gehen und zu verkaufen, wirklich ein Angebot zu machen. … Das machen viele nicht, weil sie eben Angst haben. Ich find es total schön, dass du so offen darüber sprichst und auch vor allem in der Gruppe gesprochen hast. Denn ich glaube, dass das ganz viele nicht machen und dadurch eben auch weiter im Hintergrund bleiben.

[16:38] – Wenn du dich nicht geöffnet hättest, hätten diese ganzen Erfolge, die danach kamen, eben nicht stattfinden können. Das war ein wachsen. Also das war eindeutig ein Wachstum und Reifen mit dem, was ich auf den Weg bringen will.

[16:57] – Warst du damals, als du angefangen hast dein Produkt zu bewerben, das du entwickelt hast, zu 100 % sicher, dass das ein richtig tolles Produkt ist? … Oder gab es da noch so ein bisschen Unsicherheit? … Ich würde sagen, es war schon so eine Mischungen. Also ich war da noch nicht so wie jetzt und das finde ich spannend, weil so viel Zeit liegt auch nicht dazwischen und trotzdem fühle ich einen großen Unterschied. Ich hatte da schon noch Zweifel. … Ich habe wirklich durch das Umsetzen das erst erfahren können und ich glaube, anders geht es nicht. Man kann sich super hinter Millionen von Aufgaben verstecken, die man zu tun hat. Aber es passiert nicht das, was dann wirklich erfolgreich macht und das ist ganz entscheidend. … Wenn man erfolgreich werden will, dann muss man aus der Komfortzone raus. Entscheidend ist, das muss man nicht alleine machen, weil dann geht es leichter und das ist wichtig.

[18:57] – Dieser Lernprozess kann dadurch nur entstehen. … Wenn wir nichts verändern, wenn wir nichts anders machen, dann können wir nicht erwarten, dass sich irgendetwas ändert.

[19:12] – Du hast damals dein Produkt schon gleich verkauft. Wir haben ja kostenfreie Produkte und kostenpflichtige Angebote gehabt. Und du hast dich für ein kostenpflichtiges entschieden. Wie war das damals für dich, dieses Produkt zu verkaufen? Was hast du getan, um dein Produkt anzubieten?Was ich gemacht habe, war eben mich mit ganz vielen anderen she-preneurs zu vernetzen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und uns auf unseren Social Media Kanälen gegenseitig interviewt, zu den Themen und zu den Kursen. Ich habe verschiedene Posts dazu gemacht, wobei das auch absolutes Neuland für mich war. … Das Netzwerk war auch da entscheidend. Alleine hätte ich es, das glaube ich, so nicht geschafft, weil ich noch null Sichtbarkeit hatte. … Das Netzwerk war da wirklich die entscheidende große Unterstützung.

Lies hierzu 4 Gründe, warum du dich mit Gleichgesinnten verbinden solltest.

[21:12] – Wie war es, als das erste Produkt verkauft bzw. gekauft wurde? Wie ging es dir da? Das fand ich echt ganz spannend und es war für mich auch eine bewusste Entscheidung, wo ich gemerkt habe, gar nichts dafür zu verlangen, fühlt sich komisch an. Und ich glaube, es ist gut loszulegen und einfach mal einen kleinen Preis zu verlangen, für dieses Lernen: Wie fühlt sich das an, wenn ich was verkaufe und wenn ich einen Wert dafür verlange? Das fand ich auf jeden Fall aufregend. Es tat mir gut zu sehen, dass es auch für sie einfach okay war, mir einen Wert dafür zu geben. Und am Ende auch zu hören, dass sie den Normalpreis absolut gerechtfertigt finden (als Beta-Variante haben sie es günstiger bekommen), war für mich nochmal ganz wichtig und hat mir einfach dieses „Go“ dafür gegeben – da bin ich auf einer guten Spur und der Wert wird wahrgenommen. Das ist so wichtig das zu hören, diesen Austausch zu haben. Das ist ja auch das, was du immer wieder sagst: Geht in den Austausch mit euren Kund:innen. Weil darüber lernen wir eben ganz viel. Und nicht nur das, was sie wollen, sondern auch für uns selber das zu hören. „Ich bin bereit zu zahlen.“, macht mich einfach selbstsicherer, wie wenn ich das gar nicht weiß. Also da steckt viel wertvolles drin. Und es hilft auch extrem zu wissen, jemand gibt Geld für unser Produkt aus. Dann hilft uns das einfach extrem, weil es uns zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist wirklich richtig wertvoll und das reicht, wenn es ein kleiner Preis ist. Und von dort an können wir uns eben auch weiterentwickeln.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Komfortzone verlassen

[23:14] – Du hast dann den Kurs vier Wochen lang live mit deinen Teilnehmerinnen durchgeführt. Kannst du noch sagen, wie es dir beim ersten Termin und wie es dir bei dem letzten Termin ging? … Kurz, bevor es losging, da habe ich dann gemerkt, jetzt kommt das Lampenfieber, jetzt bin ich richtig aufgeregt. Es war aber schön. Das war nicht mehr dieses „Gott, ich habe Angst“, sondern ich hab gemerkt, das diese Entscheidung – ich mache das, ich kann das, ich will das – irgendwie innerlich gefallen ist, durch den Prozess vorher. Und dann war ich einfach ein stückweit auch bereit dafür. Trotz allem war ich einfach auch sehr aufgeregt. … Als es dann begonnen hatte, und sie waren dann alle da, und ich habe losgelegt, war das so berührend wie schnell sie in Verbindung gekommen sind. Und ich habe gemerkt, dass ich auch online genau diese Qualitäten habe: Menschen relativ schnell wirklich in Verbindung bringen, um sich zu trauen, sich zu zeigen, mit eigenen Themen. … Da kam so richtig die Freude und die Lust, „Boah, genau das will ich mehr, deswegen mache ich das.“

[25:16] – Du hast dann die vier Wochen deinen Kurs durchgeführt. Wie ging es dann weiter? Hast du dich von den Teilnehmerinnen verabschiedet? Natürlich nicht! Ich habe ja von der Fachfrau gelernt, dass das die Gelegenheit ist weiterzumachen. Innerhalb dieses Prozesses, als der Online-Kurs lief, war dann währenddessen für mich eben diese Frage noch, was mache ich, wie mache ich das, was kann ich anbieten. Und da hatte ich ja auch nochmal Rücksprache mit dir. Dann habe ich ihnen ein 3-Monats-Mentoring angeboten, weil im Grunde mein Ziel ist ja Langzeitbegleitung zu machen. … Ich habe ihnen mitgeteilt, um was es geht, was sie bekommen, was es kosten wird. Da gab’s nochmal einen Beta-Preis, der war dann aber schon ein bisschen teurer, und sie waren sich relativ schnell einig. Jede für sich. … Von den fünfen haben dann vier Frauen mitgemacht und das war für mich einfach auch noch mal WOW. Weil ich wusste eben durch die Informationen von anderen, die schon weiter sind, dass das ein mega guter Schnitt ist. Und das hat mich einfach auch so gefreut und da habe ich nochmal ganz viel gelernt, weil ich diesen Verkaufsprozess ganz anders und eigenständiger in die Hand genommen habe.

[27:37] – Die drei Monate sind jetzt auch wieder vorbei? Genau, die waren im Dezember letzten Jahres dann rum und dann war im Grunde klar, jetzt ist der nächste Schritt dran. Und es kamen direkt auch wieder die Zweifel. … aber ich konnte darüber schmunzeln. Also die Zweifel sind nicht mehr so laut, wie vorher. Das schöne war, ich habe eigentlich gar nicht so starke Verkaufsstrategien oder irgendwas gebraucht, sondern es war eigentlich fast so, dass die Kundinnen selber gesagt haben, jetzt an dem Punkt wäre es doch eigentlich super dran zu bleiben und weiter zu machen. … So wünsche ich mir das natürlich und so ist es jetzt auch. Ich bin mit diesen vier Frauen, es sind dann alle vier mitgegangen, in ein 8-Monats-Mentoring eingetaucht, zum Thema „Ich selbst sein“. Das beginnt jetzt im Februar und war jetzt auch nochmal ein bisschen höherer Preis, trotzdem haben alle zugesagt.

[28:59] – Am Anfang geht es gar nicht mal so sehr um den Preis und ich glaube, da draußen wird halt ganz oft gesprochen „Verkaufe deine Produkte teuer!“. Viel wertvoller, als jegliches Geld, was wir am Anfang bekommen, ist die Erfahrung, die wir sammeln, die uns dabei hilft wirklich mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und auch viel selbstsicherer unsere Preise kommunizieren zu können.

[30:58] – Dieser innerliche Prozess ist so wichtig, au f sich zu gucken, wo stehe ich da? Und ja, auch ein Stück weit aus der Komfortzone rauszugehen ist wichtig. Diesen Schritt raus zu machen – aber nicht über die Maßen. Weil dann kann ich’s nicht mehr authentisch verkaufen und dann kippt das und das merkt mein Gegenüber. … Dann schwingt irgendwas komisches mit, und ich glaube nicht, dass dann Verkaufen gut funktioniert. Mir ist vom Kopf her klar, dass die Preise noch viel zu billig sind. Das weiß ich. Aber der Rest muss da irgendwie mitkommen und der braucht grad die Erfahrung: Okay, jetzt habe ich für so viel verkauft und es funktioniert und beim nächsten Mal lege ich nochmal was drauf. Bis ich da bin, wo ich merke, jetzt steht es im Verhältnis wirklich so, dass es ein stimmiger Ausgleich ist.

[32:26] – Melanie, was würdest du sagen waren so die Dinge, die du getan hast, wahrscheinlich auch super intuitiv, die dazu geführt haben, dass deine Kundinnen von dem Beta-Produkt mitgekommen sind – zu dem 3-Monats-Mentoring und auch zu dem 8-Monats-Mentoring? … Also ich glaub, was auf jeden Fall total wirkt und für die Kundinnen einfach diese Entscheidung … leichter gemacht hat … ist wirklich meine Expertise, die ich entwickelt habe. Ich hatte das ja auch bevor ich mich selbstständig gemacht habe schon, nur in anderen Bereichen. Und wirklich authentisch zu sein ist da, glaube ich, auch ein ganz wichtiger Punkt. Mich wirklich ehrlich zu zeigen, so wie ich bin, und … dass da kein Gefälle entsteht. Als würde ich wo ganz anders stehen. Also auch wirklich auf Augenhöhe zu sein und trotzdem ganz viel bieten zu können. … Die Expertise und eben diese Mischung, die ich jetzt immer mehr lerne. Zu diesen Dingen zu stehen, den Wert zu sehen und mit gutem Gefühl den Wert zu verkaufen. Aber NICHT aus dem Gefühl heraus, ich MUSS es verkaufen, … sondern ganz frei gebend. Und wenn eine nicht kauft, ist es okay. Losgelöst von dem Zwang. … Aus meiner Sicht würde ich noch zwei Sachen ergänzen … . Das eine ist, dass du es geschafft hast innerhalb kürzester Zeit auch ganz viel Vertrauen dieser Gruppe zu geben, dass sie sich öffnen können, dass es wirklich ein ganz geschlossener Raum ist und sie nicht nur dir, sondern auch den anderen Teilnehmerinnen vertrauen. Weil sonst würde sowas online nicht funktionieren, und dann würden sie auch nicht sehen, dass es weitergehen kann und dass sie sich gegenseitig unterstützen können. Und das zweite, aus meiner Sicht, ist auch das Thema der Gemeinschaft selbst – die Frauen selbst. Dass ihr euch regelmäßig trefft, ist halt ein ganz wichtiger Punkt und gibt ihnen wahrscheinlich auch nochmal viel Stabilität und Sicherheit. … Dieses Vertrauen aufzubauen und auch zu halten und diese Gemeinschaft zusammenzuführen, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch ganz oft sehe, und deswegen möchte ich ihn dir an der Stelle nochmal mit geben. Weil, je mehr wir aufpassen und unsere Leidenschaft halt in diese Gruppe reingeben und wirklich authentisch sind, … desto leichter wird es sein, dass die Menschen uns vertrauen. Ich sehe ganz oft, wenn Produkte verkauft werden, dann sind sie teilweise so herzlos. Und wenn sie so herzlos sind, dann merkst du einfach, dass die Menschen weitergehen, dass niemand … kauft, weil ich das Gefühl habe, die Person hat kein Interesse an mir.

Lies hierzu, wie du als Unternehmerin authentisch bist und 5 Tipps, wie du online als Expertin wahrgenommen wirst.

[37:22] – … dann hilft es uns dabei unsere Angebote immer weiter zu verkaufen. Aber nicht des Geldes wegen, was du schon gesagt hast, sondern weil wir helfen wollen und weil unsere Kunden und Kundinnen wissen, dass es ihnen weiterhilft. … Wir ersetzen verkaufen durch helfen. Definitiv, das ist auch eine Rückmeldung von allen aus dieser Gruppe. Schon nach dem ersten Online-Kurs, nach diesen vier Wochen, waren sie einfach wirklich erstaunt darüber, wie intensiv und vertrauensvoll dieser Raum und das miteinander war. Ich liebe es diese Gruppenmagie entstehen zu lassen. Deshalb arbeite ich auch so gerne mit Gruppen. Diese Verbindungen unter den Frauen zu schaffen, wo sie sich ganz konkurrenzfrei gegenseitig Rückmeldung geben können, wirklich von Herzen ohne Bewertung – ganz wertfrei, aber ehrlich – das ist so viel Wert, und das berührt einfach und schafft Vertrauen und Verbindungen. Da ist ganz viel Ehrlichkeit drin und je ehrlicher wir sind, und je mehr wir auch mit unseren Herzen dabei sind, desto leichter wird es sein zu verkaufen. Und das ist so schwierig zu erzählen, denn man muss es lernen so zu machen. … „Ok, es kann weitergehen, ich kann euch weiter betreuen, und zwar zu dem Preis. Und das ist aktuell der Preis, der für mich fair ist und der sich für euch mehr als fair anfühlt. Wenn ihr wollt, dann helfe ich euch weiter und wen jemand nicht möchte, dann ist es auch okay.“ Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt, vielleicht haben sich Prioritäten verändert. Da loszulassen und zu sagen: „Es liegt nicht an mir!“, sondern du weißt, was du gibst, und die anderen wissen auch, was du gibst, und können dann entscheiden, … das ist sehr hilfreich.

[39:28] – Was sind jetzt deine nächsten Schritte, Melanie?Ich bin jetzt dabei, meinen Podcast ins Leben zu rufen. Da bin ich gerade schon beim Basteln. … Ich freu mich riesig, weil das war für mich lange ein Thema. Was ist mein Medium, ein Kanal, mit dem ich rausgehen und weitergeben kann, was ich zu geben habe. Und ich merke, das macht mir so Spaß, das ist so ein schönes Medium, weil ich einfach erzählen und teilen kann. … Es geht ums Ich selbst sein und es ist eine Mischung aus Anleitungen, Übungen, Expert:innenwissen teilen, Erfahrungen aus meinem Leben mitteilen und Tipps geben.

Hier geht’s zu Melanies Podcast „Ich selbst sein – raus aus der Enge“.

[40:42] – Steht sonst noch irgendwas auf dem Plan? Ja, ich hab mich zum CoachCamp Köln angemeldet. Das war jetzt auch nochmal bisschen aufregend und ich werde mindestens eine Session dort anleiten. … Weil einfach klar war, dieses Jahr steht Sichtbarkeit ganz oben und da komme ich eigentlich nicht drumrum solche Dinge zu tun. … Das sind genau die richtigen Schritte. Jetzt raus in die Sichtbarkeit, Kontakte aufbauen, … die Leute in den Newsletter holen, darüber heraus weiter bekannt machen und dann Schritt für Schritt vorgehen.

[42:20] – Zum Abschluss habe ich noch eine Frage an dich: Welche Tipps, vielleicht so zwei bis drei, hast du für jemanden, der gerade erst … das erste Online Produkt entwickelt? … Vielleicht auch an die aktuellen Challenge-Teilnehmerinnen? … Das Erste, was mir einfällt, ist wirklich: Trau dich, deine Fragen zu stellen, und zwar wirklich auch offen in der Community. Zeig dich mit deinen Ängsten, behalte es nicht für dich alleine, weil dann wird es schwer. … Diesen Schritt erstmal mutig zu sein und sich zu zeigen, den braucht es, aber dann kriegt es so viel mehr Leichtigkeit. Und dann kann einfach etwas in Gang kommen. Dann können Hände gereicht werden und dann ist es leichter. Also da möchte ich echt total zu ermutigen, dir Hilfe zu holen und dich zu zeigen. Ich glaube, das ist fast das allerwichtigste. … Ich glaube auch, wenn man einfach im Hintergrund bleibt, dann wird es so schwierig. Deswegen rausgehen, teilen, Sachen zeigen – gute und auch die, die nicht so gut sind – einfach raus, einfach zeigen, mitteilen, das ist ganz wichtig. So wird alles auch viel einfacher. … Wenn aber niemand sich traut sich damit zu zeigen, dann bleiben wir alle in diesem Denken: „Es geht nur mir so und die anderen kriegen das so toll hin.“ Und das stimmt einfach nicht.

[44:36] – Für alle ist es neu, für alle ist es ein komplett neuer Weg, neue Dinge, die wir umsetzen, und da ist es auch vollkommen okay nach Hilfe zu rufen und zu sagen: „Ich krieg das alleine nicht hin.“ Denn wir sind alle keine Expertinnen in all diesen Businessbereichen, um die es geht, wenn man sich ein Online-Business aufbaut. Da gehört ganz viel neues Wissen dazu, was wir uns aneignen müssen. Und an der Stelle ist es einfach notwendig auch um Hilfe zu bitten.

Melanies Facebook-Seite: www.facebook.com/melaniebaumgartcoaching
Melanies Podast: www.melanie-baumgart.de/podcast
Melanies Website: www.melanie-baumgart.de

Trage dich hier in die Warteliste für die she-preneur Beta-Programme ein. Auch Melanie wird wieder mit einem Kurs dabei sein!

Was hat dich bei dieser Episode am meisten inspiriert? Was hat dir am meisten Mut gemacht?

Ich freue mich, wenn du diese Episode mit deinen Business-Freundinnen teilst und / oder mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} Wie dich eine Mastermind-Gruppe nach vorne bringt

Wir sind in der she-preneur Academy im ersten Quartal des Jahres direkt mit der „Und-Action-Challenge“ gestartet und mein Team und ich bringen unsere Mitglieder gerade kräftig ins Tun. Im Rahmen dieser Challenge erstellen die Frauen ihr erstes oder ihr nächstes Online-Produkt, bewerben und verkaufen es dann. Wir führen unsere Kundinnen durch den gesamten Prozess und im Februar hast du dann die Möglichkeit dir das Ergebnis anzuschauen und zu erwerben. Es geht gerade mal wieder ganz rund bei uns und wir freuen uns riesig, dass wir so viele Frauen ins Tun bringen konnten.

Und warum erzähle ich dir das? Weil die „Und-Action-Challenge“ bzw. die Teilnehmerinnen mich dazu inspiriert haben, einmal über Mastermind-Gruppen zu sprechen. Eine Mastermind-Gruppe ist etwas, was wir den Frauen mit auf den Weg gegeben haben, damit sie sich gegenseitig unterstützen können. Denn das, was wir in der she-preneur Academy gerade machen, geht wirklich ans Eingemachte. Die Frauen müssen ihre Komfortzone verlassen, sie müssen ihren Perfektionismus hinten anstellen. Sie gehen wirklich voll und ganz in die Umsetzung und da hilft es einfach ungemein eine Gruppe Gleichgesinnter zu haben, auf die sie jederzeit Zugriff haben, die echtes Feedback gibt und die bei diesem Prozess zur Seite steht.

In dieser Episode spreche ich deshalb mit dir über Mastermind-Gruppen, warum sie so wichtig für dein persönliches und berufliches Wachstum sind und wie so ein Mastermind-Treffen abläuft. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Wie läuft denn so eine Mastermind-Gruppe ab bzw. was ist denn überhaupt eine Mastermind-Gruppe?

Seitdem ich mit she-preneur draußen bin, es war so Ende 2016, als ich die ersten Schritte in die Sichtbarkeit gegangen bin und von anderen auch wahrgenommen wurde, habe ich einer Mastermind-Gruppe angeschlossen. Ich wurde damals eingeladen und war am Anfang mit Alex Wiethaus von den E-Mail Marketing Helden in einer Mastermind-Gruppe, später auch mit Sabrina Keese-Haufs von LAWLIKES. Meine aktuelle Mastermind-Gruppe besteht aus Katrin Hill, Katharina Lewald und Johanna Fritz. Wir treffen uns einmal im Monat, um uns ganz offen und ehrlich auszutauschen, um uns zu unterstützen und um auch einen Einblick in unser Business zu geben, um damit die anderen zu inspirieren.

[5:08] – Eine Mastermind-Gruppe ist wirklich sehr hilfreich, denn wir können nicht die ganze Zeit alleine arbeiten, wir können nicht die ganze Zeit alleine hinter dem Computer sitzen und hoffen, dass wir die besten Ergebnisse oder die neuesten Erkenntnisse kriegen – denn die müssen ja irgendwo herkommen. Deswegen ist es ganz wichtig, dass wir uns mit gleichgesinnten Menschen austauschen. Das wir uns mit Menschen austauschen, die ähnliche Ziele haben, wie wir. Menschen, die groß denken oder die vielleicht auch schon ein Stückchen weiter sind. Menschen, die in einem anderen Umfeld, in einem anderen Aufgabenbereich oder Themenumfeld unterwegs sind, die uns einfach einen anderen Blickwinkel bieten und uns super ehrliches und konstruktives Feedback geben können, damit wir weiter wachsen.

[6:07] – Das ist ganz wichtig, dass wir so was haben, dass wir nicht alleine durch die Selbstständigkeit marschieren. Denn der Weg zu einem erfolgreichen und erfüllenden Business, der kann ganz schön holprig sein. Und je mehr Unterstützung wir haben, je mehr gleichgesinnte Menschen wir um uns herum haben, desto leichter ist es und desto geringer sind die Chancen, dass wir den Kopf in den Sand stecken. … Eine Mastermind-Gruppe ist da, um zu ermutigen, um dir weiterzuhelfen, um dir wieder positive Energie zu geben und dir zu zeigen, wie es weitergeht und was die nächsten Schritte sind und wie du da vielleicht wieder rauskommst.

Was ist eine Mastermind-Gruppe?

[7:14] – Das Mastermind-Konzept kommt, soweit ich nachgelesen habe, aus den USA. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Napoleon Hill in seinem Buch „Think and Grow Rich (dt.: „Denke nach und werde reich“) von Mastermind-Gruppen erzählt. … Nach ihm ist eine Mastermind-Gruppen eine kleine Gruppe Gleichgesinnter, die sich regelmäßig dabei unterstützen ihre Ziele zu erreichen. In Deutschland werden Mastermind-Gruppen oft Erfolgsteams genannt und so richtig verbreitet ist das Konzept hier noch nicht. Ich glaube, dass wir gerade im Online-Business das alle sehr gut kennen, weil viele Online-Unternehmer und -Unternehmerinnen Teil einer Mastermind-Gruppe oder Teil eines Erfolgsteams sind, aber außerhalb ist das Konzept nicht unbedingt bekannt.

[8:51] – Ich glaube, dass viele Selbstständige noch viel zu sehr vor sich alleine hinarbeiten. Dass sie frustriert sind und nicht wissen, wie sie die nächsten Schritte gehen können – weil sie es einfach nicht sehen, wenn sie alleine arbeiten. Gerade wenn wir große Ziele erreichen wollen, wenn wir Dinge erreichen wollen, die wir vorher noch nicht erreicht haben, dann ist es total wichtig, dass wir von Menschen umgeben sind, die die Dinge schon erreicht haben bzw. die super ambitioniert auch darauf hinarbeiten. Die uns mitreißen oder dass wir uns gegenseitig mitreißen.

[9:33] – In unserem Umfeld, und das kennst du vielleicht auch, denken viele, wir sind verrückt. Also wenn ich jemanden erzähle, was ich mit meinem Business erreicht habe oder erreichen will, dann gucken mich viele Leute aus meinem „normalen Umfeld“, also nicht Business-Umfeld, an und denken, ich bin total verrückt und abgedreht. … Aber wenn ich mich dann mit meinen Business-Kolleginnen unterhalte, dann sagen sie: „Okay, bist du dir sicher, willst du nicht noch mehr erreichen? … “ Da werde ich halt eher ermutigt, mir größere Ziele zu setzen. Ich werde eher ermutigt, größere Schritte zu gehen. Und ich werde darauf hingewiesen, dass ich mich an manchen Stellen einfach selbst blockiere oder selbst einschränke. Das ist ganz wichtig. Das kriegen wir halt nicht von unserem „normalen Umfeld“, sondern wir brauchen Menschen, die ähnlich ticken, wie wir. Die ähnliche Ziele haben, wie wir. Die bestimmte Dinge schon erreicht haben und uns eben auch immer wieder zeigen können, dass das, was wir vielleicht noch nicht erreicht haben, dass das geht, und dass jede:r das auch schaffen kann.

[10:51] – Ich glaube, wenn wir alleine arbeiten, wenn wir viel alleine arbeiten, dann lässt diese anfängliche Motivation irgendwann nach, weil sich der Erfolg eben nicht so schnell einstellt, wie wir das wünschen, weil es notwendig ist, die Komfortzone zu verlassen. Wir müssen mutig sein, wir müssen wirklich rausgehen. Und das machen viele nicht alleine, außer sie haben einen ganz starken Antrieb, warum sie jetzt sichtbar werden sollen oder warum sie mit ihrem Thema rausgehen sollen, warum sie ihr Produkt oder Angebot verkaufen sollen. (Lies hierzu, wie du dein „Warum“ findest, um deine Ziele zu erreichen.)

Wie funktioniert eine Mastermind-Gruppe?

[11:49] – Eine ganz wichtige Sache für eine erfolgreiche Mastermind-Gruppe ist wirklich, dass alle Teammitglieder am selben Strang ziehen, dass sie bereit sind zu geben und zu nehmen. Du kannst nicht in eine Mastermind reingehen und allen anderen nur zuhören und allen anderen nur Fragen stellen, aber selbst nichts reingeben. Von einer Mastermind sollen wirklich alle Mitglieder profitiere, deswegen ist es ein sehr starkes Geben und Nehmen.

[12:35] – Meine Gruppe hat sich auch immer wieder verändert und du wirst sehen, dass die Gruppen eine unterschiedliche Dynamik haben. Und je nachdem, wie dynamisch du bist und was du erreichen möchtest, brauchst du eine Gruppe, die ähnlich dynamisch ist, wie du, denn sonst unterfordert dich die Gruppe. … Das ist ganz wichtig, dass man da auf einem sehr ähnlichen Level ist, ähnlich viel Energie und Dynamik hat und sehr ähnliche Ziele verfolgt.

[13:22] – Die Mastermind-Gruppe sollte eine Verpflichtung für alle sein. Das ist ein Termin, den du in deinen Kalender einträgst. Ein fixer Termin, den du nur in aller äußersten Notfällen absagst. Dieser Termin steht in deinem Kalender und den streichst du nicht, sondern alle Mastermind-Mitglieder sind bei jedem Termin anwesend.

[13:46] – Ich habe zum Beispiel auch eine kostenpflichtige Mastermind, die ich anbiete, und da sind fast immer alle Teilnehmerinnen anwesend. Denn wenn jemand absagt, dann pendelt sich das ein und so profitiert der Rest der Gruppe auch nicht. Es ist ganz wichtig, dass wir alle voneinander profitieren, und an der Stelle ist es wichtig, dass alle auch anwesend und bereit sind den anderen Feedback zu geben und die anderen zu unterstützen. … Meine Mastermind-Gruppe läuft immer über ein ganzes Jahr, und in diesem Jahr verbringen wir extrem viel Zeit miteinander und brauchen dann natürlich ein gewisses Vertrauen, weil wir uns sehr eng unterstützen und weil die Themen manchmal natürlich auch sehr, sehr tief gehen.

[14:43] – Als dritten Punkt möchte ich dir noch mit auf den Weg geben, dass die Gruppe unterschiedliche Kompetenzen und Stärken haben sollte. Denn je unterschiedlicher die Kompetenzen und Stärken der Gruppe sind, desto mehr können alle anderen Gruppenmitglieder auch profitieren. Das heißt, wenn alle im Tierbereich sind, dann ist es schwierig da nochmal einen Blickwinkel von außen mit reinzubringen. Aber wenn es unterschiedliche Bereiche sind, …. dann hat man eine ganz andere Dynamik in der Gruppe. Man hat unterschiedliche Kompetenzen und Wahrnehmungen und kann Feedback auch aus unterschiedlichen Blickwinkeln geben.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Wir brauchen Gleichgesinnte

[15:32] – Wichtig ist wirklich, dass du Feedback einforderst, dass du Feedback bekommst, dass man in der Mastermind auch neue Ideen entwickelt, mit dem Ziel schneller im eigenen Business vorwärts zu kommen und Ziele zu erreichen, von denen man vorher gedacht hätte, dass das unmöglich wäre.

[15:51] – Für den Erfolg einer Mastermind-Gruppe ist es wirklich wichtig, dass man im engen Kontakt miteinander ist und einen ganz regelmäßigen Austausch hat. Aus meiner Sicht sollte man sich mindestens einmal im Monat treffen.

[17:15] – Zwischendurch könnt ihr auch verbunden sein. Also ihr könnt eine Facebook-Gruppe dafür nutzen oder den Messenger oder manche haben auch eine WhatsApp-Gruppe oder eine Slack-Gruppe, um einfach im Austausch zu sein, um sich auch zu unterstützen, während der Zeiten, wo man keinen Call hat. Und für die Calls … nutzen wir Zoom als Videokonferenz-Tool, damit wir uns sehen und unterhalten können.

Wie läuft ein Mastermind-Treffen ab?

[17:59] – Die Gruppengröße sollte so vier bis fünf Leute sein, denn ansonsten wird der Call zu lang. Wir haben aktuell eine Call-Dauer von 60 bis 90 Minuten und damit kommen wir ganz gut hin. In der Regel sind 60 Minuten ausreichend, wenn man nach einem sehr strikten Zeitplan vorgeht und den auch einhält. Am Anfang solltet ihr vielleicht lieber ein bisschen länger einplanen, vielleicht 90 Minuten, bis ihr so richtig in die Routine kommt und alles funktioniert.

[18:35] – Wie läuft so ein Mastermind-Call eigentlich ab? Meine Empfehlung ist am Anfang mit einer Accountability zu starten und da zu gucken, was hast du alles erreicht, was du im letzten Gespräch erreichen wolltest. … Die Gespräche endest du mit Zielen und sagst der Gruppe, was du bis zum nächsten Mal umgesetzt haben möchtest und damit startet eben dann der Call. (Den Teil lässt du übrigens beim allerersten Mal aus und erst beim zweiten Call gibt es einen Accountability-Teil, in dem du berichtest, was du seit dem letzten Call erreicht hast, was du aufgeschrieben hast und das sollte etwas sein, was dich herausfordert.)

[19:40] – Das gibt dir die „Kontrolle“, dass du die Dinge, die du sagst, auch wirklich erledigst. Und auch dafür ist eben eine Mastermind da. Sie halten dich accountable, sie helfen dir dabei deine Ziele zu erreichen und deinen Zielen Schritt für Schritt näher zu kommen.

[20:03] – Es geht einmal die Runde durch, jede:r erzählt, ob sie/er alles erreicht hat, was sie/er seit dem letzten Gespräch erreichen wollte, und das dauert so ca. 5 Minuten. … Im Anschluss geht es dann um Erfolge, so 5 – 10 min, und da kann jede:r nochmal erzählen, welche kleinen oder großen Erfolge sie/er seit dem letzten Gespräch hatte. Dadurch kriegen wir ganz viel positive Energie in den Call und können gemeinsam feiern, was wir alles erreicht haben. Da ist es wichtig, dass du nicht nur an die großen Erfolge denkst, sondern wirklich auch an die kleinen, denn das bringt einfach eine unglaublich schöne Energie mit in so einen Call.

[20:47] – Dann geht es weiter mit Hotseats und die sind zehn Minuten pro Person. … Das bedeutet, dass du sozusagen auf dem heißen Stuhl sitzt und die volle Aufmerksamkeit von deinen restlichen Gruppenmitgliedern bekommst. Das heißt, du schilderst zu welchem einen Punkt du Feedback brauchst und diese Schilderung sollte so kurz wie möglich sein. Denn ein Hotseat ist nur max. zehn Minuten. … In dieser Zeit hast du Zeit zu schildern, wozu du Feedback brauchst und die anderen geben dir eben Feedback. Je kürzer und knackiger du formulieren kannst, was du von den anderen brauchst, desto mehr Zeit haben die anderen, um dir Feedback zu geben.

[21:47] – Das Wichtigste ist, wenn die anderen dir Feedback geben, dieses Feedback einfach nur zu konsumieren, einfach nur aufzuschreiben oder aufzunehmen, idealerweise mit einem Handy oder mit Videoaufzeichnung, damit du dir das im Anschluss nochmal anschauen kannst. … Das einfach notieren und in deinem Kopf aufnehmen und verarbeiten und zuhören, damit du so viel wie möglich von diesen zehn Minuten und von deinen Mastermind-Mitgliedern profitieren kannst. … Auch im Nachhinein kann man ja nochmal zu den jeweiligen Personen Kontakt aufnehmen und schauen, ob man ein bestimmtes Thema nochmal vertiefen kann oder ob man zu einem bestimmten Thema nochmal ein paar Tipps bekommen kann.

[22:42] – Macht nicht so große Gruppen, maximal fünf Leute. Bei fünf mal zehn Minuten sind das schon 50 Minuten, plus die Minuten, die die Accountability und die Erfolge bilden, und dann gibt es auch noch eine Abschlussrunde. Da bist du halt bei über 60 Minuten. Das ist wichtig, dass ihr das einfach beachtet und die entsprechende Zeit im Kalender blockt, damit alle Teilnehmer:innen der Mastermind-Gruppe von Anfang bis Ende mit dabei sind.

[23:09] – Zum Schluss gibt es nochmal die Accountability (dt.: Rechenschaftspflicht), also das ist das, womit jeder Call endet. Was möchtest du bis zum nächsten Gespräch erreichen? Diese Ziele sollten in einem separaten Google-Sheet notiert werden, damit sie beim nächsten Mal vorliegen. Eine:r aus der Gruppe müsste ein Dokument führen, auf das alle anderen Zugriff haben und ihre Ziele eintragen können. Und mit diesem Dokument arbeitet ihr eben in jedem Call, in jedem Gespräch, das ihr habt, und notiert dann: Was sind die Ziele fürs nächste Mal? Was möchte ich bis zum nächsten Mal erreichen? Das nächste Gespräch startet dann wieder mit: Hast du das erreicht, was du laut dem letzten Gespräch erreichen wolltest? Das hilft uns einfach, die Dinge auch wirklich zu tun, die wir gesagt haben. Die anderen helfen uns dabei und fragen dann auch nach: Warum hast du es nicht erreicht? Was hat dich davon abgehalten, das, was du gesagt hast, nicht zu tun und was wirst du tun, damit du das, was du aufgeschrieben hast, in den nächsten Tagen auch wirklich umsetzt?

Zusammenfassung: So funktioniert eine Mastermind-Gruppe.

Das waren meine Tipps zum Thema Mastermind-Gruppe und Ablauf. Wichtig ist, dass du rausgehst und das eine Person die ganze Sache in die Hand nimmt, organisiert und dass ihr wirklich committed seid. Wenn jemand keine Lust mehr hat, dann ist es ganz wichtig das auch klipp und klar zu sagen, denn die anderen leiden sonst darunter. Die anderen können mit der Mastermind-Gruppe nicht so erfolgreich sein, wenn eine:r die ganze Sache nicht ernst nimmt.

Deswegen ist es auch ganz wichtig, dass man immer sehr klar miteinander spricht und sehr offen und ehrlich ist. Wenn es nicht mehr passt oder jemand aus der Mastermind-Gruppe rausgewachsen ist, muss man das den anderen dann auch mitteilen. Das passiert tatsächlich ganz schnell, denn ihr werdet merken, dass die Gruppen unterschiedlich sind, dass die einen schneller wachsen, als die anderen oder ambitionierter sind, als die anderen.

Ich habe dir hier noch einmal alles zusammengefasst, was du zum Thema Mastermind-Gruppen wissen musst:

  1. Was ist eine Mastermind-Gruppe? Eine Mastermind-Gruppe ist eine Gruppe Gleichgesinnter mit ähnlichen Zielen, aber aus unterschiedlichen Bereichen, die sich gegenseitig unterstützen, motivieren und inspirieren groß zu denken und zu handeln.
  2. Wie funktioniert eine Mastermind-Gruppe? Es ist ein starkes Nehmen und Geben, von dem alle Mitglieder dieser Gruppe profitieren. Bei regelmäßig und verpflichtend stattfindenden Treffen (online oder offline) kann von jedem:r Teilnehmer:in Feedback zu relevanten Themen eingeholt werden und dieses Feedback hilft enorm beim eigenen Wachstum.
  3. Wie läuft ein Mastermind-Treffen ab? Zu Beginn habt ihr 5min Zeit, in denen alle berichten, ob sie/er das erreicht hat, was sie/er seit dem letzten Gespräch erreichen wollte. Im Anschluss geht es dann um Erfolge, 5 – 10 min, und da kann jede:r erzählen, welche kleinen oder großen Erfolge sie/er seit dem letzten Gespräch hatte. Es folgt der Hotseat, bei dem jede:r nacheinander 10min Zeit hat zu schildern, wozu sie/er Feedback braucht und die anderen geben ihr Feedback (je kürzer und knackiger du formulieren kannst, was du von den anderen brauchst, desto mehr Zeit haben die anderen dir Feedback zu geben). Der Call endet damit, dass jede:r berichtet, was sie/er bis zum nächsten Mal erreichen möchte (diese Ziele werden von einer Person in einem Dokument festgehalten, auf das alle Zugriff haben). Dieser Punkt ist dann wiederum der Einstieg beim kommenden Treffen.
  4. Wie groß sollte eine Mastermind-Gruppe sein? Ich empfehle Gruppengrößen von 4 – 5 Personen, um den Rahmen und die Zeit überschaubar zu halten.
  5. Wie lang sollte so ein Mastermind-Treffen sein? Je nach Anzahl der Personen sollte das Treffen max. 90min dauern. Die Zeit addiert sich aus den ersten ca. 5min, aus den 5-10min Erfolgen, aus den 10min Hotseat X der Anzahl der Personen und aus dem Abschluss.
  6. Wie oft sollte ein Mastermind-Treffen stattfinden? Die Treffen sind verpflichtend (!), sollten fest im Kalender eingetragen werden und regelmäßig mindestens einmal im Monat stattfinden.
  7. Warum sollte man sich einer Mastermind-Gruppe anschließen? Wir können nicht die ganze Zeit alleine arbeiten und hoffen, dass wir die besten Ergebnisse oder die neuesten Erkenntnisse bekommen. Deswegen ist es ganz wichtig, dass wir uns mit gleichgesinnten Menschen austauschen. Eine Mastermind-Gruppe ist da, um zu ermutigen, um weiterzuhelfen, um positive Energie zu geben und zu zeigen, wie es geht und was die nächsten Schritte sind – durch ehrliches und konstruktives Feedback können wir weiter wachsen.

Das ist wichtig, dass du deinen Weg und deine passende Mastermind-Gruppe findest. Sie sollte jede:n anspornen, alle sollten geben und auch nehmen können. Denk dran, der Erfolg einer Mastermind-Gruppe ist von jeder einzelnen Person abhängig und je mehr ihr zusammenarbeitet, je mehr ihr euch austauscht und auch die vereinbarten Termine einhaltet, desto erfolgreicher wird die Mastermind-Gruppe für alle.

Bist du bereits Teil einer Mastermind-Gruppe?

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Finden bzw. Optimieren deiner Mastermind-Gruppe. Lass mich gerne wissen, ob du deine idealen Mastermind-Buddies bereits gefunden hast und tagge mich via Instagram oder teile es in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

Bist du schon im Newsletter?
Willst du dir ein profitables und skalierbares Business rund um deine Expertise aufbauen? Dann werde jetzt Teil der she-preneur Community und profitiere von hilfreichen Tipps und Impulsen sowie einer unterstützenden und wertschätzenden Community. All das und noch viel mehr erwartet dich bei mir. Melde dich jetzt an:
Bist du schon im Newsletter?
Willst du dir ein profitables und skalierbares Business rund um deine Expertise aufbauen? Dann werde jetzt Teil der she-preneur Community und profitiere von hilfreichen Tipps und Impulsen sowie einer unterstützenden und wertschätzenden Community. All das und noch viel mehr erwartet dich bei mir. Melde dich jetzt an: