Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Elisa Ochmann.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Elisa Ochmann. Vielen Dank liebe Elisa, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

Elisa Ochmann, Beraterin & Bloggerin. Im Januar 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Hallo, mein Name ist Elisa Ochmann. Ich bin 25 Jahre und lebe im schönen Sauerland genauer gesagt in Lüdenscheid. Seit Januar 2016 bin ich selbstständig. Ich arbeite aber bereits seit 2013 nebenberuflich selbstständig. Ich habe meine nebenberufliche Selbstständigkeit in eine Vollzeit-Selbstständigkeit ausgebaut und bin damit sehr zufrieden.

Der Wunsch selbstständig zu sein schlummerte irgendwie schon immer in mir. Ich weiß noch, wie fasziniert ich als kleines Kind von Karla Kolumna war, denn sie raste auf ihrem Roller durch die Gegend und führte spannende Interviews. Später zu meiner Schulzeit fühlte ich mich in den festen Strukturen des Gymnasiums auch eher unwohl und stellte immer mehr fest, dass ich viel effektiver lernen und arbeiten kann, wenn ich dies nach meinem eigenen Rhythmus mache. Daher war ich auch eher selten anwesend und trotzdem fluppte es. Innerhalb meiner Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien beschäftigte ich mich dann etwas näher mit dem Thema Selbstständigkeit, da es in der Werbebranche total viele Freelancer gibt und es üblich ist, sich selbstständig zu machen.

Schon während meiner Ausbildung habe ich meinen Blog ElisaZunder  ins Leben gerufen.  Ich brauchte eine Plattform auf der ich mich kreativ ausleben konnte. Meine Leidenschaft fürs Schreiben trieb mich hier an und ich eignete mir viele weitere Skills von Social Media Marketing, Werbetext sowie Wissen im strategischem Marketing an. Nachdem dann auch einige Unternehmen auf mich aufmerksam wurden, um mit mir zu kooperieren, war mir klar:

Das ist es!

So stellte ich nach und nach fest, dass ich hierauf aufbauen konnte. Mein Blogazine ist eine Plattform für Helden und Heldinnen, Großstadtmiezen und Kleinstadtamazonen. Es gibt so viel schönes auf der Welt und ich helfe dieses zu entdecken, gespickt mit persönlichen Geschichten und ein bisschen Glitzer oben drauf. Seit 2012 bin ich also schon in der Kommunikation 2.0 zu Hause. Mittlerweile teile ich hier auch meine persönlichen Erfahrungen zur Selbstständigkeit.

Meine Ausbildung habe ich in zwei komplett unterschiedlichen Unternehmen absolviert. Das erste Jahr meiner Ausbildung habe ich bei einem Telekom-Partner in der Marketingabteilung verbracht. Leider war ich hier sehr unzufrieden, da es kaum kreativen Spielraum für mich gab, denn alles wurde nur nach dem bestehenden Corporate Design erstellt. Ich fand’s ziemlich langweilig und der Lerneffekt war auch nicht allzu groß. Im zweiten Lehrjahr habe ich innerhalb meiner Ausbildung – auf eigenen Wunsch – das Unternehmen gewechselt, um noch mehr Einblicke in andere Branchen zu bekommen. Vom Marketing ging es dann zur Produktion, da ich meine Ausbildung in einer Druckerei mit dazu gehörigem Kunstbuchverlag weitergeführt habe. Dort habe ich meine Ausbildung auch erfolgreich abgeschlossen.

Nach meiner Ausbildung blieb ich für meinen Lebenslauf noch einige Monate in meinem Ausbildungsbetrieb. Zu dem Zeitpunkt war die Idee von meiner Selbstständigkeit schon so gefestigt, dass ich meine Stelle auf Teilzeit reduzieren wollte, um an meinem eigenen Traum zu arbeiten. Leider war dies nicht möglich, daher kündigte ich, suchte mir einen Teilzeitjob im Einzelhandel und baute nebenbei mein Blogazine und die Agentur auf.

Den Schritt meinen Job zu kündigen und in einer völlig andren Branche zu arbeiten, um meinen Traum zu verwirklichen haben recht wenige Leute verstanden. Ich musste mich ständig erklären und auch während dieser Jobs bin ich teilweise echt durch die Hölle gegangen. Man glaubt gar nicht mit was für Sachen man im Einzelhandel so tagtäglich konfrontiert wird.

Da ich zu diesem Zeitpunkt nur noch in Teilzeit arbeitete, konnte ich viel Zeit in mein Blogazine stecken, es weiter voranbringen und hatte Zeit für neue Ideen. Hier kam mir die Idee zur Gründung meiner eigenen Kommunikationsagentur mit der ich diverse Dienstleistungen der Kommunikation 2.0 abdecke. Aber nicht nur das, auch im Offlinebereich biete ich meine Leistungen an. Ob Beratung oder Aufbau und Steuerung des gesamten öffentlichen Auftritts – gemeinsam finde ich die optimale Lösung für meine Kunden. Ziel ist es, eine kompetente und unverkennbare Präsenz zu schaffen, Unternehmensauftritte zu optimieren oder auszubauen. Wir kommunizieren mit der Zielgruppe – ob über die Kanäle der Kunden oder den ElisaZunder Blog… oder beides.

 

Dann ging ich den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit

Im Oktober 2015 entschied ich mich dann endgültig den Schritt in die Vollzeit-Selbstständigkeit zu gehen und meinen Traum endlich zu leben. Denn die Doppelbelastung von zwei Jobs war auf Dauer nicht mehr tragbar. Nach einigen Gesprächen mit meinem Arbeitgeber kündigte er mich bzw. verlängerte meinen Vertrag nicht, sodass ich mich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden konnte. Mein Arbeitsverhältnis lief damals noch bis Dezember 2015, doch aufgrund von zahlreichen Überstunden musste ich schon ab Oktober nicht mehr erscheinen und konnte mich voll und ganz auf mein Vorhaben konzentrieren.

Der erste Schritt war die Arbeitslosmeldung bei der Agentur für Arbeit. Bei diesem Anruf erklärte ich der Dame am anderen Ende der Leitung bereits, dass ich gründen möchte und mich über den Gründungszuschuss informieren will. Circa 14 Tage später hatte ich meinen ersten Termin beim Arbeitsamt und einer Ansprechpartnerin, die mich über den Zuschuss informieren wollte. Die Frau war sehr nett und aufgeschlossen, was wohl daran lag, dass sie auch noch recht jung war und meine Idee direkt verstehen konnte. Jedoch stellte sich raus, dass sie nicht meine Sachbearbeiterin war, da sie für eine andere Branchen tätig ist. Trotzdem wurden schon all meine Eckdaten (Lebenslauf, Wunsch der Gründung, schwere Vermittelbarkeit etc.) aufgenommen. Danach wurde ich von ihr mit der „Hausaufgabe“ heim geschickt innerhalb von zwei Wochen einen vorläufigen Businessplan zu erstellen, diesen einzureichen und danach einen schon vereinbarten Termin mit meiner zuständigen Sachbearbeiterin wahrzunehmen. Gesagt, getan. Weil ich keine Zeit verlieren wollte und direkt ein paar Tage nach der Arbeitslosigkeit (also im Januar 2016) mit meinem Business starten wollte, habe ich meinen Businessplan nicht nur vorläufig, sondern schon final erstellt. Zum Glück hatte ich in meinem Gespräch ein Muster erhalten an dem ich mich orientieren konnte, dann noch ein bisschen gegoogelt und los ging es.

Den Finanzteil klammerte ich erstmal komplett aus, denn mit Zahlen hatte ich es noch nie und daher auch etwas Respekt vor diesem Teil des Businessplans. Meine Geschäftsidee, die Marktlücke und auch meine Zukunftsprognose konnte ich recht fix zusammenstellen. So wurde meine Idee auch endlich zu einem festen Gerüst. Für den Finanzteil holte ich mir dann letztendlich meinen Steuerberater mit ins Boot, der mich wirklich großartig unterstützt hat und mir auch die Angst genommen hat. Nachdem ich alles zusammen hatte, reichte ich wie besprochen 14 Tage später meinen Businessplan bei meiner neuen Ansprechpartnerin ein, damit sie diesen vor unserem persönlichen Termin schon einmal prüfen konnte. Zwei Tage später stand dann der Termin an. Zuerst war meine Ansprechpartnerin etwas schockiert über mein junges Alter, aber anscheinend genauso von meiner „Hausaufgabe“ beeindruckt und überzeugt. Wir sind dann noch einmal ein paar Sachen im Businessplan durchgegangen, sie händigte mir noch weitere Unterlagen aus, unter anderem auch die Tragfähigkeitsbestätigung, die von einer anderen anerkannten Stelle, unterschrieben und bestätigt werden musste. Dann machte ich mich recht schnell an die kleinen Korrekturen meines Businessplans und schickte diesen meiner Ansprechpartnerin per E-Mail zu. Hierauf bekam ich einige Stunden später die Bestätigung das nun alles stimmig sei und ich meinen Businessplan dann noch von einer anderen Behörde bestätigen lassen soll, damit alle Unterlagen vollständig sind. Daraufhin mailte ich meinen Steuerberater an, der eh schon mit an Bord war, um meinen Businessplan zu prüfen. Dieser wurde auch von ihm recht zügig bestätigt. Nachdem ich auch diese Unterlagen eingereicht hatte, hieß es nur noch abwarten. Eine mündliche Bestätigung meiner Ansprechpartnerin von der Agentur für Arbeit kam recht schnell auf die restlichen Unterlagen wartete ich noch bis Anfang Januar. Im Januar war ich dann sage und schreibe einen Tag arbeitslos und startete dann direkt mit dem Gründungszuschuss in mein Business – genau wie ich es geplant hatte.

Ich denke, dass meine Ansprechpartnerinnen bei der Agentur für Arbeit so nett und hilfreich waren, da ich auch schon feste Zahlen vorweisen konnte und ich meine Selbstständigkeit über mehrere Jahre nebenberuflich aufgebaut habe. Außerdem war ich innerhalb von Lüdenscheid sehr schwer vermittelbar und biete mit der Gründung meines Unternehmens auch einen Mehrwert für die Stadt. Denn viele junge Menschen verlassen die Stadt, da es kaum Berufe in der Kreativbranche gibt.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.


Bleib am Ball, gib nicht auf und glaub an Dich selbst!

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!

Deine Elisa

 

Die nächste Gründungsgeschichte lest ihr in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

Deine Tanja

 

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Tina Stavemann.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht zum Gründungszuschuss von Tina Stavemann. Vielen Dank liebe Tina, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Tina Stavemann, Beraterin und Bloggerin. Im April 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Hallo, ich bin Tina und ich habe mich im April 2016 mit dem Gründungszuschuss selbständig gemacht. Ich bin also noch ganz frisch dabei und habe es bislang keine Minute bereut, diesen Schritt gegangen zu sein!

Schon seit vielen Jahren träume ich davon, selbständig zu arbeiten. Ich liebe es für mein Tun selbst verantwortlich zu sein und eigene Ideen umsetzen zu können.  Ich hatte das große Glück diese Seite in all meinen Festanstellungen auch leben zu können. Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad. Zusätzlich fehlte mir in den letzten Jahren zunehmend, die Sinnhaftigkeit in meinem Tun. Ich hatte so viele Ideen, die ich gerne umsetzen wollte. Ich sehnte mich danach, auf dieser Welt einen Fußabdruck zu hinterlassen, etwas zu bewegen. Ich habe heute das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Pfad bin. Das fühlt sich unglaublich gut an!

Doch der Weg dorthin war lang und glich einer Achterbahnfahrt.

Ich hatte im Februar 2015 meinen Blog Aquamondo an den Start gebracht, den ich nebenberuflich zu einem Business ausbauen wollte. Die Arbeitszeit in meinem Job hatte ich schon ca. ein Jahr vorher reduziert. Meine neu gewonnene Zeit nutzte ich, mir einige Träume, wie z.B. das Wellenreiten, zu erfüllen und mir darüber klar zu werden, wie mein Leben weitergehen sollte. Dann verlor ich im Sommer 2015, als eine von vielen im Unternehmen, meinen Job und die Achterbahn startete so richtig durch. Ich wusste nicht, ob ich mich über diesen Wink des Schicksals freuen sollte oder mich aus Panik direkt in die nächste Festanstellung stürze. Ich entschied mich erst einmal dafür, mich wieder auf feste Stellen zu bewerben. Parallel unterstützte mich meine Beraterin beim Arbeitsamt, noch einige Weiterbildungen zu absolvieren, um mein Profil weiter auszubauen.

Meine leise vorgetragene Idee, dass ich mir aber auch vorstellen könnte, mich selbständig zu machen, wurde mit den Worten „Ich bin nicht dazu da, ihre Träume zu erfüllen“ vom Tisch gefegt. Das saß!

Ich gab mich mit den Weiterbildungen zufrieden, für die ich im Nachhinein sehr dankbar bin. Denn ich hatte viel Glück und erwischte dank meiner Beraterin eine qualitativ sehr hochwertige Weiterbildung, die heute zum Teil eines meiner Standbeine begründet.

Ich schrieb knapp 90 Bewerbungen. Aber der Markt in Berlin ist hart und mein Profil zu generalistisch. Ich war unglaublich frustriert und wollte mir teilweise nur noch die Decke über den Kopf ziehen.

 

Und so langsam rückte die Selbstständigkeit immer weiter in den Fokus.

Aber der Gedanke an die Selbständigkeit ließ mich nicht los. Im Januar meldete ich mich beim Lotsendienst in Potsdam für ein Gründerseminar an und erhielt nach erfolgreichem Abschluss die Zusage für ein gefördertes Gründer-Coaching. Ich kann nur empfehlen, sich zu informieren, ob ein solches Programm für die Vorgründungsphase in der eigenen Region auch angeboten wird.

Denn ab da nahm meine Idee weiter Fahrt auf und meine Bedenken schmolzen ganz langsam dahin.

Mein Business steht nun auf zwei Standbeinen: Zum einen biete ich meine Erfahrungen aus der Festanstellung als Dienstleistungen an: Ich erstelle Marktanalysen, berate Unternehmen bei der Positionierung und coache und berate Existenzgründer bei der Ausarbeitung ihres Geschäftsmodells. Weitere Informationen zu mir und meinen Leistungen findest du auf www.tinastavemann.de Hier kann ich meine Leidenschaft für strategisches Denken voll ausleben. Außerdem liebe ich es Märkte zu analysieren, denn man lernt dabei unglaublich viel. Und ich war schon immer ein sehr neugieriger Mensch.

Mein zweites Standbein befindet sich noch im Aufbau und ging Ende Juni an den Start. Aquamondo ist ein Online-Magazin für Aquafitness- und Schwimm-Fans fernab des Wettkampfsports. Es ist das Produkt meiner lebenslangen Leidenschaft und die Weiterentwicklung meines Blogs.

Meine Vision ist, die Grundlage für die Sportausübung „Höher, schneller, weiter, schlanker“ zu durchbrechen. Ich wünsche mir mehr Menschen, die (Wasser-)Sport treiben, um sich selbst zu gefallen und wohl zu fühlen statt darauf hinzusporteln, gesellschaftlichen Idealen zu entsprechen. Ich möchte mehr Vielfalt und Akzeptanz in der (Wasser-)Sportwelt etablieren. Denn ich glaube daran, dass jeder Mensch gleich wertvoll ist und Respekt verdient – ob dick, dünn, groß, klein, jung, alt, mit oder ohne körperliche Einschränkungen. Deshalb verzichte ich im Magazin auf jegliche Art von Körperbewertung. Der Spaß an der Bewegung steht im Vordergrund.

Durch diese zwei Standbeine war der Businessplan für den Gründungszuschuss dann auch entsprechend umfangreich. Ich habe die Ausarbeitung aber als sehr spannend erlebt, denn die Struktur zwang mich, alle Aspekte meiner Geschäftsmodelle zu durchdenken. Das hat mir gerade in punkto Aquamondo unglaublich geholfen, meine vielen Ideen in eine Form zu gießen und auf Machbarkeit zu überprüfen. Da ich ein Faible für Exceltabellen habe, hat es mir auch Spaß gemacht, die Zahlen auszuarbeiten. Meine einzige Problematik lag darin, dass mein Geschäftsmodell für Aquamondo nicht vergleichbar ist. Es gründet auf mehreren Branchen, die alle eigenen Regeln folgen. Ich werde erst in den nächsten Monaten prüfen können, ob mein Modell aufgeht. Solange trägt mich meine Tätigkeit als Business Development- und Marketing-Expertin.

Dennoch war es eine große Hilfe, dass mein Gründercoach mich durch den kompletten Beantragungsprozess für den Gründungs-zuschuss geschleust hat. So gingen einige Schritte einfach deutlich schneller und unkomplizierter voran. Zum Beispiel professionalisierte er den Finanzteil mit einem speziellen Programm und band Steuerhochrechnungen mit ein.

Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass meine Beraterin 1:1 der Anweisung gefolgt war, die die Agentur für Arbeit ihren Mitarbeitern auferlegt. Ich hatte nämlich einen Bericht gefunden, in dem die Veränderungen seit der Reform beschrieben wurden. Dadurch wurden einige Hintergründe zum ersten Mal deutlich für mich.

Und auch, wenn ihre erste Aussage mich geschockt hatte, war sie im weiteren Prozess-verlauf sehr fair und freundlich. Sie ermutigte und bestärkte mich sogar, den Zuschuss zu beantragen. Ausschlaggebend dafür war u.a., dass ich schon während der Arbeitslosigkeit kleinere, freie Aufträge realisierte und mich für den Umsetzungszeitraum jeweils vom Arbeitslosengeld abmeldete. Außerdem führte ich eine Liste mit all meinen Bewerbungen und legte diese dem Antrag für den Gründungszuschuss bei. Meine Beraterin hatte mir dieses Vorgehen empfohlen, weil ihr klar war, dass andere Prüfer meinen Antrag lesen, die meine Bemühungen in einer Festanstellung Fuß zu fassen, nicht einschätzen können. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade diese genaue Dokumentation mein Vorhaben unterstützt hat.

Letztlich hat es dann 2 Wochen gedauert, bis ich den positiven Bescheid in Händen hielt. Diese Zeit war eine große Herausforderung für mich, weil ich ein ziemlich ungeduldiger Mensch bin und ich mich wie im Blindflug fühlte.

Aber der Aufwand hat sich gelohnt, denn danach konnte ich endlich voll durchstarten. Heute genieße ich jeden Tag in dieser neuen Arbeitssituation. Ich habe für mich eine ganz neue Motivation entdeckt. Ich arbeite wieder mit Begeisterung und vor allem selbstbestimmt. Das heißt, dass ich oft schon um 6 Uhr morgens starte, weil ich früh am Tag am produktivsten bin. Dafür mache ich aber auch gegen 16/17 Uhr Feierabend. Diese freie Zeiteinteilung ist ein großes Geschenk für mich.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.

Folgende Tipps habe ich für alle Frauen, die auch mit der Selbständigkeit liebäugeln:

  1. Geh deinen Weg! Er wird dich Kraft kosten und an deine Grenzen bringen. Aber die Höhenflüge gehören dir – und zwar nur dir, weil du sie mit eigener Kraft geschaffen hast.
  2. Höre auf deinen Bauch Er hat seine eigene Logik und ein viel tieferes Verständnis von dir als dein Kopf. Traue ihm!
  3. Vergleiche Dich nicht mit anderen Diesen Weg muss jede allein gehen – in ihrem Tempo, mit ihren individuellen Stärken und Schwächen. Nach den anderen zu schielen bringt nichts.
  4. Bleib´beweglich Sicherlich ist ein Businessplan hilfreich und ratsam, aber er wird nur in Teilen ein Projektplan sein. Alles ist in Bewegung, nichts bleibt starr. Treibe mit den Wellen statt dagegen anzukämpfen. Dann ist so viel Spannendes möglich!
  5. Immer freundlich bleiben Versuche im Prozess bis zur Beantragung des Gründungszuschusses freundlich zu bleiben. Die Berater sind auch nur Menschen und haben ihre Anweisungen, deren Nichteinhaltung sie den Job kosten kann. Für mehr Hintergrundwissen, lies diesen Bericht nochmals durch.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg und ganz viel Spaß in deiner neuen Lebensphase!

Liebe Grüße

Tina

 

Wieder mal eine große Portion Motivation und Inspiration für Dich. Durchhalten lohnt sich 🙂 Den nächsten Erfahrungsbericht liest Du in 2 Wochen 🙂

Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

Deine Tanja

 

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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war´s bei Friederike von dem Bussche.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Friederike. Friederike hat den Gründungszuschuss gleich zweimal erfolgreich beantragt. Auch das ist möglich! Vielen Dank liebe Friederike, für deinen Erfahrungsbericht.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht. Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Friederike von dem Bussche, Solopreneurin. Im März 2016 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Moin, ich bin Friederike von dem Bussche, 37 Jahre alt und ich habe mich im März 2016 das zweite Mal selbständig gemacht. Als Patin des Pixelsyndikats biete ich kreativen Selbständigen stressfreies Webdesign in Form von Anleitungen und Coachings an, damit sie ihre Businesswebsite erfolgreich selbst erstellen können.

Im Prinzip habe ich mich zweimal aus dem gleichem Grund selbständig gemacht. Das erste Mal nach nur einem Jahr als angestellte Webdesignerin direkt nach dem Studium. Alle in meinem Umfeld hatten mir damals gesagt, man müsse nach dem Abschluss erstmal in einem ordentlich Angestellten-Job arbeiten. Um wertvolle Erfahrungen zu sammeln und Kundenbeziehungen zu knüpfen. Mit ein bisschen Glück und einem Faxgerät könne man sich dann nach einigen Jahren erfolgreich selbständig machen. Und überhaupt, so ein Angestelltenvertrag mit den inkludierten Sicherheiten des festen Gehalts und der Krankenversicherung ist doch zauberhaft.

Dabei hatte ich eigentlich schon während des Studiums als Selbständige gearbeitet und mir mit Webseiten ein Teil des Unterhalts finanziert. Jedenfalls war der Job in der kleinen jungen Webagentur kein bisschen hipp und hat mir nur schöne Stress-Magen-Probleme gezaubert. Schleichender Gehirntot durch Unterforderung stand da auf dem Programmzettel.

Per glücklichen Zufall bot mir mein damaliger Arbeitgeber nach einem Jahr aufgrund geringer Auftragslage eine Halbtagsstelle oder alternativ die Kündigung an. Nach guter kurzer Überlegung und Sondierung meiner Möglichkeiten nahm ich die Kündigung an. Denn ich wußte, dass ich die Bedingungen für einen Gründungszuschuss-Antrag erfüllen konnte und machte mich entgegen den Rat von Freunden und Familien bereit zum Sprung in die Freiheit. Mit ordentlich Schiss im Bauch, aber der Hoffnung im Herzen, dass das Angestelltenleben noch nicht das Ende der Job-Fahnenstange war. Das war Ende 2009.

Ich legte einen guten Start hin, dank bewilligtem Gründungszuschuss und zahlreicher Kurse zu Steuer, Preise, Verträge und AGB bei der H.E.I.. Den Gründerzuschuss damals zu beantragen war, soweit ich mich erinnere, nicht schwer und er wurde mir ohne viel Fehlerlesen bewilligt. Nach knapp fünf Jahren erfolgreicher Selbständigkeit als Webdesignerin merkte ich jedoch, dass auch das Leben und die Arbeit als klassische Freelancerin nicht den Grad an Freiheit bietet, den ich mir wünschte. Diesmal bestimmte das Tempo und die Anforderung meiner Kunden mein Leben. Nur leider hatte ich an dem Punkt keine Idee, was ich sonst so machen sollte.

Mein damaliger Hauptauftraggeber bot mir dann in dieser Zeit einen Vollzeit-Job als Visual Designerin an, den ich nach langem Überlegen annahm. Die Atmosphäre in meinem Job war super angenehm, aber auch hier fühlte ich mich dann sehr schnell unterfordert und eingeengt.

Bereut habe ich den Job trotzdem nicht: die Anstellung bot mir auch die Möglichkeit mich auszuprobieren und ich fing an meine Freizeit fleißig dazu zu nutzen, mich beruflich zu orientieren. Ich besuchte das Superhelden-Training, die Digitale Nomaden Exhibition in Berlin, belebte mein Netzwerk bei den Digital Media Women wieder und absolvierte ein Intensivtraining zum Thema Smart Business Concepts. Ich wußte jetzt, ich wollte eine erneute Selbständigkeit wagen, auch wieder im Bereich Webdesign, aber diesmal als Solopreneurin mit anderen Produkten und Dienstleistungen.

Trotz dieser superguten Vorbereitung auf einen erneuten Sprung in die Selbständigkeit hatte ich wieder ordentlich Bammel, dass dieser Schritt zumindest wirtschaftlich eine ordentlich blöde Idee war. Natürlich haben viele in meinem Umfeld freizügig ihre eigene Angst und Bedenken bezüglich der Unsicherheiten als Unternehmerin mit mir geteilt, was nicht so richtig geholfen hat.

Aber manchmal hat man eben keine Wahl. Ich habe mich getraut und seit März 2016 bin ich wieder als Patin des Pixelsyndikats unterwegs. Und glücklich.

Wie man schnell einen Business Plan und ein Finanzmärchen schreibt.

Ich persönlich bin mittlerweile kein großer Fan mehr von Businessplänen. Es gibt wesentlich praktischere Tools, um sich eine tragfähige und überschaubare Leitlinie für sein Unternehmen zu erschaffen, vor allem als Solopreneurin. Eine Business-Model-Canvas zum Beispiel. Ich selbst mag es zackig und liebe konkrete, handfeste Pläne. Daher arbeite ich mit der Produkttreppe und der Zwischen-Lager-Strategie, die ich im Smart Business Concept Intensivtraining kennengelernt habe.

Aber ich verstehe auch, dass für den Antrag auf Gründungszuschuss irgendwie einheitlich gewährleistet werden muss, dass die zugrunde liegenden Weltherrschaftspläne einigermassen Sinn machen. Ich habe das Schreiben des zweiten Businessplans daher als gute Übung genommen, meine Ideen und Inhalte aus meinen Coachings nochmals straffer durchzuformulieren und zu überprüfen. Durch die vielen Trainings ging der Businessplan richtig schnell von der Hand.

Der Finanzplan hingegen war eine einzige Fantasieübung, bei der es einfach nur darauf ankam nicht zu tief und nicht zu hoch zu stapeln. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt eine praxisbezogenere Hilfestellung gewünscht. Also zum Beispiel welche Einnahmen realistisch sind, anstatt sich eine Zahl auszudenken, die man sich erhofft.

 

Gut gecoached ist halb gegründet.

Ich habe mir sowohl beim ersten als auch beim zweiten Mal Unterstützung bei einem Businesscoach gesucht. Das erste Mal, offensichtlicher Weise, aufgrund mangelnder unternehmerischer Erfahrungen. Ich habe mich hier bei der Lawaetz-Stiftung sehr gut aufgehoben gefühlt.

Leider ist es mitunter schwierig dort einen zeitnahen Termin zu bekommen, wenn es aufgrund der Fristen, die eingehalten werden müssen, mal etwas schneller gehen muss. Das war bei meinem zweiten Antrag der Fall. Zum Glück bin ich hier bei Frederic Breiler von der .garage gelandet, der den unglaublichen Dienst eines 48h Stunden Checks für den Businessplan anbietet! Frederic Breiler ist zackig schnell aber auch streng beim Prüfen. Großartig! Mir war es einfach auch beim zweiten Antrag wichtig, nochmal guten wirtschaftlichen Input für meine Gründung zu bekommen.

Zusätzlich hatte mich meine Bearbeiterin bei der Agentur für Arbeit darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen zu Businessplan und Finanzteil von Steuerberatern aufgrund der fachlichen Qualifikationen nicht ganz so gern gesehen waren und ich wollte keine unnötigen Risiken einer Ablehnung eingehen.

 

Die langsamen aber freundlichen Mühlen der Agentur für Arbeit.

An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich im ersten Moment gar nicht vorhatte den Gründungszuschuss ein zweites Mal zu beantragen. Ich dachte einfach ich hätte keinen Anspruch mehr einen zu beantragen. Das wäre ein riesiger Fehler gewesen! Nach einer kurzen Beratung inkl. Tritt in den Hintern durch das Netzwerk der Digital Media Woman habe ich schließlich doch den Antrag bei der Agentur für Arbeit in Hamburg angefordert.

Meine Bearbeiterin war sehr freundlich und offen für mein Thema. Schon beim ersten Gespräch war klar, dass ich sehr sichere Chancen auf den Gründungszuschuss hatte, da es Sinn macht oder üblich ist in meinem Berufsbereich als Selbständige unterwegs zu sein. Und dadurch, dass die erste Gründung schon mehr als zwei Jahre zurück lag, durfte ich einen neuen Antrag einreichen. Durch meine Kündigung und eine verspätete Meldung der bevorstehenden Arbeitslosigkeit bei der Agentur drohte jedoch der Traum vom Gründungszuschuss gleich wieder zu zerplatzen! Die Kündigung und die Spätmeldung bedeuteten jeweils Sperrzeiten bezüglich meines Arbeitslosengeldes. Statt der nötigen 150 Tage Anspruch blieben da erstmal nur sage und schreibe 149 Tage übrig. Was für ein Krimi.

Da half es alles nichts und ich musste per Attest die Hosen runterlassen. Gemeinsam mit meinem Arzt habe ich die gesundheitlichen Gründe, die mich unter anderem zu meiner Kündigung veranlassten, dokumentiert. Und tatsächlich wurde mir dadurch die Sperrzeit bezüglich der eigenen Kündigung erlassen. Es sah also richtig gut aus mit der Bewilligung.

Aber was musste ich erstmal noch bangen! Ich hatte zwar alle nötigen Informationen jeweils fristgerecht eingereicht beim Amt, aber durch die Tatsache, dass Papierdokumente erstmal zentral eingescannt werden, bevor sie an die entsprechenden Bearbeiter gehen, lief das ein oder andere Mal eine Deadline aus. Worauf ich eine Reihe von Ablehnungsbriefen bekam. Aber mit viel Geduld und freundlicher Kommunikation seitens meiner Bearbeiterin, der Telefonzentrale der Agentur und mir, konnte ich am Ende doch noch den ersehnten positiven Bescheid in Händen halten.

Ich bin verdammt froh, dass ich mir die Mühe gemacht habe und den Gründungszuschuss ein zweites Mal beantragt habe. Dadurch habe ich heute in Ruhe Zeit meine Kurse und Produkte aufzubauen und zu testen.

 

Deine persönliche Web-Herrschaft.

Obwohl ich mich nun das zweite Mal im gleichen Bereich und unter gleichem Namen selbständig gemacht habe ist doch irgendwie alles anders. In meinem nun fast 10-jährigem Dasein als Webdesignerin hatte ich festgestellt, dass die eigentliche Schwierigkeit bei der Erstellung einer Webseite nicht darin liegt, den grafischen Geschmack des Kunden zu treffen. Das Hauptproblem liegt eher auf Seiten der Auftraggeber richtig gute Bilder und Texte fürs Netz in einem überschaubaren Zeitrahmen zu liefern. Als Existenzgründer oder Unternehmer bei laufendem Geschäft hat man eben immer etwas anderes zu tun. Leider haben sich dadurch viele Webprojekte bis ins Unendliche gedehnt. Dieser Art von Abhängigkeit wollte ich entkommen.

Zusätzlich habe ich auch immer gerne mein Wissen rund um das Thema Existenzgründung, Selbstmanagement und Digitale Medien geteilt und bin ein großes Fan davon, andere zu befähigen, selbst ihre Träume zu realisieren. An diese Themen wollte ich in Zukunft stärker anknüpfen.

Heute helfe ich kreativen Existenzgründern dabei, wie sie selbst richtig gute Inhalte für ihre Webseite erstellen und mit stressfreien Mitteln eigenständig ein schickes Webprofil erstellen können. In ihrer eigenen Zeit und ohne Programmierkenntnisse. Ich gebe Tipps für den Start in die spannende Welt der Selbständigkeit und unterstütze dabei, die Möglichkeiten der Digitalen Medien richtig zu nutzen.

Dies mache ich durch eigene neue Produkte wie einen von mir konzipierten Online-Kurs, eigenen eBooks und einem selbst erstellten Seminarsystem. An diesen Angeboten arbeite ich derzeit fleißig im Hintergrund, aber zum Auftakt meiner neuen Selbständigkeit gibt es bei mir erstmal das Express-Starter-Paket. Mit minimalsten Aufwand erstelle ich mit meinen Kunden eine erste kleine einfache Webseite mit riesigem Potential zum Selbstausbau. Denn manchmal ist alles was man braucht ein bisschen Hilfe beim Anfangen.

Durch die neuen schlanken Strukturen des Pixelsyndikats 2.0 habe ich nun sogar auch mehr Zeit für meine Leidenschaft zu sketchnoten und zu illustrieren. Hier bin ich in Zukunft als die Patin privat verstärkt unterwegs, um spannende Inhalte zu visualisieren und andere Mut zu machen.

 

Jetzt mal Butter bei die Fische.

Als Fazit soweit für mich und andere Existenzgründer würde ich sagen: viele schöne Ideen haben ist schön und gut, aber besser und wichtiger ist einfach mal zu machen. Das ist manchmal echt nicht einfach, aber dieser Faktor ist ziemlich entscheidend für ein erfolgreiches Business oder die persönliche Weltherrschaft. Wichtiger als die perfekte Visitenkarte oder die nächste zertifizierte Ausbildung ist es die Sache anzugehen und die Ideen auch umzusetzen. Auch wenn es am Anfang mal etwas holprig losgeht.

Zu Gründen bedeutet außerdem viel viel Arbeit, aber auch viel viel Spass – hat man einmal die Freiheiten als Selbständige geschnuppert, will man nie wieder zurück ins Hamsterrad. Trotz der Anstrengungen, obwohl man eine Zeit lang mit wenig Geld auskommen muss und auf keinen Fall aufgeben darf.

Und ja, auch wenns unangenehm ist, Scheitern gehört halt einfach mit dazu. Aber dieses Scheitern kommt immer auch mit vielen wundervollen Learnings, hoffentlich auch einer gehörigen Portion Spass irgendwo auf dem Weg und wertvollen Verknüpfungen in Sachen Netzwerk oder Wissen.

Von daher nicht gleich aufgeben, wenn mal was nicht nach Plan geklappt hat. Auf alle Fälle versuchen den Gründungszuschuss zu beantragen oder nachfragen, was man sonst vielleicht für Ansprüche auf Unterstützung hat. Packen wir es an.

Wer sich Unterstützung bei seinen Web-Herrschaftsplänen von Friederike wünscht sucht am Besten das Pixelsyndikat unter www.pixelsyndikat.de auf. Wer wissen will was die Patin nach Feierabend so treibt kann mal auf www.diepatinprivat.de reingucken.

Viele Grüße und viel Erfolg!

Friederike

 

Die nächste Gründungsgeschichte liest Du in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Bis dahin alles Liebe,

Deine Tanja

 

 

Foto © Marlin Oeing

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.
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Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war’s bei Sandra Barwitzki.

Heute liest Du den Erfahrungsbericht von Sandra Barwitzki. Vielen Dank liebe Sandra, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht? Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

 

Sandra Barwitzki, Grafikerin. Im November 2015 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

 

Hallo, ich bin Sandra. Ich bin 31 Jahre und komme aus Bonn.

Ich habe mein Kreativbüro „zartmint design“ zum 1.11.2015 gegründet. Ich bin freiberufliche Grafikerin mit Spezialisierung auf Hochzeitspapeterie. Aber auch andere kreative Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen biete ich an. Derzeit arbeite ich an den Projekten „Green Wedding” und grüne & nachhaltige Printprodukte wie z.B. Corporate Design.

Nach einer Ausbildung zur Grafikerin, einem Studium im Bereich TV-Produktion und anschließend vielen Jahren in unterschiedlichen Branchen und Berufsfeldern war für mich schließlich klar, dass ich mich selbst verwirklichen möchte. Ich habe Stärken in vielen Bereichen aufgebaut und mir wurde irgendwann klar, dass der Job, den ich mir wünsche nur in meiner Phantasie existiert. So musste ich entweder weiter träumen oder meinen Traumjob selbst schaffen. Ich habe also im letzten Jahr meine unbefristete Festanstellung an den Nagel gehängt und es gewagt. Da ich komplett ohne Eigenkapital oder Bankkredit gründen musste/wollte, habe ich mich schließlich beim Arbeitsamt beraten lassen. Ich hatte wirklich Glück mit meinem Berater, welcher mir riet den Gründungszuschuss zu beantragen. Er betonte hier aber auch, dass dies nicht immer möglich sei. Da ich aber den Wunsch hatte mir mein vielfältiges Berufsfeld selbst zu schaffen, war hier natürlich keine sozialversicherungspflichtige Stelle beim Amt für mich zu finden.

Ich durchlief also ein paar chaotische Wochen, in denen ich mit Hilfe von meinen lieben Freunden einen Businessplan schrieb. Die Zeit des Schreibens war nicht immer einfach. Der Konzeptteil und alles was mit meiner Idee, dem Marketing und so weiter zu tun hatte ging mir recht gut von der Hand. Am meisten störte mich, dass mir das Schreiben des Businessplans so viel Zeit raubte. Zeit in der ich lieber andere Dinge getan hätte. Meine Webseite musste noch fertiggestellt und mein Portfolio gefüllt werden. Auch hätte es mir mehr Spaß gemacht auf Netzwerktreffen zu gehen und alte Kontakte aufleben zu lassen. Aber der Businessplan sollte mich ja auf finanzieller Ebene weiter bringen. Also half es nichts und ich hängte mich rein.

Bei der IHK Bonn-Rhein-Sieg belegte ich das kostenlose Seminar für Gründer „Basisseminar Businessplan” – was ich absolut empfehle! Das Seminar motivierte und alle offenen Fragen konnten gestellt und zu 98% beantwortet werden. Der Finanzteil war mit all seinen Kapiteln das Schlimmste. Hier halfen mir Freunde bei der Struktur, sodass ich zunächst ganz organisiert alle Zahlen beschafft habe, die benötigt wurden. Zum Glück habe ich einen „Banker“ im Freundeskreis, der den Finanzteil las und mir seine Bedenken und offenen Fragen mitgab. Ich korrigierte den Finanzteil und ließ ihn erneut Korrekturlesen. Nachdem der Businessplan nun auch optisch nach meinen Vorstellungen aussah (als Grafikerin muss auch so etwas gelayoutet werden), gab ich ihn zum Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn. Das Arbeitsamt fordert ja eine sogenannte „Tragfähigkeitsbestätigung”. Diese wurde mir dort ausgestellt. Der Berater dort motivierte mich auch enorm. Bei einem Gespräch sagte er, dass mein Businessplan super wäre und er von meiner Idee sehr angetan ist. Als der Businessplan danach endlich beim Arbeitsamt lag kontaktierte mein Berater mich, dass ich im Finanzteil 2 Stellen habe, die ich korrigieren sollte. Ohne diese Korrekturen könne er ihn nicht akzeptieren. Ich korrigierte also auch diese Fehler (hier handelte es sich um zu niedrige Zahlen „unterm Strich” in den ersten 8-10 Monaten). Nun… tatsächlich schaffte ich es den Gründungszuschuss für 6 Monate genehmigt zu bekommen. Die Dauer zwischen Beantragung und Zusage lag bei circa 3 Monaten (Antrag 15.9. / Abgabe Businessplan beim Arbeitsamt 6.10. / Zusage 3.11.).

Der Gründungszuschuss erleichterte mir den Start in die Selbstständigkeit enorm. Das Geld sicherte mir für den Anfang meine Grundbedürfnisse. Ich schaffte es schließlich auch, die Verlängerung (9 Monate 300 Euro) zu beantragen und bekam auch dies genehmigt.

Viele Kontakte (aus meinem alten Job in der Hochzeitsbranche), Freunde und meine Familie halfen mir, dass ich direkt durchstarten konnte. Nun sind die ersten 7 Monate vorbei und ich bin glücklich, dass ich es gewagt habe. Ich bin ausgeglichener, liebe es meine Zeit nach meinen Bedürfnissen und Wünschen frei einteilen zu können. Ich bin freier und somit auch kreativer! Auch wenn ich am Ende wahrscheinlich mehr als 40 Stunden in der Woche arbeite, oft sicher an die 60 Stunden und mehr. Aber da es DAS ist was ICH machen möchte und auch weiß wofür ich es am Ende tue, merke ich das kaum. Ich habe meinen Partner, meine Familie & Freunde zu 100% hinter mir stehen und das bedeutet mir nicht nur viel, sondern motiviert mich enorm. Es gibt natürlich immer Momente von Zweifel a la: „Reicht das Geld am Ende des Monats?“, „Was ist, wenn die Aufträge ausbleiben?“… aber in solchen Momenten gibt mir mein soziales Umfeld Rückhalt. Ob nach dem Motto „Du wirst sehen, dass es funktioniert.“, „Wenn nicht, wird sich immer eine Lösung finden.“

Früher habe ich Sprüche wie „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ immer belächelt, aber es stimmt! Wenn es nicht klappen sollte, dann suche ich mir wieder einen Job. Aber ich werde nie da sitzen und traurig sein, dass ich es nicht wenigstens versucht habe.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.

Ich möchte allen Gründerinnen mit auf den Weg geben, dass man es versuchen sollte. Auch wenn viele Berater einem beim Gespräch ausreden wollen, den Zuschuss zu beantragen. Die Ämter haben so weit ich weiß ein Limit, wie viele Zuschüsse bewilligt werden können. Da es auch für sie einen hohen verwaltungstechnischen Aufwand bedeutet, wollen sie nicht jeden motivieren. Ich glaube, da kommt auch viel Mist an. Wenn Du aber hinter Deiner Idee stehst und dafür brennst, dann wird auch dein Businessplan super werden. Informiere dich bei deiner IHK, Wirtschaftsförderung und anderen offiziellen Stellen nach Hilfestellungen und suche dir eine Struktur zur Businessplan-Erstellung. Ich habe zum Beispiel bei der IHK ganz offen nachgefragt, was einen Businessplan für das Arbeitsamt von dem für eine Bank unterscheidet und auf welche Kleinigkeiten und wichtige Punkte das Arbeitsamt besonders achtet. Diese Punkte habe ich im Businessplan dann schön ausgearbeitet.

Zeige Motivation und bekomme was du willst! Dann wirst du es auch schaffen.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg!

Liebe Grüße,

Sandra

 

 

Wer wissen will, was Sandra schönes designt, der kann hier einen Blick auf ihre Website werfen.

Die nächste Gründungsgeschichte lest ihr in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Alles Liebe,

Deine Tanja

 

Foto © Tanja Wesel, Tausendschön Photographie

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte Dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

 

Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

Gegründet mit dem Gründungszuschuss. So war´s bei Anett Petrich.

Heute startet meine Serie „Gegründet mit dem Gründungszuschuss“. In den kommenden Wochen wirst Du viele unterschiedliche Erfahrungsberichte von Frauen lesen, die mit dem Gründungszuschuss gegründet haben.

Du weißt nicht, was der Gründungszuschuss ist oder kennst die Vorraussetzungen nicht. Dann empfehle ich Dir diesen Artikel zu lesen.

Viele Frauen haben die Förderung erfolgreich beantragt. Du wirst es auch schaffen!

Den Auftakt meiner Serie macht Anett Petrich. Herzlichen Dank liebe Anett für Deinen Erfahrungsbericht!

 

Anett Petrich, Fotografin. Im Februar 2015 mit dem Gründungszuschuss gegründet.

Hallo mein Name ist Anett Petrich, ich bin 28 Jahre und komme von der schönen Insel Usedom. Seit Februar 2015 bin ich nun als Fotografin selbstständig und habe den Schritt in die Selbstständigkeit nicht einen Tag bereut.

Kurz zu mir und meinem Werdegang und warum ich heute da stehe wo ich stehe. Nach meinem Abitur auf der Insel Usedom, hat es mich zum Studium nach Trier verschlagen. Ich habe dort drei Jahre lang International Business studiert und konnte ein Jahr in Schweden und Norwegen leben und studieren. Eine tolle Zeit die ich nicht missen möchte.

Bereits 2007 entdeckte ich die Liebe zur Fotografie. Ich kaufte mir meine erste Spiegelreflexkamera und knipste alles was mir vor die Linse kam. Nach meinem Studium war ich dann zunächst erst in einem kleinen IT Unternehmen, bevor ich zum Otto Konzern wechselte, um als Online Marketing Managerin in der Nähe von Aachen zu arbeiten.

2013 wurde mir die Landschafts- und Naturfotografie zu langweilig und ich beschäftigte mich immer mehr mit der Peoplefotografie. Ich buchte Models, fotografierte nach Feierabend und an den Wochenenden und schnell meldete ich die Fotografie als Nebengewerbe an. Die Anfragen wurden immer mehr und für mich selbst blieb kaum noch Freizeit über. Mein Vertrag bei Otto war auf 2 Jahre befristet und für mich stand fest, dass ich nicht in Nordrhein-Westfalen bleiben möchte. Mir fehlte das Meer und ein Freund von Fasching war ich auch nicht unbedingt.

 

Und dann entschied ich mich für die Selbstständigkeit.

Während eines Urlaubs in meiner Heimat reifte in mir immer mehr der Wunsch mein eigener Chef zu sein, meinen Traum zu leben und in meine Heimat zurückzukehren. Ich beschäftigte mich somit zum ersten Mal ernsthaft mit dem Thema Selbstständigkeit und Gründung. Durch Zufall fand ich meine perfekte Traumwohnung in meinem Heimatort und ohne groß zu überlegen, unterschrieb ich den Mietvertrag, ließ meinen Vertrag bei Otto auslaufen und machte Termine in verschiedenen Ämtern. Einer dieser Termine war unter anderem in der Arbeitsagentur. Für mich einer der schlimmsten Schritte, schließlich musste ich mich zunächst einmal als arbeitslos melden und das war wirklich kein schöner Moment. Viel schlimmer war allerdings, dass ich meine zuständige Betreuerin erst einmal von meiner Idee der Selbstständigkeit überzeugen musste. Sie sah direkt alles schwarz, machte mir wenig Hoffnung und war von der Idee der Selbstständigkeit als Fotografin überhaupt nicht begeistert. Allerdings stand auch ziemlich schnell fest, dass es für mich und meine Qualifikationen keinen anständigen Job in meiner Region gab. Somit galt ich als schwer vermittelbar und konnte letztendlich doch meine Selbstständigkeit in Angriff nehmen. Selbstverständlich wollte ich auch den Gründungszuschuss erhalten, hierfür musste ich also einen Businessplan verfassen.

Dank meines BWL Studiums hatte ich keinerlei Probleme mit dem Businessplan und allen dazugehörigen Kalkulationen. Schon nach einer Woche schickte ich meiner Betreuerin meinen fertigen Businessplan mit allen Zahlen und möglichen Szenarien. Allerdings war meine Betreuerin der Meinung, dass mir ein dreitägiges Gründungsseminar sicher guttun würde. Und so saß ich dann mit einer Friseurin und einem Maurer in einem Kabuff und durfte mir vorgelesene Definitionen anhören. Der Kurs war so schlecht, dass es mich nicht wundert, wenn Unternehmer, die vorher nie etwas von BWL gehört haben, mit ihrem Geschäft den Bach runtergehen. Die Folien veraltet (falsche Steuersätze, DM Preise etc.), eine Nullbock-Einstellung unter dem Motto „Wenn Sie das und das in den Businessplan schreiben, dann erhalten Sie bestimmt Ihre Förderung.“ Ich war wirklich schockiert, schließlich werden diese Kurse vom Staat subventioniert.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ich heute noch erfolgreich wäre, wenn ich nicht BWL studiert hätte. Ich wusste vom ersten Tag genau, wie meine Preise zu sein haben, damit ich überleben kann. Welche Kosten auf mich zukommen und wie viel ich mindestens erwirtschaften muss, um zahlungsfähig zu bleiben. Mein Businessplan hatte Hand und Fuß und mein Bestcase-Szenario hat sich nach einem Jahr bereits um nochmal 25% verbessert, worüber ich wahnsinnig stolz bin.

Leider muss ich sagen, dass es von Seiten der Arbeitsagentur kaum Unterstützung gab. Alles wurde schlechtgeredet, ohne das wirkliche Argumente vorgebracht werden konnten. Die Devise seitens meiner Agentur war „Das ist kein gutes Gewerbe, es ist auf dem absteigenden Ast, das wird doch nichts.“

Ich war jedoch ziemlich hartnäckig und bin der Dame wohl auch durch ständige Präsenz (3 Mal wöchentlich mindestens), sehr auf den Zeiger gegangen. Wahrscheinlich blieb ihr nichts anderes übrig, als meinen Antrag zu bewilligen, schließlich konnte sie mir auch keinen Job vermitteln. Meine Bewilligung kam innerhalb von 3 Wochen und auch das Geld war pünktlich auf meinem Konto. Nach 6 Monaten Gründungszuschuss beantragte ich dann noch die Verlängerung für die 2. Gründungsphase. Dieser Zuschuss wurde mir auch bewilligt. Im letzten Monat habe ich nun das letzte Mal meinen Gründungszuschuss erhalten. Ohne Gründungszuschuss hätte ich es wirklich schwer gehabt, gerade im ersten Jahr. Er hat mir dazu verholfen, dort zu stehen, wo ich heute bin. Und ich kann sagen, dass ich nun wirtschaftlich selbstständig bin, keine Bankschulden, Kredite oder ähnliches habe. Des Weiteren habe ich seit März 2016 jemanden auf Minijob-Basis eingestellt und möchte auch im nächsten Jahr ausbilden. Neben meinem Hauptgeschäft der Fotografie, habe ich zusätzlich noch eine Online Media Agentur gegründet, bei welcher ich mein Wissen als Marketing Managerin für die Region einsetze, um Unternehmen im Social Media Marketing zu helfen.

Ich bin also zum einen Fotografin aus Leidenschaft. Fotografiere hauptsächlich Hochzeiten, Kindergärten, Events, Schwangere und Babys und bin zusätzlich für Unternehmen als Beraterin im Social Media Bereich unterwegs. Wer jetzt glaubt, ich hätte keine Freizeit mehr, liegt falsch. Durch eine gute Organisation und ein funktionierendes Zeitmanagement habe ich sogar mehr Freizeit als in meinem Fulltimejob im Konzern.

 

Was ich Gründerinnen mitgeben möchte.

Glaubt an euch und eure Träume. Bei mir hätte auch niemand gedacht, dass ich von der Fotografie leben könnte. Schließlich hat doch mittlerweile jeder eine Kamera und ein gutes Smartphone. Ich habe allen gezeigt, dass es möglich ist. Bleibt hartnäckig und lasst euch eure Vision nicht schlechtreden. Vor allem nicht von einem Beamten der schon lange keine beruflichen Ziele und Wünsche hat. Bleibt jedoch auch realistisch. Greift auf angebotene Hilfe zurück. Ihr werdet nicht alles allein schaffen können und man kann auch nicht alles. Gebt Aufgaben, die ihr nicht bewältigen könnt oder die euch zu viel Zeit kosten ab. Sucht euch einen Steuerberater, einen Buchhalter oder auch einen Grafiker. Diese Menschen sind ihr Geld wert und ihr werdet davon profitieren. Wichtig ist auch, dass ihr euren Businessplan allein schreibt und es nicht als Last anseht. Es geht um eure Zukunft, um eure Existenz, kniet euch rein und beschäftigt euch bis zum geht nicht mehr mit dem, was ihr zukünftig machen wollt. Es bringt euch gar nichts, wenn irgendwer anders euren Businessplan schreibt. Macht euch auf Rückschläge gefasst, aber steckt nicht direkt den Kopf in den Sand.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Liebe Grüße,

Anett

 

Wer sehen möchte, was Anett so treibt, der findet alles zu ihrer Tätigkeit als Fotografin hier: http://www.anett-petrich.de und alles zu ihrer Tätigkeit als Online Media Beraterin hier: http://www.ap-media-usedom.de

Die nächste Gründungsgeschichte lest ihr in 2 Wochen! Du hast auch mit dem Gründungszuschuss gegründet und möchtest Deine Erfahrungen teilen? Dann nimm Kontakt mit mir auf!

Bis dahin alles Liebe,

Deine Tanja

 

Foto © Anett Petrich

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte Dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

 

Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper

So klappt’s mit dem Gründungszuschuss.

Du willst Dich selbstständig machen und den Gründungszuschuss beantragen? Super! Mit dem Gründungszuschuss durchläufst Du die Startphase Deiner Gründung entspannter. Die Beantragung ist nicht schwer – auch wenn Du schon andere Meinungen gehört oder gelesen hast. Dennoch gibt es einiges zu berücksichtigen. Aber kein Grund zur Sorge – die Beantragung ist kein Hexenwerk! Eine sorgfältige Vorbereitung ist, wie so oft, das A & O. Mit meiner „Checkliste Gründungszuschuss“ und meinem persönlichen Erfahrungsbericht helfe ich Dir dabei Dich im “Gründungszuschuss-Dschungel” zu orientieren.

 

Wer kann den Gründungszuschuss beantragen?

Nicht jeder kann den Gründungszuschuss beantragen. Im Wesentlichen müssen die folgenden 3 Bedingungen erfüllt sein:

1. Anspruch auf Arbeitslosengeld I
2. Schwierige Vermittelbarkeit in eine Festanstellung
3. Überzeugendes und erfolgversprechendes Gründungsvorhaben

Bitte beachte, dass der Gründungszuschuss eine Ermessensleistung der Bundesagentur für Arbeit ist. Es besteht kein Rechtsanspruch und vieles hängt von Deiner Vorbereitung und Deinem Betreuer oder Betreuerin bei der Agentur für Arbeit ab. Weitere Informationen zum Gründungszuschuss kannst Du in einem eigenen Artikel nachlesen.

Vor 3 Jahren habe ich gegründet. Der Gründungszuschuss hat mich in der Startphase über Wasser gehalten. Obwohl ich den ein oder anderen Kunden bereits mitbrachte, lagen meine größten Herausforderungen in der Kundenakquise. Eine Hass-Liebe. Ich gehe ungern auf fremde Menschen zu, um ihnen etwas zu verkaufen. Trotzdem sprang ich über meinen Schatte und pushte mich. Tag für Tag. Ich gab nicht auf und schrie vor Glück, als der erste unbekannte und selbst akquirierte Kunde anbiss. Ich war stolz. Meine Ausdauer hatte sich mal wieder ausgezahlt. Aufgeben ist für mich einfach keine Option.

Oft werde ich gefragt, wie ich es geschafft habe den Gründungszuschuss zu beantragen. Ein Erfolgsrezept gibt es nicht aber dafür meinen Erfahrungsbericht und meine ganz persönlichen Tipps und Tricks, damit es auch bei Dir klappt.

 

Mein zweigleisiger Weg zum Gründungszuschuss.

2013 war es für mich soweit. Ich meldete mich arbeitssuchend und teilte der Agentur für Arbeit den ersten Tag meiner Arbeitslosigkeit mit. Für mich war zu dem Zeitpunkt bereits klar, dass der nächste Schritt die Selbstständigkeit sein wird. Mit dem Gründungszuschuss hatte ich mich schon vertraut gemacht. Ein aufschlussreiches Informationsgespräch bei einer Gründungsberaterin gab mir weitere wichtige Informationen für mein Erstgespräch bei der Agentur für Arbeit an die Hand. Auch wenn das Vorgründungsgespräch bereits Geld gekostet hat, war es die richtige Entscheidung. Besser vorbereitet hätte ich nicht in das Erstgespräch mit meiner Betreuerin beim Arbeitsamt gehen können. Ich wäre wahrscheinlich direkt mit der Tür ins Haus gefallen.

Ich nahm mein Erstgespräch bei der Bundesagentur für Arbeit kurze Zeit nach meiner Vorgründungsberatung wahr. Und hatte Glück. Meine Betreuerin war sehr nett und sympathisch. Mit meiner persönlichen Geschichte weckte ich ihr Interesse. Ich erzählte ihr von mir, meinem beruflichen Werdegang, meinen Auslandsaufenthalten und auch schon von meinen aktuellen Bewerbungserfolgen und –misserfolgen. Zum Termin brachte ich bereits eine kleine Bewerbungsübersicht mit. In dieser markierte ich meine offenen Bewerbungen, Einladungen zum Vorstellungsgespräch und Absagen farblich. So konnte sich meine Betreuerin direkt einen Überblick verschaffen.

Mein Interesse an der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit deutete ich nur als mögliche Alternative an. Ich erzählte ihr, in welche Richtung es gehen könnte uns das ich auch schon interessierte Kunden hätte. Gleichzeitig äußerte ich ein paar Bedenken. Die gute Vorbereitung und mein Enthusiasmus gefielen ihr. Wir lachten gemeinsam und ich baute einen guten Draht zu ihr auf. Sie wollte, dass ich meine Geschäftsidee neben der Arbeitslosigkeit austeste. So genehmigte sie mir, mich für freiberufliche Projekte abzumelden. In diesen Zeiträumen war ich selbstständig. Ich bezog kein Arbeitslosengeld und musste mich selbst versichern. Nach Abschluss des Projekts konnte ich mich wieder arbeitslos melden. Das lief ganz unproblematisch. Gleichzeitig erwartete sie von mir, dass ich mich weiterhin aktiv um eine feste Stelle bemühe.

Die Vermittelbarkeit stand im Fokus.

Davon hatte ich schon gehört. Denn der Gründungszuschuss ist in erster Linie dafür da, arbeitslose Menschen, die keine Festanstellung finden, beim Aufbau ihrer Selbstständigkeit zu unterstützen. Wie erwartet, sah auch sie mich mit meiner Erfahrung und meinen Qualifikationen als attraktive Arbeitnehmerin und vermittelbar.

 

Selbstständig & arbeitslos.

In Absprache mit meiner Betreuerin bei der Agentur für Arbeit beantragte ich meine Steuernummer bei meinem zuständigen Finanzamt. Kurz darauf startete mein erstes freiberufliches Projekt. Ich meldete mich für ein paar Tage von der Agentur für Arbeit ab. Voller Elan und Freude setzte ich mein erstes freiberufliches Projekt um. Nicht nur der Kunde war mit dem Ergebnis zufrieden.

Einige Wochen später musste ich erneut bei der Agentur für Arbeit vorsprechen. Ich berichtete meiner Betreuerin von meinen Erfolgen in der Selbstständigkeit und Misserfolgen bei der Jobsuche. Ihr gefielen meine Erfolge und sie freute sich, dass meine Geschäftsidee tatsächlich auf Interesse stieß. Sie händigte mir den Antrag auf Gründungszuschuss aus. Ich war erleichtert. Die erste Hürde war gemeistert.

 

Und dann kam der Businessplan…

Danach startete ich voller Motivation mit meinem Businessplan durch. Zur Vorbereitung und zur Orientierung bestellte ich mir diese beiden Bücher bei *Amazon. Ein Klick auf das Buchcover leitet Dich direkt zum Buch auf Amazon weiter. Dort kannst Du vor dem Kauf auch einen Blick ins Buch werfen.


Ich kann Dir diese Bücher nur empfehlen. Sie beinhalten viele Informationen und bieten Orientierung und eine umfassende Hilfestellung für die Erstellung Deines Businessplans.

Für die Ausarbeitung meinen Businessplans nahm ich mir ausreichend Zeit. Wie so oft, wollte ich ein perfektes Ergebnis abliefern. Als ich mit meinem Entwurf zufrieden war suchte ich alle erforderlichen Antragsunterlagen zusammen und reichte sie zur Durchsicht bei meiner Gründungsberaterin ein. Sie schaute meine Unterlagen durch und nahm noch kleinere Korrekturen vor. Ein paar Feinheiten, so sagte sie, auf die die Agentur für Arbeit achtet. Kurz darauf übersandte sie mir die fachkundige Stellungnahme. Es konnte losgehen! Ich vereinbarte einen Termin mit meiner Betreuerin und überreichte ihr stolz meinen sorgfältig ausgearbeiteten Businessplan inklusive der anderen geforderten Nachweise wie mein Lebenslauf und Nachweise meiner Qualifikationen.

Nur wenige Tage später erhielt ich die Zusage für den Gründungszuschuss! Ich war glücklich und erleichtert. Auf diesen ersten Erfolg musste angestossen werden.

 

6 persönliche Tipps für die Beantragung des Gründungszuschuss.

Vor dem Erhalt des Antrags auf Gründungszuschuss:

1. Suche eine Dir sympathische Gründungsberaterin oder Gründungsberater auf und lass Dich beraten.
2. Erscheine pünktlich und organisiert zu Deinen Terminen bei der Agentur für Arbeit.
3. Baue einen guten Draht zu Deinem Betreuer oder Deiner Betreuerin bei der Agentur für Arbeit auf.
4. Zeige Interesse an einer abhängigen Beschäftigung und bringe – ohne Aufforderung – eine Bewerbungsübersicht mit.
5. Teile Deinem Betreuer bei der Agentur für Arbeit mit, dass die Selbstständigkeit für Dich eine Alternative wäre. Und das Du auch schon eine Idee hättest, die Du nebenbei kurz in den Raum wirfst.

 

Nach dem Erhalt des Gründungszuschusses:

6. Gebe den Antrag auf Gründungszuschuss inkl. Anlagen persönlich und vollständig bei Deinem Betreuer ab. Sei auf eventuelle Fragen vorbereitet.

Lass Dich auf keinen Fall von dem Papierkram abschrecken. Es ist alles halb so wild und auch Du kannst es schaffen, denn Gründungszuschuss erfolgreich zu beantragen.

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Beantragung. Wenn Du Fragen hast oder eine Beratung wünscht, dann kannst Du mich gern kontaktieren. Ansonsten hilft Dir meine Checkliste sicherlich auch weiter.

 

Alles Liebe,

Deine Tanja

Video-Interview zum Thema Business-Mindset mit Mindset-Coach Julia Lakämper