{Podcast} Darum ist Veränderung essenziell, um mit deinem Business erfolgreich wachsen zu können

Ich möchte dich in diesem Beitrag wieder einmal ein kleines bisschen mit hinter die Kulissen eines erfolgreichen Online-Business nehmen. Ich möchte dir erzählen, was notwendig war, um dahin zu kommen, wo ich mit meinem Business hingekommen bin. Ich möchte mit dir darüber sprechen, ob das, was ich mit she-preneur erreicht habe, immer alles ein Zuckerschlecken war oder, ganz im Gegenteil, ob das auch mit „harter Arbeit“ verbunden war – wobei ich eigentlich den Ausdruck „harte Arbeit“ gar nicht so verwenden möchte, denn ich glaube, harte Arbeit ist nicht unbedingt notwendig, um dir ein Business aufzubauen.

Darüber möchte ich heute mit dir sprechen: Was ist notwendig und wie sieht der Weg dahin aus? Denn das sind Dinge, über die kaum jemand spricht. Die meisten reden von Marketingstrategien, Dingen, die für sie funktioniert haben, etc. pp. Aber die wenigsten sprechen über den konkreten Weg, der auch Hürden beinhalten kann, die weniger physisch, eher auf mentaler Ebene zu finden sind. Denn vieles hat enorm viel mit dem eigenen Mindset zu tun.

Ich möchte dir heute einen Aspekt mit auf den Weg geben und ich hoffe, dass er dich inspiriert in deinem Business vorwärts zu kommen und weiter zu wachsen und dass er dir dabei helfen wird, mehr Geld zu verdienen. In dieser Episode spreche ich mit dir über Wachstumsschmerz und warum du Veränderungen in deinem Business willkommen heißen solltest. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode – Business bedeutet Veränderung.

War bei mir immer alles ein Zuckerschlecken? Nein, auf keinen Fall. Dank meines großartigen Teams haben wir es geschafft 2020 knapp eine halbe Millionen Euro Umsatz zu generieren. Was fantastisch ist und wo ich nicht geglaubt habe, dass ich das jemals erreiche. Wie sind wir aber dahingekommen?

Eine Sache ist durch Veränderungen. Veränderungen sind ganz, ganz wichtig, um mit unserem Business weiter zu wachsen. Aber nicht nur das. Es braucht ganz viele Konsequenzen, es braucht ganz viel Hartnäckigkeit. Wir müssen mutig sein und immer wieder hinterfragen, ob das, was wir tun, wirklich das Richtige ist – ob es sich noch gut anfühlt. Und wenn sich etwas nicht mehr gut anfühlt, dann ist es wichtig, dass du dir selbst gegenüber ehrlich bist, das Ganze aussprichst und es nicht nur bei diesem komischen Gefühl belässt (das dir wahrscheinlich Bauchschmerzen bereitet), sondern bereit bist etwas zu verändern.

Veränderung ist notwendig, um mit deinem Business wachsen zu können.

[5:11] – Veränderungen können ganz schön schmerzhaft sein. Veränderung ist nicht immer schön, das weißt du wahrscheinlich selbst. Die meisten Menschen wollen sich nicht verändern, die meisten Menschen wollen nichts ändern. Sobald es darum geht, etwas zu verändern, schreien viele Menschen auf. Wir sind einfach Gewohnheitstiere. Ich glaube, eine Sache, die wir als Unternehmerin / Unternehmer mitbringen müssen, ist die Bereitschaft etwas zu verändern, etwas verändern zu wollen. Und auch die Bereitschaft zu sehen, dass etwas, was wir tun, nicht immer so bleiben muss, sondern dass es notwendig ist etwas zu verändern, um weiter wachsen zu können.

[8:02] – All diese Veränderungen, die werden nicht immer positiv von deinen Kundinnen und Kunden aufgenommen. Als wir im letzten Jahr zum Beispiel meinen Kundinnen mitgeteilt haben, dass sich der she-preneur insider club verändert und dass es ein neues Produkt geben wird, die she-preneur Academy, waren die Rückmeldungen total gemischt. Die einen fanden es richtig cool und haben gejubelt ohne Ende, … aber andere fanden es nicht gut., sie haben sich in der Gruppe mit den Mitgliedern wohlgefühlt, sie waren in so einem wohligen Raum und haben auch nicht nach Veränderungen gesucht, … anderen war es egal. … All diese unterschiedlichen Meinungen gab es natürlich, und die gibt es auch, das ist normal und es war mir total bewusst. Mir war es auch bewusst, dass ich nicht alle meine Kundinnen mitnehmen kann, dass ich nicht alle meine Kundinnen für die she-preneur Academy begeistern kann.

[9:35] – Dadurch, dass ich seit 2016 mit dem she-preneur insiderclub unterwegs bin, hat sich natürlich da auch ganz viel gemischt von meinen Kundinnen – also die, die seit dem Anfang dabei waren, und die, die am Ende hinzugekommen sind. Da wurde ich immer klarer, wo die Reise hingehen soll und wo ich unterstützen möchte, und dementsprechend habe ich auch immer meinen Mitgliederbereich umgebaut.

[10:43] – Veränderungen sind notwendig, und wir müssen immer wieder hinterfragen, ob das, was wir tun, überhaupt noch richtig ist, ob es noch in die richtige Richtung geht. Wenn das nicht der Fall ist, dann können wir etwas verändern, und dann ist es auch okay, wenn manche aufschreien und nicht zufrieden sind mit der Entscheidung, die du getroffen hast.

Jede Veränderung hat Konsequenzen.

[11:09] – Wir müssen uns nur bewusst darüber sein, dass jede Veränderung natürlich auch Konsequenzen hat. Wenn wir etwas verändern, dann wird es Kundinnen und Kunden geben, die sagen: „Nee, das finde ich nicht gut, … ich will das Alte wiederhaben.“ Eine Sache, die ich auch in der letzten Episode schon besprochen habe … (da habe ich darüber gesprochen, wie du wertebasierte Entscheidungen für dein Business triffst) ist eigentlich die Grundlage. Wenn du etwas veränderst, wenn du eine Entscheidung triffst, dann sollte das immer auf Basis von deinen eigenen Werten und deiner Vision sein.

[13:05] – Diese Veränderungen sind wichtig, wenn wir nicht dort stecken bleiben wollen, wo wir sind. Um diese Entscheidungen zu treffen, müssen wir auch mutig sein. Denn wenn wir unsere Preise anheben oder wenn wir sagen, das Produkt wird es zukünftig nicht mehr geben, aber dafür gibt es das Produkt, muss das gut überlegt sein. Dann können wir diese Entscheidung nicht einfach aus dem Bauch heraus treffen, sondern … aus dem und dem Grund.

[13:45] – Was ich immer wieder sehe, ist, dass viele überforderte Selbstständige Veränderungen meiden. Sie bleiben im eigenen Hamsterrad und fragen sich, warum sich nichts ändert, warum sie so viel arbeiten, warum sie nicht mehr Geld verdienen und warum sich ihr Business so schwer anfühlt. Wenn in deinem Business irgendetwas nicht funktioniert oder sich nicht gut anfühlt, dann musst du etwas verändern, dann musst du das Ganze hinterfragen. Das ist extrem wichtig, denn du möchtest kein Business haben, das sich schwer anfühlt. Du möchte es kein Business haben, das dich nicht erfüllt, denn wenn dich dein Business nicht erfüllt, hast du auch keine Lust mehr, keine Motivation, keine Energie, um deinen Kundinnen und Kunden weiterzuhelfen, um dein Business – um dein Angebot – weiter zu optimieren. Und das sind Dinge, die notwendig sind, wenn wir mit unserem Business weiter wachsen wollen.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Sei bereit etwas zu verändern

[15:08] – Wir müssen immer etwas verändern, und deswegen ist es ganz wichtig, dass du regelmäßig reflektierst und schaust, was fühlt sich gut an und was fühlt sich nicht gut an. Es muss einfach zu dir passen. Mein Tipp an der Stelle: Reflektiere ganz, ganz regelmäßig, denn dann kommen Dinge auf, von denen du weißt, das sie nicht bleiben dürfen. Deine Zufriedenheit ist viel, viel wichtiger, als etwas mit dir herumzuschleppen, was sich nicht mehr gut anfühlt.

Beim Reflektieren helfen dir diese 7 Reflexionsfragen, die sich erfüllte Unternehmerinnen regelmäßig stellen.

[16:19] – Was kannst du zukünftig anders oder besser machen? Wozu brauchst du – wenn wir dieses Beispiel der Facebook Gruppe nehmen – die Facebook Gruppe, wobei hilft dir diese Facebook Gruppe? … Was genau fühlt sich vielleicht auch schwer an, an dieser Facebook Gruppe? Entscheidungen zu treffen etwas zu verändern, ist wichtig, denn das schafft wieder Platz für die Dinge, die wirklich wichtig sind, für die Dinge, die dir dabei helfen mit deinem Business weiterzukommen und deiner Vision ein Stückchen näher zu kommen.

[17:02] – Veränderungen sind essenziell. Und wenn du Unternehmerin sein willst, dann heiße Veränderungen willkommen, auch wenn Veränderungen nicht immer ein Zuckerschlecken sind. Aber sie sind notwendig, wenn du dich glücklich und erfüllt fühlen möchtest. Eine Sache, die du mit Sicherheit auch schon gehört hast: Fortschritt und Wachstum sind ohne Veränderungen einfach nicht möglich. Und möglicher Schmerz, der durch diese Veränderung eintritt, darfst du einfach annehmen und akzeptieren. Wir wachsen auch dadurch weiter. Veränderung kann ganz schön schmerzhaft sein und je weiter du mit deinem Business bist, desto mehr schwierige Entscheidungen musst du treffen, desto mehr schwierige Entscheidungen stehen einfach am.

Oftmals scheuen wir uns vor Veränderungen.

[19:02] – Oftmals scheuen wir uns selbst natürlich auch vor dieser Veränderung, weil sie nicht schön ist. Wenn wir nichts verändern, dann fügen wir uns noch mehr Schmerz zu, und wenn wir etwas verändern, dann fühlt sich das in manchen Fällen schmerzhaft an, weil wir es zum Beispiel zurückgemeldet bekommen (von der Person, mit der wir gesprochen haben, oder von unseren Kund:innen, die mit einer Entscheidung … nicht zufrieden sind). … Nicht all deine Entscheidungen kommen bei allen Menschen gut an, es gehört zu einem wachsenden Business einfach dazu. Das mag jetzt ein bisschen makaber klingen, aber ich hoffe, dass du siehst, dass das nicht makaber ist. Es geht allein um dich, es geht um deine Gesundheit, um deine Energie. Denn nur wenn es dir gutgeht, kannst du dich auch um andere kümmern, kannst du dich auch um deine Kund:innen kümmern. Wenn du ein schlechtes Gefühl hast, weil … ein bestimmtes Produkt zu viel Energie kostet, zum Beispiel, dann ist es ganz wichtig da loszulassen. … Das gehört zu einem wachsenden Business dazu. Du entwickelst dich weiter, dein Business entwickelt sich weiter, und das ist einfach total normal. Du stehst natürlich im Vordergrund, ohne dich gibt es dieses Business nicht, und wenn du ein Business hast, was nicht auf deine Vision einzahlt, dann macht es dich nicht glücklich, dann macht es dich nicht zufrieden.

[21:45] – Ich persönlich finde es total wichtig, dass wir Geld auf eine Art und Weise verdienen, die richtig gut zu uns passt. Wo wir das Gefühl haben, hier drin gehen wir auf. Das ist mein „Warum“, meine Mission und in diesem Bereich möchte ich meine Kundinnen unterstützen. Es fühlt sich nicht wie Arbeit an und wenn es sich wie Arbeit anfühlt, dann macht es mir keinen Spaß, dann erfüllt es mich nicht und dann weiß ich, ich muss etwas verändern.

[24:43] – Einige Kundinnen und Kunden werden sich von dir abwenden. Andere wiederum werden zu dir aufsehen, weil du dich weiterentwickelt hast und als Vorbild vorangehst, weil sie von dir lernen wollen. Und beides ist okay. Du triffst die Entscheidungen. Es geht um dich und es geht darum, wie du den größtmöglichen Wert für deine Kund:innen liefern kannst.

Triff wertebasierte Entscheidungen auf Grundlage deiner Vision.

[25:11] – Sei dir vor allem im Klaren darüber, wo du hinwillst, was deine Vision ist und gehe dann wirklich diesen Weg, Schritt für Schritt. Deine Vision und dein „Warum“ zu kennen, hilft dir dabei diesen Weg auch ganz klar zu sehen, es zeigt dir auch an, wenn du nicht auf dem richtigen Weg bist und du wieder einen Schritt zurückgehen musst.

So findest du übrigens das „Warum“ für dein Business.

[26:20] – Entscheidungen oder Veränderungen sind einfach notwendig, und wenn wir diese Veränderungen oder diese Entscheidungen auf Basis unserer eigenen Werte treffen können, dann fällt es uns viel leichter die Veränderung oder die Konsequenz aus dieser Entscheidung anzunehmen und durch diese Phase zu gehen. Ganz wichtig: Die eigene Vision so kennen, das eigene Warum zu kennen und die eigenen Werte zu kennen.

Zusammenfassung: Stelle dir diese Fragen und definiere dein „Warum“.

Zum Abschluss möchte ich noch einen meiner wichtigsten Werte im Business mit dir teilen, das ist einer der Werte, den wir auch im Team leben. Und zwar geht es um ‚Strebe nach Exzellenz‚: „Unsere Arbeit ist hochwertig und effektiv und bestimmt unser tägliches Tun. Wir wissen, dass Zeit zu unseren wichtigsten Ressourcen gehört, deshalb hinterfragen wir regelmäßig den Status quo, optimieren und probieren Neues. Dabei konzentrieren wir uns auf das Essenzielle, da wir wissen, dass am Ende nur das Ergebnis zählt. Wir sind Vorbild in dem, was wir tun.“ Das hilft uns dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen und immer wieder besser zu werden.


Es ist ganz wichtig für dich einmal zu definieren, „Wie treffe ich meine Entscheidungen? Was ist mir überhaupt wichtig? Wie arbeite ich und wie kann ich das eben auch in meinem Business leben?

Stell dir außerdem die Fragen: Was fühlt sich bei dir im Business aktuell nicht gut an und welche Möglichkeiten hast du bzw. siehst du, um an der Situation etwas zu ändern? Und vielleicht denkst du auch darüber nach, was dich davon abhält die Entscheidungen zu treffen. Also was sind Ängste, die vielleicht hochkommen und die dir sagen: „Du sollst etwas nicht verändern.“ Oder „Es ist alles okay, so wie es gerade ist.“


Wie du deine Vision findest, gehört übrigens zur she-preneur S-sentials-Methode®, die dir zeigt, wie du dir ein erfüllendes Business aufbaust. Das ist Teil der she-preneur Academy und wenn dich das interessiert (wenn du vielleicht auch darüber nachdenkst in die she-preneur Academy zu kommen), dann setze dich einfach auf die Warteliste. Im Moment sind die Türen geschlossen, aber auf der Warteliste wirst du auf jeden Fall informiert.

Welche Veränderung hast du zuletzt lange vor dich hergeschoben – und schlussendlich war es gar nicht so schlimm, wie du es dir gedacht hast?

Ich hoffe, dass du für dich einiges aus dieser Episode rausziehen konntest, und ich freue mich, wenn auch du zukünftig Veränderungen willkommen heißt.

Teile gerne dein Feedback mit mir und verrate uns die Entscheidung, die dein Business grundlegend verändert hat. Tagge mich dafür via Instagram oder teile es in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich auch, wenn du mir eine Empfehlung für meinen Podcast hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} So triffst du wertebasierte Entscheidungen für deine Businesszukunft

Heute werde ich dich mit hinter die Kulissen von she-preneur nehmen, denn ich finde es wichtig nicht nur zu erzählen, wie etwas geht, sondern dir auch davon zu berichten, wie ich etwas mache, wie ich bestimmte Dinge angehe und wie ich vielleicht auch Entscheidungen treffe, mit welchen Herausforderungen ich konfrontiert werde und wie ich damit umgehe. Denn das waren in meiner Vergangenheit bzw. auf meinem Weg des Businessaufbaus die wichtigen Stellschrauben, die mir gezeigt haben, wie ich weiter wachsen kann, wie ich mit bestimmten Situationen umgehe.

Praxisbeispiele, die Beispiele von anderen, haben mich immer sehr inspiriert und deswegen möchte ich dir von einer Entscheidung erzählen, die wir in den vergangenen Wochen getroffen haben. Und zwar haben wir uns entschieden ein Produkt aus dem Angebot zu nehmen. Warum, wieso, weshalb und was das ggf. für Auswirkungen hat, das werde ich dir in den folgenden Zeilen erzählen.

In dieser Episode nehme ich dich mit hinter die Kulissen und erzähle dir nicht nur, wie du wertebasierte Entscheidungen triffst, sondern auch, warum ich mich entschlossen habe den she-preneur insider club nach fast fünf Jahren einzustellen. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode – so triffst du Entscheidungen auf Grundlage deiner Werte und Vision.

Ich hole mal ein bisschen aus, damit du auch den ganzen Hintergrund verstehst. Ich bin mit she-preneur 2016 gestartet und das erste Produkt, was ich verkauft habe, war der she-preneur insider club. Der she-preneur insider club war ein Membership Modell für Frauen, die lernen wollten, wie sie mit ihrem Business weiter wachsen oder wie sie ihr Business richtig aufbauen. Es war mein hauptsächliches Produkt, was ich im Angebot hatte, das war das Produkt, was ich immer wieder gelauncht habe.

Im letzten Jahr gab es eine Veränderung und diese Veränderung entstand aus meinem Wunsch heraus, mehr als ein Programm anzubieten, das von vielen Mitgliedern einfach nur als Netzwerk gesehen wird (der she-preneur insider club wurde nicht nur von innen, sondern vor allem auch von außen eher als Netzwerk betrachtet). Ja, auf eine Art und Weise war es das, auf der anderen Seite wollte ich aber nie einfach nur ein Netzwerk anbieten (ich biete ja schon ein Netzwerk mit meiner kostenfreien Community Facebook Gruppe an, in der man sich untereinander vernetzen kann).

Die kostenpflichtigen Produkte sollten nicht dazu da sein als reines Netzwerk gesehen zu werden. Mein Wunsch war es ein Programm zu haben, wo Frauen lernen können, wie sie sich ein eigenes Business aufbauen, wie sie mit ihrem Business weiter wachsen können, wie sie in die Umsetzung gehen. Denn das sind die Dinge, die die meisten nicht machen. Sie lernen in der Theorie, lesen sich etwas an und beschäftigen sich mit Dingen, die ihnen nicht wirklich dabei helfen mit ihrem Business weiter zu wachsen. Viel wichtiger ist es, dass wir uns damit beschäftigen, wie wir anderen Menschen helfen können. Wie wir unsere Angebote rausbringen und Umsatz generieren können, denn solange wir keinen Umsatz generieren, haben wir auch kein Business.

Das hier sind übrigens die 6 wichtigsten Zutaten für ein Angebot, das sich online verkauft.

Der Beginn der she-preneur Academy.

[9:31] – Dann haben wir noch eine sehr tolle Sache gemacht im letzten Jahr, und zwar haben wir gemeinsam mit unseren Kundinnen im insider club eine Challenge durchgeführt. In dieser Challenge haben die Frauen ihr erstes Beta-Produkt entwickelt (wie du selbst eine Beta-Version deines Angebots erstellst, erfährst du hier). Wir haben sie Schritt für Schritt in die Umsetzung gebracht, haben ihnen gezeigt, wie sie vorgehen, um ein Angebot zu entwickeln, ein Angebot zu vermarkten und ein Angebot zu verkaufen und durchzuführen. Das ist richtig gut angekommen und hat mir extrem viel Energie gegeben, weil ich gemerkt habe, dass sich so viele Knoten bei anderen gelöst haben, dass sie ihre Komfortzone verlassen haben, dass sie sich getraut haben rauszugehen, sichtbar zu werden, dass sie sich mit anderen vernetzt haben, dass sie sich gegenseitig unterstützt haben, um die eigenen Angebote zu vermarkten, um die eigene Reichweite, die eigene Bekanntheit, zu erhöhen. Aus diesen Ergebnissen habe ich erkannt, dass das Produkt, was ich anbiete, zum einen das ist, was ich möchte, aber auf der anderen Seite nicht richtig kommuniziert werden kann. Denn viele haben den insider club nur als Netzwerk verstanden. Das waren die Rückmeldungen, die wir zum Beispiel von Launches bekommen haben.

[11:22] – Das hat mir gezeigt, dass wir im Außen nicht so auftreten, wie ich mir das wünsche … . Und daraus hat sich dann mehr und mehr ergeben, dass eine Veränderung notwendig ist, dass ein neues Produkt her muss. Daraus habe ich dann eine Entscheidung getroffen und … habe aus dem she-preneur insider club ein reines Netzwerk gemacht.

[12:14] – Das zweite Produkt war die she-preneur Academy, die ich im November 2020 zum ersten Mal gelauncht habe. In der Academy lernst du, wie du deine Angebote selbstsicher verkaufst, wie du zur wahren Unternehmerin wirst, wie du dir wirklich ein skalierbares und erfüllendes Business aufbaust.

Das ist die she-preneur Academy.

[12:37] – Als Bonus haben wir damals den Mitgliedern der Academy auch eine Mitgliedschaft im insider club gegeben. Das heißt, sie haben sich die Facebook Gruppe geteilt, denn die Academy hat einen eigenen Mitgliederbereich. Wir sind auf einen eigenen Mitgliederbereich gezogen, in dem man sich austauschen kann, in dem man sich vernetzen kann, in dem die Inhalte sind – in dem man aber auch den Zugriff auf mich hat, wo ich Fragen beantworte, wo du mir deine Businessfragen stellen kannst, wo du meinem Team auch Technikfragen stellen kannst und wir dir weiterhelfen. Die Academy ist eine Kombination aus dem insider club und meinem Next Level Programm (das ist in diesem Jahr auch nicht gibt). Es geht mehr Richtung Coaching Programm und es geht mehr in die Umsetzung.

[13:52] – Es ist ein Coaching Programm. Es ist ein Programm, um das eigene Business aufzubauen, und die Community spielt, wie bei allen meinen Programm, natürlich eine große Rolle. Denn ich bin der Meinung, dass es extrem wichtig ist nicht nur von mir zu lernen, sondern eben auch Gleichgesinnte um dich herum zu haben, mit denen du dein Business gemeinsam aufbauen kannst, denen du Fragen stellen kannst, die dich accountable halten, die dich mitziehen, dich aus deiner Komfortzone locken.

Unsere Fehler und Learnings aus der Umsetzung.

[14:49] – Das war die Idee dahinter und die Idee ist nicht ganz aufgegangen. Das weiß man natürlich am Anfang nicht, sondern das merkt man erst, wenn man in der Umsetzung ist. Das übrigens auch etwas, was ich meinen Kundinnen mitteile: Das es ganz wichtig ist in die Umsetzung zu gehen und aus diesen Dingen zu lernen und zu gucken, was funktioniert und was nicht funktioniert und was wir verändern müssen.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - es war eine Fehlentscheidung

[15:18] – Wie ich eben schon gesagt habe, waren die Academy-Mitglieder auch in der Facebook Gruppe und dass das zum Problem werden konnte, das war mir nicht bewusst. Denn zum einen haben die Academy Mitglieder im insider club (was halt ein ein komplett anderes Produkt war) sich zum Thema der Academy ausgetauscht. … Es wurden mehr und mehr Fragen gestellt, die eigentlich in die Academy gehörten, die dann aber im insider club aufgetaucht sind. Mein Team und ich, wir haben versucht die Kommunikation dahin zu lenken, dass die Academy-Mitglieder wirklich diese Fragen, die sich auf die Academy beziehen, in der Academy posten und nicht im insider club. Wir haben da nicht einen besonders guten Job gemacht. Wir haben das nicht klar genug kommuniziert, glaube ich, auf der einen Seite, auf der anderen Seite haben es viele nicht gelesen oder nicht verstanden, was wir gesagt haben. Und das hat zu Frustration auf beiden Seiten geführt. Wir haben von den insider club Mitgliedern mehr und mehr Kündigungen bekommen, … und aus der Academy haben wir das Feedback bekommen, das sie nicht verstehen, warum sie nicht in der Facebook Gruppe posten können.

[17:22] – Das waren große Herausforderungen für uns in den letzten Monaten, die zu einem Problem geführt haben, das mein Team und ich lösen mussten. Wir haben halt mehr und mehr gemerkt, dass wir nicht klar trennen können, was passiert oder wer was in der Gruppe postet, und dass diese Überschneidungen der beiden Kundinnengruppen in einer Facebook Gruppe nicht funktioniert. Es war einfach eine Fehlentscheidung, wo ich die Konsequenzen daraus nicht gesehen habe. Mein Team und ich haben uns dann hingesetzt und überlegt, was wir hier machen können, als wir haben uns mögliche Lösungen überlegt und diese dann evaluiert. Wir haben auch unsere Kundinnen mit einbezogen und da nochmal geguckt, was brauchen sie, was fehlt ihnen? Was können wir anders machen, um ihnen die Kommunikation zu erleichtern, um ihnen mehr Orientierung zu geben? Das heißt die Lösungen, die wir uns überlegt haben, haben wir natürlich dann auch evaluiert und uns unterschiedliche Fragen gestellt. Und die Fragen, die wir uns gestellt haben, die möchte ich dir heute mit auf den Weg geben, weil das ganz essenzielle Fragen sind, wenn du in Zukunft vor einer Entscheidung stehst und nicht genau weißt, wie du dich entscheiden sollst.

Diese Fragen helfen dir dabei Entscheidungen zu treffen.

[19:08] – Zum einen habe ich mich gefragt, passt es zu unseren Unternehmenswerten, wenn wir … beide Produkte parallel weiterführen / beide Produkte getrennt voneinander weiterführen? … Einer unserer Unternehmenswerte ist das Thema ‚Streben nach Exzellenz‚. Da steht zum Beispiel drin, dass Zeit zum einen unsere wertvollste Ressource ist, zum anderen steht da aber auch drin, dass wir immer nach Optimierungsmöglichkeiten suchen, dass wir immer gucken, wie wir bestimmte Dinge effizienter, besser machen können und dass wir einen ganz hohen Anspruch an Qualität haben. Und diese Qualität konnten wir in dem Sinne nicht leisten. Wir konnten auch unsere Zeit nicht entsprechend einsetzen, sodass wir gesagt haben, wenn wir den insider club weiterführen, dann passt das nicht zu unseren Unternehmenswerten.

[20:54] – Die zweite Frage, die ich mir gestellt habe: Passt es zu unserer Vision? Passt es zur Vision von she-preneur? Auf der einen Seite möchte ich Frauen miteinander vernetzen, aber auf der anderen Seite ist es mir viel wichtiger Frauen in die Umsetzung zu bringen. Ich möchte, dass Frauen mehr Geld verdienen, dass sie wirklich für ihre Leistung bezahlt werden, dass sie ihre Angebote selbstsicher verkaufen, dass sie unternehmerisch denken und handeln, und dass sie es schaffen mit ihrem Business Geld zu verdienen, lernen wie sie mehr Geld mit ihrem Business verdienen und mit ihrem Business auch gutes tun. Und da hat sich dann zum Beispiel herausgestellt, es hilft uns nicht, wenn wir den insider club weiterführen, denn es passt nicht mehr zu unserer Vision. … Aktuell passt es nicht in unser Produktportfolio rein, der Fokus liegt auf der Academy und auf den Kundinnen, die wir in der Academy betreuen und denen wir weiterhelfen.

[22:06] – Die nächste Frage, die wir uns gestellt haben, ist: Hilft es anderen? Hilft es unserer Community, hilft es unseren Kundinnen, wenn wir den insiderclub nicht mehr haben, wenn wir uns vom insider club verabschieden? Die Frage haben wir mit einem klaren „Ja“ beantwortet, denn wir können dann die Gruppe nur für die Academy nutzen. Wir haben kein Kommunikationsproblem mehr. … Diese Entscheidung … hat keinen negativen Einfluss auf unsere Kundinnen, denn alles bleibt so, wie es ist. Es hätte keine negativen Konsequenzen, sondern es würde nur hilfreich sein für unsere Community und für unsere Kundinnen.

[23:22] – Welchen Impact hat diese Entscheidung in der Zukunft? Also, was passiert in der Zukunft, mit was müssen wir rechnen? Macht das unser Leben leichter? Und was wir gesehen haben, ist, es macht unser Leben leichter, es macht die Kommunikation mit unseren Kundinnen leichter. Es ist leichter für uns den Fokus auf ein einziges Produkt zu richten. Wir können unsere Zeit viel gezielter einsetzen und wir können unseren Kundinnen viel besser und viel leichter helfen.

Das Ende vom she-preneur insider club.

[23:55] – Auf Basis dieser Fragen haben wir dann die Entscheidung getroffen den insider club zu verabschieden. Das war für mich eine super schwierige Entscheidung, weil es war ja sozusagen mein Baby, es war das Produkt, mit dem ich 2016 gestartet bin und ein Produkt, was es über vier Jahre gab. Dadurch, dass mir aber diese Fragen gezeigt haben, dass das die richtige Entscheidung ist, haben wir dann auch die Entscheidung getroffen und haben uns im Team zusammengesetzt und einen entsprechenden Maßnahmenplan überlegt, sind dann jetzt eben in der Umsetzung und haben den teilweise auch schon umgesetzt. Wir haben zum Beispiel den kompletten Academy-Bereich überarbeitet. Wir haben uns überlegt, wofür ist die Academy-Community, wofür sollen unsere Academy-Foren genutzt werden (was wollen wir da und was bieten wir unseren Kundinnen da) und wofür kann die Facebook-Gruppe genutzt werden?

Zusammenfassung: Diese Fragen helfen dir dabei die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wenn du Entscheidungen triffst, stelle dir diese Fragen. Guck, was die Antworten darauf sind und auf dieser Basis triffst du dann die Entscheidungen. Und da Entscheidungen auch immer Veränderungen und Learnings mit sich bringen, ist es im Anschluss wichtig, dass du dir nochmal Zeit nimmst, um zu reflektieren und die Learnings aufzuschreiben, die aus dieser Entscheidung resultiert sind.

Es gibt immer Learnings. Es gibt immer Dinge, die wir nicht sehen, wenn wir Entscheidungen treffen. Und ich hoffe, dass dir die Fragen, die ich dir mit auf den Weg gegeben habe, dabei helfen auch zukünftig die richtigen Entscheidungen zu treffen. Was ganz wichtig ist, um diese Entscheidungen zu treffen, ist, dass du ganz genau weißt wofür du stehst, wo du hinwillst, was deine Werte sind. Denn wenn du das weißt, dann gibt es dir Sicherheit, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast und dass diese Entscheidung nicht nur dir gut tut, sondern auch das richtige ist für deine Kund:innen, und dass sie auch zu deiner Vision passt.


Ich habe dir hier nochmal alle Fragen zur wertebasierten Entscheidungsfindung aufgelistet:

  1. Frage: Passt die Entscheidung zu deinen Unternehmenswerten? Wofür stehst du? Definiere deine Business-Werte, formuliere sie aus und handle stets nach ihnen.
  2. Frage: Passt die Entscheidung zu deiner Vision? Wohin willst du? Definiere deine Vision und triff Entscheidungen, die dich dahin bringen, wo du in Zukunft sein möchtest.
  3. Frage: Hilft das Resultat aus der Entscheidung anderen? Was sind die Konsequenzen aus dieser Entscheidung für andere, für deine Kund:innen, für deine Community?
  4. Frage: Welchen Impact hat diese Entscheidung in der Zukunft? Was ist der Einfluss, den diese Entscheidung auf deine Business-Zukunft hat? Mit was musst du in der Zukunft rechnen?

In der she-preneur Academy zeige ich zum Beispiel auch, wie du deine Werte findest, wie du deine Vision findest. Das war für mich ein riesengroßes Learning. Ich habe 2018 damit angefangen, mich mit Werten und Visionen auseinanderzusetzen, habe 2019 auch meine Vision für she-preneur geschrieben und auf der Basis mich sehr intensiv mit den Werten auseinandergesetzt, die wir in meinem Team auch leben. Diese Werte und diese Vision hilft uns dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht nur die Entscheidungen, die ich treffe, sondern auch Entscheidungen, die mein Team trifft oder die wir im Team treffen.

Du bist neugierig? Dann setze dich gerne auf die Warteliste der she-preneur Academy und erfahre als erste, wenn sich die Türen wieder öffnen.

Wenn du deine Vision nicht kennst, wenn du dein Warum nicht kennst, wenn du deine Werte nicht kennst, dann ist es sehr schwierig Entscheidungen zu treffen (ich empfehle dir meinen Artikel „So findest du dein Warum für dein Business“ und die she-preneur S-sentials-Methode®). Denn dann weißt du nicht genau, gehe ich jetzt einfach nur rational vor, oder gucke ich, ob das Entscheidungen sind die mich dahin bringen, wo ich in Zukunft hinmöchte. Wenn Entscheidungen nicht nur für dich relevant sind, sondern wenn auch deine Community oder deine Kunden und Kundinnen involviert sind, dann ist es wichtig, dass du dir Zeit nimmst um zu evaluieren, ob die Entscheidung die richtige ist und was für Auswirkungen sie hat.

Fällt es dir leicht Entscheidungen für dein Business zu treffen?

Ich hoffe, dass dir diese Episode dabei hilft zukünftig die richtigen Entscheidungen zu treffen, um Veränderungen herbeizuführen, die dir dabei helfen dein Business nach deinen Vorstellungen zu gestalten. Denn das ist ganz wichtig, wenn du dir einen Business aufbauen möchtest, das dich erfüllt.

Teile gerne dein Feedback mit mir und zeige uns, wie du vorgehst um wertebasierte Entscheidungen zu treffen. Tagge mich dafür via Instagram oder teile es in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich auch, wenn du mir eine Empfehlung für meinen Podcast hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} Von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin

Heute habe ich eine weitere Gewinnerin des she-preneur Success Story Contests bei mir im Gespräch. Sie hat nicht nur im November 2020 den zweiten Platz belegt, sondern sie hat mir ganz am Anfang von she-preneur, in 2016, schon ihr Vertrauen geschenkt. An ihrem 50. Geburtstag hatte sie damals die Nase voll von schlecht bezahlten Jobs als Journalistin und das war dann auch der Zeitpunkt, als sich unsere Wege kreuzten. Sie wurde die erste „she“ und seitdem hat sich ganz viel bei ihr getan. Freue dich auf eine inspirierende und Mut machende Episode mit Alexandra Brosowski.

Wir sprechen darüber, wie sie es geschafft hat, von der schlecht bezahlten Journalistin zur schreibenden Unternehmerin zu werden. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Lass mich hier diesmal gerne mit ein paar Worten von Alexandra über she-preneur beginnen, die mich sehr gefreut haben: „Das ist vielleicht auch das, was unsere Gemeinschaft so ausmacht – was ich vom ersten Tag an wahrgenommen habe – dass wir uns alle sehr nah sind. Dass man sich trauen kann, sich auch so zu zeigen, mit seiner Gefühlswelt, mit seinem Traurigen und Fröhlichen und allem zusammen. Wir lachen und wir feiern zusammen, aber wir sind eben auch mal traurig. Wird können nämlich Menschen sein.

[4:28] – Alexander, rückblickend auf die letzten Jahre: Was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge? Ich glaube, das Wichtigste war für mich (und das ist vielleicht der größte Erfolg), dass ich nicht der Gesellschaft geglaubt habe, die mir mit meinem Job gesagt hat: „Du wirst nicht gebraucht, du kannst nichts.“, sondern dass ich meine Talente genommen und gesagt habe: „Ich kann was, ich werde euch das zeigen.“ – also loszugehen überhaupt. Das war ein ganz wichtiger Entschluss, nicht an den Bedingungen damals zu zerbrechen, sondern neue Wege für mich zu finden, auch einen Tag nach meinem 50. Geburtstag. Es ist nicht zu spät dafür. Man muss nicht 30 sein, sondern es hat einfach etwas damit zu tun, dass du losgehst und dich dafür eben entscheidest. Und meine Bedingungen, die waren ja denkbar schlecht. Ich hatte überhaupt kein Geld, ich habe mich auch nicht gut gefühlt, ich war nicht gesund, mein Selbstwert war am Boden. Aber ich hatte mich und meine Talente. Es braucht auch gar nicht viel, um loszugehen. … Ich habe endlich mein Ziel erreicht und schon zwei große Online-Kurse auf den Weg gebracht. … Das ich das jetzt so erreicht habe, da bin ich immer noch fassungslos und froh und dankbar, … aber es war auch harte Arbeit. … Du kannst nur Ziele erreichen, die du dir auch gesetzt hast.

[6:39] – Hast du noch einen Erfolg, von dem du berichten möchtest? … Mein Launch letztes Jahr. Also das im ersten Anlauf aus dem Nichts schon 10, 15 Leute ein teures Programm bei mir gebucht haben. … Was mich total berührt hat, ist, dass Frauen gesagt haben: „Wir haben schon auf dich gewartet, endlich kommst du mit diesem Programm.“

[7:44] – In 2016, … als du die Entscheidung getroffen hast, jetzt nochmal die ganze Sache anzugehen und was Neues zu machen … : Hättest du damals geglaubt, dass du das, was du im letzten Jahr erreicht hast, erreichen könntest? Nein, auf gar keinen Fall. Ich kam aus einem Niedriglohnsektor. Das hätte ich auch selber nicht für möglich gehalten, denn ich habe Journalismus gelernt und studiert, und Literatur. Als ich anfing, vor über 25 Jahren, war das ein Job, der sehr angesehen war und gut bezahlt. Aber im Zuge der Digitalisierung ist der richtig runtergerockt worden. … Alle meine großen Wünsche und Träume, die mit diesem Beruf verbunden waren, hatten sich in Luft aufgelöst. Ich habe für eine Reportage, für die ich zwei Wochen gearbeitet haben, hundertachtzig Euro bekommen! Also dann rast du in die Altersarmut, du merkt das aber nicht. Du arbeitest immer mehr … und verdienst immer weniger. … Ich wurde von einer Gefeierten zu einer Bettlerin. Das verändert dich nachhaltig. … Ich spürte schon, so geht es nicht weiter. Und das war auch der Zeitpunkt, als du dann gesagt hast: Okay, jetzt muss ich was anderes machen? Im Grunde geht es vielen Kreativen in ihrer Branche so. Nämlich sich dahin führen zu lassen … seine ganze Expertise abzugeben, für wenig Geld. Und dazu gehören immer zwei Menschen, zwei Seiten. Die einen, die die beschissenen Jobs angeben, und die anderen, die sie ausführen. Und das war vielleicht das Erste, was ich umdenken musste. Nämlich nein zu sagen, zu diesen Jobs. Und das ist nicht witzig, wenn dein Kühlschrank leer ist. … Ich hatte Jahre vorher eine Krebserkrankung gehabt, also eigentlich ging es mir schonmal sehr schlecht. Ich hatte die Kombination zwei kleine Kinder, Freiberufler und eine Krebserkrankung – das ist eine sehr toxische Mischung, kann ich dir sagen. … Das gab mir schon den ersten Kick in die richtige Richtung. „Sag mal, Frau Brosowski, was machst du hier eigentlich mit deinem Leben?“ Aber ich musste nochmal irgendwie so eine Keule bekommen, und das war tatsächlich ein Burn-Out. Die Arbeitswelt hatte sich verändert und ich habe innerhalb von einem Jahr oder von ein paar Wochen ganz viele Jobs verloren, weil ich als Mensch nicht mehr zählte. Und das hat alles dazu geführt, dass ich tief in mich gegangen bin und gesagt habe: „So, die Kraft muss von dir ausgehen. Du kannst so viel, du darfst dir nur nicht von den anderen sagen lassen, dass es nicht so ist.“ Ich habe nicht die Macht, diese Verlagssysteme zu verändern, daraus musste ich mich erstmal lösen und was Eigenes finden. Und das war vielleicht die Chance, dass wiederum durch die Digitalisierung, die mir vorher meinen Job zerrockt hat, plötzlich aber für uns Solo-Frauen, Selbstständige, ganz neue Möglichkeiten eröffnet worden sind. Aber bevor ich zu dir kam, war ich arm, krank, fühlte mich wertlos, war am Boden. Nee, ich war schon ein Stück weiter. Ich war wieder aufgestanden und wollte für mich kämpfen.

[12:12] – Du hast auf jeden Fall investiert, damals in mein allererstes Programm. Ja genau. … auch für die, die jetzt denken, „aber ich hab ja gar kein Geld“: Man kann losgehen, man kann ohne. Weil erstmal steht sehr viel Wissen auch kostenlos zur Verfügung. Und she-preneur war bezahlbar. … Ich musste erstmal meinen Kopf aufräumen, mein Mindset. … Ich kannte meinen Job und mein Handwerk, aber nicht, wie setzt sich das denn in Produkte um, wie mache ich daraus ein Unternehmen? … Ich wusste nicht was Ziele, Strukturen, Pläne sind. Und was nehme ich überhaupt für meine Leistung? Das ist auch nichts, was man von heute auf morgen lernt, sondern das ist ein Prozess.

[13:31] – Was waren damals deine ersten Schritte in diese neue Welt, Alexandra? Ich wusste von der ganzen Online-Blase überhaupt nichts. … Und ich habe gedacht: „Du hast kein Geld, aber du hast dich. Du hast deine Kraft, du bist frech, was musst du tun?“ Also habe ich was gemacht, was ich sowieso kann, ich habe nämlich ein Online-Magazin gegründet. … Und wenn man ein Online-Magazin gründet, muss man auch online sein. … Ich wusste nicht, wie WordPress ging, die ganze Technik dazu, aber ich habe einfach angefangen. Ich wusste, ich kann schreiben. … Das Wichtigste war, mich von der armen Poetin als Unternehmerin zu sehen. … Ich bezeichne mich auch nicht als Freelancerin, … ich bin jetzt Unternehmerin – was gehört dazu? Also im Kopf musste ganz viel passieren.

[15:49] – Die Geschäftsidee war eben ein Online-Magazin zu machen, es zu monetarisieren, vielleicht mittels Anzeigen. … Luise von der Pelzwiese [so heißt das Onlinemagazin von Alexandra Brosowski], das ist der Kosename meiner Kindheit. Habe ich aber mit Luise Geld verdient? Nein, das habe ich nicht. Warum nicht? Weil ich als Alleinmensch das so hätte nicht umsetzen können, ich hätte andere gebraucht. … Aber die Luise hat etwas ganz wertvolles für mich getan. Sie wurde nämlich meine größte Visitenkarte im Netz. Also ich erlangte Sichtbarkeit.

[18:05] – Alexandra, nach der Luise ging es ja dann noch einen Schritt weiter. Also du hast das Online-Magazin gegründet, du wurdest sichtbarer, … und dann gab’s den nächsten interessanten Schritt bei dir und du bist in Richtung schreiben von Büchern gegangen. Oder gab es da noch ein Schritt vorher? Bücher habe ich auch schon vorher geschrieben. Aber was ich eben angewendet habe, ist, erstmal habe ich mir Ziele gesetzt. Ein Beispiel: Ich habe meine ersten Bücher mit sehr niedrigem Honorar geschrieben. Also habe ich mir vorgenommen, als Ziel, den nächsten Buchvertag unterschreibst du nur, wenn die Bedingungen, wenn das Honorar, so und so ist. Für mein letztes Buch war eindeutig, ich will auf dem Cover stehen und ich will das doppelte Honorar. Und solche Ziele helfen dir unbedingt, sie auch zu erreichen. … Wenn du mehr Geld haben willst, musst du wissen, was du haben willst. Du musst wissen, was du wert bist. Und du gehst nicht von wenig Geld auf ganz viel, sondern das erfolgt in Schritten. … Wenn du selber dir nicht klar bist, was du nehmen sollst, dann kommst du ins stottern bei Verhandlungen, dann kannst du nicht gut Preise verhandeln. Und das hat sich natürlich auch bei mir entwickelt. Jedes Jahr schaue ich nach hinten: Was ist letztes Jahr gut gelaufen? Was will ich im nächsten Jahr erreichen? Was streiche ich? Was muss sich verändern? … Ich bin ja damals mit sehr niedrigen Preisen eingestiegen und hab mich aber gut gefühlt und dachte: Ok, die Preise sind in Ordnung, das ist das, was ich jetzt im Moment geben kann und wo ich mich auch total wohlfühle, das nach außen zu kommunizieren. … Das ist auch ein ganz normaler Prozess und ich glaube, dass viele denken, man müsste einfach schon so sein. Natürlich gibt es Leute, die sind super selbstsicher und die wissen, sie kriegen das hin. Aber oftmals ist einfach dieser Entwicklungsprozess auch notwendig, um diese Selbstsicherheit zu gewinnen.

[22:09] – Du verhandelst einfach anders, wenn du mit dir sicher bist. Und, was auch interessant ist, ich habe eben bei jedem Projekt, was mir angeboten wurde, überlegt: Auf welcher Ebene hilft es mir? Also es ist ja nicht immer nur monetär.Ich habe gerade durch das Scheitern, durch Dinge, die vielleicht nicht so fluffig gelaufen sind, meine Learnings gewonnen. … Das ist vielleicht auch was: Glaubwürdigkeit, Authentizität. Kann die überhaupt das, was sie da tut? Ich bin sehr stolz auf mein Handwerk, ich hab da viele Jahre reingesteckt. Aber ich schaue auch immer: So, was will ich denn eigentlich? Passt das zu mir? Möchte ich das noch machen? Irgendwann war für mich, zum Beispiel, mein Journalismus beendet im Inneren. Er ist so innerlich von mir gegangen, obwohl ich niemals gedacht hätte, er wäre das. Aber mit Leidenschaft Bücher zu schreiben und Frauen dabei zu begleiten, das ist das, was neu gewachsen ist. … Es geht nicht immer nur ums Geld. Denn viele Dinge können wir tun, die uns dabei helfen unseren Expert:innenstatus aufzubauen. Die uns ganz viele Learnings eben auch bescheren und die uns wieder zeigen: Cool, das habe ich erreicht, das habe ich geschafft, und beim nächsten Mal werde ich das nicht so machen. … Ich weiß eben, wie es geht, und kann das im nächsten Schritt viel selbstsicherer auch nach außen kommunizieren. Es geht nicht immer darum mega viel Geld zu verdienen, sondern manchmal muss man eben auch Dinge tun, um einfach diesen Expert:innenstatus zu bekommen oder um die Reichweite zu bekommen. … Was ist der Wert, der am Ende auch da rauskommt? Und ich glaube, das vergessen eben auch viele an der Stelle.

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[25:34] – Der Kern ist ja auch Vertrauen. … Und das hieß von Anfang an, die Menschen müssen die Gelegenheit haben mich kennen zu lernen. Also ich möchte auf der einen Seite meine Expertise ausweiten und immer besser werden. Ich bin auch hochgradig lernfreudig, muss ich sagen. Ich liebe es, mich zu entwickeln. Ich habe schon so viele Schreibfelder betreten, aber ich bin noch lange nicht am Ende. … Es gibt noch einen ganz interessanten Punkt: Denn dadurch, dass ich das alles getan und mich dann gezeigt habe, haben die Kund:innen mir zugerufen, was sie brauchen. Daraus sind Produkte entstanden, über die ich vorher nicht nachgedacht hatte. … Das hätte ich nicht tun können, wenn ich nur theoretisches Wissen gehabt hätte. … Und deswegen ist es halt eben auch so wichtig, dass wir mit Menschen in den Austausch kommen. Dass wir sichtbar sind, dass wir auch darüber sprechen, was wir machen, was wir gelernt haben.

[30:12] – Ich habe, als ich die Luise gegründet habe, auch ganz klar zwei Dinge gesagt: Was ich nicht möchte, ist, mit schlechten Menschen zusammenzuarbeiten – davon hatte ich die Nase voll. Ich habe einen gewissen Wertekanon für mich, auch für mich als Unternehmerin. Mit welchen Menschen möchte ich arbeiten, welche sollen zu mir kommen und wie möchte ich behandelt werden. Auch das innerlich festzulegen, das war ganz wichtig. … Ich bin sehr offen mit meinen Fehlern, mit meinen Schwächen, aber auch mit dem, was ich gut kann. All das, was ich als Schmerz oder Krise im Leben erlebt habe, das hat natürlich auch meine Lebenserfahrung, meine Persönlichkeit geprägt. Das führt heute alles in meine Arbeit mit rein.

[31:30] – Was war das letzte Produkt, was du gelauncht hast, im letzten Jahr, Alexandra? Irgendwann sollte es ja mal der Online-Kurs werden. Ich habe einen langen Weg dafür gebraucht. … Ich habe mir erstmal Hilfe dazugeholt, in Form von technischem Support. … Wenn jemand irgendwie sagt, das ist alles im halben Jahr erledigt: Nein, ist es nicht. Man muss sich Zeit geben sich zu entwickeln. … Du brauchst auch die Zeit, um dann diesen Sprung zum Online hin nochmal zu machen, und das musst du dir abknapsen. Dann kam Corona. Ich war, genauso wie alle anderen, im ersten Moment auch im Schock. … Bedingt durch meine vorherigen Krisen, rappele ich mich auf, schüttle ich mich dann gucke ich: So, was muss ich tun. Das ist wahrscheinlich auch eine große Gabe. Ich bin total lösungsorientiert, mich kann so schnell nichts aus den Puschen hauen. Und dann wedelte ein sehr teurer Kurs vor meiner Nase rum und … ich habe diesen gekauft. Das konnte ich nur, weil ich mittlerweile Unternehmerin war, weil ich entschieden habe, ich muss in mich investieren. … Und dann musst du einfach den Kopf senken, Fokus halten und machen. So habe ich dann, ich glaube, im März den Kurs gekauft und im August habe ich gelauncht.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Alexandra Brosowski - sich entscheiden loszugehen

[34:55] – Aber das ist eben auch nochmal die Botschaft an die, die zuhören: Man muss auch Anleitungen immer mit seinem abgleichen. Wo stehe ich gerade, wer bin ich und welchen Weg gehe ich?

[36:38] – Wenn du jetzt nochmal zurückblickst, Alexandra, was waren so die Dinge, wo du sagst: Das habe ich vorher richtig gemacht, ohne zu wissen, dass das auf den späteren Erfolg einzahlt. Kannst du das sagen? Man darf seinen Instinkt nicht außer Acht lassen. … Ich habe im ersten Jahr vom she-preneur insider club sehr viel Zeit damit verbraucht, indem ich immer mit anderen kommuniziert habe. Das war toll und wichtig, aber ich habe zu viel Fokus auf die anderen gelegt. Im nächsten Jahr hatte ich mir vorgenommen, ich unterhalte mich auch noch mit den anderen, aber in einem anderen Rahmen. Ich darf leider nicht mehr so viel nach links und rechts gucken. Also meine Zeit auf Facebook und Social Media ist gegen Minus gefahren. Weil, ehrlich gesagt, du kannst nicht alles machen. … Dann habe ich keine Zeit, um meine Pläne umzusetzen, und ich glaube, daran scheitern auch viele. Auf jeden Fall. Da ist so viel los da draußen, wir können 10.000 Sachen machen. … Wir machen das hier nicht, weil wir Spaß daran haben, sondern vor allem, weil wir die richtigen Leute erreichen wollen, aber auch, weil wir Umsatz generieren müssen, um davon leben zu können … . Deswegen ist es ganz wichtig den Fokus zu halten. Das, was ich sehr oft sehe ist, dass die Leute super unfokussiert sind und sich ganz leicht ablenken lassen. Also wenn du ganzen Tag auf Facebook rumhühnerst, dann kannst du nicht arbeiten und kommst nicht vorwärts. Punkt.

[38:57] – Bei der Planung meines Launches – also glaubt nicht, dass ich da angstfrei war, jetzt kann man das ja so fröhlich erzählen – hatte natürlich, genauso wie alle anderen, bedenken. Verkauft er sich? Interessanterweise, obwohl ich ja meinen Job schon so lange mache, hat man so eine innerliche Hürde: „Jetzt muss ich mich bekennen.“ Weil, es ist ja leicht zu sagen: „Ich möchte einen Online Kurs machen.“ Aber wenn du es tust, heißt das Bekenntnis, und du kannst auch damit scheitern. … Vorher hatte ich ja nur die Illusion, ich könnte erfolgreich sein, wenn ich es tun könnte. Und wie bin ich denn dem überhaupt begegnet? Ich hab mir tatsächlich ganz einzeln aufgeschrieben, wenn sich eine:r anmeldet, verdiene ich das und das, wenn sich zwei anmelden, verdiene ich das und das. Und ich habe mich auch darauf vorbereitet, dass wenige es kaufen. Bin ich dann traurig? Nein. … Wenn eben nur eine:r den Kurs kauft, dann werde ich ihn trotzdem durchziehen. Auf jeden Fall, weil auch dieser Person kannst du was weitergeben und dieser Person kannst du helfen und du weißt nie, was daraus entsteht. Du weißt nie, was die Person leistet oder welchen Einfluss diese Person auch für dich haben kann oder welche Kontakte die Person vielleicht auch hat, wenn sie begeistert ist. Deswegen ist es ein ganz großer Fehler, dann zu sagen, es hat nur eine:r gekauft, und jetzt sage ich den Kurs ab. Das würde ich niemandem empfehlen. Wenn eine Person gekauft hat, sei dankbar für diese eine Person, die gekauft hat. Das ist vollkommen in Ordnung, denn von dieser einen Person können wir ganz viel lernen. … Was stand noch auf der Liste? Ziele setzen. Nämlich kleine, mittlere und fast unerreichbare. … Du musst das einmal durchmachen, um deine Learnings daraus zu haben.

[44:00] – Eins der wichtigsten Dinge, die ich erreicht habe, ist, dass ich heute sehr oft weiterempfohlen werde. Nämlich dass ich getaggt werde, wenn irgendwo im Zusammenhang bei Facebook eine:r fragt: Sag mal, ich will ein Buch schreiben. Sag mal, ich habe einen Verlagsvertrag – Dann frag doch mal Alexandra. Ich gebe immernoch auch sehr viele kostenlose Beratung. Klar, ich muss da irgendwie so gucken, wie artet das aus oder so. Erstmal mag ich das gerne, auch hilfsbereit zu sein. … Es gibt verdammt viele Leute, die können sich keinen zweieinhalbtausend Euro Kurs leisten. Mich kennen zu lernen, mich zu erleben – weil ich kann nicht auf der Straße wedeln und sagen: „Kaufst du einen zweieinhalbtausend Euro Kurs bei mir?“ Nein, das tun sie nicht, wenn sie dich nicht kennen. Warum sollten sie das? Sondern es ist die Präsenz, es ist das Zeigen. … Ich denke, das ist immer so ein Mix, den man machen muss. Auf jeden Fall. Und ich glaube, wir können ganz viel kostenfrei rausgeben und müssen auch gar nicht darauf achten, wie viel gebe ich denn jetzt raus. Denn, ganz ehrlich, wenn ich eine halbe Stunde mit dir quatsche, dann weiß ich nicht, wie ich einen Bestseller schreiben werde, oder wenn ich 30 Tage von dir lerne, wie schreibe, dann bin ich immer noch nicht perfekt im Schreiben. … Um wirklich weiterzukommen, um eine Expertise wirklich weiter aufzubauen, brauche ich einfach noch ein bisschen mehr und von daher ist das vollkommen in Ordnung, da auch kostenfreien Content rauszugeben und auch viel kostenfreien Content rauszugeben und vor allem auch Menschen zu helfen, die sagen, ich kann mir das nicht leisten oder ich will’s mir vielleicht auch nicht leisten. … Die Leute, die diese Ambitionen haben, das sind die, die im nächsten Schritt auch investieren.Gib den Menschen die Gelegenheit, dich kennenzulernen, um mit dir ins Gespräch zu gehen.

[46:42] – Nach der letzten Academy Challenge … schrieb jemand: Wie lange hast du dafür gebraucht, um dahin zu kommen, von A nach B? Und als ich dann schrieb, das hat schon fünf Jahre gedauert, waren sie ganz entsetzt. Aber was waren meine Bedingungen? Ich hatte kein Budget und ich hatte auch noch Kinder zu versorgen und so weiter. Wenn du andere Bedingungen hast, kannst du das auch etwas schneller erreichen, aber schnell heißt eben nicht in 14 Tagen oder einem halben Jahr. Ich vergleiche einen Businessaufbau immer mit wenn ich ein Café eröffnen möchte. Dafür brauche ich auch, wenn ich es ordentlich machen will und wenn es nachhaltig ist, … für einen Unternehmensaufbau drei Jahre. Das ist nicht unrealistisch. Und das heißt ja nicht, dass ich gar kein Geld verdiene, in den ersten 3 Jahren. … Deswegen ist es immer wichtig zu gucken: Was sind meine Ziele? Wo stehe ich gerade? Was möchte ich erreichen? Und dann ganz fokussiert da auch ranzugehen. Weil wenn ich diese Grundlagen dafür nicht habe, dann funktioniert das eben auch nicht. Wenn ich die Beziehung nicht aufgebaut habe, wenn ich keine Kontakte habe, dann ist es sehr schwierig. Es geht alles schneller oder langsamer, aber es ist alles total individuell. Wenn mir vor diesen 5 oder 6 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich mal Aufträge in Höhe von 15.000 € ablehne, dann hätte ich das niemals gedacht. Heute muss ich das tun, wenn das große Ghostwritings sind, weil ich einfach nicht mehr die Zeit damit verbringen kann, für eine einzige Person ein ganzes Jahr ein Buch zu schreiben. Das Wachstum. Das ist eine super krasse Veränderung. … Es kann fünf Jahre dauern, es kann zehn Jahre dauern, aber der Weg dahin ist das Wichtige. Wie bin ich dahin gekommen? Was war notwendig, um das überhaupt zu erreichen? Und was hat sich bei mir, in meinem eigenen Kopf vor allem, auch verändert? Denn die Alexandra, die du vor fünf Jahren warst, oder die Tanja, die ich vor fünf Jahren war, die sind wir nicht mehr, die haben sich total verändert. Wir sind gewachsen, wir haben ganz viel erlebt, haben viel ausprobiert. Einiges hat geklappt, andere Sachen haben überhaupt nicht geklappt.

[50:00] – Was sich auch, einmal abgesehen vom Kontostand, verändert hat, ist, dass ich eine ganz große Zufriedenheit und Dankbarkeit habe. Also ich habe mich eben früher viel mit anderen auseinandersetzen müssen, mich bewerten lassen müssen. … Ich war damals schon eine tolle Journalistin und eine tolle Schreiberin, aber die Anerkennung war dafür nicht da. Sondern, ganz im Gegenteil, die Männer in den blauen Anzügen haben getan, als wäre ich der letzte Dreck, als wäre diese Expertise nichts mehr wert. Und auch nochmal abzugleichen, was spiegelt mir die Gesellschaft, was ich bin, aber was bin ich tatsächlich? Da bin ich heute angekommen und so dankbar. Ich arbeite immer noch viel, das ist überhaupt keine Frage, das musst du auch, den das fliegt einem auch nicht so zu, aber ich arbeite für mich. Es ist meine Wertschätzung, meine Dankbarkeit. … Perfektionismus ist doch auch immer ein schönes Stichwort. Viele bringen ihre PS nicht auf die Straße, weil sie sich von ihrem Perfektionismus ausbremsen lassen. Ich bin vollkommen pragmatisch. Das war schon bei der Luise so. Weißt du, als Schreibfrau wird ja eigentlich theoretisch von dir erwartet, dass du keine Schreibfehler machst. Ich habe zu mir gesagt: So, ich kann nicht alles kontrollieren, ich habe kein Korrektorat, … ich werde Fehler darin haben. … Warum nehmen mir die Leute das nicht krumm? Weil ich pragmatisch bin, aber trotzdem immer mit ganzem Herzen bei ihnen.Ich möchte auch gerne wertvoll für sie sein. Sie sollen nicht einfach viel Geld bei mir lassen. Sie sollen dafür auch eine gute und wertvolle Leistung bekommen. Wir sind ja auch in so einer Scheinwelt, wo sehr viel Lack und Glanz drauf ist, aber steckt da wirklich etwas dahinter? Das ist eben auch mein Anspruch, mein Wert als Unternehmerin. Ich will nicht nur kassieren, sondern ich möchte mit den Leuten nachhaltig zufriedenstellend zusammenarbeiten.Das ist halt auch das, was du brauchst, um dich weiterzuentwickeln. Also wenn du nie die Kommunikation mit deinen Kund:innen hast, wie kannst du dann Dinge besser machen? Wenn du nicht weißt, was sie wollen oder was sie brauchen, und da keine Kommunikation zwischen dir und deinen Kund:innen entsteht, dann weißt du nicht, was du anders oder besser machen kannst. Und dann wirst du auch irgendwann stagnieren. Deswegen ist es so wichtig, da auch mehr zu geben, als jemand bezahlt hat, und vor allem VIEL mehr zu geben, als jemand bezahlt hat. Nur so können wir eben auch ein tolles Business aufbauen, was weiterempfohlen wird.

[54:32] – Alexandra, was können wir 2021 noch von dir erwarten? In der Tat beschäftige ich mich gerade mit … Teamaufbau. Ich weiß, ich brauche jetzt nicht zehn Leute, sondern ich brauche 2 – 3 wunderbare Geister, die Dinge können, die ich nicht kann. … Die brauche ich eben auch um den großen Plan Membership umzusetzen, ich werde eine Schreib-WG eröffnen. … Ich hatte eben vorher Angst gehabt mich zu verfransen. … Aber jetzt, mit der Erfahrung der Kurse … habe ich gemerkt, es ist einfach ein ganz schönes Spielfeld, eine monatliche Mitgliedschaft zu haben. Nicht das große Ganze, weil die Frauen, die Unternehmerinnen, die ich begleite, stehen eben auch an unterschiedlichen Stellen … und nicht jede:r hat das große Budget. … Wann geht’s los? Die soll Anfang März starten. Wir sind jetzt fein am vorbereiten, wir bereiten den Launch vor, der Memberbereich wird eingerichtet und so weiter. Und genau, das ist nämlich das nächste Ziel: Ich werde eine große Bibliothek erschaffen. Ich möchte mich unabhängiger machen von den sozialen Netzwerken … und deswegen wird meine Webseite mein zentrales Nestchen. Das finde ich ganz wichtig. Ich werde mehr bloggen, mehr Wissen teilen, die Produkte sind dann auf der Webseite zu holen. … Ich habe ja auch ein langfristiges Ziel. Erzähl! Letztendlich möchte ich mir Zeit erschaffen, weil ich tatsächlich auch wieder mehr schreiben möchte. … Wenn ich aus meiner Geschichte ein Buch schreiben möchte, einen Bestseller, der in mehrere Länder verkauft wird, dann brauche ich auch Zeit dafür. Ich habe eine sehr aufregende, traurige und spannende Geschichte, und die werde ich verarbeiten.

[59:39] – Was ich gerne noch sagen wollte: Verliert nicht den Mut. Schaut nicht dahin, was nicht da ist. Oft ist schon ganz viel da. … Ich guck immer dahin, was mir Mut macht. Was ist denn eigentlich wirklich schlimm? Ehrlich gesagt, die schlimmste Situation, die ich hatte, war die Krebserkrankung mit meinen Kindern und ich wäre beinahe gestorben. Diese Erfahrung, die hat mich natürlich auch bei Corona nicht in die Knie gezwungen, weil Corona ist für mich händelbar. Das ist scheiße und blöd … aber ich lasse mich nicht stoppen. Ich habe schon so viel überstanden. … Wenn ich zum Beispiel kleine Kinder habe, zu Hause jetzt in Coronazeit, und ich habe Homeschooling, dann kann ich gewisse Dinge noch nicht in Riesenschritten umsetzen. Dann muss ich ein bisschen kleinere Brötchen backen, aber ich kann sie backen. Also ich muss dann eben ein bisschen mehr Geduld aufbringen, aber ich muss mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen. Wir können Gestalterin sein. Und das ist so eine Kraft, die, glaube ich, jede von uns haben kann. Selber zu gestalten. Also das finde ich, ist eben ein großer Weg.

[61:12] – Was hat dir die Kraft gegeben, Alexandra, an deinem Thema dranzubleiben und dich immer wieder weiterzuentwickeln? Ganz ehrlich, Tanja, ich überlebe doch nicht Krebs und lasse mich dann vom Leben zerbrechen. Das ist doch ein Geschenk. Ich habe das Geschenk des Lebens bekommen. Ich habe danach wirklich auch noch viel gestruggelt und ich war auch arm, aber das hat mich auch so unglaublich stark gemacht. Und diese Chance zu nehmen, meine Kinder aufwachsen zu sehen und es selber zu ergreifen – ich habe verdammt nochmal das Talent, ich kann schreiben, ich kann Menschen begleiten – also ich habe es in der Hand, daraus was zu machen. … Ich glaube, das ist wichtig auch auf die Krisen zurückzuschauen. Auf das, was wir gelernt haben und was uns stark gemacht hat. Was sind meine Stärken? Also unsere eigene Persönlichkeit spielt einfach eine ganz große Rolle. … Es ist ganz wichtig, da mal zu gucken, was sind denn auch die blinden Flecken, die Sachen, die ich noch nicht kenne und die ich nicht über mich weiß. Die andere über mich wissen oder die andere mir auch wieder zurückspiegeln können. Und das sind die Dinge, die dir dabei helfen dein eigenes Business aufzubauen und dich wirklich Schritt für Schritt auch weiterzuentwickeln. Auch ich wusste 2016 nicht, wer ich unbedingt bin und was meine Stärken sind und wie ich wahrgenommen werde. All die Dinge habe ich gelernt, weil ich rausgegangen bin und weil ich Rückmeldungen bekommen habe. … Stell dir mal vor, du machst Dinge, du kriegst aber keine Rückmeldung – wie willst du dich dann weiterentwickeln? Wo kommen dann die Impulse her, um auch den nächsten Schritt zu gehen? Die können nur vom außen kommen. … Was sind meine Ziele, was will ich überhaupt erreichen und warum will ich das erreichen? Warum möchte ich mein eigenes Geld verdienen, warum möchte ich mich unabhängiger machen? … Um diesen Antrieb zu finden und dann halt wirklich Schritt für Schritt loszugehen.

Lies hierzu: Kenne dein Warum und erreiche deine Ziele.

[63:45] – Sich nicht mit anderen zu vergleichen, sondern den eigenen Weg zu gehen und zu gucken, in der Zeit, die mir zur Verfügung steht, mein Business aufzubauen. Was kann ich erreichen und wie kann ich fokussiert bleiben? Jemand, der 40 oder 80 Stunden in der Woche arbeiten kann, kann andere Dinge erreichen, als jemand, der vielleicht nur einen Tag in der Woche hat oder mehrere Abende in der Woche … am Business arbeiten kann. Und all das ist okay. Das Wichtige ist eben, dass wir uns nicht mit anderen vergleichen.

[65:02] – Damit ich eben auch stark bleibe, in die Kraft komme und gut gelaunt bleibe, muss ich auch auf mich achten. Der Kopf muss wieder leer geräumt werden, um überhaupt die Zielplanung zu machen.

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{Podcast} Wie du mit Hilfe eines Beta-Angebots dein Business zum Laufen bringst

Heute habe ich einen ganz besonderen Gast bei mir. Sie hat nämlich im Rahmen des she-preneur Success Story Contests im Oktober und November 2020 mit ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte ganz viele Frauen begeistert, ihnen Mut gemacht und schlussendlich den 3. Platz beim she-preneur Success Story Award belegt. Ich freue mich sehr, dass sie bei mir im Podcast ist und wir darüber sprechen, was sich insbesondere in den letzten 12 Monaten bei ihr verändert hat und was sie getan hat, um diese Ergebnisse zu erreichen. Freue dich auf spannende Zeilen mit ganz vielen Insights von und mit Melanie Baumgart.

Wir sprechen darüber, wie sie mit Hilfe eines Beta-Angebots ihr Business im Jahr 2020 endlich zum Laufen gebracht hat. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Melanie ist seit Februar 2020 bei den shes. Und ich danke ihr für dieses offene und ehrliche Gespräch. Diese folgenden Zeilen sind so wichtig, weil ich glaube, dass wir damit viel mehr Frauen Mut machen und ihnen zeigen können, dass es wichtig ist sich zu öffnen, sich Hilfe zu holen, und dass man ganz viele Dinge erreichen kann, auch wenn man heute noch nicht daran glaubt, dass es möglich ist. Aber man muss diese Vision haben und es von Herzen wollen.

[2:22] – Melanie, was würdest du sagen waren deine drei größten Erfolge der letzten 12 Monate? Also meine drei größten Erfolge waren, dass ich den Schritt geschafft habe ein Online-Produkt zu erstellen, nämlich einen Online-Kurs mit allem, was wirklich dazu gehört – auch die Technik, die für mich wirklich absolutes Neuland war und mir nicht leicht von der Hand geht. … Und dann ist ein zweiter großer Erfolg, dass ich meine ersten 4 Kundinnen habe, die mir wirklich ganz treu sind, seit dem letzten Jahr, und immer noch mit mir zusammenarbeiten. Und das ist echt großartig, weil das ist mit ein ganz großer Wunsch von mir, dass ich Frauen wirklich länger begleiten kann, dass sich wirklich das im Leben verändert, was sie wollen. Und das dritte, würde ich sagen, ist das, was sich in mir verändert hat. Mein Selbstwertgefühl in Bezug auf die Haltung mir selber gegenüber, in Bezug zu meiner Arbeit – dass das wirklich einen großen Wert hat und dafür hat es aber diesen Prozess gebraucht. Und mehr Mut dadurch entwickelt zu haben, mich auch Dinge zu trauen und zu wagen, rauszugehen, mich zu zeigen und zu erzählen, was ich zu geben habe.

[4:20] – Wenn du nochmal zurückdenkst an letztes Jahr, so Januar 2020: Hättest du damals geglaubt, dass du diese Erfolge erzielen kannst oder dass du diese Erfolge erzielen wirst? Da war noch ganz viel Unsicherheit da und große Zweifel, die mich auch immer wieder ganz schön gehindert haben, … weil die standen mir wirklich sehr im Weg. Ich habe mich einfach unglaublich schwer getan, in diesem großen Wirrwarr an Dingen, die man tun kann, um erfolgreich zu werden, auszufiltern: Was ist denn der nächste wichtige Schritt, um in diesem großen Ganzen weiterzukommen? Weil, es gibt so viele, die man gehen kann! Und da habe ich mich echt verloren gefühlt. Das war das eine. Dann hatte ich eben noch nicht dieses Selbstbewusstsein, … [zu denken] „Na klar wirkt meine Arbeit und es passiert so viel, dass Frauen da wirklich weiterkommen, wo sie hinwollen und dass sie dafür auch Geld bezahlen.“ Da war ich auch noch ganz arg unsicher. Und auch: Wie funktioniert das alles eigentlich? Also eben auch, wenn ich einen Online-Kurs machen will: Was gehört da eigentlich alles dazu, und wie geht es? Das ist ja nur ein kleiner Teilbereich und der ist schon so groß. Ich war da in großen Zweifeln und Unsicherheiten. Und ich war auch ganz schön gefrustet, weil ich ja vorher schon Unterstützung hatte und die halt nicht gefruchtet hat. Und das hat da, glaube ich, ziemlich stark mit reingewirkt – dieses Gefühl zu haben oder diese Gedanken zu haben: Kann ich das einfach nicht? Bin ich einfach nicht die Frau, die Selbstständigkeit leben kann? Und das war ganz konträr in mir, … weil ein ganz großer Teil in mir eigentlich genau das wollte.

[6:20] – Wie sah dein Business damals aus, und wann hast du dein Business auch gestartet? … Im Oktober 2017 kam die Idee, mich selbstständig zu machen und was anderes dafür loszulassen. Und das war echt eine Entscheidung, weil ich vorher als Erlebnis-Pädagogin gearbeitet habe und das auch ein Herzensprojekt von mir war. Ich habe es geliebt, aber ich habe gemerkt, dass ich so zweigleisig nicht das aufbauen kann, was ich gerne machen will. Ich war an dem Punkt, wo ich mich entscheiden und Prioritäten setzen musste, und dann war klar: Ich möchte das machen, was ich will. Ich will wirklich meins umsetzen und diese Fähigkeiten in die Welt bringen. Und dann habe ich angefangen. Durch eine Bekannte bin ich auf einen Coach gestoßen, bei dem ich Email-Marketing gelernt habe. Es war nur so, dass ich da so viel in das Email-Marketing reingegeben habe. Ich habe da ein Riesending aufgebaut, eine Riesen-Email-Serie, die mich unglaublich viel Arbeit gekostet hat – und das war mit einer der größten Fehler! Ich hätte eine Email-Serie machen sollen und dann loslegen und ausprobieren, was funktioniert. Ich habe aber dieses Riesending gemacht und habe damit losgelegt. Damit saß ich ganz viel alleine zu Hause vor meinem Laptop, habe unglaublich viel gearbeitet, aber da kam eigentlich nicht wirklich ein Ergebnis rum. Also weder Kundinnen, noch Geld, noch bin ich in Kontakt gekommen. Und das habe ich einfach lange gemacht. Ich bin zu dem Zeitpunkt auch schwanger geworden, als ich das entschieden hatte. … Dann war die Geburt, ich hatte eine Babypause und habe einige Monate gar nicht gearbeitet oder nur sehr wenig. Aber trotzdem habe ich eben diese ganzen zwei Jahre, insgesamt gesehen, viel gemacht und es ist mega wenig bei rumgekommen. Und an dem Punkt stand ich dann im Grunde auch so im Dezember 2019 und Januar 2020, wo ich so frustriert war und gemerkt habe: Also entweder ich kriege das Ruder irgendwie richtig rumgerissen und ich finde jetzt eine Unterstützung, die wirklich taugt, oder ich glaub dann lass ich’s los – das wäre mir aber schon echt schwer gefallen.

[8:52] – Und dann bist zu uns gekommen, das war im Februar 2020. Genau, dann ist die Tanja Lenke mir über den Weg geflogen und die she-preneurs und das war ein großes Glück. Da hattest du sicherlich auch nochmal Zweifel. So: Oh Gott, soll ich jetzt nochmal investiert? … Ich habe schon gut überlegt. Mache ich das jetzt echt nochmal Geld in die Hand zu nehmen? Aber irgendwie hat sich das gut angefühlt und, ja, ich bin froh. Also es war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe, und das beste Geld, was ich bisher investiert habe.

[9:33] – Wir sind ja letztes Jahr mit der Beta-Kurs-Challenge – in diesem Jahr heißt sie „Und-Action-Challenge“ – gestartet. Das war so eine Sache, die mich auch ein bisschen in der Vergangenheit frustriert hat, dass ich viel mehr auch für meine Kundinnen wollte und dachte: Mensch, ich muss irgendetwas anders machen, um meine Kundinnen ins Tun zu bringen. Weil wir können ganz viele Sachen machen, aber ich glaube, wenn wir nicht genau wissen, was denn die nächsten Schritte sind, … dann sind viele halt ganz doll überfordert. … Es gibt die Möglichkeit, super viel zu machen, … man kann aber auch mit einer ganz minimalen Variante rausgehen. Ich glaube, dass, was ganz viele abschreckt, ist eben, dass man über Funnel spricht, über Landing Pages, über Online-Kurs-Plattformen. Diese ganzen Sachen, die brauchen halt auch teilweise Jahre, um sie aufzubauen. … Und dann habe ich halt überlegt: Wo kann ich ansetzen und die Frauen wirklich ins Tun bringen? Und aufzeigen, was ist denn jetzt der nächste Schritt? Woche für Woche, in ganz kleinen Schritten.

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[11:01] – Du warst dabei, wie war das für dich? Vielleicht kannst du da einmal erzählen, weil du hast ja auch eine ganz schöne Geschichte hingelegt. Mich würde interessieren, rückblickend, was da passiert ist. Wie war das für dich, warst du gleich irgendwie voller Leidenschaft mit dabei, gab es Phasen, wo du gezweifelt hast? Wie sah das aus, Melanie? So jetzt im Nachhinein würde ich sagen, es war fast wie so eine kleine Initiation für mich, diesen Online-Kurs zu machen. Also was ich auf jeden Fall zuerst sagen möchte, ist, dass es unglaublich hilfreich war, das gemeinsam mit anderen zu machen. Das hatte ganz viel Kraft zu wissen, ich sitze da nicht alleine. Und was noch unheimlich hilfreich war, war eben wirklich es Schritt für Schritt gehen zu können. Dieser große Berg ist dadurch einfach machbar geworden. Es war auf jeden Fall ein sehr lebendiger Prozess für mich. … Ich habe erstmal die Sachen gemacht, wo ich gut drin bin … bis dann so der Technikteil kam. Dann bin ich ins Stolpern und Rutschen gekommen, wo ich gemerkt habe, ich blicke überhaupt nicht durch. … Es war aber so super, dass es für alle das gab, was das Richtige für einen war. Ich konnte als absolute Anfängerin, und eben nicht so die Technikaffine, für mich eine Variante wählen, die auch nicht Berge von Technik brauchte. Sondern ich konnte das reduziert machen, was aber dem Kurs an der Qualität überhaupt nichts abgetan hat, und das war so super. … Ich habe auch immer wieder in die Gruppe gefragt. … Dann stand soweit alles und dann habe ich gemerkt, kurz bevor es richtig losging, ist ein ganz altes Muster nochmal aufgebrochen, wo ich eine Riesenangst gekriegt habe. Was ist, wenn das jetzt total abgelehnt wird, also ich abgelehnt werde, und niemand es will und womöglich das vielleicht auch belächelt wird oder … abgewertet? … Und dann bin ich auch wieder in die Gruppe gegangen, habe mich gemeldet und gesagt: So geht’s mir grad. … Dann habe ich ganz liebevolle Angebote bekommen, also ehrlich gemeinte Unterstützungsangebote, die ich dann gar nicht mehr gebraucht habe, weil dieser Schritt, damit rauszugehen, … war das, was wichtig war. … Dann ging der Kurs los und es war einfach unglaublich. Es war ganz toll zu sehen, wie gut das funktioniert. Wie gut ich meine Arbeit online machen kann, auch wenn ich mit den Menschen nicht direkt im Raum sitze, und wie hilfreich das ist und das wirklich alles funktioniert.

[16:01] – Der große Schritt, und der Schritt, vor dem sich ganz viele drücken, ist eben da wirklich in die Sichtbarkeit zu gehen und zu verkaufen, wirklich ein Angebot zu machen. … Das machen viele nicht, weil sie eben Angst haben. Ich find es total schön, dass du so offen darüber sprichst und auch vor allem in der Gruppe gesprochen hast. Denn ich glaube, dass das ganz viele nicht machen und dadurch eben auch weiter im Hintergrund bleiben.

[16:38] – Wenn du dich nicht geöffnet hättest, hätten diese ganzen Erfolge, die danach kamen, eben nicht stattfinden können. Das war ein wachsen. Also das war eindeutig ein Wachstum und Reifen mit dem, was ich auf den Weg bringen will.

[16:57] – Warst du damals, als du angefangen hast dein Produkt zu bewerben, das du entwickelt hast, zu 100 % sicher, dass das ein richtig tolles Produkt ist? … Oder gab es da noch so ein bisschen Unsicherheit? … Ich würde sagen, es war schon so eine Mischungen. Also ich war da noch nicht so wie jetzt und das finde ich spannend, weil so viel Zeit liegt auch nicht dazwischen und trotzdem fühle ich einen großen Unterschied. Ich hatte da schon noch Zweifel. … Ich habe wirklich durch das Umsetzen das erst erfahren können und ich glaube, anders geht es nicht. Man kann sich super hinter Millionen von Aufgaben verstecken, die man zu tun hat. Aber es passiert nicht das, was dann wirklich erfolgreich macht und das ist ganz entscheidend. … Wenn man erfolgreich werden will, dann muss man aus der Komfortzone raus. Entscheidend ist, das muss man nicht alleine machen, weil dann geht es leichter und das ist wichtig.

[18:57] – Dieser Lernprozess kann dadurch nur entstehen. … Wenn wir nichts verändern, wenn wir nichts anders machen, dann können wir nicht erwarten, dass sich irgendetwas ändert.

[19:12] – Du hast damals dein Produkt schon gleich verkauft. Wir haben ja kostenfreie Produkte und kostenpflichtige Angebote gehabt. Und du hast dich für ein kostenpflichtiges entschieden. Wie war das damals für dich, dieses Produkt zu verkaufen? Was hast du getan, um dein Produkt anzubieten?Was ich gemacht habe, war eben mich mit ganz vielen anderen she-preneurs zu vernetzen. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und uns auf unseren Social Media Kanälen gegenseitig interviewt, zu den Themen und zu den Kursen. Ich habe verschiedene Posts dazu gemacht, wobei das auch absolutes Neuland für mich war. … Das Netzwerk war auch da entscheidend. Alleine hätte ich es, das glaube ich, so nicht geschafft, weil ich noch null Sichtbarkeit hatte. … Das Netzwerk war da wirklich die entscheidende große Unterstützung.

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[21:12] – Wie war es, als das erste Produkt verkauft bzw. gekauft wurde? Wie ging es dir da? Das fand ich echt ganz spannend und es war für mich auch eine bewusste Entscheidung, wo ich gemerkt habe, gar nichts dafür zu verlangen, fühlt sich komisch an. Und ich glaube, es ist gut loszulegen und einfach mal einen kleinen Preis zu verlangen, für dieses Lernen: Wie fühlt sich das an, wenn ich was verkaufe und wenn ich einen Wert dafür verlange? Das fand ich auf jeden Fall aufregend. Es tat mir gut zu sehen, dass es auch für sie einfach okay war, mir einen Wert dafür zu geben. Und am Ende auch zu hören, dass sie den Normalpreis absolut gerechtfertigt finden (als Beta-Variante haben sie es günstiger bekommen), war für mich nochmal ganz wichtig und hat mir einfach dieses „Go“ dafür gegeben – da bin ich auf einer guten Spur und der Wert wird wahrgenommen. Das ist so wichtig das zu hören, diesen Austausch zu haben. Das ist ja auch das, was du immer wieder sagst: Geht in den Austausch mit euren Kund:innen. Weil darüber lernen wir eben ganz viel. Und nicht nur das, was sie wollen, sondern auch für uns selber das zu hören. „Ich bin bereit zu zahlen.“, macht mich einfach selbstsicherer, wie wenn ich das gar nicht weiß. Also da steckt viel wertvolles drin. Und es hilft auch extrem zu wissen, jemand gibt Geld für unser Produkt aus. Dann hilft uns das einfach extrem, weil es uns zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist wirklich richtig wertvoll und das reicht, wenn es ein kleiner Preis ist. Und von dort an können wir uns eben auch weiterentwickeln.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Komfortzone verlassen

[23:14] – Du hast dann den Kurs vier Wochen lang live mit deinen Teilnehmerinnen durchgeführt. Kannst du noch sagen, wie es dir beim ersten Termin und wie es dir bei dem letzten Termin ging? … Kurz, bevor es losging, da habe ich dann gemerkt, jetzt kommt das Lampenfieber, jetzt bin ich richtig aufgeregt. Es war aber schön. Das war nicht mehr dieses „Gott, ich habe Angst“, sondern ich hab gemerkt, das diese Entscheidung – ich mache das, ich kann das, ich will das – irgendwie innerlich gefallen ist, durch den Prozess vorher. Und dann war ich einfach ein stückweit auch bereit dafür. Trotz allem war ich einfach auch sehr aufgeregt. … Als es dann begonnen hatte, und sie waren dann alle da, und ich habe losgelegt, war das so berührend wie schnell sie in Verbindung gekommen sind. Und ich habe gemerkt, dass ich auch online genau diese Qualitäten habe: Menschen relativ schnell wirklich in Verbindung bringen, um sich zu trauen, sich zu zeigen, mit eigenen Themen. … Da kam so richtig die Freude und die Lust, „Boah, genau das will ich mehr, deswegen mache ich das.“

[25:16] – Du hast dann die vier Wochen deinen Kurs durchgeführt. Wie ging es dann weiter? Hast du dich von den Teilnehmerinnen verabschiedet? Natürlich nicht! Ich habe ja von der Fachfrau gelernt, dass das die Gelegenheit ist weiterzumachen. Innerhalb dieses Prozesses, als der Online-Kurs lief, war dann währenddessen für mich eben diese Frage noch, was mache ich, wie mache ich das, was kann ich anbieten. Und da hatte ich ja auch nochmal Rücksprache mit dir. Dann habe ich ihnen ein 3-Monats-Mentoring angeboten, weil im Grunde mein Ziel ist ja Langzeitbegleitung zu machen. … Ich habe ihnen mitgeteilt, um was es geht, was sie bekommen, was es kosten wird. Da gab’s nochmal einen Beta-Preis, der war dann aber schon ein bisschen teurer, und sie waren sich relativ schnell einig. Jede für sich. … Von den fünfen haben dann vier Frauen mitgemacht und das war für mich einfach auch noch mal WOW. Weil ich wusste eben durch die Informationen von anderen, die schon weiter sind, dass das ein mega guter Schnitt ist. Und das hat mich einfach auch so gefreut und da habe ich nochmal ganz viel gelernt, weil ich diesen Verkaufsprozess ganz anders und eigenständiger in die Hand genommen habe.

[27:37] – Die drei Monate sind jetzt auch wieder vorbei? Genau, die waren im Dezember letzten Jahres dann rum und dann war im Grunde klar, jetzt ist der nächste Schritt dran. Und es kamen direkt auch wieder die Zweifel. … aber ich konnte darüber schmunzeln. Also die Zweifel sind nicht mehr so laut, wie vorher. Das schöne war, ich habe eigentlich gar nicht so starke Verkaufsstrategien oder irgendwas gebraucht, sondern es war eigentlich fast so, dass die Kundinnen selber gesagt haben, jetzt an dem Punkt wäre es doch eigentlich super dran zu bleiben und weiter zu machen. … So wünsche ich mir das natürlich und so ist es jetzt auch. Ich bin mit diesen vier Frauen, es sind dann alle vier mitgegangen, in ein 8-Monats-Mentoring eingetaucht, zum Thema „Ich selbst sein“. Das beginnt jetzt im Februar und war jetzt auch nochmal ein bisschen höherer Preis, trotzdem haben alle zugesagt.

[28:59] – Am Anfang geht es gar nicht mal so sehr um den Preis und ich glaube, da draußen wird halt ganz oft gesprochen „Verkaufe deine Produkte teuer!“. Viel wertvoller, als jegliches Geld, was wir am Anfang bekommen, ist die Erfahrung, die wir sammeln, die uns dabei hilft wirklich mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und auch viel selbstsicherer unsere Preise kommunizieren zu können.

[30:58] – Dieser innerliche Prozess ist so wichtig, au f sich zu gucken, wo stehe ich da? Und ja, auch ein Stück weit aus der Komfortzone rauszugehen ist wichtig. Diesen Schritt raus zu machen – aber nicht über die Maßen. Weil dann kann ich’s nicht mehr authentisch verkaufen und dann kippt das und das merkt mein Gegenüber. … Dann schwingt irgendwas komisches mit, und ich glaube nicht, dass dann Verkaufen gut funktioniert. Mir ist vom Kopf her klar, dass die Preise noch viel zu billig sind. Das weiß ich. Aber der Rest muss da irgendwie mitkommen und der braucht grad die Erfahrung: Okay, jetzt habe ich für so viel verkauft und es funktioniert und beim nächsten Mal lege ich nochmal was drauf. Bis ich da bin, wo ich merke, jetzt steht es im Verhältnis wirklich so, dass es ein stimmiger Ausgleich ist.

[32:26] – Melanie, was würdest du sagen waren so die Dinge, die du getan hast, wahrscheinlich auch super intuitiv, die dazu geführt haben, dass deine Kundinnen von dem Beta-Produkt mitgekommen sind – zu dem 3-Monats-Mentoring und auch zu dem 8-Monats-Mentoring? … Also ich glaub, was auf jeden Fall total wirkt und für die Kundinnen einfach diese Entscheidung … leichter gemacht hat … ist wirklich meine Expertise, die ich entwickelt habe. Ich hatte das ja auch bevor ich mich selbstständig gemacht habe schon, nur in anderen Bereichen. Und wirklich authentisch zu sein ist da, glaube ich, auch ein ganz wichtiger Punkt. Mich wirklich ehrlich zu zeigen, so wie ich bin, und … dass da kein Gefälle entsteht. Als würde ich wo ganz anders stehen. Also auch wirklich auf Augenhöhe zu sein und trotzdem ganz viel bieten zu können. … Die Expertise und eben diese Mischung, die ich jetzt immer mehr lerne. Zu diesen Dingen zu stehen, den Wert zu sehen und mit gutem Gefühl den Wert zu verkaufen. Aber NICHT aus dem Gefühl heraus, ich MUSS es verkaufen, … sondern ganz frei gebend. Und wenn eine nicht kauft, ist es okay. Losgelöst von dem Zwang. … Aus meiner Sicht würde ich noch zwei Sachen ergänzen … . Das eine ist, dass du es geschafft hast innerhalb kürzester Zeit auch ganz viel Vertrauen dieser Gruppe zu geben, dass sie sich öffnen können, dass es wirklich ein ganz geschlossener Raum ist und sie nicht nur dir, sondern auch den anderen Teilnehmerinnen vertrauen. Weil sonst würde sowas online nicht funktionieren, und dann würden sie auch nicht sehen, dass es weitergehen kann und dass sie sich gegenseitig unterstützen können. Und das zweite, aus meiner Sicht, ist auch das Thema der Gemeinschaft selbst – die Frauen selbst. Dass ihr euch regelmäßig trefft, ist halt ein ganz wichtiger Punkt und gibt ihnen wahrscheinlich auch nochmal viel Stabilität und Sicherheit. … Dieses Vertrauen aufzubauen und auch zu halten und diese Gemeinschaft zusammenzuführen, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich auch ganz oft sehe, und deswegen möchte ich ihn dir an der Stelle nochmal mit geben. Weil, je mehr wir aufpassen und unsere Leidenschaft halt in diese Gruppe reingeben und wirklich authentisch sind, … desto leichter wird es sein, dass die Menschen uns vertrauen. Ich sehe ganz oft, wenn Produkte verkauft werden, dann sind sie teilweise so herzlos. Und wenn sie so herzlos sind, dann merkst du einfach, dass die Menschen weitergehen, dass niemand … kauft, weil ich das Gefühl habe, die Person hat kein Interesse an mir.

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[37:22] – … dann hilft es uns dabei unsere Angebote immer weiter zu verkaufen. Aber nicht des Geldes wegen, was du schon gesagt hast, sondern weil wir helfen wollen und weil unsere Kunden und Kundinnen wissen, dass es ihnen weiterhilft. … Wir ersetzen verkaufen durch helfen. Definitiv, das ist auch eine Rückmeldung von allen aus dieser Gruppe. Schon nach dem ersten Online-Kurs, nach diesen vier Wochen, waren sie einfach wirklich erstaunt darüber, wie intensiv und vertrauensvoll dieser Raum und das miteinander war. Ich liebe es diese Gruppenmagie entstehen zu lassen. Deshalb arbeite ich auch so gerne mit Gruppen. Diese Verbindungen unter den Frauen zu schaffen, wo sie sich ganz konkurrenzfrei gegenseitig Rückmeldung geben können, wirklich von Herzen ohne Bewertung – ganz wertfrei, aber ehrlich – das ist so viel Wert, und das berührt einfach und schafft Vertrauen und Verbindungen. Da ist ganz viel Ehrlichkeit drin und je ehrlicher wir sind, und je mehr wir auch mit unseren Herzen dabei sind, desto leichter wird es sein zu verkaufen. Und das ist so schwierig zu erzählen, denn man muss es lernen so zu machen. … „Ok, es kann weitergehen, ich kann euch weiter betreuen, und zwar zu dem Preis. Und das ist aktuell der Preis, der für mich fair ist und der sich für euch mehr als fair anfühlt. Wenn ihr wollt, dann helfe ich euch weiter und wen jemand nicht möchte, dann ist es auch okay.“ Vielleicht ist es nicht der richtige Zeitpunkt, vielleicht haben sich Prioritäten verändert. Da loszulassen und zu sagen: „Es liegt nicht an mir!“, sondern du weißt, was du gibst, und die anderen wissen auch, was du gibst, und können dann entscheiden, … das ist sehr hilfreich.

[39:28] – Was sind jetzt deine nächsten Schritte, Melanie?Ich bin jetzt dabei, meinen Podcast ins Leben zu rufen. Da bin ich gerade schon beim Basteln. … Ich freu mich riesig, weil das war für mich lange ein Thema. Was ist mein Medium, ein Kanal, mit dem ich rausgehen und weitergeben kann, was ich zu geben habe. Und ich merke, das macht mir so Spaß, das ist so ein schönes Medium, weil ich einfach erzählen und teilen kann. … Es geht ums Ich selbst sein und es ist eine Mischung aus Anleitungen, Übungen, Expert:innenwissen teilen, Erfahrungen aus meinem Leben mitteilen und Tipps geben.

Hier geht’s zu Melanies Podcast „Ich selbst sein – raus aus der Enge“.

[40:42] – Steht sonst noch irgendwas auf dem Plan? Ja, ich hab mich zum CoachCamp Köln angemeldet. Das war jetzt auch nochmal bisschen aufregend und ich werde mindestens eine Session dort anleiten. … Weil einfach klar war, dieses Jahr steht Sichtbarkeit ganz oben und da komme ich eigentlich nicht drumrum solche Dinge zu tun. … Das sind genau die richtigen Schritte. Jetzt raus in die Sichtbarkeit, Kontakte aufbauen, … die Leute in den Newsletter holen, darüber heraus weiter bekannt machen und dann Schritt für Schritt vorgehen.

[42:20] – Zum Abschluss habe ich noch eine Frage an dich: Welche Tipps, vielleicht so zwei bis drei, hast du für jemanden, der gerade erst … das erste Online Produkt entwickelt? … Vielleicht auch an die aktuellen Challenge-Teilnehmerinnen? … Das Erste, was mir einfällt, ist wirklich: Trau dich, deine Fragen zu stellen, und zwar wirklich auch offen in der Community. Zeig dich mit deinen Ängsten, behalte es nicht für dich alleine, weil dann wird es schwer. … Diesen Schritt erstmal mutig zu sein und sich zu zeigen, den braucht es, aber dann kriegt es so viel mehr Leichtigkeit. Und dann kann einfach etwas in Gang kommen. Dann können Hände gereicht werden und dann ist es leichter. Also da möchte ich echt total zu ermutigen, dir Hilfe zu holen und dich zu zeigen. Ich glaube, das ist fast das allerwichtigste. … Ich glaube auch, wenn man einfach im Hintergrund bleibt, dann wird es so schwierig. Deswegen rausgehen, teilen, Sachen zeigen – gute und auch die, die nicht so gut sind – einfach raus, einfach zeigen, mitteilen, das ist ganz wichtig. So wird alles auch viel einfacher. … Wenn aber niemand sich traut sich damit zu zeigen, dann bleiben wir alle in diesem Denken: „Es geht nur mir so und die anderen kriegen das so toll hin.“ Und das stimmt einfach nicht.

[44:36] – Für alle ist es neu, für alle ist es ein komplett neuer Weg, neue Dinge, die wir umsetzen, und da ist es auch vollkommen okay nach Hilfe zu rufen und zu sagen: „Ich krieg das alleine nicht hin.“ Denn wir sind alle keine Expertinnen in all diesen Businessbereichen, um die es geht, wenn man sich ein Online-Business aufbaut. Da gehört ganz viel neues Wissen dazu, was wir uns aneignen müssen. Und an der Stelle ist es einfach notwendig auch um Hilfe zu bitten.

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Alles Liebe,

Deine Tanja

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{Podcast} 4 Dinge, die mich mein Business in 2020 gelehrt hat

2020 war ein anderes Jahr. Ich habe gerade, in Vorbereitung auf diese Episode, nochmal geschaut, was ich in 2019 geschrieben habe. Es war sehr spannend zu sehen und klar, es war auch alles irgendwie anders. Niemand wusste von Corona, niemand wusste, dass wir in unserer Bewegung oder in unserer Freiheit so sehr eingeschränkt werden oder uns selbst einschränken müssen. Und dementsprechend ist 2020 einfach komplett anders verlaufen.

Rückblickend hatte ich dennoch ein super gutes Jahr, und ich glaube, auch viele meiner Kundinnen trotz Herausforderungen, weil ich immer geschaut habe: Wie können wir den Fokus auf die schönen Dinge legen? Wie können wir aus dieser Situation etwas Gutes machen? Wie können wir diese Situation als Chance ergreifen und sie dazu nutzen, um den Menschen, die uns brauchen oder die unsere Hilfe gebrauchen könnten, zur Seite zu stehen und sie noch besser betreuen oder unterstützen zu können?

In dieser Episode teile ich meinen Jahresrückblick mit dir und erzähle von meinen Erfolgen und Learnings aus 2020. Bist du bereit? Dann hör rein, lies weiter und hole dir wieder sofort umsetzbare Tipps, die dich weiterbringen.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Von daher war 2020 ein sehr aufregendes Jahr für mich und ich möchte dich in dieser Episode einfach ein bisschen mit hinter die Kulissen nehmen, weil ich glaube, es ist immer sehr spannend zu hören, was bei mir passiert ist, wie mein Business aussieht und was ich in 2020 alles erreicht habe.

Das Thema „Reflexion“.

[3:49] – Das Thema „reflektieren“ ist ein ganz wichtiges Thema für mich. Ich reflektiere regelmäßig und habe dir zu dem Thema reflektieren auch schon eine Podcast Episode aufgenommen. Reflektieren ist so wichtig, aber die wenigsten nehmen sich wirklich ausführlich Zeit dafür. Denn wenn du reflektierst, hast du die Möglichkeit Dinge zu erkennen, mit denen du nicht mehr zufrieden bist oder die dich blockieren, die dich einschränken oder die, die dir nicht gut tun. Und es ist so wichtig, dass du diese Dinge erkennst, um zu gucken, wie du das nächste Jahr oder die nächste Woche verändern kannst.

[4:32] – Du sollst nicht nur einmal im Jahr reflektieren, sondern idealerweise nimmst du dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um zu gucken: Was war gut heute? Was war nicht so gut heute? Was kann ich nächste Woche oder morgen anders machen? Oder auch bei Kundengesprächen – wenn du zum Beispiel Erstgespräche führst, ist es auch eine ganz tolle Möglichkeit zu reflektieren und zu gucken: Was lief in dem Gespräch gut, was lief in dem Gespräch nicht so gut und was kann ich beim nächsten Mal anders machen?

[5:03] – Also bitte nicht nur zum Jahresende reflektieren, sondern nimm dir immer wieder die Zeit zum Reflektieren. Es so wichtig, denn nur wenn wir reflektieren, können wir eben auch weiter wachsen, können wir neue Dinge für uns erreichen, die wir gerne in unser Leben holen wollen. Von daher, nimm dir die Zeit und mach keine Planung, ohne vorher einen Rückblick gemacht zu haben. Ohne vorher geschaut zu haben: Was lief in diesem Jahr gut, was lief in diesem Jahr nicht so gut? Was möchtest du im nächsten Jahr auf jeden Fall anders machen?

[6:07] – Oftmals ist es ja so, dass wir uns nur an die Dinge erinnern, die nicht so gut liefen, und die Dinge, die gut liefen, ganz schnell einfach vergessen. Es ist wichtig, dass wir die kleinen und auch die großen Erfolge in Erinnerung behalten.

Das war mein 2020.

[8:39] – Berlin war für mich immer sehr, sehr hektisch. Es hat mich sehr viel Zeit und Energie gekostet und hier auf Fuerteventura merke ich, dass sich mein Leben sehr entschleunigt hat, dass ich viel entspannter und viel mehr draußen bin, dass ich das schöne Wetter genieße, dass ich mehr Sport mache und dass ich einfach viel mehr Energie habe. Aus dem Grund habe ich mich entschieden hier zu bleiben, und das ist auch einer meiner großen Erfolge in diesem Jahr. Ein privater Erfolg, der aber ganz viel mit dem Business zu tun hat. Denn mein Business ermöglicht mir einfach diese Dinge zu tun.

[9:54] – Im Sommer die Taschen zu packen, meine Wohnung in Berlin zu vermieten und dann einfach loszufahren, war keine leichte Entscheidung. Natürlich war das auch eine Entscheidung, wo mein Verstand mir gesagt hat: „Nee, Tanja, das kannst du nicht machen! Du hast dort nichts und du weißt doch gar nicht, wo du hingehst!“. Aber trotzdem habe ich das gemacht und habe da auf mein Bauchgefühl gehört. Das war übrigens auch ein großes Learning in 2020, Entscheidungen zu treffen und dabei wirklich auf das Bauchgefühl zu hören, auch wenn der Verstand dir sagt, dass du dir das noch genauer überlegen solltest, dass du noch mehr recherchieren solltest … und alles in trockenen Tüchern sein muss.

[13:04] – Wir haben den Fokus komplett darauf gelegt, wie wir mehr Menschen erreichen können, wie wir mehr Frauen helfen können. Also ohne den Fokus auf den Umsatz gelegt zu haben, haben wir den Umsatz im Gegensatz zu 2019 fast wieder verdoppelt. Wir liegen zum Jahresende bei knapp 500.000 € netto Umsatz, also eine knappe halbe Millionen. Das ist der absolute Wahnsinn! Ich bin selber total geflasht. Ich hatte mir tatsächlich noch ein höheres Umsatzziel gesetzt, das waren 750.000 € – aber es ist vollkommen okay, das wir es nicht erreicht haben, denn auch 500.000 € sind mega gut. Ich bin wirklich begeistert, geflasht, dass wir das erreichen können, dass das möglich ist. Vor allem wenn ich einmal zurückblicke, wo ich hergekommen bin und mittlerweile ein Business habe, was eine halbe Millionen Euro netto Umsatz macht. … Die Kosten sind auch immer sehr interessant. In diesem Jahr hatte ich ziemlich hohe Kosten, es waren sicherlich ein bisschen mehr als 70 %. Und wenn du dir das ausrechnest, wirst du sehen, dass am Ende nicht mehr so viel übrig bleibt, vor Steuern. Aber trotzdem bin ich super happy.

[14:35] – Wir haben den neuen Mitgliederbereich für die she-preneur Academy aufgebaut, ich habe das komplette Messaging nochmal überarbeitet, wir haben ziemlich viele Videos gemacht, wir sind ans Design nochmal rangegangen. Also wir haben ziemlich viel neu gemacht in diesem Jahr, von dem wir im nächsten Jahr definitiv weiter profitieren können. Von daher waren die Kosten in diesem Jahr ziemlich hoch. Aber das ist okay.

[15:07] – Ich habe mittlerweile 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mich und mein Business unterstützen. Und auch darüber freue ich mich einfach, dass wir gemeinsam so viel tolle Arbeit machen können und dass ich das, was wir umsetzen, auch weitergeben kann und diese tollen Menschen einfach in meinem Team habe und wir gemeinsam Frauen helfen mehr Umsatz zu generieren und sich ein Business aufzubauen, was sie einfach total erfüllt und dass mein Team auch Spaß daran hat, sodass wir wirklich alle gern an diesem Business arbeiten. Das ist ziemlich cool. Und im nächsten Jahr werde ich auch darauf achten, dass die Kosten niedriger werden. In diesem Jahr waren einfach so viele Sachen, die ich gerne noch machen wollte.

[16:24] – Und zwar haben wir den she-preneur insider club, das ist mein Mitgliederbereich, einmal komplett geändert und haben ein neues Produkt kreiert. Das ist die she-preneur Academy, ein begleitetes Jahresprogramm. Wir haben alle Mitgliedschaften des insider clubs gekündigt (ich hatte knapp 200 aktive Mitgliedschaften) und da habe ich nicht lange überlegt oder mir auch nicht ausgerechnet, was sein könnte oder wie viel Umsatz ich ggf. verliere. Nein, es geht nicht um den Umsatz. Es geht darum, wie ich die Menschen, die von mir lernen wollen, noch besser unterstützen kann. Und das Produkt, was ich dafür ganz gerne erstellen wollte, ist eben die she-preneur Academy, denn da halte ich mein gesamtes Wissen fest und weiß, dass ich im Rahmen der Academy einfach viel besser unterstützen kann, als im insider club. Denn in der Academy geht es mehr ums Tun und weniger ums Netzwerken. Es geht mehr darum, wirklich die nächsten Schritte im Business zu gehen, sich Sachen zu trauen und zur Unternehmerin zu werden.

[17:41] – Auch da habe ich eine große Entscheidung getroffen und gesagt, wir kündigen alle Mitgliedschaften und diejenigen, die in die Academy kommen wollen, die buchen neu. Dadurch haben wir natürlich viele Mitglieder verloren bzw. haben sich viele entschieden nicht zu verlängern – und das ist auch OK. Wie gesagt, der Fokus liegt nicht auf dem Umsatz, sondern der Fokus liegt darauf einen Impact zu haben und Frauen weiter zu helfen, sie dabei zu unterstützen, mit ihrem Business Geld zu verdienen und unternehmerisch zu denken. Ein ganz großes Learning und es gehört auch zu meinen Werten.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Der Fokus in 2020 lag auf den Impact

[18:26] – Ich habe sehr viele wertebasierte Entscheidungen in diesem Jahr getroffen. … 2019 habe ich mich sehr stark mit meinen Werten auseinandergesetzt und das hat mir in diesem Jahr auch nochmal sehr stark geholfen, da auch die richtigen Entscheidungen zu treffen.

[18:53] – Wir hatten den ersten sechsstelligen Launch in diesem Jahr. Das war auch definitiv ein Erfolg, denn wir haben damit den nächsten Meilenstein im Business erreicht. Und auch hier gleich noch zwei Learnings mit dazu: Eines davon ist, Zeit zum Planen lohnt sich. Du brauchst Zeit, um einen ordentlichen Launchplan zu erstellen, um dir wirklich zu überlegen, wann soll was gemacht werden, was wollen wir erreichen, was ist das Messaging – vor allem, wenn du mit einem Team arbeitest. Wenn wir Zeit haben zum Planen, dann haben alle mehr Klarheit und wissen eben auch, was wann umgesetzt wird und wir arbeiten viel weniger unter Stress. Der zweite Punkt, den ich dir noch nicht mitgeben möchte, ist: Weniger ist mehr.Wenn wir weniger machen, können wir viel mehr erreichen. Auch umsatztechnisch können wir viel mehr erreichen, und wir können viel mehr Leute abholen oder mitnehmen, weil wir sie eben nicht überfordern.

[20:26] – Was mir in diesem Jahr super viel Spaß gemacht hat und was mich auch einfach total antreibt (und das werden wir 2021 auf jeden Fall wiederholen) – warum ich auch den Fokus der Academy auf die Umsetzung setzen werde – ist, dass wir in diesem Jahr über 100 Frauen in die Umsetzung gebracht haben. Einen Teil aus dem insider club im Rahmen der Beta-Kurs Challenge und im Rahmen des Bundles. Aber ich habe auch den Frauen in meinen Gruppenprogrammen dabei geholfen mehr Kund:innen zu gewinnen, mehr Umsatz zu generieren oder Neues auszuprobieren, die Komfortzone zu verlassen, sichtbar zu werden, mehr Reichweite aufzubauen. Die Dankbarkeit und die Freude, die da zurückgekommen ist, ist einfach großartig und das ist das, was mich antreibt und was mir so wichtig ist.

[22:40] – Der Fokus in 2019 und auch ein Großteil in 2020, lag auf dem she-preneur insider club als Hauptprodukt. Und jetzt wandelt sich der Fokus auf die she-preneur Academy. Das heißt, ich habe mein Produktportfolio komplett umstrukturiert. Es fühlt sich unheimlich gut an, weil ich weiß, dass ich dadurch eben meiner Vision noch viel näher komme und weil ich dadurch einfach die Frauen, meine Kundinnen, meine Community, noch viel besser unterstützen kann.

[23:20] – Entscheidungen zu treffen ist so wichtig, auch wenn sie Angst machen. Entscheidungen helfen uns dabei Dinge loszulassen, die uns nicht mehr dienen oder die nicht mehr so gut funktionieren, wie am Anfang, aus denen wir vielleicht auch herausgewachsen sind – und das ist wichtig, dann da auch den nächsten Schritt zu gehen.

[23:43] – Ich habe zu etwas Nein gesagt und das ist mir unheimlich schwer gefallen. Das war die Summit 2020, die eigentlich für Anfang November geplant war. Da haben wir dann das she-preneur Academy Kick-off-Festival durchgeführt. Ich habe einfach gemerkt, dass wir zwei große Projekte nicht gleichzeitig umsetzen können. Wir hatten ja auch noch das Bundle in diesem Jahr, was übrigens auch ein sehr großer Erfolg war, nicht nur für uns, sondern auch für meine Kundinnen. Das brauchte so viel mehr Aufmerksamkeit, wie ich eingeplant hatte, sodass wir die Summit 2020 am Ende nicht mehr geschafft hatten. Ich musste mir wirklich eingestehen, dass mein Team und ich das nicht hinbekommen. … Wir haben die Summit 2020 abgesagt bzw. auf das Frühjahr 2021 verschoben.

[25:42] – Ein weiteres Learning, was ich hatte und was jetzt nicht konkret zu den Erfolgen konkret gepasst hat, ist: Ich muss mehr delegieren. Ich habe mittlerweile ein großes Team, … sie machen sehr viel, sie kommen aber noch ziemlich viel auf mich zu und wollen meine Unterstützung bzw. das ich bestimmte Sachen absegne. Und da darf ich einfach im nächsten Jahr viel mehr delegieren. Das heißt, in diese Rolle werde ich im nächsten Jahr noch viel mehr schlüpfen und werde schauen, dass ich mein Team noch mehr empowere die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, selbst umzusetzen und auch alleine Entscheidungen zu treffen, ohne dass ich da bin. Für mich wird eine große Aufgabe sein, das Team umzustrukturieren oder die To-Dos, die Aufgabenbereiche oder Verantwortungen nochmal umzustrukturieren, damit wir noch effizienter arbeiten und noch mehr erreichen können.

Eine Übung für Umsetzung und Reflexion.

Ich bin unglaublich dankbar für dieses Jahr, obwohl es nicht so verlief, wie wir alle wollten, aber es hat mich trotzdem viel gelehrt und mir gezeigt, dass ich mittlerweile sehr viele erreichen kann und dass ich anderen helfen kann positiver zu sehen und die nächsten Schritte zu gehen, um noch mehr zu erreichen. Gerade in Zeiten wie diesen ist das super wichtig und in diesem Jahr ist es mir noch bewusster geworden.

Ich habe dir noch eine Übung mitgebracht, damit auch du ins Tun kommst und dir das Reflektieren leichter:

  1. Nimm dir ein weißes Blatt Papier und teile es in 4 gleich große Felder auf. Ich finde es übrigens immer besser mit der Hand zu schreiben. Denn wenn wir Dinge mit der Hand schreiben, dann bleiben sie eher in unserem Kopf, wir können uns leichter mit ihnen verbinden, als wenn wir es via Laptop oder Tablet notieren.
  2. In das linke obere Feld schreibst du dir deine Erfolge aus 2020. Das darf gerne eine lange Liste werden. Notiere dir die kleinen und großen Erfolge.
  3. In das rechte Feld daneben trägst du ein, was notwendig war um diese Erfolge zu erreichen. Was musstest du tun? Welche Entscheidungen musstest du treffen? Warst du besonders fleißig, mutig oder hast du bestimmte Sachen losgelassen? Schau dir nochmal die Erfolge an und schau, was notwendig war, um diese einzelnen Erfolge erreichen zu können.
  4. In das dritte Feld links unten schreibst du, was in 2020 nicht so lief, wie du es erwartet oder wie du es dir gewünscht hast. Was sind Dinge, die nicht funktioniert haben? Was wolltest du erreichen, hast du aber nicht erreicht?
  5. Rechts daneben schreibst du auf, was du aus diesen Dingen, die nicht geklappt haben, gelernt hast. Was wolltest du erreichen, hast es aber nicht erreicht und was hast du daraus gelernt?

Ein Beispiel: Du wolltest einen Launch machen und hast ihn am Ende nicht gemacht. Vielleicht hattest du keine Zeit. Das heißt dann, dass du besser planen musst, dass du anders priorisieren musst. Oder du hast dein Umsatzziel nicht erreicht. Dann bedeutet das vielleicht, dass du mehr Fokus darauf legen musst wirklich zu verkaufen. Überlege dir genau, was es ist und was du gelernt hast – das ist dann die Basis für deine Planung 2021.

Wie verlief dein Jahr 2020?

Ich bin sehr gespannt, was du aufschreibst. Teile gerne deine Erfolge und deine Learnings mit mir, indem du z.B. einfach einen Screenshot von dieser Episode machst und mich auf Instagram taggst. Lass mich wissen, wie dein Jahr 2020 war, auch in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

{Podcast} Schritt für Schritt zur idealen Launch-Strategie

Die ideale Launch-Strategie – gibt es die überhaupt? Natürlich nicht. Denn sie ist ganz individuell, je nach Angebot, je nach Zielgruppe, je nachdem, welches Problem du für deine Kund:innen löst. Dein Angebot wiederum musst du Schritt für Schritt optimieren und dabei herausfinden, was den Erwartungen oder Wünschen deiner Kundinnen entspricht. Und hier schließt sich der Kreis, denn dabei hilft dir dein nächster Launch.

“Das habe ich daraus geschlussfolgert, dass es nicht ganz den Wünschen der Kundinnen entspricht, indem ich bei meinem dritten Launch nur eine hatte, die gekauft hat. … Und da habe ich dann gedacht: Okay, was kann ich jetzt noch anders machen, damit die Themen noch klarer werden und damit die Kundinnen wissen, auf was sie sich einlassen?“ sagt mein heutiger Gast und gibt Business-Einblicke, die ehrlich sind und zeigen, wie es wirklich aussieht. Denn es ist mir enorm wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, man launcht einmal und hat sofort 100 Teilnehmer:innen. Ganz im Gegenteil, man muss viel ausprobieren, bis es irgendwann so läuft, wie wir uns das gerne wünschen.

In dieser Episode nehme ich dich wieder einmal hinter die Kulissen einer meiner Kundinnen mit, die in diesem Jahr einen Membership-Bereich aufgebaut hat. In der heutigen Episode sprechen wir darüber, was sie tut, um ihre ideale Launch-Strategie zu finden.

Deine Learnings aus dieser Podcast-Episode.

Mein heutiger Gast arbeitet mit Frauen in Führungspositionen und hilft ihnen dabei, sich in einem vor allem von Männern dominierten Umfeld durchzusetzen. Sie zeigt ihnen, wie sie für sich selbst in Führung gehen, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen und um ihr Netzwerk zu erweitern. Freu dich auf eine spannende Episode mit vielen Business-Insights von und mit Dr. Anja Schäfer.

[1:56] – Du hast Ende März ein neues Produkt gelauncht und zwar war das der VIP-Club, der sich an Frauen in Führung richtet und diesen hast du in diesem Jahr auf unterschiedliche Art und Weise an dein Publikum gelauncht. Ich möchte gerne von dir wissen, wie oft du deine Mitgliedschaft in diesem Jahr schon gelauncht hast. Du hast das ziemlich oft gemacht und ich bin mir nicht mal sicher, ob du ganz genau sagen kannst, wie oft du ihn dieses Jahr schon gelauncht hast. Liebe Tanja, das ist richtig. Also ich bin gefühlt im Dauerlaunch. Ich habe Ende Februar das erste Mal gelauncht. Ich habe vorher eine Umfrage gemacht – unter meinen Interessentinnen, Kundinnen – was sie sich wünschen und hatte gehofft, es kommt das ideale Produkt heraus. Dem war leider nicht so. Ich habe mich dann sozusagen herangetastet, von Launch zu Launch. Und ich habe, wenn ich das zurückverfolge, mindestens jeden zweiten Monat eine Challenge gemacht und zwischendurch habe ich mich auch noch an Webinar-Launches versucht.

[3:19] – Das, was die meiste Zeit kostet, sind diese Mails vorab und hinten dran und ich habe festgestellt, dass ich eigentlich fast immer an diesen Mails sitze und mir neue einfallen lassen darf. Es ist ja, das habe ich von dir gelernt, immer dasselbe Produkt geblieben und wenn ich die an meine Newsletter-Liste ausspiele, da kann ich nicht immer die Mail von letzter Woche nehmen, sondern da darf ich mir immer etwas Neues einfallen lassen und das war echt ein bisschen anstrengend. … Wichtig ist, und ich glaube, das ist auch wichtig für unsere Zuhörer:innen, da nochmal wirklich drauf zu achten nicht jedesmal ein anderes Produkt zu launchen, sondern lieber zu gucken: Wie kann ich das perfektionieren? Wie kann ich das besser machen und wie kann ich mit jedem Mal idealerweise bessere Ergebnisse erreichen?

[4:42] – Es hat jedes Mal etwas funktioniert und etwas nicht funktioniert. … Ich hatte vorher eine sehr intensive Umfrage gemacht unter meinen Kundinnen, also mit virtuellen Tools, wo man einfach ein paar Fragen beantworten durfte. Da war ich sehr überrascht – ich hatte an die 40 Rückmeldungen, das hatte ich damals nicht erwartet. Ich habe dann in ein Klärungsgespräch eingeladen und hatte, glaube ich, 16 Gespräche zu führen. Von diesen Frauen hat dann mindestens jede Zweite gebucht. … Ich bin mit 12 Frauen aus dem ersten Launch rausgegangen und hab dann gedacht: „Okay, wenn es beim ersten Mal schon so gut funktioniert hat, dann kann es ja nur besser werden.“ Aber dem war nicht ganz so.

[6:02] – Aber ich habe auch für mich lernen dürfen, dass es wichtig ist, dass ich Fans habe und nicht unbedingt welche, die einfach nur mal gucken wollen. Denn die sind schnell drin und dann schnell wieder draußen. Es hat mir am Anfang weh getan, um jede, die gegangen ist, aber mittlerweile weiß ich, dass die, die dabei sind, auch wirklich mit Herzblut dabei sind. Ich habe auch für mich verstanden, dass es viel wichtiger ist, dass ich wenige habe, die Fans sind, als viele, die nur schnuppern und nach drei Tagen wieder kündigen.

[7:14] – Es ist ganz wichtig da immer zu Experimentieren und auch zu gucken: Was passt am besten für dich und für deine Zielgruppe. Das habe ich ja auch für mich verstanden, dass ich also jetzt keinen Club für alle bieten kann. Sondern ich habe an dem Club auch noch gearbeitet. Ich habe nicht nur an meiner Launch-Strategie gearbeitet, sondern auch an dem Produkt, indem ich das immer spitzer formuliert habe.

[9:56] – Menschen, die einmal von uns kaufen und zufrieden sind, kaufen in der Regel wieder. Und das ist eine sehr schöne Sache, wie man bei dir auch sehen kann. Also egal, ob es dann kostenpflichtig oder auch kostenfrei ist, sie sind einfach viel aktiver mit dabei, weil sie einfach wissen, dass sie bei dir auch Qualität und guten Input bekommen und natürlich auch im Nachhinein noch mal Fragen stellen können, falls irgendetwas nicht ganz klar ist.

[10:25] – Mit welchen Preis bist du gestartet und wo legst du jetzt mit dem Preis für deine Mitgliedschaft? Ich bin mit 49 € gestartet, im Monat plus Mehrwertsteuer. Für mich war von vornherein klar, dass ich nicht mit 19 € anfangen will, weil ich da wirklich viel Herzblut reinstecke. Also lieber Klasse statt Masse. Ich bin jetzt bei 67 € plus Mehrwertsteuer und will bei meinem nächsten Launch dann auf 77 € plus Mehrwertsteuer gehen. Ich habe jedes Mal erhöht. Ich habe das auch immer angekündigt, „Wenn du jetzt nicht buchst, zahlst du beim nächsten Mal mehr.“

[12:04] – Ich habe auch noch nicht erlebt, dass die Kund:innen des Geldes wegen kündigen. Das sie sagen, der Club ist mir zu teuer. Sondern es ist eher die Frage, dass zu viel angeboten wird und sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Total. Das ist eher so eine Sache, die wir uns einreden, dass es am Preise liegt, dass es zu teuer ist, dass wir das nicht vertreten können. Aber auf der anderen Seite habe ich eben auch die Erfahrung gemacht, je teurer es ist, desto committeter sind die Leute, desto aktiver sind sie mit dabei, desto bessere Ergebnisse bekommen sie auch. Und das ist auch am Ende das, was mich zufrieden stellt oder was dich zufrieden stellt. Weil, am Ende bringt es ja nichts, wenn du Kund:innen hast, die nicht in die Umsetzung kommen und keine Ergebnisse haben, sondern du willst ja auch die Ergebnisse sehen.

[13:09] – Kannst du uns da einmal Schritt für Schritt durchführen, was du dieses Jahr alles ausprobiert hast? Also angefangen habe ich mit einer kostenfreien Challenge im Februar, ich glaube mit 70 Anmeldung. Da habe ich den VIP-Club das erste Mal gelauncht, damals aber noch zu einem anderen Thema. Im Mai habe ich das erste Mal ein kostenloses Online-Training gemacht, ein Einwöchiges zum Thema Netzwerken, da hatte ich damals um die 140 Anmeldung. Und im Juni habe ich das erste Mal angefangen, mit einem kostenpflichtigen Produkt reinzugehen, weil ich mehr live dabei haben wollte. Das war so meine Erfahrung, dass die Frauen, die dann live dabei sind, auch kauffreudiger sind. Das war damals 25 €, ich hatte 25 Anmeldung und, ich glaube, so um die 20-22 sind immer live dabei gewesen. Das war für mich ein wichtiges Learning, dass, wenn was bezahlt wird, dann einfach die Wahrscheinlichkeit, dass sie dabei sind, größer ist. Jetzt, Ende Oktober, launche ich das nächste Mal vom 26. bis zum 30. wieder das Online-Training „Netzwerken“, dann zum vierten Mal dieses Jahr. Da wird das ganze 10 € plus Mehrwertsteuer kosten. Es kostet etwas weniger, weil ich hoffe auf die Art und Weise wieder mehr zu erreichen.

[14:48] – Kannst du dich noch erinnern, wie viele gekauft haben, als es 25 € gekostet hat? Ja, es waren vier Frauen. … Von der Conversion-Rate ist das mega genial und das ist halt das, was du eben schon gesagt hast: Wenn jemand etwas bezahlt, dann haben sie schon einmal Geld ausgegeben, dann sind sie halt viel aktiver mit dabei, und die Wahrscheinlichkeit ist eben auch höher, dass sie etwas kaufen, weil sie einfach auch mit dabei waren. Es gibt so viele kostenfreie Angebote da draußen – und wir kennen das selber, wir melden uns irgendwo an und dann habe ich keine Lust oder doch etwas besseres vor, und dann ist es wieder vorbei. Aber wenn wir Geld ausgeben für etwas, dann tragen wir uns den Termin eben auch in den Kalender ein und sagen: „Ja, cool, da bin ich jetzt aktiv mit dabei und mache auch mit.“ Und dann sieht man eben auch ganz genau, dass ich ein ernstes Interesse an dem Thema habe und das ich mich da weiterentwickeln möchte.

[17:48] – Ich liebe es, wenn die Teilnehmerinnen in die Umsetzung kommen und das bemerke ich ja nicht, wenn ich nur ein einzelnes Webinar gebe. Und das ist ja dann auch deine Energie, die du halt nach außen geben kannst. Du hast halt viel mehr Zeit zu performen, als in so einem anderthalbstündigen Webinar. Ich glaube, da muss auch jede:r ihre/seine eigene Form des Launches finden, die einem selbst Energie gibt und in der man halt sehr gut zeigen kann, dass man Ergebnisse erreichen kann.

[18:20] – Ich hab mir jetzt für die Zukunft vorgenommen eine Mischung zu fahren. Ich mache also jetzt gerade aus meinem Online-Training einen Online-Kurs, mit deiner Unterstützung, und will das übernächste Mal dann vom Prinzip her wieder was ausprobieren. … Dann besteht die Möglichkeit diesen Online-Kurs kostenfrei von meiner Webseite aus zu absolvieren, also dich da anzumelden, und ich will den dann noch einmal im Quartal … mit meiner Live Begleitung machen, für den du aber dann etwas bezahlen wirst. Ansonsten eben automatisiert über deine Webseite, richtig? Richtig! Weil, das ist etwas, was ich gelernt habe von meinen Kundinnen. Ich habe geglaubt, das gehe so nicht, aber ich habe Kundinnen, die nie live im Training waren und mir aber hinterher Erfolgsmeldungen geschrieben haben. Man konnte ja immer das Aufzeichnungspaket kaufen und da gibt es immer welche, die das machen. … Bis ich verstanden habe, dass jede:r anders tickt. Ich profitiere mehr von live dabei sein und ich habe es natürlich lieber, wenn die Kundinnen live dabei sind, aber es gibt auch welche, die das lieber im stillen Kämmerlein umsetzen. Und für die ist dann sozusagen die Möglichkeit gegeben, sich einfach den Kurs herunterzuladen und das im stillen Kämmerlein zu machen. Es funktioniert auch so. Und das zeigt auch wieder, dass wir überhaupt nicht von uns selbst ausgehen dürfen. Dass das eigentlich ein großer Fehler auch sein kann, wenn wir einfach nur die Dinge machen, die wir gut finden und unsere Kund:innen nicht berücksichtigen, was auch viel zu oft gemacht wird.

Tanja Lenke - Online Business Strategin - she-preneur - Podcast - Launch-Strategie mit Erfolg

[20:45] – Anja, du hattest ganz am Anfang schon erzählt, dass du dein Angebot Schritt für Schritt optimiert hast. … Wie genau bist du da vorgegangen? Wie hast du überhaupt erfahren, dass du etwas optimieren musst oder dass irgendetwas nicht den Erwartungen oder Wünschen deiner Kundinnen entspricht? Das habe ich daraus geschlussfolgert, dass es nicht ganz den Wünschen der Kundinnen entspricht, indem ich bei meinem dritten Launch nur eine hatte, die gekauft hat. … Und da habe ich dann gedacht: „Okay, was kann ich jetzt noch anders machen, damit die Themen noch klarer werden und damit die Kundinnen wissen, auf was sie sich einlassen?“ Daraufhin habe ich einen Erfolgsfahrplan NETZWERKen entwickelt … und habe sechs Erfolgsbausteine herausgearbeitet, die ich mit meinen Kundinnen jetzt so sukzessive trainiere. … Den habe ich also ganz genau aufgezeichnet und dann grafisch dargestellt, und ich kann jetzt sagen, das ist Stufe eins, das ist Stufe zwei, das ist Schritt drei, das ist Schritt vier, Schritt fünf und sechs. So dass sie sehen, was sie erreichen können und wie man das Ganze strategisch angeht. Und ich weiß von denen, die jetzt im August gebucht haben, … dass da auch welche dabei waren, die explizit gebucht haben, weil da das Wort Erfolgsfahrplan drin stand.

[23:12] – Es ist einfach viel greifbarer, wenn ich was mit meinen Augen sehen kann oder wenn wir einfach etwas visualisieren können. Dann kann ich eben als Kund:in viel besser feststellen, ob das was für mich ist oder wo ich vielleicht mich selber auch gerade einstufe und wo ich eigentlich hin möchte. Und wir müssen ja auch immer überzeugen, wenn wir verkaufen, also ein Angebot zu launchen oder in Angebot zu veröffentlichen ist halt nicht ausreichend. Wir müssen irgendwie den Bedarf wecken und dazu eignet sich z.B. ein Launch, in dem wir wirklich aufzeigen, welche Möglichkeiten die Person eben noch hat, wenn sie mit uns zusammenarbeitet. Und wenn wir nicht schaffen, das zu verdeutlichen, oder dass sie das verstehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass sie am Ende auch kaufen. Ja, richtig, und ich habe für mich festgestellt, je klarer ich das habe und je mehr ich das in einzelne Schritte herunterbreche, umso leichter ist es auch das zur erläutern. Auf jeden Fall. Weil es dann halt nicht mehr so abstrakt ist. Weil das, was du in deinem Kopf hast, kannst du halt ganz anders visualisieren, aber das eben zu kommunizieren, an die nächste Person, die davon profitiert, dass ist die Herausforderungen an der ganzen Sache. Und deswegen ist es auch so wichtig, dass wir einfach experimentieren und auch immer wieder lernen und gucken, wie wir unser Angebot verbessern können.

[25:26] – Das Thema Netzwerken ist auch für alle Selbstständigen, für alle Unternehmerinnen, ein ganz, ganz wichtiges Thema, auf das wir nicht verzichten dürfen. Also das ist ganz, ganz wichtig, auch wenn man selber denkt, ich bin kein:e Netzwerker:in. Ich zähle mich auch nicht unbedingt zu den Netzwerkerinnen bzw. mache ich das nicht gerne. Ich bin auch eher diejenige, die im stillen Kämmerlein zufrieden ist, aber ich weiß das es absolut notwendig ist und mir auch dabei geholfen hat vorwärts zu kommen. Also ein Netzwerk ist super super wichtig.

[26:06] – Du hast ja am Anfang auch gesagt, dass du schon Kündigungen von deiner Mitgliedschaft bekommen hast. Inwieweit haben die dir dabei geholfen dein Angebot zu optimieren? Die erste Kündigung, die ich bekommen habe, war eine Dame, die mir schrieb, dass das, was ich anbiete, sie schon alles verinnerlicht hat. … Das ist auch für mich wichtig gewesen zu lernen, dass ich mit meinem Produkt, was ich super Klasse finde, aber nicht jede erreichen kann. Das ist das eine. Und dann habe ich auch Rückmeldungen bekommen, dass es zu viel ist. Dann habe ich gedacht, okay, ich will jetzt nichts streichen, aber ich kann an der Struktur arbeiten. Das also klarer wird, wie die Struktur ist und wie man die Schritte einzeln geht, damit man nicht, wenn man einsteigt, vom Prinzip her den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, sondern das für sich klarer nutzen kann.

[27:30] – Viele sagen ja, das hast du mit Sicherheit auch schon da draußen gehört, dass das Mindset alleine ausreicht, um so einen erfolgreichen Launch durchzuführen. Glaubst du, Strategie spielt eine ganz untergeordnete Rolle und wie wichtig ist aus deiner Sicht das Mindset? Also ich würde sagen Strategie spielt keine untergeordnete Rolle. Mit Mindset alleine, bin ich der Ansicht, wird man es nicht wuppen können, sondern beides zusammen spielt auf den Erfolg ein. Mindset ist aber auch ganz wichtig. Das habe ich für mich erfahren dürfen. Dieses Vertrauen darauf, dass ich jetzt alles getan habe und das sozusagen dann Ergebnisse kommen, ist für mich auch jedes Mal eine Herausforderung. Zumal ich ja gerne an viel mehr Schrauben ansetzen würde. Aber dann ist für mich schwierig nachzuvollziehen, was hat jetzt funktioniert, was hat nicht funktioniert. Darüber haben wir auch schon ein paar Mal gesprochen. Bei so einem Launch geht man halt durch ganz viele unterschiedliche Emotionen. … Und das ist eine sehr anstrengende Phase. Kannst du dazu noch mal ein bisschen was sagen, wie du damit umgehst oder auch wie du diese Phasen erlebst? Also ich hab mich vor allen Dingen bei denen erkundigt, die gekauft haben, um fürs nächste Mal bessere Argumente zu haben, warum sie dabei sind. … Es ist ganz wichtig zu verstehen, dass ich mein Bestes getan habe. … Und der Rest ist für mich ein bisschen, dass ich darauf vertraue, dass es jedes Mal besser wird. … Ansonsten ist es einfach, finde ich, eine Trainingsfrage gut darauf zu vertrauen, dass es sich ausgeht. Auf jeden Fall. Vertrauen, vertrauen, vertrauen und am Ende loslassen, denn du hast deinen Teil erledigt, du hast gegeben, du hast anderen mehr von deinem Thema erzählt, du hast ihnen geholfen, die nächsten Schritte zu gehen, und alles andere liegt halt nicht mehr in deiner Macht. … Unsere Aufgabe ist es eben, eine gute Leistung hinzulegen und zu gucken, wie wir den Menschen zeigen können, wie wir ihnen weiterhelfen können. Und das ist eine sehr emotionale Phase und braucht natürlich auch Übung.

[31:59] – Ich lerne ja jedes Mal etwas. Ich hab aus jedem, selbst aus dem Webinar-Launches, in denen ich jetzt noch nichts verkauft habe, für mich Dinge mitnehmen können. Das erste Mal hat es technisch nicht funktioniert, da hat Zoom mir keine Präsentation erlaubt, da habe ich das Webinar ohne meine schönen Folien gehalten, und das sind ja dann auch manchmal äußerliche Dinge, auf die man keinen Einfluss hat. Und wenn ich sehe, an welchem Punkt ich jetzt stehe und an welchem Punkt ich zum Jahresanfang gestartet bin, da finde ich, habe ich eine ganze Menge erreicht. Eine Sache, die ich von meinem Mentor James Wedmore mal gelernt habe, ist eine ganz spannende Sache, die mir extrem weitergeholfen hatte. Er sagt, jeder Launch zeigt dir, an welchen Stellen du dein Business noch optimieren musst. Also an welchen Stellschrauben du noch drehen musst, was noch nicht optimal funktioniert, wo Prozesse vielleicht noch nicht optimal laufen, wo du noch nicht richtig kommuniziert hast. Und alles ist eigentlich ein Experiment und nur solange wir experimentieren oder es auch als Experiment sehen, desto leichter wird uns das fallen. Und ich glaube auch, dass die ganzen Learnings, die wir eben haben, dass die viel mehr Wert sind, als wenn wir die 500 € oder 1000 € oder so was dafür bekommen. … Ohne Learnings können wir halt nicht weiter wachsen.

[33:35] – Ich würde noch gerne mit dir ganz kurz über das Thema Netzwerken sprechen. Das Thema Netzwerken ist ein super wichtiges Thema und ist ja auch dein Kernthema. Kannst du nochmal erzählen, inwieweit das Netzwerken dir dabei geholfen hat dein Business auch aufzubauen oder dir vielleicht auch immer noch hilft? Also Netzwerken ist eines meiner Herzensthemen und ist für mich ein Thema immer wieder zu fragen: Habe ich die richtigen Kontakte oder was kann ich noch tun, um mit anderen in den Austausch zu kommen? Und klar, ich bin ja selbständig, also hilft mir mein Netzwerk auch dabei mein Business aufzubauen, indem ich Kund:innen gewinne, indem ich weiterempfohlen werde, indem ich Kooperationspartner:innen finde, indem ich Mentor:innen finde. Das ist ganz unterschiedlich. Wichtig ist beim Netzwerken, dass, und das habe ich am Anfang auch nicht so richtig für mich verstanden, aber dem ist so, ich an einer Stelle reingebe und ich nicht unbedingt an der gleichen Stelle etwas zurückbekomme. Aber irgendwo bekomme ich wieder etwas raus. Und das sehe ich jetzt bei meinen Trainings auch. Ich gebe viel rein und wenn dann die Teilnehmerinnen berichten, was sie durch dieses Training, indem sie auch viel in puncto Mindset an sich arbeiten dürfen, aber eben auch Strategien an die Hand bekommen, was sich da alles verändern lässt. … Es sind drei Teilnehmerinnen aus einem Training, die sich bis dato nicht kannten, die machen jetzt eine Mastermind zusammen. … Das ist etwas, was in meinem Plan, wie ich das Training geplant hatte, nicht drin war. … Wir wissen ja nicht alles. Wir merken das erst, wenn wir sehen, was wir erreichen können, wenn wir andere Menschen zusammenbringen. Also das, was ich mit dem she-preneur insider club erreicht habe, das war mir auch am Anfang gar nicht klar, das waren alles diese wunderschönen Nebeneffekte … Das ist schon echt lebensverändernd für ganz viele Leute, die vorher irgendwie alleine im Job oder alleine selbständig waren und keinen Austausch oder so hatten – und jetzt auf einmal tolle Kontakte zu haben, die einen unterstützen oder die man kontaktieren kann, wenn man Fragen hat – das das absolut Gold wert und das hat nicht jede:r so. Ich glaube, es hat auch kaum jemand. Ich glaube, da sind ganz viele Leute, die darauf noch verzichten und nicht wissen, wie hilfreich das sein kann Austauschpartner:innen zu haben. Oder eben das Thema Netzwerken nicht die Priorität geben, die es haben sollte. Im Englischen heißt es ja ‚Networking‘ – Netzwerken ist Arbeit. Auf jeden Fall. Man kann auch nicht erwarten, nur zu nehmen, sondern erst geben und dann nehmen. Und auch das sehe ich viel zu oft, dass man sofort versucht irgendwas von anderen zu nehmen, ohne erstmal eine Beziehung aufzubauen. Ja, dem ist so und was ich auch immer noch empfehle, ist das Ganze strategisch anzugehen. … Also nicht so einfach das Ganze aus dem Bauch heraus machen, wie es ja auch für den Business-Aufbau nicht zu empfehlen ist. … So ist es bei mir mit dem Thema Netzwerken, dass ich mehr erreiche, wenn ich weniger mache, aber das eben bewusst.

[37:20] – Hast du vielleicht noch drei Tipps für uns, für das Thema Netzwerken, also was kann ich als Selbstständige tun?Wenn ich eine Kontaktanfrage stelle, da auch eine persönliche Nachricht mitzuschicken. Weil im normalen Leben, wenn ich dich auf einer Netzwerkveranstaltung treffen würde, würde ich dir ja auch nicht einfach gleich die Visitenkarte überreichen, sondern da würden wir auch Worte wechseln. Das finde ich auch ganz wichtig und das ist für mich netzwerkunabhängig, also egal ob ich jetzt auf Facebook oder auf Linkedin unterwegs bin. Das finde ich ganz wichtig. Ich empfehle auch sich zeitnah zu vernetzen. Also wenn ich irgendwo jemanden kennengelernt habe, empfehle ich immer die 72-Stunden-Regel, weil aus den Augen, aus dem Sinn. Und das Dritte, was ich empfehle, ist neben geben – geben ist ganz wichtig, dazu hatten wir aber schon was gesagt – auch zu nehmen. Nehmen kann sein, indem ich einfach nur danke sage. Es gibt viele, die sagen, ich habe mit geben überhaupt kein Problem, aber ich kann nicht nehmen. Das erlebe ich auch öfter bei meinen Teilnehmerinnen, das sind ausschließlich Frauen und wir Frauen haben die Angewohnheit viel zu geben. Und sich dessen auch mal bewusst machen, dass ich auch nehmen muss, damit das Ganze funktioniert.

[39:20] – Ich empfehle auch, weil du das Thema Netzwerken ansprichst, nochmal sich ganz konkret zu fragen: Bin ich in dem richtigen Netzwerk unterwegs? Also ich habe für mich lernen müssen, dass Facebook nicht mein Netzwerk ist, wo ich meine Kundinnen finde und dass ich da einen eigenen Weg gehen muss, auch wenn alle um mich herum sagen, Facebook ist sozusagen das goldene Mekka. Und das auch immer mal für sich wieder zu hinterfragen, bin ich denn noch in dem richtigen Netzwerk unterwegs oder darf ich da auch woanders schauen. Und wenn du kein passendes findest, dann machst du es einfach wie Tanja und ich – du gründest dein eigenes. … Ich mache auf Facebook selber aktiv als Selbständige nicht mehr viel und nutze es nur für meine persönliche Weiterentwicklung. Meine Kundinnen habe ich da nicht gefunden oder nur sehr mühsam und das war für mich auch ein ganz wichtiges Learning in puncto Netzwerken – dass mein Netzwerk einfach ein anderes sein kann, als alle um mich herum propagieren. Man muss es einfach ausprobieren. Es kommt halt immer auf uns selber an und immer auch auf die Zielgruppe drauf an.

In Kürze startet Anjas nächstes Training und auch dort wird es um das Thema Netzwerken gehen. Wenn du Kontakt zu Anja aufnehmen möchtest, dann findest du hier alle Links:

Webseite
Online-Training „Erfolgsstrategie NETZWERKen“
Podcast Kommunikationstango
Xing
LinkedIn

Ich hoffe diese Episode hat dir wieder jede Menge Inspirationen geliefert und gezeigt, dass es wichtig ist ins Tun zu kommen und vor allem zu experimentieren! Denn nur so erhalten wir die Learnings, die uns wirklich mit unserem Business weiterbringen. Um deinem Launch-Angebot den letzten perfekten Feinschliff zu verpassen, habe ich für dich eine Video-Serie erstellt, in der du die 3 Basics für ein Angebot lernst, das auch gekauft wird. Melde dich hier für diese kostenfreie Weiterbildung an und lerne, wie dein Angebot unwiderstehlich wird.

Wie launchst du deine Online-Produkte? Bietest du Webinare oder Trainings oder Coachings an?

Teile deine Erkenntnisse gerne in der she-preneur Community auf Facebook. Ich freue mich, wenn du diese Episode mit deinen Business-Freundinnen teilst und / oder mir eine Empfehlung für diese Folge hinterlässt.

Alles Liebe,

Deine Tanja

Meinen she-preneur Podcast „Mach dein Business leicht & sexy“ sowie diese und weitere Episoden findest du auf der Plattform deiner Wahl (iTunes, Spotify, etc.). Hole dir sofort umsetzbare Tipps und profitiere von meinen Learnings.


PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann lerne mich und meine Vision kennen.

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