Ab wann darfst du dich “Expertin” nennen?

Was bedeutet eigentlich die Bezeichnung “Expertin”? Und ab wann darfst du dich so nennen? Wieso solltest du dich überhaupt als Expertin bezeichnen?

Über diese Fragen haben wir in der she-preneur Community diskutiert und die Meinungen gingen oft auseinander. Gerade bei Frauen scheint die Hemmschwelle, sich selbst als Expertin zu bezeichnen, sehr hoch zu sein: „Ich darf mich Expertin nennen, wenn andere mich so sehen und so bezeichnen“, schreiben viele in unserer geschlossenen Community auf Facebook.

Diese spannende Diskussion hat gezeigt, dass Frauen sehr zaghaft mit dem Wort Expertin umgehen und das ist etwas, was wir ändern müssen.

Wieso du nicht auf Fremdzuschreibungen warten solltest und was es deinem Business bringen kann, wenn du dich selbst als Expertin siehst und auch so wahrgenommen wirst, erfährst du in diesem Artikel.

 

Was ist eigentlich ein Experte oder eine Expertin?

Googelt man den Begriff „Expertin“, dann wird es als eine Person bezeichnet, die über überdurchschnittliches Wissen auf einem Gebiet oder über besondere Fähigkeiten verfügt. Was aber genau „überdurchschnittliches Wissen“ ist oder was diese „besonderen“ Fähigkeiten sind, das wiederum ist nicht klar definiert. Jede Person, die leidenschaftlich über ein Thema spricht, sich gern darüber informiert und einen Wissensstand erreicht hat, mit dem sie anderen Personen weiterhelfen kann, ist eine Expertin.

Wie anfangs erwähnt, zögern gerade viele Frauen damit, sich selbst Expertin zu nennen. She-preneur Community Mitglied Anne beispielsweise ist promoviert und lehrt als Dozentin an einer Universität. Trotzdem schreibt sie uns, dass sie sich nicht als Expertin bezeichnen würde – sie wüsste nicht alles auf ihrem Gebiet. Natürlich gibt es auch im jeweiligen Fachgebiet von Expertinnen Felder, in denen man über weniger Expertise verfügt, als in anderen.

Es gibt Menschen, die mehr wissen als du … aber es gibt auch welche, die weniger wissen. Vergleiche dich nicht mit anderen. Du musst klar definieren, wem du helfen kannst und auf welchem Gebiet du eine Expertin bist. Du kannst immer jemandem mit deinen Kenntnissen helfen, dich so weiterentwickeln und deine Expertise anreichern.

Ein allumfassendes Wissen wird nie erreicht werden können und ist auch kein Maßstab, nach dem man sich richten sollte. Viele Menschen, die keine Ausbildung in einem Gebiet haben, können dennoch Expertenwissen erreichen, durch Erfahrung und Leidenschaft.

Du musst an dich glauben und dich selbst Expertin nennen. Erst wenn du davon überzeugt bist, werden es auch andere sein. Warte nicht darauf, bis jemand dir diesen Titel gibt. In eine neue Rolle muss man erst hineinschlüpfen, bevor man sie ausfüllen kann. „Wenn ich als Expertin wahrgenommen werden möchte, muss ich mich so nennen“, meint ein weiteres Community-Mitglied. Der Begriff „Expertin“ ist übrigens kein geschützter Titel. Wenn du über solides Wissen oder Erfahrung verfügst und dich wohlfühlst, anderen beratend zur Seite zu stehen, dann bist du ziemlich sicher eine Expertin!

Hier habe ich mal ein praktisches Beispiel für dich, das dir zeigt, dass du selbst auch Menschen als Expertinnen wahrnimmst, die nicht unbedingt ein Examen auf dem Gebiet ihrer Expertise abgelegt haben müssen. Wessen Rat würdest du eher suchen?

  1. Den einer Ernährungswissenschaftlerin mit abgeschlossener Ausbildung, die seit 10 Jahren nicht mehr in ihrem Beruf tätig ist und sich in der Zeit darin nicht weitergebildet hat.
  2. Oder den einer Bloggerin, die keinen akademischen Grad verfolgt hat, sich aber regelmäßig informiert, viel selbst ausprobiert hat und über ihre Erfahrungen schreibt. Sie hat ihre Ernährung umgestellt, fühlt sich sehr wohl und gibt dies an ihre Kundinnen weiter.

Sicher würdest du auch eher die Bloggerin nach ihrer Expertise fragen, jemanden, der sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzt und sich kontinuierlich weiterbildet.

 

Woran erkenne ich, dass ich eine Expertin bin?

7 Anzeichen, die dich erkennen lassen, ob du eine Expertin auf deinem Gebiet bist:

1. Du merkst, dass du auf deinem Fachgebiet eine Lernkurve erfahren und dich weiterentwickelt hast. Das ist etwas, das dich als Expertin von vielen gelernten Coaches unterscheidet: Etwas theoretisch zu lernen ist immer anders, als es selbst zu erfahren. Das steigert deine Glaubwürdigkeit sehr.

2. Du möchtest anderen dabei helfen die Transformation zu erleben, die du bereits hinter dir hast und willst deine Expertise teilen.

3. Du wirst oft nach deinem Rat gefragt. Zu welchem Thema suchen Personen deine Expertise?

4. Du brennst für dein Thema und erzählst leidenschaftlich gerne davon.

5. Die Weiterbildung in deinem Fachgebiet fällt dir leicht, du liest gerne Bücher darüber oder gehst auf Weiterbildungen.

6. Falls du etwas nicht weißt, dann weißt du aber, woher du die nötigen Informationen beziehen kannst.

7. Das Thema ist so selbstverständlich für dich geworden, dass du das Gefühl hast, nichts besonders zu sagen oder besonderes Wissen zu haben. Und vielleicht ist es gerade der Punkt, der dich daran zweifeln lässt, ob DU eine Expertin bist? 

Warum sollte dich jemand dafür bezahlen? Wer würde dir zuhören? Jetzt ist die Zeit, dein eigenes Mindset zu ändern. Dieses sich selbst im Weg stehen ist ein gängiges Problem der Selbstwahrnehmung. Glaub an dich selbst!

Es gibt verschiedene Stufen des Expertenwissens, du musst deiner Zielgruppe nur einen Schritt voraus sein. Fokussiere dich auf eine bestimmte Gruppe, deren Expertin du sein willst. Wenn du bereit bist, dich kontinuierlich weiterzuentwickeln, dann wirst du deinen Expertinnenstatus immer weiter ausbauen und zur Top-Expertin deines Bereichs aufsteigen.

 

Wieso sollte ich mich trauen mich “Expertin” zu nennen?

Wenn du dich selbst als Expertin bezeichnest, signalisierst du anderen deine Wertigkeit. Du nennst dich Expertin, da du weißt wie viel du kannst und über wie viel Expertise du verfügst. Gegenüber deinen Kunden verstärkt dieses selbstbewusste Auftreten deine Glaubwürdigkeit.

Ein Expertinnenstatus erhöht auch deine Nachfrage, schließlich wählen Kunden die Anbieter aus, die über die größte Expertise und Sicherheit verfügen. Das ist auch deine Preisgrundlage. Expertin zu sein rechtfertigt höhere Preise.

Mit Hautproblemen gehst du schließlich auch zur Dermatologin und nicht zur Allgemeinärztin, die zwar viel Wissen hat, aber eben nicht die Expertin auf dem für dich benötigten Gebiet ist.

 

Ja, du bist Expertin auf deinem Gebiet! Verrate uns in den Kommentaren, auf welcher Stufe (1 bis 10) du dich selbst als Expertin siehst.

 

Alles liebe,

Deine Tanja

 


Immer mehr Menschen bringen ihre Expertise online. Daher wirst du nur erfolgreich sein und bleiben, wenn du es schaffst, deine Reichweite und Bekanntheit zu steigern und in deiner Nische als DIE Expertin wahrgenommen zu werden.

Dafür gibt dir die diesjährige she-preneur Summit wertvolle Tipps, Tricks & Tools an die Hand – ein Online-Event, live und gratis, von ExpertInnen aus dem jeweiligen Gebiet. In 90-minütigen Talks und Workshops erhältst du sofort umsetzbare Tipps und Strategien in den Bereichen Leadership, Produktivität, Ideenfindung, Marketing, Technik, Mindset, Strategie, Finanzen und Geschäftsmodelle.

Wenn du also dein Business weiter voranbringen willst, dann ist die she-preneur Summit genau richtig für dich. Melde dich jetzt schnell an.


 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

 

12 Gründe, warum 90% beim Aufbau eines Online-Business scheitern.

In meinem Mitgliederbereich, dem she-preneur insider club, ist letztens eine Frage aufgetaucht (vielmehr wurde eine Diskussion gestartet), die mich nachhaltig beschäftigt hat. Und zwar ging es um folgende Aussagen:

„Mein Business läuft nicht.“

„Wie kriege ich mein Business zum Laufen?“

„Wie macht ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, dass ihr mit eurem Business nicht vorwärts kommt?“

In den darauffolgenden Tagen habe ich mich hingesetzt und mir überlegt, was denn die Hauptgründe dafür sind … Fehler, die Unternehmerinnen begehen, wenn sie ihr Online-Business starten … Fehler, die die meisten (angehenden) Online-Unternehmerinnen machen. Die Punkte sind dabei nicht nur für den Online-Bereich anwendbar, sondern eignen sich auch für alle Selbständige und Entrepreneure.

Deine Idee für dein Business ist klar, alles ist vorbereitet und eigentlich kann es losgehen – aber wie? Nur weil deine Webseite steht oder du Werbung geschaltet hast, bedeutet das nicht automatisch, dass du erfolgreich sein wirst. Denn es ist tatsächlich so, dass viele Selbstständige mit ihrem Business scheitern – sie können nicht von dem Leben, was sie tun.

Es gibt so viel zu beachten, du hast es aber selbst in deinen Händen. Und ich verrate dir jetzt, was notwendig ist, um dir ein erfolgreiches Business aufzubauen und welche Fehler du unbedingt vermeiden musst.

 

1. Die Geschäftsidee.

Lass es mich kurz und knapp zusammenfassen: Sie lieben nicht, was sie tun.

Die Aussage möchte ich dir gerne erklären. Viele machen sich selbstständig um der Selbstständigkeit willen. Sie machen vielleicht etwas, was sie gut können, können sich aber nicht mit dem Thema oder dem Kunden identifizieren. Schlussendlich fehlt dann die Leidenschaft und natürlich auch die Motivation.

Deine Arbeit muss nicht zwangsweise deine größte Leidenschaft sein, du solltest sie aber gerne machen und mögen. Andernfalls erschwert es deinen Arbeitsalltag erheblich, du kommst Morgens nicht aus dem Bett und bist Abends frustriert. Deine Geschäftsidee passt nicht zu dir, sie ist mit deinen Werten nicht im Einklang.

Außerdem musst du dir über deine Geschäftsidee im Allgemeinen Gedanken machen. Bedienst du eine Nische? Oder bist du zu breit aufgestellt, nicht wettbewerbsfähig und löst mit deiner Arbeit keine Probleme? Wird deine Idee am Markt überhaupt gebraucht?

Deine Geschäftsidee sollte sich in 1-2 Sätzen klar zusammenfassen lassen und aufzeigen, welches Problem du für deine Kunden löst. Hierfür eignet sich übrigens hervorragend ein Elevator Pitch, den ich dir im verlinkten Artikel erkläre.

Deine Kunden müssen bereit sein, für dich, für deine Idee, für die Lösung des Problems Geld auszugeben. Kurzum: Wem hilfst du, was zu tun, mit welchem Ergebnis?

 

2. Das Geschäftsmodell.

Kommen wir zum Geschäftsmodell: Hier geht es vor allem um die Produkte und die Preise. Ein häufiger Fehler, der mir begegnet, ist, dass nicht die richtigen Produkte angeboten werden oder die Preise entweder zu hoch oder zu niedrig sind. Der Kunde muss den Wert deines Angebots erkennen.

Entwickele deine Angebote idealerweise gemeinsam mit deinen Kunden, orientiere dich an ihnen. Teste, hole dir Feedback ein, optimiere Schritt für Schritt und passe deine Preise an. Es ist ein stetiger Prozess.

Als Beispiel möchte hier gerne meinen geschlossenen Memberbereich, den she-preneur insider club, noch einmal erwähnen. Ich habe ihn zusammen mit meinen Kundinnen entwickelt, wir sind gemeinsam gewachsen und ich konnte somit noch gezielter auf die Bedürfnisse meiner „shes“ eingehen. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Auch meine Mentoring-Programme sind durch und mit meinen Kunden entstanden.

Der Kunde kommt zuerst und dann erst das Angebot. Gewinne Selbstvertrauen in dich, dein Produkt / deine Dienstleistung und deine Preise.

 

3. Die Planung.

Viele denken, sie brauchen keine Planung. Andere wiederum machen einmal einen Plan und schauen ihn dann nie wieder an. Manche überprüfen ihren Plan vielleicht am Jahresende und merken, dass sie ihre Ziele überhaupt nicht erreicht haben.

Das Thema Planung ist ein ganz wichtiges Thema in deiner Selbstständigkeit! Dinge müssen langfristig geplant werden, da wir ansonsten nicht das erreichen, was eigentlich möglich wäre.

Mein Tipp: Plane einmal im Jahr groß und schaue, was du in diesem Jahr erreichen möchtest. Erstelle daraufhin deine Quartalsziele, die dazu da sind, deine Wünsche und Träume zu realisieren und dein Business voranzubringen. Deinen Jahresplan wiederum solltest du mindestens 2x im Jahr überprüfen und schauen, ob die Ziele, die du dir aufgeschrieben hast, noch passen oder ob du sie ändern musst.

Es geht darum einen Plan zu haben, um überhaupt einmal zu wissen, was man für die eigenen Ziele tun kann. Denn wenn man das nicht weiß, dann gelangt man nicht an sein Endziel.

Um deine Planung, deine Ziele, ansprechend zu visualisieren, empfehle ich dir übrigens das Erstellen von einem Vision Board.

 

4. Die Einzigartigkeit.

Was macht dich und dein Angebot einzigartig? Kannst du die Frage ganz spontan beantworten? Falls nicht, dann versuche mehr über dich und deine Persönlichkeit zu erfahren. Wer bist du, was sind deine Werte und wie kannst du das nach draußen kommunizieren?

Sei keine Kopie, nur weil das Original so vielversprechend scheint. Verfolge deine eigenen Ziele und nicht die der anderen. Nur so wirst du respektiert.

Deine Einzigartigkeit kannst du selbst und deine Persönlichkeit sein, was sich dann in deinem Branding (deine Werte, deine Sprache, deine Bilderwelten) widerspiegelt. Gerichtet an die richtigen Kunden und gekoppelt mit einer guten Nische.

Mit Authentizität und Ehrlichkeit sprichst du die Kunden an, die auch zu dir passen. Du machst dich unverwechselbar, verschaffst dir Gehör und positionierst dich somit als Expertin in deiner Nische. Dein Weg, dein Ziel.

 

5. Die Kommunikation.

Die Sichtbarkeit ist hier das Schlagwort. Wir alle müssen uns Sichtbarkeit verschaffen, damit die Kunden auch wissen, dass es uns und unser Business überhaupt gibt. Viele Faktoren treffen hier aufeinander, denn es reicht nicht nach Veröffentlichung der Webseite auf Aufträge zu warten.

Kenne deine Kunden. Das ist ein stetiger Entwicklungsprozess, mit der Zeit lernst du deine Kunden und ihre Probleme immer besser kennen. Nur so kannst du zielgerichtet kommunizieren.

Veröffentliche problemlösenden Content regelmässig (!), denn so baust du Vertrauen auf und der Kunde weiß genau, was er bei dir erwarten kann. Er weiß, dass du, das dein Angebot die Lösung für sein Problem ist. Setze dabei auf Qualität statt Quantität und plane den Content voraus.

 

6. Der Fokus.

Wir können nicht alles schaffen und die wahre Stärke liegt darin, sich auf das Wichtige zu fokussieren. Konzentriere dich auf eine Sache, bis sie funktioniert und verfolge dann erst die nächste Idee.

Sobald wir mehrere Aufgaben haben, die unsere Aufmerksamkeit brauchen, verlieren wir an Fokus und können die Dinge nicht mehr in der Qualität erledigen, die sie eigentlich benötigen würden.

Fokussiere dich auf die eine Sache und perfektioniere diese. Das baut Vertrauen bei deinen Kunden auf, da du strukturierter und klarer kommunizierst und nach außen auftrittst. Im Anschluss, wenn diese eine Sache funktioniert, kannst du dann neue Ideen verfolgen und dein Angebot weiter ausbauen.

Woran du erkennst, welche Aufgaben wirklich wichtig sind, erfährst du im verlinkten Artikel.

 

7. Der E-Mail-Funnel.

Du brauchst einen E-Mail-Funnel. Der E-Mail-Funnel ist Teil eines Sales-Funnels und kann auch als „E-Mail-Serie“ bezeichnet werden. Deine Webseiten-Besucher sollten zu Leads werden, das heißt, sie tragen sich in deinen E-Mail-Verteiler ein, in dem du dich um deine Leads kümmerst. Du teilst Mehrwert mit ihnen, gibst Informationen, hilfst ihnen weiter und weist sie nach und nach auf deine kostenpflichtigen Angebote hin.

Du erzählst ihnen, wie du weiterhelfen kannst ihre Ziele zu erreichen. Ein E-Mail-Funnel ist ein umfangreiches Thema, dass ich dir gerne ans Herz legen möchte. Oft kann man sich zwar in einen Newsletter eintragen, aber dann kommt nachfolgend überhaupt kein Newsletter mehr. Oder man bietet ein Freebie zum Download an, danach folgt aber keine weitere E-Mail-Serie, die für den Kunden relevant ist. Nur zwei Beispiele von vielen.

Über den E-Mail-Verteiler kümmerst du dich automatisch um die Leads, um die potenziellen Kunden, um aufzuzeigen, dass du die richtige Person für die Lösung des Problems bist.

 

8. Das Thema Launchen.

Manche Selbstständige schießen Challenges oder dergleichen aus der Hüfte, ohne Vorbereitung. Oder sie stellen ein automatisiertes Webinar oder eine Videoserie online, ohne die Dinge vorher umfangreich getestet zu haben. Das funktioniert nicht und schwächt auch deine Glaubwürdigkeit vor deiner Kundschaft.

Lerne zuerst deine Kunden live kennen und finde heraus, was sie wollen und wie du Mehrwert lieferst. Denn grundsätzlich wollen Leute nichts kaufen. Das ist erst einmal ein Fakt. Du musst es schaffen, das Interesse für dein Angebot zu wecken.

Webinare und Challenges müssen gut geplant und vorbereitet werden. Was möchtest du wie und wann erreichen? Wie viele Teilnehmer möchtest du haben? Wie soll die Anmeldeseite aussehen? Und funktioniert die Technik? All diese Fragen inkl. der Dinge, die du davor, währenddessen und danach anbietest, sollten bereits einige Zeit vor dem eigentlichen Tag X fertiggestellt sein, damit du dich nach dem Launch gezielt deinen Kundenanfragen widmen kannst.

Bereits vor einem Launch musst du Stück für Stück das Interesse wecken, um dem potenziellen Teilnehmer zu zeigen, dass er das Angebot braucht. Lerne zu launchen, dann lernst du auch zu verkaufen. Und danach kannst du es automatisieren.


In meiner aktuellen Masterclass erfährst du übrigens, wie ich mir als leise Unternehmerin in nur 15 Monaten ein nachhaltig profitables Online-Business aufbaute und wie du das auch schaffen kannst – Schritt für Schritt. Zur Anmeldung geht’s  >>HIER<<  entlang.


 

9. Alles alleine versuchen.

Ein Fehler, den auch ich gemacht habe. Ich habe gedacht, dass ich das alles alleine schaffen kann. Kann ich aber nicht. Und wenn ich das nicht kann, dann kannst du das auch nicht. Wir alle brauchen Unterstützung … Jemanden, der uns zeigt wie es geht, der uns zeigt was möglich ist und der uns pusht.

Das alles kann in Form von Coachings passieren, es können Mastermind-Gruppen sein oder auch Tools – alles Dinge, die ein wichtiges Investment darstellen und wofür du bereit sein solltest, Geld auszugeben. Investiere in Sachen und Menschen, die dir Zeit und Arbeit ersparen, damit du dich gezielt deinen Kunden widmen kannst und nicht den Kopf voller anderer Gedanken haben musst.

An welcher Stelle kannst du jetzt investieren und was ist das Sinnvollste, das dich ein Stück weiterbringt?

 

10. Das Mindset.

Einer der häufigsten Fehler, der mir im Laufe meiner Arbeit begegnet ist. Es geht um die gesamte innere Einstellung, denn die bestimmt den Erfolg deines Business. Denkst du klein oder denkst du groß, hast du ein kleines Mindset oder hast du ein großes Mindset?

Welche Verhaltensweisen sind förderlich, welche eher hinderlich? Denke groß und passe deine Verhaltensweisen an. Zu wenig Pausen, zu wenig Ruhe … das sind alles Dinge, die in dein Mindset mit hineingehören.

Investieren ist auch etwas, was dein Mindset betrifft. Ich zum Beispiel investiere, weil ich weiß, dass ich danach viel mehr rausbekomme, wenn ich es umsetze. Ich bin bereit, für mein Mindset, für mein Business etwas zu tun. Dazu gehört Eigenverantwortung und 100%iges Engagement.

Auch das Thema Gleichgesinnte gehört mit dazu. Kooperationspartner oder Kollegen, die auf einem ähnlichen Level sind, sind Gold wert. Der Austausch zeigt dir, was möglich ist und wo du dein Mindset verbessern kannst. Die gemeinsame Zeit dient dir als Inspiration und zum Tanken von neuer Energie.

Überwinde deine Ängste und zerdenke Dinge nicht bis ins Unendliche. Triff Entscheidungen, probiere aus und mach einfach. Schließlich könnte es ja auch gut werden! Die Komfortzone vergrößert sich von Mal zu Mal und du wirst immer erfolgreicher.

 

11. Unrealistische Erwartungen.

Die meisten haben beim Schritt in die Selbstständigkeit unrealistische Erwartungen. Sie denken, dass das erste Webinar perfekt sein muss, dass sich Erfolge sehr schnell einstellen und dass sich utopische Einkommensziele im ersten Jahr realisieren lassen.

Sie sind nicht bereit von „Null“ anzufangen und nachhaltig zu wachsen. Das frustriert und lässt viele bereits nach kurzer Zeit wieder aufgeben. Anstatt einfach zu schauen, was man falsch macht, wo man liegt und an welchen Stellen man nachjustieren muss. Gegebenenfalls zusammen mit jemandem, der sich auskennt.

 

12. Neues Lernen.

Das ist ein Tipp von Catherina, den sie mir während meines Facebook-Live-Videos in die Kommentare geschrieben hat. Oft fehlt die Bereitschaft Neues dazulernen zu wollen, auch wenn man Aufgaben abgibt und delegiert.

Die Selbständigkeit ist ein Teil des Lebens, in der man nie aufhört zu lernen. Dinge ändern sich, Vorschriften werden überarbeitet, neue Bedingungen gestellt. Wir müssen kontinuierlich dazulernen und uns den Gegebenheiten anpassen. Stillstand ist Rückschritt. Sei offen für neues Wissen.

 

In welchen Punkten findest du dich wieder? Verrate es mir gern in den Kommentaren. 

 

Alles liebe,

Deine Tanja

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

 

Interview: Julia Lakaemper, Mindset Coach & Mentorin

Ich habe mit der lieben Julia Lakaemper, Mindset Coach & Mentorin gesprochen und freue mich, dass sie uns ein paar Einblicke in ihr Business gegeben hat. Julia ist Mitglied im she-preneur insider club. Bevor wir in das Interview einsteigen, wollte ich von ihr wissen, warum sie sich für den she-preneur insider club entschieden hat. Und das hat sie mir geantwortet:

„Als ich vom insider club hörte, hatte ich gerade meine lukrativen Freelance-Jobs losgelassen, um mich voll und ganz meinem Coaching-Business zu widmen. Damals hatte ich noch kein Team und ich wünschte mir vor allem Austausch mit Gleichgesinnten, Unterstützung und Netzwerk-Möglichkeiten. Tanja war mir sofort sympathisch und ich kannte eine der ersten Mitglieder im she-preneur insider club. Das gab mir ein gutes Gefühl, dass ich mich im insider club wohl fühlen würde. Außerdem wollte ich dringend meine strategische Planung verbessern. Ich machte viel zu viel auf einmal und fand es total schwer, Prioritäten zu setzen. Seitdem komme ich in größeren Schritten und in den strategisch wichtigen Bereichen voran – dabei helfen mir auch die monatlichen Planungsworkshops.“

 

Liebe Julia, welche 3 Eigenschaften beschreiben dich als Person am besten?

Julia: Menschen vertrauen mir schnell, erzählen mir von ihren Herausforderungen und zeigen sich verletzlich – und ich höre gern zu. Sehr oft gestehen sie mir dann: „Das habe ich bisher noch niemandem erzählt.“ oder „Du bist die Erste, die das erfährt.“ Das hat schon zu vielen interessanten Begegnungen geführt und hilft mir als Coach natürlich auch sehr, dass sich meine Coachees bei mir wohlfühlen und sich mir gern anvertrauen. Mir wird oft gesagt, dass ich eine angenehme Ruhe ausstrahle und ein optimistischer und positiver Mensch bin.

Früher hätte ich mich nie als mutig bezeichnet. Seit ich meinen bequemen Vollzeitjob gekündigt hab, um ins Ungewisse zu springen und mehrere Jahre mit dem Rucksack um die Welt zu reisen, werde ich immer mutiger. Auch die Gründung und mein Weg zur Unternehmerin lassen mich immer mutiger werden, ich kann mit Herausforderungen besser umgehen und merke, wie sich meine Widerstandsfähigkeit verbessert hat.

Ich bin sehr wissbegierig und neugierig, lese viele Bücher und höre unheimlich gern Podcasts und Hörbücher über das Unternehmertum, Mindset, Geld, Neurowissenschaften und Psychologie. Davon kann ich einfach nicht genug bekommen.

 

Stelle uns dein Business vor.

Julia: Als Mindset Coach & Mentorin unterstütze ich meine selbständigen Kunden dabei, innerlich erfüllt und finanziell erfolgreich zu leben und zu arbeiten.

Gerade in der Gründungsphase und den Entwicklungsstufen der Selbständigkeit stoßen viele erstmals mit ihrem Money Mindset an ihre Grenzen: Sie erleben Existenzängste, verkaufen sich unter Wert, die Kunden bleiben aus oder die Finanzen sind ein einziges Chaos. Im Coaching definieren wir gemeinsam ihre Vision, Mission und klare Ziele.

Diese Klarheit setzt Energie frei, um Raum für die jeweilige Mindset-Transformation zu schaffen: Mental, emotional und auch ganz praktisch: Meine Coachees entwickeln in diesem Veränderungsprozess eine neue, unterstützende Beziehung mit Geld, bringen Ordnung in ihre Finanzen, verbessern ihre Selbstfürsorge und ziehen mehr Wunschkunden an.

Meine Coachings gebe ich überwiegend online 1:1 und kombiniere sie gern mit intensiven Workshops, online oder offline. Außerdem gebe ich ein 3-monatiges Money Mindset Gruppencoaching, das ich liebe und hab einen 4-wöchigen Online-Kurs „Ein Leben nach deinen eigenen Regeln“ im Programm.

Ich reise sehr gern, mir ist es wichtig, mein Business dorthin mitnehmen zu können, wo ich mich aufhalten möchte. Vor allem im Berliner Winter, wenn es hier zu lange zu kalt und zu dunkel ist.

 

Was bedeutet Erfolg für dich?

Julia: Es ist meine Mission, Frauen durch ein unterstützendes Money Mindset mit ihrem Herzensbusiness in die finanzielle Unabhängigkeit zu bringen. Je mehr Coachees ich erreiche, die durch meine Unterstützung zufriedener leben und in ihrer Selbständigkeit finanziell erfolgreicher sind, desto erfolgreicher fühle ich mich.

Ich bin ein freiheitsliebender Mensch, daher bedeutet Erfolg für mich auch, mir mein Leben so gestalten zu können, wie ich es möchte. Auch wenn ich mich so viel mit Money Mindset und Geld beschäftige, ist Wohlstand für mich ein angenehmer Nebeneffekt von Erfolg. Mir ist es wichtig, dass ich entscheiden kann, wann, wo und mit wem ich zusammenarbeite und dabei ein Leben lebe, das mir Spaß macht und zu mir passt.

Das bedeutet auch, dass ich mir meine Zeit frei einteile, meinen Mittagsschlaf mache, zum Sport und zur Massage gehe und nicht den ganzen Tag von morgens bis abends schuften muss, um fünfstellige Monatsumsätze zu generieren.

 

Wie kam es dazu, dass du dich für die Selbstständigkeit entschieden hast?

Julia: Auf meiner dreijährigen Weltreise habe ich viel darüber nachgedacht, was ich nach meiner Rückkehr beruflich machen will und entschieden, nebenberuflich eine Coaching-Ausbildung zu durchlaufen. Danach war sehr schnell klar: Damit mache ich mich selbständig. Ich habe gar keine andere Möglichkeit mehr gesehen. Das hätte ich mir vor 10 Jahren nie träumen lassen!

 

Nenne 3 Dinge, die du als Selbstständige vermisst (und was du dagegen tust).

Julia: In der ersten Zeit war es auf jeden Fall Urlaub. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, mir genug Auszeiten und Urlaub zu gönnen. Inzwischen plane ich meine Auszeiten als erstes, wenn ich meine Jahresplanung durchgehe und liebe Workations, in denen ich Arbeit, Tapetenwechsel, Netzwerken und Reisen verbinde.

Lange hab ich auch Austausch und persönliche Treffen vermisst, ich fühlte mich wie eine einsame Einzelkämpferin hinter dem Bildschirm. Ich musste raus, unter Gleichgesinnte, die mich und meine Situation verstehen konnten. Dafür ist der she-preneur insider club super.

Eine Weile hab ich auch die vermeintliche Sicherheit einer Festanstellung vermisst, da steckte ich noch in meinem Arbeitnehmer-Mindset. Seitdem ich mit einer klaren Mission und dem Wissen aufwache, dass ich in der Gegenwart aktiv und strategisch gestalte, wie meine Zukunft aussehen wird, fehlt mir überhaupt nichts mehr.

Ich brauchte allerdings erst einige Erfolgsmomente und das richtige Umfeld, um das wirklich zu begreifen und zu vertrauen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

 

Wie wichtig ist für dich das Thema „Netzwerken“? Und welche Vorteile siehst du im „Netzwerken unter Frauen“?

Julia: Netzwerken ist für mich extrem wichtig, ich sehe darin nur Vorteile! Es ist wunderbar, im insider club zu fast jeder Frage eine Expertin zu finden. Das ist Gold wert und spart viel Zeit. Außerdem genieße ich den unkomplizierten, herzlichen und konkurrenzfreien Austausch mit wunderbareren Frauen, die an ganz unterschiedlichen Punkten ihrer Selbständigkeit stehen.

Ich gebe mein Wissen sehr gern weiter und frage auch gern nach Unterstützung. Ohne die Mastermind könnte ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen zu arbeiten. Ich schätze diese inspirierenden Frauen, die mich einerseits herausfordern, mir Mut machen und mich feiern und andererseits Verständnis mitbringen, für Klarheit und neue Hoffnung sorgen, wenn die Pläne mal nicht aufgegangen sind. Es hat viel zu lange gedauert, bis ich mir diese Unterstützung gegönnt und erkannt habe, wie viel Kraft es hat, miteinander zu wachsen.

 

Was möchtest du anderen Gründerinnen/selbstständigen Frauen ans Herz legen und aus deinen bisherigen Erfahrungen mit auf dem Weg geben?

Julia: Mach nicht alles allein! Vergleiche dich nicht mit anderen, bleib du selbst. Suche dir so schnell wie möglich Unterstützung, triff dich mit anderen Selbständigen und Unternehmerinnen, lass dich inspirieren und geh dennoch deinen eigenen Weg. Arbeite kontinuierlich an deinem Mindset und gib nicht auf – bleib dran, bleib dran, bleib dran. Immer dann, wenn du denkst, dass alles so richtig Scheiße ist und es nicht mehr weitergeht, steckst du gerade in einem wichtigen Veränderungsprozess, der dich dahin führt, wo du hinwillst. Schau genau hin und lerne daraus – dann wirkt diese Erfahrung wie ein Trampolin, das dich erst kurz nach unten und dann weit nach oben befördert!

 

Zu guter Letzt: Verrate uns dein Lieblingszitat und seine Bedeutung für dich.

Julia: „Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.” – Buddha

Ein unterstützendes Mindset ist heute ein Modewort. Das Prinzip, dass wir mit unseren Gedanken unsere Realität schaffen, ist über 2.500 Jahre alt und inzwischen neurowissenschaftlich belegt.

Für mich hat dieses Wissen ganz viel Erleichterung geschaffen und mir Sinn gegeben: Ich kann mir mithilfe meiner Gedanken die Realität erschaffen, in der ich innerlich erfüllt und finanziell erfolgreich lebe und arbeite. Diese Botschaft und wie es möglich ist, will ich an so viele Menschen wie möglich weitergeben.
 

Vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in dein Business, liebe Julia. Ich bin sehr gespannt, wie sich dein Business weiterentwickelt und wünsche dir viel Erfolg!

Wie war es bei dir? Aus welchem Grund hast du dich selbstständig gemacht? Oder bist du noch am überlegen, wie du es am besten anstellst? Hinterlass einen Kommentar und motiviere damit andere. 

Liebe Grüße

Deine Tanja

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

Bild © Studio Afraz

 

4 Gründe, warum du dich mit Gleichgesinnten verbinden solltest.

Gemeinsam statt einsam. Schon Xavier Naidoo singt in seinem Lied: „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.“

Es gibt in der Selbstständigkeit Bereiche und Aufgaben, da kommt man alleine nicht weiter. Man stockt in seinem Arbeitsfluss, weil in dem Moment entweder das KnowHow fehlt oder die Gedanken sich im Kreis drehen. Spätestens genau dann bräuchte man jemanden, mit dem man sich austauschen kann – und sei es nur auf einen Kaffee beim Lieblingsbäcker um’s Eck.

Ich habe mir ein paar Gedanken zu den 4 wichtigsten Gründen gemacht, warum du dich mit Gleichgesinnten verbinden solltest. Als ein Denkanstoss für dich, falls du noch immer überzeugt als Einzelkämpferin unterwegs bist oder einen kleinen Schubs in die richtige Richtung benötigst.

 

1. Für mehr Inspiration.

Inspiration – ein für mich sehr wichtiger Punkt im Arbeitsalltag. Ohne Inspiration würde ich immer auf der gleichen Stelle treten, selten Neues lernen oder den Mut haben, andere Dinge auszuprobieren.

Menschen, die ähnliche Ziele verfolgen und Menschen, die schon erreicht haben, was ich erreichen will, sind dabei meine größte Inspirationsquelle. Der gemeinsame Austausch verschafft mir eine neue Qualität in meiner Arbeit und lässt meine Gedanken in viele andere Richtungen schweifen – die Möglichkeiten scheinen auf einmal schier grenzenlos.

Plötzlich sieht man, was alles gehen kann, wo man vorher nur dachte, dass man bereits alles versucht hat. Zielführende und inspirierende Gespräche bewirken Wunder und das auf beiden Seiten.

 

2. Um dein Netzwerk zu erweitern.

Netzwerke richtig, netzwerke sorgsam, netzwerke mit Leidenschaft! Gute Kontakte öffnen dir Türen, sie helfen und inspirieren. Triff dich mit Menschen, die dir und deiner Gedankenwelt ähnlich sind und suche nach Gleichgesinnten zum gemeinsamen Arbeiten und philosophieren.

Das oft genannte Vitamin B ist einer der Hauptgründe für ein gut gestricktes Netzwerk. Gepflegte Kontakte bringen Kunden, vor allem, wenn du dabei auf Klasse statt Masse setzt. Auf den Punkt gebracht meine ich damit: Netzwerken unter Gleichgesinnten, das ist ein wichtiges und nicht zu unterschätzendes Thema – es ist fast schon das Fundament deiner Selbstständigkeit.

Wenn du deine perfekte Netzwerkpartnerin beschreiben müsstest, was wären deine Anforderungen an sie? Wäre sie ein Spiegelbild deiner selbst? Oder das genaue Gegenteil davon?

 

3. Für deine persönliche Weiterentwicklung.

Fortschritt ohne eine persönliche Weiterentwicklung ist nicht möglich. Und eine persönliche Weiterentwicklung ohne den Austausch mit Gleichgesinnten ist fade, langweilig und auch nicht zielführend. Ohne die Gespräche in meinem Netzwerk, ohne meine Mastermind-Gruppe, wäre ich nicht dort, wo ich heute bin. Ich konnte lernen, mich weiterentwickeln, Meinungen einholen und Fehler vermeiden.

Du kannst nicht in jedem Bereich Deiner Selbstständigkeit sofort alles wissen. Aber durch dein Netzwerk kommst du an Infos und Tipps, die dich weiterbringen, ohne das du viel Geld investieren musst. Vielleicht brauchst du Hilfe beim Gründungszuschuss und in deinem Netzwerk befindet sich jemand, der den gerade beantragt hat. Oder du steckst in einer Sackgasse, kommst mit deinem Projekt nicht mehr weiter und brauchst eigentlich nur ein bisschen Input von außen.

Was als Einzelkämpferin Zeit und Geld kostet, kostet dich in deinem Netzwerk nur eine kurze Nachricht online, einen Cappuccino offline und deine Hilfe dann, wenn auch jemand diese benötigt.

 

4. Um Kooperationen einzugehen.

Kooperationen sind wichtig, um deine Reichweite zu steigern. Wenn du die richtigen Menschen in deinem Netzwerk hast, dann könnte daraus auch eine spannende Zusammenarbeit entstehen. Sieh andere Unternehmerinnen in deiner Nische als Partnerinnen an und nicht als Wettbewerber. durch diese Sichtweise werden Kooperationen zustande kommen, die dir nicht nur für den Moment helfen, sondern dir in der Zukunft jede Menge Türen öffnen.

Ich habe mir überlegt, was eine mögliche Zusammenarbeit für dich mit der richtigen Netzwerkpartnerin sein könnte: Wie wäre es mit einem Webinar, bei dem ihr euer Fachwissen gegenseitig ergänzt? Oder ein gemeinsames Retreat, das euch mit euren Kundinnen in einem schönen Umfeld arbeiten lässt? Live-Events und Workshops ergänzen die Liste für Kooperationen im Offline-Bereich, Affiliates und Gastartikel im Online-Bereich. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Warum du dich mit Gleichgesinnten verbinden solltest

Ich habe via Facebook und Instagram bereits nach den Meinungen meiner Followerinnen gefragt und möchte dir ihre Antworten nicht vorenthalten:

• „Um gemeinsam die Menschen zu stärken und um andere weiter zu empfehlen.“ – Maria via Instagram

• „Gleichgesinnte geben oft ein anderes Feedback als das persönliche Umfeld, das vielleicht nicht selbständig ist und andere Sichtweisen, Sicherheitsbedürfnisse oder Sorgen hat … Ich hatte allerdings immer Glück, dass ich von all meinen Lieben unterstützt wurde.“ – Maja via Instagram

• „Weil du der Durchschnitt der fünf Menschen bist, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ – Ulli via Facebook

• „Um sich getragen zu fühlen. Für eine Prise Wohlfühlfaktor.“ – Katharina via Instagram

• „Um mit Menschen reden zu können, die genauso denken wie du.“ – Veronika via Facebook

• „Um auf dem Laufenden zu bleiben.“ – Carina via Instagram

• „Ein fünfter Grund ist noch: Um die Motivation aufrecht zu erhalten dranzubleiben.“ – Karin via Instagram

• „Es können auch Synergieeffekte entstehen – für alle. Außerdem arbeitet man im gleichen Energiefeld und macht es stärker, so dass alle in Flow kommen!“ – Vlada via Instagram

• „Echte Kritik braucht Augenhöhe!“ – Susanne via Facebook

• „Den Blickwinkel auf 360 Grad erweitern. Nicht nur für die eigene Meinung, sondern als wichtiges Feedback.“ – Jule via Instagram

 

Fallen dir ganz spontan noch mehr Gründe ein? Verrate mir doch weitere Punkte in den Kommentaren und wir können die Liste gemeinsam ergänzen.

 

Alles liebe,

Deine Tanja

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

 

Interview: Katja Raschke von HR konkret Katja Raschke, Personalmanagement & Coaching

Ich habe mit der lieben Katja von HR konkret Katja Raschke, Personalmanagement & Coaching gesprochen und freue mich, dass sie uns ein paar Einblicke in ihr Business gegeben hat. Katja ist Mitglied im she-preneur insider clubBevor wir in das Interview einsteigen, wollte ich von ihr wissen, warum sie sich für den she-preneur insider club entschieden hat. Und das hat sie mir geantwortet:

„In meinen ersten 10 Jahren als selbständige Personalmanagerin und Business Coach war ich stärker im „Offline- und Präsenzgeschäft“ tätig. Ich möchte nun die Chancen des „Onlinegeschäftes“ nutzen und meine Kunden so schneller, effektiver und ortsunabhängig unterstützen zu können.

Genau hier bietet der she-preneur insider club geballtes Wissen und gegenseitige Unterstützung in toller Atmosphäre.“

 

Liebe Katja, welche 3 Eigenschaften beschreiben dich als Person am besten?

Katja: Ich bin eine Verbindung zwischen Struktur, fachlicher Kompetenz und kreativer Begleiterin. Ich arbeite sehr ziel- und lösungsorientiert für meine Kunden und bin aufmerksame Unterstützerin und kritisch Hinterfragende. Gleichzeitig liebe ich es, kreative Ansätze zu nutzen – für mehr Freude an der Sache, mehr Individualität, Änderungen von Perspektiven und mal etwas Ungewohntes zu tun, zum Beispiel indem ich im Coaching mit jemandem male oder ich selbst einen Tandem-Gleitschirmsprung mache.

 

Stelle uns dein Business vor.

Katja: Mein Business als Personalexpertin und Business Coach hat zwei Komponenten:

Der erste Part ist das Personalmanagement für kleinere Unternehmen, ab 2 bis ca. 50 Mitarbeiter, die Interesse daran haben mit ihren Mitarbeitern erfolgreich zu sein.

Ich übernehme oder berate dann bei klassischen Personalaufgaben, die eine Unternehmerin nicht selbst oder allein erledigen kann. Manchmal kann sie es fachlich nicht, weil das nicht ihre Kernkompetenz ist. Manchmal hat sie keine Zeit dazu. An Einzelaufgaben kann das vom Erstellen einer Stellenanzeige über das Anpassen eines Arbeitsvertrages bis zum Arbeitszeugnis viele verschiedene Aufgaben beinhalten. Generell biete ich hier entweder eine Übernahme der Aufgabe oder aber eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ an, so dass die Unternehmerin in Zukunft in der Lage ist, das selbst zu erledigen.

Dann gibt es Projekte, die ich begleite, wie zum Beispiel die Erarbeitung einer Personalstrategie mit Planung und Umsetzung von Meilensteinen. Hier kann es ein klarer Wettbewerbsvorteil sein, wenn ein kleines, wachsendes Unternehmen gleich von Beginn seine Personalstrategie und seine Personalwerkzeuge aufbaut, so dass das in Schritten mitwachsen kann und auch angepasst wird. Wen möchte ich im Unternehmen haben und in welcher Form? Wen muss oder kann ich entwickeln? Welche Beschäftigungsformen biete ich an (Freelancer, Mini-Jobber, Studenten, Teilzeit, Vollzeit, etc.)?

Es kann auch die Definition der Arbeitgebermarke („Employer Branding“) sein. Wer will ich also als Arbeitgeber sein und was biete ich an? Es gibt Projekte, da begleite ich bei einem Personalauswahlprozess, Projekte zur Mitarbeiterbindung oder zur Einführung von kontinuierlichen Mitarbeitergesprächen inklusive Schulung der Vorgesetzten.

Darüber hinaus bin ich Sparringspartnerin für die Unternehmerinnen zu den Themen Personal und Führung, aber auch für die eigene Rolle als Chefin, den Umgang mit den eigenen Ressourcen, Vorbereitung von oder Begleitung in kritischen Situationen oder Gesprächen sowie für die persönliche Entwicklung der Unternehmerin. Da gibt es zum Beispiel monatlich/quartalsweise einen Jour Fix mit einer Beratung und/oder einem Coaching. Je nachdem, was gerade für die Unternehmerin aktuell ist.

Hierbei ist vieles sowohl online wie offline möglich.

Der zweite Part beinhaltet das Business Coaching für Menschen vor oder in einer beruflichen Veränderung. Hier geht es im Wesentlichen um die Definition des eigenen beruflichen Ziels (neuer Job, Neuorientierung, zum ersten Mal Chefin), die eigenen Stärken und Ressourcen und den Weg zur Zielerreichung.

Die Menschen erhalten zusätzlich mein geballtes Knowhow als Personalexpertin, d.h. zum Beispiel Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbung bis zur Simulation eines Bewerbungsgespräches sogar bis zur Begleitung in der ersten Zeit in der neuen Rolle.

Ich biete Kurzcoachings an, denn manchmal braucht es gar nicht lang, bis der Knoten platzt und der Coachee weitergehen kann. Darüber hinaus gibt es Coaching-Pakete und zusätzlich einen VIP-Tag. Der ist dann ganz exklusiv, für eine ganz intensive Bearbeitung und zügige Lösung. Immer mit einer Vor- und Nachbereitung – zur Sicherstellung des Erfolgs.

Dabei habe ich zwei Spezialangebote: zum einen ist es offline möglich, ein Coaching als „Ge(h)spräch“ in der Natur durchzuführen, denn in der Bewegung und der Natur ergeben sich häufig ganz andere oder neue Perspektiven.

Zum anderen haben die Coachees die Möglichkeit mit mir Bilder sprechen zu lassen oder zu malen. Da steht dann nicht der künstlerische Aspekt im Vordergrund (obwohl da auch schon tolle Sachen entstanden sind), sondern auch hier kommt es durch die Beschäftigung mit Bildern oder das eigene, aktive Zeichnen und Malen zu überraschenden Ergebnissen.

 

Was bedeutet Erfolg für dich?

Katja: Ganz klassisch und konkret, wenn ich meine Ziele oder meine Kunden ihre Ziele erreicht haben.

 

Wie kam es dazu, dass du dich für die Selbstständigkeit entschieden hast?

Katja: Ich hatte bereits in meiner angestellten Funktion im Personalbereich eines Konzerns immer mal wieder überlegt, dass ich die Personaltätigkeit gern für kleinere Unternehmen anbieten möchte. Die können sich oft keine angestellte Personalerin leisten und ich kann ihnen dann  zum Erfolg verhelfen, mit den Pflichtaufgaben, aber vor allem auch mit der „Kür“.  Zudem war ich im alten Unternehmen schon sog. „Change Agent“ und kontinuierliche Begleiterin der Fachbereiche und Vorgesetzten. In der ersten Zeit der Selbständigkeit habe ich dann zusätzlich meine Weiterbildung zum „Systemischen Business Coach“ absolviert.

Die selbständige Tätigkeit war außerdem eine hervorragende Gelegenheit, mein „eigenes Ding“ zu machen und Familie und Beruf zu verbinden.

 

Nenne 3 Dinge, die du als Selbstständige vermisst (und was du dagegen tust).

Katja: In den ersten Jahren habe ich vor allem das Miteinander vermisst, den Austausch unter Kollegen, das gemeinsame Entwickeln von Ideen und gegenseitige „Befruchten“. Manchmal, wenn die Priorität für mich in der Familie lag, auch ein fester Rhythmus. Andererseits war und ist das aber auch ein großer Vorteil.

Nach und nach habe ich meine eigene Struktur gefunden und die ersten Kontakte außerhalb und neben Kunden gefunden und wie ich an Informationen oder neue Ideen gelange (Gespräche, Kontakte, Bücher, Online-Medien, etc). Denn häufig sind die Themen, die mich bei der Weiterentwicklung meines Business interessierten im privaten Umfeld nicht relevant oder von Interesse.

 

Wie wichtig ist für dich das Thema „Netzwerken“? Und welche Vorteile siehst du im „Netzwerken unter Frauen“?

Katja: Ich halte Netzwerke für enorm wichtig. Ich musste allerdings auch ein bisschen ausprobieren, was für mich passt. Welche Personengruppen für mich richtig sind und wie so die Stimmung dort war. Ich bin da auch etwas wählerischer geworden. So bin ich mittlerweile in einem kleinen, lokalen Unternehmerinnennetzwerk aktiv und aktuell online im she-preneur insider club. Den Austausch unter Frauen empfinde ich nochmal intensiver als in gemischten Gruppen. Ich finde da eher Mitspielerinnen, die zu mir passen. Die Sprache ist anders und ich erlebe eine andere Art von Unterstützung und Solidarität.

 

Was möchtest du anderen Gründerinnen/selbstständigen Frauen ans Herz legen und aus deinen bisherigen Erfahrungen mit auf dem Weg geben?

Katja: Geht raus – raus aus dem Schneckenhaus, sucht euch UnterstützerInnen, Gleichgesinnte, achtet auf das, was euch guttut und spinnt auch mal!

 

Zu guter Letzt: Verrate uns dein Lieblingszitat und seine Bedeutung für dich.

Katja: „Um klar zu sehen reicht oft ein Wechsel der Blickrichtung.“ – Antoine de Saint-Exupéry

Ich verbinde damit eine Haltung. Sowohl für mich, als auch bei meinen Kunden und Coachees, ist es oft hilfreich mal einen anderen Standpunkt einzunehmen, den Blickwinkel auf ein Problem und sich selbst zu verändern und oft ist man dann ruck-zuck bei einer Lösung und kann weitergehen.

 

Vielen Dank für deine Zeit und die Einblicke in dein Business, liebe Katja. Ich bin sehr gespannt, wie sich dein Business entwickelt und wünsche dir viel Erfolg!

Wie war es bei dir? Aus welchem Grund hast du dich selbstständig gemacht? Oder bist du noch am überlegen, wie du es am besten anstellst? Hinterlass einen Kommentar und motiviere damit andere. 

Liebe Grüße

Deine Tanja

 

PS: Du willst mehr über die Person hinter she-preneur erfahren? Dann schau hier vorbei.

PPS: Vernetzte dich mit mir und anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen in unserer geschlossenen she-preneur Community auf Facebook.

Bild © Nathalie Löbel – lentille fotografie